DSGVO: Max Schrems legt 7,6 Mrd. Euro schwere Beschwerde gegen Facebook und Google ein

Es war zu erwarten. Heute war Stichtag zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und bereits vorab wurde gespannt erwartet welchen der Großen es wohl als erstes erwischen wird – mit einem Vorgehen gegen die Datenverarbeitung durch Unternehmen. Max Schrems ist offenbar nicht so gut auf Facebook zu sprechen, schon 2011 stänkerte er gegen das Social Network, 2014 kam es dann zu einer Klage.

Aber in diesem Fall sind es nicht nur Facebook sowie WhatsApp und Instagram (beide zu Facebook gehörend), sondern auch Google soll gegen die Verordnung verstoßen. Wie The Irish Times berichtet, wurden drei Beschwerden bei den Datenschutzbehörden in Österreich, Belgien und Deutschland gegen Facebook eingereicht. Die Beschwerde gegen Google landete bei der französischen Datenschutzbehörde.

Insgesamt geht es um 7,6 Milliarden Euro, allerdings dürfte das eher nebensächlich sein. Denn es geht vor allem um die Daten der Nutzer. Schrems ist der Ansicht, dass Facebook dem Nutzer nicht genügend Wahl gelassen hat. Entweder löscht er seinen Account oder er akzeptiert die Nutzungsbedingungen. Mit der Akzeptanz der Nutzungsbedingungen stimmt der Nutzer aber auch der Verarbeitung von Daten zu, die nach Meinung von Schrems nicht für den Betrieb des Dienstes nötig sind, sondern nur für Werbeprofile genutzt werden, damit das Unternehmen Gewinne macht.

Gleiches gilt für Google. Wobei es Schrems offenbar auch nicht so richtig um den Nutzer geht. Denn vielmehr ist seine NOYB-Gruppe (None of your Business) offenbar ein Ehrenmann für kleinere Anbieter. Sie möchte verhindern, dass große Anbieter sich quasi einen Datenvorteil verschaffen, indem sie mehr abgreifen als eben für den Betrieb nötig ist.

Im Fall Google geht es übrigens um Android. Es kann ja nicht angehen, dass ein Nutzer, sobald er ein Android-Smartphone einschaltet, in Googles Ökosystem gezwungen wird. Man könne ein Android-Smartphone nicht nutzen, ohne seine Zustimmung zu geben. Diese Dinge werden nun von den Behörden untersucht und man wird irgendwann mal wieder davon hören.

Und hier ein Cut und ein paar Worte zu dieser ganzen DSGVO-Geschichte, die uns allen seit Wochen auf den Zeiger geht. Euch vermutlich auch und sei es nur, weil Eure Mail-Postfächer übergequollen sind.

Ja, es ist schlimm, wie mit Nutzerdaten in manchen Fällen umgegangen wird. Allerdings können auch nur solche Daten verwendet werden, die man verursacht. Google und Facebook sind beides keine Wohltätigkeitsvereine. Es sind Unternehmen, die Dienste bieten, die von Milliarden Menschen offenbar gerne genutzt werden. Aber keiner ist gezwungen, die Dienste zu nutzen.

Das, was manche heute gerne als Nutzungszwang interpretieren, ist ein typisches „fear of missing out.“ Man muss WhatsApp nutzen, sonst wäre man ja nicht erreichbar. Schreib doch einen Brief, dauert länger, aber funktioniert. Urlaubsfoto? Schick doch eine Postkarte. Aber verschlüssele bitte den Text und die Adresse, nicht dass Facebook heimlich nachsieht.

Kein Mensch ist gezwungen, irgendetwas im Internet zu nutzen. Warum der Nutzer dann aber dem profitorientierten Unternehmen, von dem er eine Leistung im Austausch gegen Datenerhebung erhält, seine Vorgehensweise vorschreiben zu wollen? Ich verstehe oft nicht, wie man sich als Einzelperson oder auch Gruppe sich einfach das Recht herausnehmen kann, so zu agieren.

Und ich finde es stark, was die L.A. Times gemacht hat. Die hat europäische Nutzer nämlich einfach ausgesperrt. Dicker Mittelfinger gegen Dinge wie die DSGVO und gegen Typen wie Max Schrems. Wenn das so weiter geht, wird es nicht ewig dauern und aus dem Internet werden Splitternetze. Nichts, worauf ich persönlich Bock hätte, ich würde Webseiten auch gerne weiterhin ohne VPN ansurfen können – was ja heute schon nicht immer so einfach ist. Falls sie denn überhaupt noch verfügbar sind und nicht in einer panischen Kurzschlussreaktion gelöscht wurden.

Was haltet Ihr von so harscher Regulierung, dass Seitenbetreiber bestimmte Nutzer aussperren? Oder passt das schon so und die haben gefälligst das zu machen, was der Nutzer (oder die EU) möchte?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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178 Kommentare

  1. Andreas Holzschuh says:

    Danke, einer der besten Kommentare heute dazu.

    Du hast vergessen, dass der Staat von der DSVGO natürlich ausgeschlossen ist. VDS und Meldeämter lassen grüßen.

    • phantomaniac says:

      Du hast das Finanzamt vergessen (Ironie) und so scheint es keine Ahnung von der DSGVO in Kombination mit dem BDSG_neu (Tatsache)

      • das ist ja das schöne, bei der nächsten Prüfung durch das Finanzamt überreiche ich dem Prüfer vorab erst einmal einen garantiert 50 Seiten langen Verarbeitervertrag , keine Unterschrift – keine Unterlagen.

    • Der Staat ist nicht davon ausgeschlossen. Es gelten nur einige andere Regeln im Vergleich zu privaten Unternehmen.

    • Finde ich auch so lächerlich. Er hat doch das Recht den Service nicht zu nutzen aber wenn er ihn nutzen will, dann so, das Facebook nichts dran verdient. Mit dem Argument, dass es auch ohne die Werbedaten gehen würde. Technisch bestimmt, aber woher soll dann das Geld kommen, den Service aufrecht zu erhalten. Ehrlich, hoffe Facebook und Google gewinnen und er bleibt auf riesen Anwaltskosten zurück. Die Aussage das man auf einem Android Handy die Google Dienste nutzen muss. Die investieren Millionen in Entwicklung und er beschwert sich darüber, dass es dann Google Apps drauf gibt. Ehrlich, wenn der Typ gewinnt verliere ich all mein Vertrauen in unser Rechtssystem.

      • Punkt 1: Es geht nicht nur um die Daten derer die den Dienst nutzen, sondern auch um die sogenannten Schattenprofile, also die Profile derer, die den Dienst nicht nutzen.

        Punkt 2: Man gibt 800 Euro für ein Android Handy aus, und muss dann nochmal mit seinen Daten bei Google bezahlen. Klar, ist bei Apple nicht anders, da ist es sogar noch schlimmer, weil man da z.B. nicht einfach einen alternativen Store wie F-Droid unter Android installieren kann, aber das macht es ja dadurch kein Stück besser.

        Manchmal frage ich mich, in welcher Welt einige der Kommentatoren hier leben…

      • Sehe ich anders.
        Jede Webseite / Blog muss das auch so machen. Man verdient dort zb nur durch Werbung. Jetzt könnte man es wie Facebook machen: Du siehst nur alles, wenn du auch den AGBs und dem Verkauf / Nutzung der Daten durch dritte zustimmst, sonst siehst du nix. Darf man aber nicht (Kopplungsverbot). Warum darf das also Facebook oder Google?

        • man kann aber auch geld machen in dem man bspw nicht unnötige oder passive daten erhebt (wie bspw dass man eine seite mit likebutton aufgerufen hat) sondern nur aktive interaktionen durch den user (etwas zu liken ist ja im prinzip wortwörtlich facebook zu sagen dass man das mag) dazu kann man es auch machen wie bei Zeitungen, man trackt einfach nicht uns macht halt die werbung passend zur aktuellen unter-seite.

