Framework: Chromebook-Edition des modularen Laptops vorgestellt

Der Hersteller Framework ist auch hierzulande nicht mehr gänzlich unbekannt. Man versucht sich da mit modularen Laptops am Markt, die dennoch weiterhin mit kompakten Abmaßen und leichtem Gewicht daherkommen. Die Modularität kommt Reparaturen oder gar Upgrades zugute und erlaubt eine gewisse Anpassbarkeit und damit auch Personalisierung.

Framework hat sich nun mit Google zusammengetan und bringt eine Chromebook-Edition auf den Markt. Diese ist in den USA und Kanada bereits vorbestellbar, gut möglich, dass das Modell auch hierzulande künftig erhältlich sein wird.

Bei der Chromebook-Edition setzt Framework ebenfalls auf Intel-Prozessoren der 12. Generation, durch den modularen Aufbau ist aber ein Upgrade auf ein Mainboard / einen Chipsatz mit mehr Power in den kommenden Jahren offen und denkbar. Derzeit werkelt in der Chromebook-Variante der i5-1240P mit bis zu 4,4 GHz. Unter der Haube sind zudem 8 GB Arbeitsspeicher (DDR4) und 256 GB Speicherplatz vorhanden. Alles im Formfaktor eines Laptops mit 13,5 Zoll (ca. 34 cm) und 1,3 Kilogramm Gewicht (296 x 229 x 16 mm). Da mag noch einer sagen, portable „Ultrabooks“ seien nicht reparierbar. Man macht da offenbar abseits der Software keine wenige Unterschiede in Sachen Hardware: Eine Besonderheit ist der verbaute Titan C als Sicherheitschip.

In einer Chromebook-Variante kommt da logischerweise ChromeOS als Betriebssystem zum Einsatz. Man garantiert automatische Updates für mindestens acht Jahre. Mir erschließt sich jedoch nicht ganz, ob man da dennoch auch auf Windows oder andere Linux-Distributionen setzen kann und ob Nutzer eines regulären Framework-Notebooks auch ChromeOS aufspielen können. Mitsamt den Möglichkeiten, Android-Apps auszuführen – das funktioniert inzwischen aber auch unter Windows. Mich würde es jedenfalls wundern, wenn man mit diesem Modell dann auf ChromeOS festgefahren wäre. Framework gibt lediglich dazu an, dass man Linux-Apps mittels Crostini auch unter ChromeOS ausführen kann. Steam-Spiele seien mittels Alpha-Version unter ChromeOS ebenfalls nutzbar.

Zudem bringt man vieles Bekanntes auch auf das Chromebook-Modell: Die Möglichkeit, Speicherplatz und Arbeitsspeicher aufzurüsten. Die auswechselbaren, modularen Ports. Vier an der Zahl sind da vorhanden, die von USB-C bis hin zu HDMI oder auch Ethernet bzw. mit Speicherplatz bestückt werden können. Oder auch Personalisierungsoptionen von der Farbe des Rahmens und eben der Möglichkeit das Mainboard auf künftige Generationen upzugraden. Die Upgrades sind hierbei mit einem einfachen Schraubendreher zu bewerkstelligen. Weitere Informationen? Der Akku misst 55 Wh, wird über USB-C mit bis zu 60 Watt wieder aufgeladen. Die Tastatur ist beleuchtet. Beim Wi-Fi funkt man mit 6E-Standard.

Preislich werden 999 US-Dollar für die einzige, derzeit vorbestellbare Chromebook-Variante fällig. Im Rahmen des Bestellprozesses können dann ebenfalls einige Module kostenpflichtig bestellt werden. Europäische Nutzer sind da bisher wie eingangs erwähnt noch außen vor.

Update 22. September 16:30

Ich habe bei Framework zwecks Chrome OS nachgehakt. Chrome OS Flex ist da natürlich auch mit den regulären Framework-Laptops kompatibel, bringt aber natürlich nicht das vollständige Chrome-OS-Erlebnis mit den Android-Apps mit. Mit den entsprechenden Modulen aus dem Framework Marketplace könne man sein Framework-Laptop allerdings in eine Chromebook-Edition „umwandeln“. Da dies aber eher ein Edge-Case sein dürfte, steckt man da nicht allzugroße Bemühungen in Tests dieses Anwendungsfalls.

Bezüglich der Chromebook-Version teilt man mit, dass man da keine anderen Betriebssysteme offiziell unterstützt, aber die Community wird da sicherlich an Möglichkeiten basteln und auch andere Betriebssysteme lauffähig machen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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4 Kommentare

  1. Hat jemand schon produktiv ein Chromebook im Einsatz? Wie sind so die Erfahrungen damit? Funktionieren die Officefunktionen auch ohne Internetverbindung? Kann man bei Google Fotos gespeicherte Bilder zur „Offlinennutzung“ abspeichern? Bisher habe ich dazu leider wenig gelesen. Denn mehr als Browser und Fotos mache ich an meinem (alten) Windows-PC mittlerweile nicht mehr.

    • für mich reicht ein CB völlig aus
      Dokument kann ich offline verfügbar machen, parallel an Dokumenten arbeiten kann man auch. Konflikte wie bei MS hatten wir nie.
      Bei Fotos hab ich nie die Notwendigkeit gesehen, daher auch nicht ausprobiert.
      Telefonkonferenzen funktionieren einfach im Browser, alles gut auch hier.

    • Produktiv seit 2 Jahren als einziges Gerät im Einsatz. Habe ein Chromebook mit Intel i5 Prozessor.

      Sofern das Gerät mitmacht, werde ich es nutzen bis es auseinander fällt.
      Mir fehlt es an nichts. Mit der Linux Umgebung geht sowieso (fast) alles. Auf Steam gibt es auch schon ein paar Spiele die Linux unterstützen, man muss also nichtmal auf die Steam Alpha in Chrome OS setzen, sondern kann auch die Linux-Version nehmen.

      Google Drive und Co. funktionieren auch Offline.
      Die Bilder von Google Fotos kannst du natürlich direkt herunterladen und betrachten.

  2. ChromeOS kann man auf ziemlich vielen (gerade schwächeren) Geräten bestimmungsgemäss und sinnvoll nutzen.
    Das bedeutet aber nicht zwingend immer, daß es – gerade hier auf einem hardwaremässig überdimensionierten, um den Faktor 3-4 überteuerten Gerät – Sinn macht.
    Wenn man sich von vorneherein schon bewusst einschränkt … weshalb sollte man dann trotzdem noch unbedingt irgendwelche Bastellösungen zum zocken reinfrickeln (bzw. kriegt man das überhaupt halbwegs hin)?

    Ob so eine Zielgruppe wohl wirklich existiert, oder man nur krampfhaft vermeintliche UseCases zaubert?
    Hier geht die Sinn-und-Zweck-Schere dann doch zu weit auseinander.

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