EU-Kommissar Oettinger: Wahrscheinlich keine Roaming-Gebühren ab dem 2. Quartal 2017

Roamig-Gebühren im Mobilfunk innerhalb der EU sollen wieder einmal wegfallen. Diese Aussage hören wir seit Jahren, passiert ist es aber noch nicht. EU-Kommissar Günter Oettinger macht den Verbrauchern nun neue Hoffnung. In einem Gespräch erklärte er, dass sich die EU-Kommission, die Regierungen der 28 Mitgliedsländer und das europäische Parlament wahrscheinlich schon sehr bald einigen. Mitte Mai sah dies noch anders aus, auch wenn die Informationen zu diesem Zeitpunkt nicht vollständig korrekt waren.

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Oettingers Aussage im Wortlaut:
[color-box color=“gray“ rounded=“1″]“Ab dem zweiten Quartal 2017 werden die Roaming-Gebühren in der EU wahrscheinlich wegfallen. Darauf werden sich EU-Kommission, die Regierungen der 28 Mitgliedsländer und das europäische Parlament wahrscheinlich schon sehr bald einigen. Wenn das Ende des Roaming jetzt Mitte 2017 kommt, haben die Firmen ein Jahr mehr Zeit gegenüber der alten Planung, um sich auf die neuen Regeln einzustellen. Und die Verbraucher werden bei der Telekommunikation noch mehr sehen, dass sie vom Binnenmarkt profitieren. Schon bisher sind die Auslandsaufschläge ja extrem gesunken.“[/color-box]

Statt 2016 soll es nun also 2017 passieren. Wie die Umsetzung konkret aussehen wird, ist allerdings nicht bekannt. Ein kompletter Wegfall der Roaming-Gebühren wäre für den Verbraucher sehr begrüßenswert. Dies wird auch gefordert, die Mobilfunkanbieter wehren sich allerdings dagegen. Logisch, wenn ich die Möglichkeit habe 50 MB Daten im Ausland für 3 Euro zu verkaufen, würde ich mich auch wehren, wenn diese Geldquelle plötzlich versiegt.

Wir halten mal an diesem „schon sehr bald“ von Oettingers Aussage fest und werden dementsprechend auch sehr bald wissen, was 2017 nun Phase ist. 2016 werden wir jedenfalls weiterhin einen Aufschlag zahlen, wenn wir unsere Smartphones auch im EU-Ausland verwenden wollen.

Oettinger geht zudem davon aus, dass es in Europa zu zahlreichen Fusionen der Mobilfunkanbieter kommen wird. 280 Anbieter gibt es in den 28 EU-Staaten. Hier wird es seiner Ansicht nach zu Zusammenlegungen der Netze kommen. Auf globaler Ebene wird dies dafür sorgen, dass europäische Telekommunikationsanbieter eine größere Rolle spielen. Gleichzeitig muss aber auch der Wettbewerb gewährleistet sein.

Im Hinblick auf autonome Fahrzeuge befürwortet Oettinger auch die Vergabe von zukünftigen Mobilfunkfrequenzen auf eine Weise, dass autonom fahrende Fahrzeuge auch über Grenzen fahren können, ohne den Kontakt zum Mobilfunknetz zu verlieren. Dies sei zwingend erforderlich, da diese Fahrzeuge auf eine Internetverbindung angewiesen sind:

[color-box color=“gray“ rounded=“1″]“Selbstfahrende Autos werden ein wichtiger Markt für Deutschlands Autokonzerne. Aber solche Wagen brauchen den lückenlosen Kontakt zum Mobilfunknetz, um absolut sicher navigieren zu können. Das setzt einen besseren Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland voraus. Es setzt aber auch voraus, dass der Funkkontakt auch beim Überschreiten der Grenzen ohne Unterbrechung aufrechterhalten wird.“[/color-box]
(Quelle: RP Online)

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14 Kommentare

  1. Für mich sind die News über keine Roaminggebühren ja nur noch so „Aha… good to know – abgehakt“-News.
    Das geht schon so lange, dass ich da nicht mit rechne und wenn es dann da ist nehme ich es gerne.

    Mit diesem ganzen Ja/Nein/Nicht Fisch nicht Fleisch gebrödel kann man so ein Thema auch echt gut langweilig machen… Politik halt… bis es keinen mehr wirklich interessiert xD

  2. Hä? Wozu muss ein *autonomes* Auto eine Internetverbindung haben? Das würde doch dem Begriff *Autonom* komplett wiedersprechen. Es braucht maximal GPS, damit es weiß, wo es ist und der Rest würde über Sensoren gemacht. Doch auch ohne GPS sollte es fahren können… Kann mich mal jemand aufklären?