          • Zeitungswerbung wie vor 100 Jahren, tolle Aussichten für das Internet. Dann sind wir wieder bei Web1.0 wie vor 20 Jahren. Außerdem bremst diese Art der Werbung die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes volkswirtschaftlich radikal aus. Je höher die Umlaufgeschwindigkeit, umso höher der Nutzen aller.

            Ganz simples Beispiel:
            – Der Nachbarjunge mäht bei dir Rasen und kriegt 10 EUR
            – Er läuft zum Kiosk und kauft sich für die 10 EUR Süssigkeiten
            – Der Kioskbesitzer gibt die 10 EUR abends in seiner Kneipe aus
            – Der Kneipenbesitzer kauft am nächsten Tag für 10 EUR ein Buch

            Damit hat sich der Nutzen der 10 EUR in kürzester Zeit verdreifacht. Das ist Wirtschaft.

            Wir wollen keinen Rückschritt in der Digitalisierung, sondern Fortschritt zum Web3.0. Das heißt wir brauchen nicht weniger Daten und sonstige Zwangsregulierungen, die unsere eigenen Startups abwürgen, sondern noch viel mehr Daten!

            • wo ist das problem wenn die werbung etwas abgedreht wird. momentan arbeitet selbst google daran dass die werbung ein paar schritte zurück geht, da die user sich aus gutem grund mit händen und Füßen gegen diese art der werbung wehren.

              • Patrizia G. says:

                marcel hat schon recht. die wirtschaftlichen vorteile von bigdata für den eu-binnenmarkt liegen klar auf der hand. web2.0 lebt von daten, alles andere wäre ein rückschritt zu web1.0 den keiner ernsthaft möchte. wir dürfen den anschluss nicht verpassen, auch hinsichtlich „dem Internet der Dinge“ und den Unternehmen nicht mit weiteren dsgvo-ähnlichen verboten noch mehr steine in den weg legen. wirklich sinnvoll wäre es, wenn facebook, google & co, europäische daten mit uns teilen müssten. das würde ihr monopol zu nichte machen und der weg für wirklich große eigene europäische suchmaschinen & dienste, wäre frei.

                @my1 google macht das wegen dsgvo-compliance und nicht weil „die user sich mit händen und Füßen gegen diese art der werbung wehren“. die user sehen lieber werbung die sie interessiert, als irgendwelche werbeads zu denen sie keinerlei beziehung haben und die sie deswegen als spam wahrnehmen.

                • Google hatte es aber doch schon lange vor der DSGVO angefangen gegen werbung vorzugehen wobei das bei denen eher gegen die nervwerbung geht, gegen die sich die user mit händen und füßen bzw eben abdblocker wehren und damit eben auch googles werbung blocken -> weniger geld für google.

                  es mag vielleicht sein dass genug sachen im „web 2.0“ von daten leben man muss es aber echt nicht übertreiben.

                  es wird nicht jede seite sterben die nicht jeden user auf schritt und tritt verfolgt.

                  ich hab kein problem wenn zum beispiel FB sachen trackt die ich denen aktiv und freiwillig erzähle, bspw posts kommentare, likes etc. Jedoch geht das tracken auf seiten mit likebutton ein paar stufen zu weit.

                  • Patrizia G. says:

                    @My1 DSGVO existiert bereits seit Jahren, deswegen hat Google damit angefangen

                    Und deswegen ist es richtig Leute mit Adblockern von der Nutzung der Webseite auszusperren:
                    Es wird sich einfach nicht mehr lohnen sehr gute inhalte zu erstellen und kostenlos im Internet zu veröffentlichen. Für gute Tutorials o.ä. braucht man Tage – Wochen. Dann ist es ja auch nicht zuviel verlangt wenn du 3 zu dir passende Werbeeinblendungen von Google sieht. Das kostenlose Internet (ein Gewinn für jeden) wie wir es kennen wird durch diese rückwärtsgewandten Zwangsregulierungen verschwinden. Das wird den Onlinehandel richtig ausbremsen. Bald hängt an jedem Garten- oder Haushaltstipp ein Preisschild. Oder du kaufst wieder Bücher bei Amazon wie vor 20 Jahren!

                    • „Das Internet“ im Sinne von HTTP/S-Anfragen ist die „Kostenlos-Kultur“ in Reinform – du (bzw. ein Programm wie z. B. ein Browser) schickst ein Datenpaket zu einem Server, der Server schickt ein Datenpaket zurück (und dein Programm, z. B. ein Browser, wertet das aus). Nachdem der Inhalt angekommen und verarbeitet ist, wird (durch das Programm, z. B. einen Browser) weiterer Inhalt angefragt/heruntergeladen – aber wer zwingt das Programm dazu, alle „Befehle“ der zurückgegebenen Webseite auszuführen (bzw. welche Browsererweiterung verhindert das ;-)).
                      –> die „Bezahlfunktion“ (egal ob ein Login nach Registrierung/Bezahlung oder eben durchgelassene Werbung) setzt nicht auf der reinen Übertragung von Inhalten an, sondern erst auf einem höheren Level (den dann erstmal jemand „erzwingen“ darf, z. B: „Inhalt XY erst nach Abruf von Inhalt YZ“ (z. B. nach Abruf von Werbung – aber wer zwingt den Browser zur Anzeige, abgesehen vom verschwendeten Traffic)).

                      Eine Werbeanzeige kann aber auch ein statischer Link sein mit einem statisch abgerufenem Inhalt, z. B. Text oder Bild (welches von demselben Server geladen wird, dieser könnte das seinerseits aber *selbst* von „sonstwo“ laden und an den Nutzer ausliefern – ist halt etwas mehr Latenz) – dies könnte vom anfragenden Programm („Browser“) oder Nutzer als „gute Einbindung“ bewertet und durchgelassen werden (aber es zwingt das Programm bzw. den Benutzer niemand dazu, den Inhalt anzufordern!)

                      Inwieweit sich nun „Internet-Inhalte“ (um es mal auf technisch niedrigem Niveau zu formulieren) monetarisieren lassen, steht auf einem anderen Blatt. Das gleiche gilt auch für Anbieter von Open-Source-Software: auf welcher Grundlage soll monetarisiert werden bzw. welchen Mehrwert hat der (im Zweifel zahlende) Kunde davon?

                      Und am Rand: Bild.de sperrt Nutzer von Browsern/Erweiterungen aus, die aufdringliche Werbung nicht sehen wollen. „sehr gute inhalte“ (sic!) gibt es dort trotzdem nicht (oder vielleicht selten) 😀

      • Diese eu-links-grünen ala Albrecht & Co schmieren mit Ihren Zwangsregulierungen noch mal die gesamte Wirtschaft. Die Wirtschaft ist auf personalisierte Werbung angewiesen, alles andere ist ein Rückschritt um 20 Jahre. Alle Unternehmen verkaufen dadurch mehr und schneller. Daran hängt alles: Steuern, Arbeitsplätze, Existenzen – Millionen Existenzen, europaweit. Das wahre Ziel dieser Verordnung ist es wahrscheinlich uns jede Art von Identität zu nehmen und uns nur noch zu anonymen Nummern wie im Kommunismus zu machen.

  2. Extreme gibt es immer, muss es geben, weil sich nur so etwas in die eine oder andere Richtung bewegen kann. Problematisch wird es dann, wenn die Extrempositionen auch extremen Einfluss auf die Menschen haben, die für den Ausgleich zwischen den Extrempositionen zu sorgen haben. Im Fall des Datenschutzes hatten wohl die extremen Datenschützer sehr viel Mitspracherecht und so hat das mit dem Ausgleich nicht funktioniert. Dasselbe passiert jetzt mit diesen Klagen, hier soll aus dem, was schon erreicht wurde, das Maximum rausgeholt werden. Aber sind wir doch ehrlich, wir sind doch selbst dran Schuld. Blogger wollen sich nicht in einem Bloggerverband vernetzen, weil es ja keine gemeinsamen Interessen gibt. Wobei ich dieses Argument schon immer von weit hergeholt hielt. So hatten die Extrempositionen den meisten Einfluss auf die Entscheidungsfindung und genau das sehen wir jetzt.

