Facebook-Datenleck schlimmer als bekannt?

Vor ein paar Tagen machte die Nachricht die Runde, dass es einen Fehler in Facebooks Systemen gab. Durch diesen Fehler war es möglich, dass Menschen unter Umständen von euch E-Mail-Adressen und Telefonnummern bekommen haben, die sie normalerweise gar nicht bekommen dürften. Facebook gab an, dass durch diesen Fehler 6 Millionen Nutzer des sozialen Netzwerks betroffen sind. Doch das Datenleck soll angeblich viel größer gewesen sein, als von Facebook zugegeben. So sollen nicht nur die hinterlegten eigenen Daten vom Leck betroffen sein, sondern wesentlich mehr. So könnten auch Personen betroffen sein, die vielleicht gar nicht beim sozialen Netzwerk Facebook derartige Daten hinterlegt haben.

Facebook-Logo

Nutzer, die zum Beispiel einmal Facebook Zugriff auf das eigene Adressbuch gegeben haben, könnten solche Datenlieferanten sein. Beispiel: Ihr seid bei Facebook ohne eure Nummer unterwegs, ich bin aber ein Kontakt, der eure Nummer im Adressbuch hat und Facebook Zugriff gegeben hat. Facebook verknüpft im Hintergrund Daten schlau miteinander und weiss mehr, als ihr vielleicht von euch preisgebt. Die Firma, die das Leck entdeckt hat, teilt nun mit, dass Facebook seinen Nutzern etwas verschweigt, so sollen mehr Datensätze exportiert worden sein, als bislang zugegeben. Des Weiteren soll Facebook mittlerweile jede Menge Informationen haben, egal ob von Nutzern, oder von Nicht-Nutzern.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

18 Kommentare

  1. RogerG781 says:

    Wer sein Adressbuch als Quelle bei Facebook freigibt, gehört für mich erschlagen 😉
    Unabhängig von Prism und Tempora verstößt man damit, nach meiner Ansicht, gegen das BDSG indem man, ohne Erlaubnis, private Daten eines Dritten weitergibt. Wer darüber hinaus glaubt, die Daten würden vertraulich behandelt, dem hat sich womöglich der Sinn von Facebook nicht erschlossen.

  2. Ich hab alles verschlüsselt indem ich alles rückwärts geschrieben hab !

  3. Bin mal aus Versehen auf diesen Button gekommen. Mist. :/

  4. Oh, welch ein Zufall, dann haben die Geheimdienste ja auf einen Schlag noch sehr viel mehr Telefonnummern, Namen und Verbindungen zwischen den Leuten. Na das is ja blöd…

  5. Als wenn die das nicht einfach so machen würden, dafür braucht es keine Leaks. Der Ex-Sicherheitschef von Facebook ist jetzt nicht umsonst bei der NSA 😀

  6. Mein Personalchef stellt einem Werker eine Freundschaftsanfrage, ein anderer Werker stellt einem anderen leitenden Angestellten plötzlich eine Freundschaftsanfrage. Mir bestätigt eine entfernte Bekannte meine Freundschaftsanfrage, die ich nie gestellt habe. Alles in den letzten 7 Tagen passiert!

  7. Tja, E-Mail Adressen, Telefonnummern sind in der heutigen Zeit eben keine Geheimnisse mehr. Ich weiß noch, als ich mit dem Internet anfing (damals war das alles noch Neuland) und Panik hatte, meine E-Mail Adresse, geschweige denn meine Telefonnummer, preiszugeben. Mit den Jahren hat sich diese Besorgnis in Luft aufgelöst.

    Mein E-Mail Konto hat einen guten Spam-Filter und mein SMS-Postfach wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit ebenso einen Filter nachgerüstet bekommen, da bin ich ganz sicher. Bisher kommen die einzigen SMS-Spams von der Telekom. Selbst Callcenter-Anrufe bekomme ich per Handy nie (was ich im Übrigen schade finde, denn die trolle ich doch sooo gerne).

    Ich behaupte mal ganz kühn, dass derlei Daten in Zukunft immer weniger schützenswert werden, da wir immer bessere Filtersysteme bekommen.

    Andererseits: Die Verknüpfung zwischen Kontakt X und Kontakt Y ist natürlich schon so eine Sache. Wobei mich jeder x-beliebige Mensch auf der Straße fragen könnte, ob ich mit dem und dem befreundet bin und ich würde ehrlicherweise dazu stehen. Zumindest in meinem Fall also eine unbegründete Besorgnis. Dass viele anders denken, weiß ich und darum sehe ich die ganze Problematik hier auch nicht locker, sondern sehr ernst.

  8. @ RogerG781:

    Genauso ist es! 100% Zustimmung.
    Facebook, Twitter, Google und seine ganzen Dienste nutzen, aber sich dann hier über PRISM und Tempora aufregen…Kopfschüttel!

  9. um gottes willen!
    früher, da standen übrigens noch alle leute mit kompletter adresse und telefonnummer im telefonbuch! wie wir das überlebt haben ist mir im nachhinein völlig schleierhaft.

  10. @Bob: es ist idiotisch zu sagen, dass die generelle Überwachung aller Bürger das Gleiche ist wie aktives Preisgeben von Daten. Das eine hat immer noch Zustimmung die explizite Zustimmung eines Bürgers. Mit solchen dummen Aussagen wird zwar in den USA gern diskutiert, es macht sie aber deswegen nicht weniger falsch.

  11. jojo: da konntest Du aber darüber bestimmen, ob es dort steht oder nicht. Frag mal bei Facebook an, all Deine persönlichen Daten zu entfernen, die nicht von Dir eingetragen wurde. Kannste knicken. 🙁

  12. GrosserUnhold says:

    Ein Datenleck bei Facebook?
    Wie kann man nur so einen Unsinn verbreiten?
    Da könnte man auch behaupten das ein Sieb Löcher hat.

  13. @Thorsten In Norwegen und Schweden sind die sogar noch weiter: Dort kann man über einen SMS-Service zu einem KFZ-Kennzeichen den Halter samt Adresse, Telefonnummer, nächstem Kontrolltermin und ob die KFZ-Steuern bezahlt wurden abfragen.

  14. Schlimmer finde ich, das die SMS-Auth umgangen werden kann.
    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10151778631139073&id=241276949072

  15. Etwas OT: vielleicht kennt ihr ja die Serie „Person of Interest“ .. hat mich ein wenig an die ganzen Datenskandale erinnert..

  16. @ Bernd

    Der NSA usw. dürfte es herzlich egal sein ob du der Preisgabe deiner Daten zustimmst, sie aktiv selbst verbreitest (facebook), oder ob sie sich die Daten einfach durch eingebaute Hintertüren oder angezapfte Kabel “zieht“.
    Für die Geheimdienste ist das einzige Kriterium: was ist technisch machbar um an die Daten ranzukommen.
    Google und Co. haben zwar andere Interessen, arbeiten aber ganz ähnlich (Bewegungsprofile von Android-Smartphones, W-Lan Netz erfassung bei den StreetView Fahrten usw.).

  17. Tja wie gut das bei uns keiner einsch. der ganzen Familie Privat bei denen ist und das auch nie sein wird. Und selbst wen, Daten kann sich jeder irgendwie zusammen basteln und sammeln egal wie und wo.Also was solls…….