    OT: Aber wenn gesagt wird, das Autos permanent Internet brauchen, ist denen hoffentlich auch klar, dass deswegen die Netzneutralität erhalten bleiben muss, sonst ist mein IP-TV schneller im Auto, also die berechnete Route 😉

  3. Gsuaigxgd says:

    @mars: Wetterinfos, Stau, Streckensperrungen..

  4. @Gsuaigxgd Für Staumeldungen gibt es RDS (ich weiß, das ist selten aktuell). Aber wozu ist Wetter für die Autofahrt wichtig? Ich kann in Google Maps auch nicht sagen: „Bitte umfahre die Regenfront, damit ich das Cabrio die ganze Zeit offen lassen kann…“ 😉

  5. Vor allem weil man ja auch immer mindestens eine halbe Stunde kein Internet hat, wenn man Ländergrenzen überquert 😀
    Die Aussage fand ich auch sehr komisch und und verständlich.

  6. *unverständlich

  7. Wie lange ist der Herr Oettinger eigentlich noch im Amt? Wird er das noch erleben oder wird er einfach abtreten und die Umsetzung (oder eben nicht) seinem Nachfolger überlassen?

    @mars3142
    auch das autonome Fahrzeug muss doch unterwegs permanent die Kartendaten von Google Maps (oder wem auch immer) nachladen 😉
    Und wer weiß, vielleicht kann das autonome Cabrio ja dann tatsächlich die Regenfront umfahren…

  8. Bitte – der Öttinger hat sie nicht mehr alle, Dijitahl Argenda von einem Sechzigjährigen mit schlechten Englisch.

    Indem Blog hier ist das ggf. für Malleurlauber interessant, die sich gerne besoffen Fotografieren und dann jedesmal über die Handyrechnung meckern. Guckt euch mal die Tarife unserer EU Nachbarn an – die sind besonders bzgl. GB Flats 10 mal so günstig

  9. @Michael: Da stimme ich dir aber sowas von zu. Ich habe noch einen Uralt T-Offline Tarif mit 5GB, aber nur weil derzeit kein Tarif mit 5GB angeboten wird, also nicht bei T-Offline.

    @Wolf: Wozu braucht ein Auto GMaps? Ich dachte die Kameras erfassen die Straße? Sind diese dann nicht so intelligent, um auch Schilder lesen zu können? Man braucht doch eigentlich nur eine Liste der Orte und Straßen und danach sollte das Auto von selber das Ziel finden. Das wäre doch mal genial. Nix mit GPS, sondern direkt Straßennamen per OCR auswerten. Denn wenn der Mensch rechtzeitig die Schilder für die Navigation nutzen kann, sollte ein Auto/Computer das in einem Bruchteil der Zeit schaffen.

  10. „“Aber solche Wagen brauchen den lückenlosen Kontakt zum Mobilfunknetz, um absolut sicher navigieren zu können.““ Absoluter Bullshit! Googles Autos fahren ohne Internet. Gibt es außerhalb von LA nämlich praktisch nicht!

  11. Wenn ich diesen Satzbau vom Oettinger schon lese… Man merkt ihm echt seine Unwissenheit und Unerfahrenheit an!

  12. Öttingers geschwafel kann man nich ohne paar Öttinger ertragen ^^

  13. @mars3142
    Ich fürchte fast, dass in der autonomen Welt des Herrn Ö. eine Navigation ohne Google Maps (o.ä.) nicht vorkommt, schließlich ist das doch auch das, was die Navigation auf dem Smartfohn macht – oder nicht?
    Diese kleinen Unterschiede zwischen GPS und GSM und den ganzen anderen Technikkram kann man ja auch mal vernachlässigen, schließlich geht es doch hier um bahnbrechende große Fortschritte….

    Spaß beiseite: Auf Straßenschilder würde ich mich nicht immer und grundsätzlich verlassen wollen, irgendeine grundsätzliche Offlinekarte hätte ich dann schon gerne in meinem autonomen Auto – spätestens bei längeren Strecken kann die ihre Stärken ausspielen. Einfaches Beispiel: Wieviele Ortsnamen kannst du dir für die Strecke Hamburg – München überlegen – und wie ist die „richtige“ Reihenfolge?

  14. @Wolf:
    Du musst mir das nicht sagen, ich bin selber (Android) Dev. Es war halt nur mal eine Idee und wenn ich so wie damals™, also mit Falk-Plan navigiere, habe ich mich auch an Straßennamen orientiert. Daher fände ich das schon cool, wenn Autos das ebenso machen könnte. Klar, damit brauchen sie den Falk-Plan (oder neumodisch Google-/Apple-Maps) und das sollte natürlich nicht offline (möglicherweise veraltet) vorliegen.

    Und ob jetzt GPS, GSM oder eine andere Abkürzung mit G zum Tragen kommt, spielt dabei keine Rolle. 😉

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