  3. Danke. Endlich dreht einer mal den Scheinwerfer in die andere Richtung.

  4. OMG.
    Was ist nur aus diesem Blog geworden…
    Kollege Ostermaier wieder voll in Aktion.
    Einen Brief schreiben… Is klar.

  5. Schröppke says:

    Warum eigentlich nur Kririk wegen Android und nicht auch für IOS, macOS, Windows?

    Ich denke auch, dass die Einfachheit des Internets, der sotialen Netze bald dahin sein könnte, dass man halt alles kaputtregulueren wird. Goldene Zeiten für Abmahnanwälte werden anbrechen.

    • Von Sascha wirst du nie im Leben was negatives über Apple lesen. Kann er nicht, oder darf er nicht.

      • SuperBayer says:

        Wobei das ja weniger mit Sascha zu tun hat, sondern mit dem Herrn der die Firmen verklagt.

        Kleine Unternehmen stehen vor Mamutaufgaben. Und bei WhatsApp klickt jeder 10 jährige auf den Button m, um zu bestätigen er sei 16. Finde den Fehler….

      • Negatives gegen Apple = Keine Einladung mehr zu sich in den Staaten zu den tollen Events

        • Was denkst du wo das noch überall läuft? Nicht nur bei Apple ist das so. Denkst du Tests in Zeitschriften sind ehrlich? Die meisten Testexemplare werden kostenlos zur Verfügung gestellt, oder sogar geschenkt, die Tester wollen auch weiterhin mit Geräten ausgestattet werden, Kritik ist von daher eher selten.

          Es gibt eine große Fachzeitschrift die sich mit Unterhaltungselektronik beschäftigt. Seit Jahren sind darin die besten TVs auch gleichzeitig der einzige Hersteller der viele Seiten in dieser Zeitschrift für Werbung benutzt, ist damit sozusagen mit Sponsor in diesem Magazin, ist es dann Zufall, dass im letzten Monat, ein TV dieser Firma, zum besten TV aller Zeiten gekührt wurde?

          Bei einem großen Internethändler gibt es Produkttester, diese Rezensionen fallen zu 99% sehr positiv aus. Man muss es erst mal schaffen dahin zu kommen um Produkttester zu werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Produkttester, ihre kostenlose Produkte, durch negative Kritik, aufs Spiel setzen. Wer sich auf solche Rezensionen verlässt ist selbst schuld.

          Apple ist allerdings rigoros darin Kritiker mit Geräten auszustatten, die werden meist sofort ausgeschlossen. Man muss bei Tests von neuen Apple Produkten dann genau Zwichen den Zeilen lesen oder einfach aufmerksam das Video Review schauen, meist erkennt man die Kritik dann auch ganz gut obwohl es positiv wirkt, wie zum Beispiel beim HomePod.

  6. Das jeder in gewisser Weise selbst daran „schuld“ ist wer seine Daten benutzt stimmt natürlich, allerdings sammelt Facebook zum Beispiel auch Daten von Menschen welche sich nicht explizit dort angemeldet haben über Adressbücher von Nutzern. Dem Argument der bloßen „fear of missing out“ stimme ich auch Grundsätzlich zu und ist in den meisten Fällen auch Sicherlich zutreffen, jedoch ist es an der Uni unmöglich ohne WhatsApp oder Facebook wirklich mit Kommilitonen zu interagieren, habe das selbst im ersten Semester gemerkt.
    Die Rechtsunsicherheit ist sehr problematisch momentan, aber ich habe die Hoffnung, dass in den nächsten Wochen Klarheit kommt und halte die DSGVO für grundsätzlich sinvoll wenn auch noch mit Macken.

  7. Jaja, ist wirklich schlimm wenn die Konzerne zu mehr Transparenz gezwungen werden und Nutzer sogar verlangen können, dass persönlich Daten gelöscht werden müssen. Wirklich unerhört sowas.

    Als ob die LA Times hier einem neuen Gesetz den Mittelfinger zeigt. Ich musste hart lachen. Da hat einfach ein verantwortlicher gepennt und jetzt werden ein paar Überstunden geschoben um den Markt weiterhin zu bedienen.

    • Basetuner says:

      Und zwar Jahre gepennt. Zwei Jahre gepennt um genau zu sein.
      Unsere Firma, und ich rede hier von einem Malerbetrieb, hat die DSGVO schon zum 31.12.2017 umgesetzt. Also bitte. Panik-Shysshaus von überall. Unberechtigt. War lange genug Zeit. Und besonders in Deutschland hat sich nicht wirklich viel geändert. (Ja, ich war in diesen Prozess beteiligt – ja, ich bin gelernter Maler)

      • checkit53 says:

        Ich kann dir versichern, dass es gewaltige Unterschiede in der Umsetzung und der Datenmenge bei einem kleinen Malerbetrieb zu der Verarbeitung bei einer IT-Firma gibt. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
        Es kommt auch nicht jede Firma aus Deutschland oder macht hier Geschäfte und muss deshalb eventuell wesentlich mehr umstellen.
        Du hast eine ziemlich egoistische Sicht auf die Dinge und nimmst dich und die Firma in der du arbeitest wohl als Maßstab an der sich andere (vor allem Firmen mit ganz anderem Geschäftsfeld und damit verbundenen Anforderungen) messen sollen?

  8. Sascha, er nimmt sich nicht das Recht heraus, er HAT das Recht – so wie du und jeder andere hier auch. Nennt man „Rechtsstaat“. Du musst nicht mit ihm einer Meinung sein, du verfügst hier sogar über ein Instrument, um mit einer gewissen Reichweite Gegenargumente gegen seine Position bringen, mehr als eine Menge anderer, die davon auch betroffen sind. Du solltest den Unterschied aber schon sehen… ich finde, du machst es dir gerade an dieser Stelle viel zu einfach.

  9. Wir wissen ja mittlerweile, dass Caschys Autoren-Kollektiv gar nicht belauschend, kommerziell und „bequem“ genug zugehen kann. Technik-Kritik? Folgenabschätzung? Gesunder Menschenverstand? Fehlanzeige. Immer das neueste Gadget im Haus, kaufen kaufen kaufen, die ganze Familie samt Kleinkind belauschen lassen, alles Knorke.

    Lieber Sacha: das sehen aber nicht alle so. Es geht bei der ganzen Geschichte nur um eines: Unternehmen sollen nur die Daten erheben und verarbeiten, die sie für die Dienstleistung brauchen. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Und offenbar war das ja nötig, sonst würde es jetzt nicht so in der Kiste rappeln.

