Echo: Amazon verkauft die Smart Speaker nur in Sales mit Verlust

Ich habe schon darüber gebloggt, dass diverse Tech-Unternehmen derzeit bei den US-Wettbewerbshütern antanzen müssen. Microsoft zeigte dabei wohl mit dem Finger auf Apple, letztere sind sich aber keiner Schuld bewusst. Auch Amazon wurde intensiv befragt, weil es Vorwürfe gibt, das Unternehmen würde Produkte mit Verlust verkaufen, um seine Marktposition zu stärken. Das dementiert der Gründer Jeff Bezos.

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Amazon macht bei den Echo-Lautsprechern keine Verluste, wenn sie zum Listenpreis verkauft werden. Bei Angeboten bzw. Sales könne es aber vorkommen, so Bezos, dass Amazon beim Verkauf doch Verluste hinnehme. Diese Aussage ist für jeden witzig, der Amazons Vorgehen kennt: Denn die Kindle, Fire oder Echo sollte man eigentlich niemals zum Normalpreis kaufen, da sie ständig in Angeboten vergünstigt zu haben sind.

Auch Marktforscher kamen in der Vergangenheit zu dem Ergebnis, dass die Amazon-Geräte quasi genau so oft reduziert zu haben sind, wie sie zum Normalpreis gelistet werden. Inwiefern die Wettbewerbshüter sich nun davon beeinflussen lassen, ist aber eine andere Frage.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. therealThomas says:

    Mal unabhängig davon, was man von Amazon und den Echo-Geräten hält: dürfen sie die Geräte nicht mit Verlust verkaufen?

    Wer Wert auf seine Daten legt, der weiß sowieso von Amazons Praktiken und lässt sich (hoffentlich) auch nicht von einem günstigeren Gerät anlocken. Google, Microsoft und Apple haben alle (soweit ich weiß) genug Kapital um dieselbe Strategie zu fahren, wenn denn gewünscht, Apple z.B. schreibt sich ja auf die Fahne, besonders Datenschutzfreundlich zu sein.

    Aber für den Otto, dem seine Daten egal sind bzw. der nichts davon weiß, macht es doch kaum einen Unterschied, ob das Ding von Amazon oder Google kommt (Apple kommt in der Preisklasse ja eh nicht in Frage) und beide könnten einen Verlust hinnehmen um ihre Marktposition zu stärken. Also wo ist das Problem?

    Startups wären so oder so (ob Amazon nun Verlust macht oder nicht) immer merklich teurer dran und würden damit preislich sowieso keine Konkurrenz darstellen.

    • Bin ganz bei Dir, man den Stick aber auch nutzen ohne Bedenken: Stick über Kippschalter mit Strom versorgen. Bei Heimkino brabbeln wir eh nicht. Gilt natürlich nicht für für sie Boxen. Nächster Schritt ist prüfen ob Pi-Hole bezahlte Wanzen Funktion getrennt verhindern kann.

      • Timo Jan Knoll says:

        Amazon hat während der ‚ersten‘ Coronakrise enorme Gewinne eingefahren.
        Sie dürfen ihr eigenes Produkt nicht mehr unter Wert verkaufe?
        Na also Leute da seht ihr SSV und WSV wird auch ab sofort weg fallen.
        Macht die Augen auf Amazon wird so schnell in fast keinem Geschäftsbereich minus einfahren.

    • Produkte unter Wert zu verkaufen ist Dumping und verboten, oder? Außer eben in Aktionen.

      Ich stimme dir zu, dass die großen Player das auch könnten. Aber ein kleiner, der vielleicht datenschutzfreundlich wäre, könnte das nicht.

      Bei den ebook-Readern halte ich kindle und tolino für gute Konkurrenz, aber tolino ist selten so extrem reduziert. Dort geht es vielleicht auch nicht?

  2. plantoschka says:

    Google fährt doch die selbe Strategie mit dem Home Mini. Hab schon zwei Stück kostenlos bekommen.

    Einzige Apple ist bisher standhaft beim HomePod (der Preis ging zwar runter, aber ich denke die machen immer noch gut Profit damit). Das war aber schon immer Apples Produktstrategie.

    Für mich ein Unding von Amazon und Google. Innovative Unternehmen wie z. B. Sonos haben so langfristig keine Chance sich am Markt zu halten.
    Wenn das so weitergeht wird bald alles was Hardware, Software und Services angeht unter einen großen Playern aufgeteilt, die man an einer Hand abzählen kann.

    • Die Sonos Innovationen der letzten Zeit schreckten aber eher ab 😉 Geht eben nichts über Smart Home, welches ohne Internet auskommt.

  3. Welche Firma macht das den bitte nicht, mit Lockangeboten die unter EK verkauft werden Kunden ranzuholen um dann mehr Umsatz zu generieren.
    Das fängt doch schon im nächsten Supermarkt an, oder glaubt jemand im Ernst, das Kilo Bananen beim Discouter wird mit Gewinn verkauft oder der Mobilfunkanbieter in Magenta oder rot macht Supertarife für Großkunden, die auch nur Ansatzweise die laufenden Kosten decken ?

  4. Wenn Geräte nicht unter Wert verkauft werden dürfen, weil das Dumping ist, wieso ist das im Druckerbusiness dann Standardmodell, die Geräte selbst verbilligt zu verramschen und dann an überteuerter Tinte zu verdienen?

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