  10. Die DSGVO macht vieles richtig und war eigentlich überfällig! Wenn jetzt jemand sich lieber versperrt als sich der DSGVO anzupassen, dann will ich seine Inhalte auch nicht mehr, auch wenn sonst interessiert. Meine Einstellung war aber schon immer, bevor ich für Inhalte/ Dienste mit meinen Daten bezahle, verzichte lieber darauf! Muss halt jeder für sich entscheiden…

  11. Deliberation says:

    Zu den hier diskutierten Themen:

    1. Schreib doch mal wieder einen Brief oder eine Postkarte, dann aber verschlüsselt

    Dass man auf Postkarten sowohl Adresse als auch Inhalt lesen kann, ist für gewöhnlich bekannt. Allerdings ist das hier genauso wie mit der Kassettenaufnahme. Auch über diese wurde sich damals kaum aufgeregt. Zu schlecht war oftmals die Qualität und vor allem die Haltbarkeit. Und ein wesentliches Merkmal war gar nicht vorhanden: die massenhafte Verbreitung bzw. Verarbeitung. Bei Datenschutz geht es um Kontrolle über meine Daten. Dass diesbezüglich nicht nur gefühlt ein Unterschied zwischen der massenhaften Verarbeitung, Nutzung und Verbreitung der Daten durch Unternehmen, die mit Werbung Daten verdienen und einer Postkarte besteht, die durch den Postboten einsehbar ist, dürfte leicht nachvollziehbar sein. Das bringt uns zum nächsten Punkt:

    2. Keiner zwingt die Menschen, die Services zu nutzen

    Das ist wahr. Allerdings haben sich soziale Netzwerke vor allem deshalb durchgesetzt, weil sie a) eine weite Verbreitung bzw. Marktdurchdringung haben und sie b) stark mit unseren Lebenswelten verbunden sind. Das mag für ältere Generationen schwer nachvollziehbar zu sein. Aber wer als Teenie heute bestimmte Services nicht nutzt, ist ausgeschlossen. Entweder weil man als Außenseiter gilt oder einfach im Gruppenchat nicht erreichbar ist. Hierfür sollten eben dann nur die Daten erhoben werden, die dafür notwendig sind. Oder Facebook und Co. sind ehrlich und sagen, dass sie eben die Daten für Werbezwecke nutzen wollen und Du zum Dank dafür diese Gadgets nutzen darfst. Und nicht anders herum. Um das transparenter zu gestalten, finde ich die Beschwerde durchaus sinnvoll.

    3. DSGVO und die Reaktionen darauf

    Ich finde die Reaktion der LA Times grandios! Wenn man sich die Möglichkeiten der neuen Datenschutzverordnung ansieht, so ist da wirklich nicht viel Sinnvolles für den Bürger herausgekommen. Im Endeffekt befürchte ich, dass nur Agenturen und Anwälte daran verdienen. Für den Betroffenen bleibt fast so viel übrig, wie durch die Cookie-Verordnung. Etwas Text und was zum Wegklicken – toll!

    • Bisher habe ich davon nur profitiert: Plattformen löschen plötzlich auch alle Daten von mir, statt sie nur zu sperren. Dasselbige zählt auch bei Foren, wo plötzlich auch die Kommentare gelöscht werden.

      Außerdem bekam ich nach all der Zeit auch mal wieder mit, wo ich mal überall registriert war („Wir haben unsere Datenschutzerklärung aktualisiert“) und hab dementsprechend auch mal aufgeräumt.

      • Deliberation says:

        Das freut mich für Dich, ehrlich. Ich habe aber leider vorwiegend die Erfahrung gemacht, dass mir lediglich eine Info über die geänderten AGB bzw. Datenschutzbestimmungen zugeschickt wurde. Die wenigen Anbieter, die von mir eine erneute Einwilligung zur Verwendung meiner Daten haben wollten, sind durchweg Anbieter gewesen, mit denen man auch schon vor der DSGVO reden konnte. Aber versuche doch mal, Deine Daten wirklich bei Paypal oder Google oder Amazon löschen zu lassen. Das ist meines Erachtens durch die Grundverordnung nicht besser geworden. Man kann sein Konto löschen lassen, aber die Daten bleiben schön weiterhin gespeichert. Und eigentlich ging es doch bei der DSVGO gerade um die Daten bei großen Anbietern. Insofern halte ich die Verordnung für gut gedacht aber einfach nur schlecht gemacht.

      • Und wie genau hast Du da profitiert? Und von was für Daten reden wir hier? Deinen Namen, Benutzernamen und vielleicht Adresse (wo sowieso keiner überprüfen kann, ob Du was richtiges eingegeben hast). Ist Dein Leben jetzt besser? Sorry, aber dieses ganze Getue ist doch lächerlich. Und über die Auswirkungen, die das alles nach sich zieht, dachte keiner nach. Juckt keinen, aber aufgrund dieses Schwachsinns muss in meiner Firma bei Abwesenheit nun jedes Büro verschlossen werden.

        • Das ist nicht erst seit der DSGVO. Das galt zuvor sicher schon nach Bundesdatenschutzgesetz. Das wirklich gute an der Ganzen Panik um die DSGVO ist daher auch, dass viele sich jetzt erstmals damit beschäftigen, was sie in Sachen Datenschutz und Datensicherheit zu beachten haben.
          Ich bin beruflich für zwei Portale verantwortlich und sehe kein Problem darin unsere Nutzer darüber zu informieren welche persönlichen Daten wir von ihm speichern, welche Daten bei der Nutzung unserer Angebote aufgezeichnet werden, wozu wir all diese Daten benötigen und was wir mit den Daten tun bzw. eben explizit ausschließen zu tun (z.B. Weitergabe/Verkauf an Dritte). Ein vernünftiges Löschkonzept und auch die Transparent unseren Kunden, mit welchen Kundendaten wir arbeiten, sehe ich zudem als vertrauensbildende Maßnahme, die sich ganz unabhängig, ob das Vorschrift ist oder nicht auf lange Sicht auszeichnet. Und das alles in einen Datenschutzkataster zu dokumentieren und zu pflegen finde ich nicht nur für unsere Nutzer sinnvoll, sondern auch für uns selbst.
          Ich verstehe die ganze Aufregung über die DGSVO in keiner Weise und kann die hier geschilderten Probleme nicht nachvollziehen.
          Datenschutz und Datensicherheit sind für mich in der Beziehung zu unseren Kunden erster Linie nicht störende zu erfüllende Verpflichtungen sondern praktizierter Respekt und praktizierte Wertschätzung unseren Kunden gegenüber. Und ja, von den großen Dienstleistern würde ich mir davon gerne auch wieder etwas mehr wünschen.

        • > Juckt keinen, aber aufgrund dieses Schwachsinns muss in meiner Firma bei Abwesenheit nun jedes Büro verschlossen werden.

          Oh nein, da ist aber jemand nun getriggert worden. Wenn du nun unzufrieden deswegen mit deinem Job bist und ihn wechselst, dann lächele dir nicht das Arbeitsamt, JobCenter, Finanzamt und Co. an. Denn die müssen schon immer die Türe verschließen, wenn sie ihr Büro verlassen. 😉

  12. Lieber Sascha,

    hätten alle sich an bisher schon in Deutschland geltende Gesetzte zum Datenschutz gehalten, wäre die Umstellung ein Leichtes gewesen. Und euch kleinen Bloggern will außerdem keiner an den Hals. Lest die DSGVO doch erstmal. Auch die Regelungen für kleinere Betriebe, etc.

    Die Medien, Leute wie Du, machen wieder mal viel zu viel Wind um nichts. Und das, ohne wirklich in der Materie drin zu stehen.

    Übrigens sind nicht die Datenschutzrechte verkehrt, wenn Abmahnwellen drohen, sondern das deutsche Abmahnrecht. Also mal nicht einen Sündenbock vorschieben sondern das eigentliche Problem nennen.

    PS: Ich bin froh über die ganzen E-Mails! Hab schon viele uralt Konten dadurch löschen können heute.

    • phantomaniac says:

      dem kann man nur zustimmen. Wobei vor allem bei den auch oft genannten Vereinen und privaten bloggern ein Abmahnanwalt sowieso nix machen würde. 😉
      Aber das wüsste man, wenn man sich mit der Thematik befassen würde, statt nur „Polemik aufzugreifen und weiterzutreten“

  13. Christian says:

    Die seltsame Formulierung, die die Los Angeles Times für das Aussperren aller Besucher aus der EU bzw. dem EWR gewählt hat, war übrigens nicht die erste Version. Anfangs stand da recht kryptisch: „We are currently unavailable in your region but actively exploring solutions to make our content available to you again.“ Noch ohne jeden Bezug zur Europa oder der DSGVO. Lediglich in der Adresszeile fand sich schon zu diesem Zeitpunkt das Kürzel „gdpr“ …

    Nun ja, auch jetzt bekommen sie es ja nicht hin, explizit zu sagen, warum sie bestimmte Besucher nicht haben wollen. Aber die Entscheidung selbst, wie auch die „Begründung“, ist natürlich Sache der Zeitung. Geradezu erstaunlich, dass „tronc.com“ (auf diese Domain wird man ja umgeleitet) ein weiterhin ganz normal erreichbares Nachrichtenportal ist. War oder ist die L.A. Times nicht sogar daran beteiligt?

    Ob die Attacke auf Schrems bzw. auf noyb.eu nötig ist – na ja. Mag natürlich sein, dass es ihm auch um Publicity geht. Aber ich habe ihn weniger als Anti-Facebook-Aktivisten in Erinnerung als wegen seiner Kritik an „Safe Harbor“. Doch die war ja vermutlich ebenfalls völlig ungerechtfertigt, weil schließlich niemand gezwungen ist usw. …

  14. Wie wäre es denn mal mit einem Tutorial, wie sich jeder einen eigenen Jabber-Server aufsetzen kann, der mit beliebigen anderen Jabber-Servern kommunizieren kann? Läuft auch aufm RasPi.

  15. Mag sein, dass die jetzt aktuellen Verordnungen auch einiges richtig machen, aber letztlich bleibt es doch dabei, dass ich als Nutzer aktiv entscheiden kann, ob ich einen Dienst nutze oder eben auch nicht. Und wenn ich einen Dienst nutzen möchte, muss ich die Konditionen des Anbieters eben akzeptieren. Und wenn mir das nicht passt,nutze ich den Dienst eben nicht – so einfach kann das Leben sein. Und Argumente wie „dann ist man ausgeschlossen“ sind doch auch nur vorgeschoben. Man kann sich nicht immer nur die Rosinen herauspicken, wenn man das eine will, muss man das andere manchmal mit in Kauf nehmen.

    • Manfred P. says:

      Genau da liegt aber die Krux: Wenn ein Handwerker seine Bestellungen über WhatsApp und sein Handy erledigen will (sein Entscheidung, klar) muss er WhatsApp den Zugriff auf das Telefonbuch eben dieses Handy gewähren … anders geht es nicht. In dem Telefonbuch steht aber auch die Nummer (mit allen anderen Daten) des Kunden, für den die Bestellung ist … und aller anderen Kunden auch. Die entscheiden nichts, gar nichts. Und dann sollen die nicht einmal das Recht haben zu erfahren, dass WhatsApp diese Daten hat? Das ist doch wohl ein Scherz!

      • Im Grunde haben auch diese Kunden etwas entschieden, nämlich ihre Daten rauszugeben, in diesem Fall an den Handwerker. Und in dem Moment, in dem du irgend jemandem deine Daten gibst, verlierst du die Kontrolle darüber, was genau mit diesen Daten passiert. Das ist nicht schön, liegt aber in der Natur der Sache, und auch gesetzliche Vorschriften ändern daran nichts.

        • Dem ist nicht so, sonst könnte jeder der möchte (und ggf. dafür bezahlt) auch Zugriff auf deine Daten bei deinem Hausarzt, deine Daten bei deiner Hausbank, deine Krankenkassendaten, die Daten der letzten Meinungsumfrage etc. erhalten und diese dann beliebig zu seinen Interessen einsetzen.
          Damit dies nicht passiert und du auch zukünftig einen Kredit bekommst, nicht unerwartet aus dem nächste Bewerbungsverfahren fliegst, du dir deine Krankenversicherung noch leisten kannst … und und und … genau darum geht es bei Datenschutz und -sicherheit und dem Bestreben des Staates uns Nutzern mehr Rechte für die Transparenz und Kontrolle unserer Daten zu geben.
          Und das finden einfach viele Menschen in diesem Land wirklich gut! Ist das tatsächlich so schwer zu akzeptieren?!

      • Und warum sollen die das wissen (wenn die selber Whatsapp nutzen, hat sich das Thema sowieso erledigt)? Was denkst Du wird Whatsapp mit diesen Daten machen? Was hat Whatsapp bisher damit gemacht? Das ist doch lachhaft. Alles wird erschwert und Barrieren werden aufgezogen, weil sich irgendwer um Daten sorgt, die sowieso keine Sau kümmert.

  16. phantomaniac says:

    a) Die Reaktion der LA-Times. beinahe nachvollziehbar, aber überzogen. Aber andererseits´s insofern spassig, weil den Ami´s das normalerweise komplett egal ist.
    b) Die Klagen an sich: sehr polarisierend. Er hätte beinahe alle an den Pranger stellen müssen
    c) Datenschutz heisst nicht, dass die meine Daten schützen sollen, sondern nur das nutzen, was sie brauchen um die Dienste die ich nutzen möchte leisten zu können (und Geld damit verdienen gehört nicht zum brauchen)
    d) Ich denke 95% die über die DSGVO jammern und rumlamentieren kennen nichtmal die Inhalte, geschweige denn die Inhalte des BDSG, denn sonst wüssten Sie, dass sich soviel gar nicht geändert hat. Ausser das es jetzt Europaweit einheitlich gelten sollte.
    e) Es ist soviel Bullshit zu dem Thema unterwegs das man es fast nimmer lesen will. Fängt schon mit den sinnlosen Mails an…. Bei rechtsgültiger (also bereits nach altem BDSG rechtskonformer Bestandsdatenverarbeitung brauch ich keinen sinnlosen Informationen verschicken, wie es jetzt leider x-fach passiert)…
    f) Die Vielbeschworenen Abmahnungen gegen arme Blogger…. Hallo ? Ja, mir ist klar, man springt auf den Panik-Zug auf. Fakt 1 ist aber. Wenn jetzt jemand abmahnen will, hätte er es nach BDSG auch schon gekonnt. Fakt zwei ist, das die „Strafen“ verhältnismässig sein müssen. Also nix mit Existenzbedrohend. So lange man nicht bewusst Schindluder mit den Daten treibt (was ja bei Facebook so ne Gradwanderung wäre)
    g) Die Nutzung von Whatsapp wäre an sich auch kein Problem, wenn die Apps nicht ständig das komplette (!) Adressbuch an Facebook übertragen würden. Komisch, das andere Messenger das auch anders funktionabel hinbekommen. Davon abgesehen stellt sich die Frage, warum Geburtsdaten übertragen werden, wenn nur die Handynummer abgegelichen werden müsste…. Soviel also zu „Allerdings können auch nur solche Daten verwendet werden, die man verursacht.“. Schön wäre es.
    Und ja, ich bin auch gegen Überwachungskameras in der Öffentlichkeit, aber das ist ein anderes Thema

    PS: Ich habe keine Alexa, die „versehentlich“ Was aufzeichnet und dann verschickt….. oder automatisch laut Fernsehbefehl was bestellt.

    • Manfred P. says:

      Die Abmahnungen gegen arme Blogger wird es leider zu hauf geben. Weil das Abmahnrecht aus dem vorletzten Jahrhundert ist (und eigentlich schon damals Sch…). Denn der Abmahner muss ja nur behaupten, hier oder da wäre ein FGehler gemacht worden … er muss nichts beweisen. Der Blogger muss dann versuchen herauszufinden, ob die Abnahnung rechtmäßig ist – binnen einer Woche oder so, denn so kurz sind oft die Fristen. Tut er es nicht und die Frist verstreicht, darf er die nächsten sechs oder acht Wochen unruhig schlafen, denn vielleicht war ja gerade diese Abmahnung in Ordnung und der Gegner weis das auch … und klagt. Dann wird’s teuer. Nicht wegen der Strafe, die ist tatsächlich eher erträglich in so einem Fall. Aber die Anwälte und das Gericht kosten schnell mehr, als der arme Kerl hat. Strafe 2000 €, Kosten 20000. Das kommt dsurchaus vor (Gutachter, Reisen, Verdienstausfall eines Zeugen etc.). Das kann er alles vorher unmöglich auch nur Pi mal Daumen abschätzen. Also bleibt die Angst vor dem Ruin.

      • phantomaniac says:

        Nochmal: Wegen der DSGVO wird kein Anwalt einen Blogger abmahnen. Auf welcher Rechtsgrundlage ? Bei DSGVO hat er keine Handlungsmacht. Er kann einen höchstens bei den Landesämtern für Datenschutzaufsicht melden. Macht er nicht, weil er Arbeit, aber keinen Ertrag hat.
        Wenn er es wegen Wettbewerbsrecht macht, wird es bei einem „armen“ privaten Blogger schwierig, seine Rechtsgrundlage zu begründen. Der Blogger nimmt ja mit seinem Blog niemand die Aufträge weg….
        Also nochmal, nicht alles was verbreitet wird ist richtig.

  17. Max Schrems ist also der Übeltäter, ich war so naiv und dachte Facebook und Google wären das Problem.

    • Wenn alle fleißigen Bloggern zukünftig die Einnahmen von personalisierten Werbeeinblendungen wegfallen, wird das kostenlose Internet wie wir es kennen sehr bald verschwinden. Über alle guten Inhalte klebt dann ein Preis- oder Spendenschild, da bin ich mir ziemlich sicher! Es wird dann anders monetarisiert. Der Ausfall von Werbeeinahmen, so wie wir sie heute kennen, wird dazu führen, dass das reichhaltige Internet verschwindet. Amazon kann sich schon mal freuen, wir werden dann wieder viele (Fach)Bücher kaufen müssen.

  18. Ich sehe das teilweise genauso, allerdings wirklich nur Teilweise.

    Das Problem was wir heute haben ist das sich Unternehmen wie Facebook, Google & Co eigene abschottete Ökosysteme bauen.
    Anstatt der DSGVO brauchen wir Gesetze die besagen das WhatsApp sich für Fremdmessenger öffnen muss, Android auch ohne Google Konto nutzbar sein muss usw.
    Das würde mehr Probleme lösen als die DSGVO

    • checkit53 says:

      Android IST ohne Google Konto nutzbar. Sogar für mehr als nur die vorinstallierten Apps, anders als bei Apple

      • phantomaniac says:

        Das glauben nur alle irgendwie nicht. 😛
        Insofern frage ich mich, warum er Apple ausgelassen hat…. vermutlich hat er Schrems ein iPhone. 🙂

  19. Hans Werner Sinllos says:

    „schon 2011 stänkerte er “ —- lol, was ist das für tendenziöser Ausdruck? C@sh geflossen od. sonstige perks? FB, Google, M$ gehören zerschlagen, sind Dreckfirmen ….Dont do evil …. lol

    Im Android gibt es facebook integriert – wieso? …. HSTS legt fb UNGEFRAGT cookies an —- WIESO? ,,,, auf jeder blöden Seit mit LIKE-buttons gibt üver CANVAS, cookies, flash usf usw fingerprinting, welches an fb gesnedet wird … WIESO? Whatsapp hat obwohl anders versprochen Daten an FB geliefert; fb verwertet die ungefragt, verfolgt einen mittels stiller SMS und usw usf

  20. Datenschutz, Datenschutz, Datenschutz…aber ich soll meine private Postanschrift in Form eines Impressums auf meinem Blog jedem Psychopathen im Netz zur Verfügung stellen.
    Ich bin mittlerweile für einen Net-Split. Ein Internet für Muttis, Kinder und sonstige schutzbedürftige Empörungsbundesbürger – und eins ohne diese sinnlosen Cookie- Popups, doppelten Boden, Impressum, dafür mit der klaren Ansage: „Du bist hier selbst verantwortlich“. Dafür geht da dann noch was vorwärts. A-Net und B-Net.

    • Dafür braucht es keinen Split, solche Alternativen existieren bereits.
      Ansonsten stimme ich dir zu, es ist traurig, was aus dem Internet geworden ist. Zu Tode reguliert, auf Kommerz ausgerichtet und als Instrument missbraucht, um User zu manipulieren und gleichzuschalten.
      Das Netz ist heutzutage einfach ein Spiegel unserer Gesellschaft, hauptsächlich bevölkert von Schafen, die jedem Social Media Trend hinterherlaufen, weil sie anscheinend nicht selbstständig denken und eigenverantwortlich handeln können oder wollen.
      Gut, dass die Hürden für den Zugang zu den angesprochenen Alternativen so hoch liegen, dass sich 95% der regulären Netz-User dort niemals hinverirren werden;-)

  21. Forentroll says:

    Wäre es hier nicht kommuniziert worden, dass diverse Zeitungen aus AMI-Land den europäischen User einfach ausgesperrt hat, hätte ich wohl etwas verpasst.

    So what, wer es denn braucht…

    Und dann das böse, böse VPN… uhhh, uhhh, uhhh…

  22. Schattenprofile werden in dem „Beitrag“ auch in Gänze ausgespart. Heißt es dann als nächstes: „Zieh doch in den Wald!“ oder wie?

    • checkit53 says:

      Ist Facebook daran schuld, dass der Webseitenbetreiber das Tool welches in seinem Land illegal ist einsetzt?
      Verstehe ohnehin nicht wie man solche Like-Button usw. einsetzten kann, anstatt mal eben eine manuelle Verlinkung zu erstellen oder selbst ein Script zum erstellen zu schreiben. Das ist keine hohe Kunst.

  23. @Gonzo
    Google mal den Begriff „Darknet“. Du wirst überrascht sein, das gibt es schon. Krass, oder?

    Ich persönlich beschäftige mich beruflich schon eine ganze Weile damit. Und es ist ein Segen für uns alle. Es geht nämlich nicht, um nicht dabei sein, sondern um Kontrolle. Ich persönlich möchte nämlich die Kontrolle behalten, wer was über mich speichert. Und ich möchte selbst entscheiden dürfen, wie das läuft. Ich will informiert werden, bevor etwas gemacht wird (mit meinen Daten). Damit ich dann entscheiden kann, ob ich es nutze.

    Es ist nämlich leider so, dass ich gezwungen werde, bei der Nutzung uninformiert zu bleiben. Und das ist falsch, und seit heute glücklicherweise eben nicht mehr straffrei.

    Oder möchtest Du mir ernsthaft erzählen, dass Facebook, WhatsApp oder wer auch immer seine Nutzer vorher und ausreichend informiert.

    Und was ich am meisten an der DSGVO mag, ist das sie endlich ein Bewusstsein schafft, sowohl bei den Nutzern, wie auch den Anbietern. Ich war in den letzten Wochen in mehreren Firmen, in denen jetzt endlich über Datensicherheit und Datensparsamkeit nachgedacht wird. Und das ist gut so!

  24. Wow – was für ein extrem ignoranter Kommentar! Das lässt recht gute Rückschlüssel auf das eigene Weltbild zu, und das ziemlich zum schlechten.

    Max Schrems ein Stänkern vorzuwerfen – ist ja nicht so, dass der lediglich auf bestehende Gesetze hingewiesen hat, und daher vom EUGH Recht bekommen hat. Vllt mal weniger Tech News lesen, und wenns soweit ist, mit der Tochter in die Schule gehen und Politik und Gesellschaft zuhören, wie das mit der Demokratie und den Gesetzen funktioniert…

    Dazu kommt: Schremms arbeitet ehrenamtlich. Sehe auch nirgends, dass er nicht für sondern für kleine Player agiert…

    Über die fundamentale Bedeutung der Großen, für bspw Wahlen und deren Manipulation, hast Du Dir auch noch nie Gedanken gemacht?

    Letztlich hat auch keiner ein Problem, dass FB und Google Geld verdienen wollen, es geht darum wie, aber das scheinst Du noch nicht erfasst zu haben.

    Ich staune weiterhin über die Ignoranz – hättest Du geschwiegen, wärst Du Philosoph geblieben. So weiß ich wenigstens, dass ich um Deine Artikel in Zukunft einen dicken Bogen mache…

  25. Einige Leute haben scheinbar zu viel Zeit.Mich nervt dieses Thema nur. Tonnen von Mails und überall diese Hinweise wegen der Cockies. Wenn einer Sorgen wegen seiner Daten hat, soll er halt das Internet meiden.

  26. Den Zirkus hatten wir schon mal bei Microsoft. Und seitdem die Auswahl bei den Browsern. Die ganze Industrie hängt in einer Loop Schleife fest, die Technologie entwickelt sich, aber die Fehler, die aus unseren analogen Gesetzen entstehen, bleiben.

  27. Was soll man von Stänkern wie Sascha Ostermeier auch anders erwarten als solch einen Kommentar wenn es um ein Datenschutzthema gehen.
    So gerne ich hier im Blog lese und auch mal kommentiere, sämtliche Artikel, die sich mit Datenschutz und evtl. kritischem Inhalt dazu beschäftigen sind einfach nur lachhaft. Schreib doch mal einen Brief? Was ein dämlicher Vergleich.

  28. Das Problem ist eher unsere unfähige Regierung die es verpennt hat die europäische Richtlinie passend für Deutschland umzusetzen.

    Die hätten noch den Spielraum gehabt es sinnvoll in deutsches Recht zu giessen.

    Doch dazu war man zu blöd.

    • Der Kommentar ist ja noch sachunkundiger als der Artikel: Die DSGVO basiert auf dem deutschen Datenschutz, und bisher hatten wir das Problem, dass der Datenschutz sich sogar je nach Bundesland unterschieden hat. Jetzt gibt es ENDLICH eine Richtlinie für die ganze EU! Wer sich schon vorher an geltende Gesetze gehalten hat, hatte kaum was zu tun.

      Aber dir Regierung ist schuld und alle anderen außer dir zu blöd! Aha!

    • Christian says:

      Die DSGVO ist, wie jede Verordnung der Europäischen Union, unmittelbar geltendes Recht, genau wie ein Gesetz der Bundesrepublik Deutschland. Gerade weil die bisherige Richtlinie sehr uneinheitlich und in vielen Fällen eher unzureichend umgesetzt wurde, ist es ja zu diesem Gesetz bekommen.

      Dass z.B. in Österreich Regierung und Parlament dieses neue Recht nicht nur in Form von Präzisierungen ergänzt haben, sondern Teile der DSGVO geradezu außer Kraft setzen bzw. uminterpretieren wollen, wird zwar zunächst Leuten wie Schrems Probleme bereiten, während es Facebook & Co. bei Datenschutzverstößen leichter haben sollen. Dies mag zwar im Sinne von Sascha Ostermaier sein, doch es könnte durchaus zu weiteren rechtlichen Konsequenzen führen, wenn einzelstaatliches Recht gegen europäisches Recht verstößt …

  29. Die Politik agiert beim Thema Internet nach der Devise „Wenn wir nicht gewinnen können, treten wir eben drn Rasen kaputt.“ das fing mit dem Leistungsschitzrecht an und geht jetzt mit dem Datenschutz weiter. Es ist zum kotzen.

  30. Bastian B. says:

    Das einzige anerkannte Zahlungsmittel für Waren und (wie hier) Dienstleistungen, ist in westlichen Gefilden seit Ewigkeiten das Geld. Dienstleistungen mit persönlichen Daten zu bezahlen ist absolut unmoralisch! Jeder der in der EU Dienstleistungen anbietet, müsste meiner Meinung nach gezwungen werden, diese immer gegen Geld anzubieten oder vollständig gratis. Wenn jemand diese Dienstleistungen mit seinen persönlichen Daten bezahlen möchte, kann(!) er das gerne tun, muss aber nicht. Die Realität sieht aber anders aus. Verstehe nicht wie man sowas gutheißen kann.

  31. Während die DSGVO ja schon seit zwei Jahren gilt, erhält die GEZ vollen Zugriff auf die Daten der Einwohnermeldeämter.
    Das ist gelebter Datenschutz! Nicht.

  32. Ebberhart says:

    Schrem hat Recht und Ostermaier ist einfach nur naiv. Es ist höchste Zeit das Google, Faceboiok und Co, mal auf die Finger geklopft wird. Zuerst fixen diese Datendealer die Bürger an und erzählen dann, dass man ja nicht gezwungen ist, ihre Dienste zu nutzen. Der naive Tchnie übernimmt dann natürlich auch noch diese perfide Aussage seiner Götter. Trautig.

    • „Auf die Finger klopfen“ finde ich auch völlig in Ordnung, was aber hier im Moment geschieht, ist das gezielte erschweren bis unmöglich machen, Dienste, die unbestritten von sehr vielen Menschen genutzt werden, auch zukünftig noch in einer Form anbieten zu können, dass sie für die Nutzer interessant sind. Und es ist auch in keinster Weise naiv, die Aussage zu übernehmen, dass man die Dienste ja nicht nutzen muss, sondern einfach ein Erkennen der Realitäten. Und in der Realität muss tatsächlich niemand diese Dienste nutzen, wenn er nicht möchte oder die Konditionen nicht genehm sind.

      • phantomaniac says:

        Möglich wäre es schon diese Dienste zu nutzen. Nur müssten Sie halt von Facebook und Co mal sauber abgegrenzt werden und klar definiert, was mit welchen Daten wann passiert.
        Aktuell sammeln und verarbeiten die klar Daten, die nichts damit zu tun hat, was man bei Ihnen nutzt. Also zuviel.

  33. Welcher Datenschutz?
    Schufa, GEZ, Finanzamt, KFZ-Steuer, Einwohnermeldeamt, (Behörden allgemein), Ärzte, Krankenversicherungen, TÜV, Banken, Kreditkarten, Strom-, Wasser-, Telefonanbieter etc…..

    Alles jammert wegen ihrer Blogs/Pages oder Kleinbetrieben mit Kundendaten.
    Wie schauts denn mit den oben genannten „Groß-Schnüfflern“ aus? Die dürfen wohl wie bisher?! Also ist das DSGVO eine Farce zu Lasten des Bürgers.

    • Ja, die dürfen wie bisher, weil das durch die entsprechenden Gesetze genau so geregelt ist.

    • Warum soll die Verordnung für die genannten nicht gelten? Daten sind Daten.

      Die Schufa zum Beispiel erteilt zur Zeit einmal im Jahr Auskunft, und das nur auf Papier. Wer mehr will muss zahlen. Ab gestern müssen sie die Daten auf Anfrage in einem elektronischen Format rausrücken, solange sie nicht exzessiv mit Anfragen bombardiert werden. Wenn sie dem nicht nachkommen, dann werden sich schon einige finden, die dagegen Beschwerde einlegen.

      Gleiches gilt für Finanzamt, Einwohnermeldeamt und andere Behörden. Bürger haben das Recht, zu erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind, und aus welchem Grund.
      Ich kann mir gut vorstellen dass sich viele kleinere Behörden noch nicht im klaren sind, wie sie die Anfragen entgegen nehmen sollen und so Chaos entsteht. Aber das schon okay. Die allermeisten werden nach ein paar Wochen die richtigen Wege finden.
      Und selbst bei den größeren Behörden wird es nicht anders sein. Der Rundfunkstaatsvertrag wird schon seit einer Weile an die DSGVO angepaßt. Aber nach kurzer Suche habe ich nichts gefunden.

  34. Selten so einen Scheiß gelesen.
    Natürlich nerven mich auch die ganzen Mails und sehr wahrscheinlich wurden diverse Dinge nicht bis ins letzte Detail geplant, was jetzt zu Unsicherheiten führt, aber es wurde verdammt nochmal Zeit für so ein Gesetz.

    „Allerdings können auch nur solche Daten verwendet werden, die man verursacht.“

    Wie naiv. Verursachen klingt in dem Fall wie eine aktive Handlung. Dass aber auch ohne ein aktives Posten eines öffentlichen Textes mit meinem aktuellen Standort o.ä. alle möglichen Daten gesammelt werden, die man irgendwie in die Finger bekommen kann, auch über Dritte (andere User, Websites, Apps), und zu einem Profil verwurstet wird, ist dann doch nicht mehr so eine aktive Handlung.

    „Google und Facebook sind beides keine Wohltätigkeitsvereine.“

    Dann sollen sie doch optional Geld dafür verlangen und im Austausch die Werbung und Sammlung von Daten einstellen oder auf das Mindeste beschränken!
    Machen sie nicht? Oh, welchen Grund könnte das wohl haben…

    Die L.A. Times zeigt den Mittelfinger? Quatsch. Das Statement klingt eher als hätten sie momentan einfach keine Idee wie sie damit umgehen sollen. Wenn ich dann mit einem Mittelfinger reagiere, wirke ich eher verunsichert und mittellos.

  35. Internet nicht verwenden ist ja auch keine Option, sogar das Finanzamt verlangt eine onlineübertragung. Facebook legt Profile auch von nicht Mitgliedern an. DSGVO, alle machen Panic, verabschiedt worde es doch schon 2016, Zeit war da genug da…

    • Stimmt, im Grunde war genug Zeit da. Aber auch nur, wenn man davon wusste, und genau das dürfte bei vielen nicht der Fall gewesen sein. Oder informierst du dich tatsächlich regelmäßig über neue Gesetze und Verordnungen auf EU-Ebene?

      • Hm,

        das ist jetzt schwierig, gebe ich zu. Aber wenn es neue Verkehrsregeln gibt, dann wirft dir auch keiner einen Brief in den Kasten auf dem steht: Achtung, Sie sind Verkehrsteilnehmer und es gibt was neues.

        Als Internetteilnehmer, ist man vermutlich auch in der Holschuld…

        Einfacher machts des ned, ich weiss…

  36. Der Maddin says:

    Hoffentlich geht es sich nich so aus wie bei Google Earth in Deutschland.
    Der Dienst wurde eingestellt weil alle die besorgten Ihre Häuser verpixeln lassen wollten. Wegen German Angst und deutschen Datenschutz.

    Na ja.
    Mal sehen was wäre wenn Google Maps eingestellt wird…

  37. Dieter Müller says:

    So so, wenn ich nicht zustimme, dann soll ich halt einfach die Google-Suche nicht mehr nutzen?! Dann soll ich halt einfach mein Smartphone wegwerfen? Das ist etwas kurz gedacht, zumal da man vieles auch beruflich braucht – WhatsApp mit Sicherheit nicht, die Google-Suche alle 5 min.
    Wenn es eine Änderung Sinn machte, dann die des Kopplungsverbotes.

    • checkit53 says:

      Solch ein Schwachsinn, was hat Google mit deinem Handy zu tun?
      Dann geh doch zu Bing, DuckDuckGo oder ähnlichen..
      Niemand ist auf die Google Suche angewiesen, es gibt genug Alternativen und wenn dir bei keiner die Nutzungsbedingungen zusagen, dann ist das nunmal dein Problem. Wenn genug Leute gegen solche Dienstleistungen (und die damit verbundene Finanzierung) wären, dann hätte es diese nie gegeben.

      • Android = Google ???

        Bei Facebook und insbesondere WhatsApp ist es fast schon unumgänglich um gesellschaftlich relevant zu existieren, zur Teilhabe. Bereits Schülergruppen etc. organisieren/unterhalten sich mit WhatsApp, wer da nicht mitmacht ist ausgeschlossen.

        • checkit53 says:

          Android eben nicht gleich Google.
          iOS = Apple JA
          Android = Google NEIN

          Oder hast du auf dem FireTV Stick oder den Tablets von Amazon schon mal ein Google Konto hinterlegen müssen. Und selbst Geräte von Samsung und Co. benötigen für den Betrieb eben KEIN Google Konto. Es steht jedem frei alternative App Stores zu nutzen, ebenso wie alternative Webbrowser und Suchmaschinen.

          Das mit WhatsApp ist eher ein gesellschaftliches Problem. Alternativen gibt es genug und wer nicht ohnehin irrelevant ist, wird auch gesondert angeschrieben (via Mail etc.).

        • Ich denke auch, dass es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt. Natürlich kann man sagen, dass man nahezu ausgeschlossen ist, wenn man die großen diskutierten Dienste nicht nutzt. Auf der anderen Seite aber nutzen die Leute diese Dienste offenbar sehr zahlreich und auch sehr gerne, und diesen Erfolg kann man doch den Unternehmen jetzt nicht zu ihrem Nachteil anlasten.

          • „kann man doch den Unternehmen jetzt nicht zu ihrem Nachteil anlasten“
            Aber warum denn bitteschön nicht? Diese sind Dienstleister in einer Monopolstellung, hier MUSS der Gesetzgeber ganz genau hinschauen. Menschen wollen mit anderen in Verbindung stehen, dieses kannst du diesen Menschen nicht zum Nachteil anlasten, insbesondere wenn es in diesem Segment gar keine signifikante Konkurrenz geben kann, da die Ausgangslage (alle wollen miteinander kommunizieren, sich austauschen -> ergo gleiche Software) ein Monopol voraussetzt um zu funktionieren.

            • Marvin, auch das ist falsch. Es gibt dezentrale Lösungsansätze, die kein Monopol benötigen. Und ich weiß, dass du diese Dinge hier in der Diskussion gerne wegschiebst, weil du der Meinung bist, dass das nicht praktikabel ist. Aber es ist doch falsch, wenn du immer wieder wiederholst, dass es keine Alternativen gibt. Die gibt es sehr wohl, sie kosten halt Geld, denn irgendwer muss die Server bezahlen, auf den diese dezentrale Lösung liegt. Diese Server können untereinander kommunizieren, sie wären also keine Insel, sondern vernetzt. Dass du diese Lösungen andauernd ignorierst, zeigt, dass du dich entweder mit diesen Alternativen nicht auseinander gesetzt hast oder du diese einfach nicht zulassen möchtest, weil dann ein Teil deiner Argumentation nicht mehr funktioniert.

              Keinen Hunger zu leiden, dass wäre ein Menschenrecht. Es werden sogar genügend Lebensmittel produziert, um alle derzeit auf der Erde lebenden Menschen zu versorgen, nur ist der Kapitalismus darauf eben nicht ausgelegt, er möchte dieses Problem nicht lösen. Und die westlichen Gesellschaften schotten sich immer mehr vor geflüchteten Menschen ab, sie wollen dieses Problem also auch nicht lösen, aber einen Anbieter eines (von vielen) Kommunikationskanälen willst du diese kapitalistische Logik vorhalten? Da ist irgendwie die Schwerpunktsetzung eine falsche.

              Versteh mich nicht falsch. Ich bin durchaus der Meinung, dass es irgendwann darauf hinauslaufen wird, dass Dienste wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. irgendwann in eine demokratische Selbstverwaltung der Nutzer übergehen werden. Das wird aber erst geschehen, wenn der Kapitalismus als Wirtschafts- und Gesellschaftssystem abgelöst wurde. Bis dahin kannst du einem Unternehmen aber eben nicht vorwerfen, dass es nach den kapitalistischen Marktregeln funktioniert und solange es Alternativen gibt, musst du die Nutzer fragen, warum sie ein solches Monopol zulassen.

  38. sehe ich ein wenig anders. Kritiker der DSGVO malen Horrorszenarien aus, die mit der Realität nichts zu tun haben (werden). Wer bisher einen guten Umgang mit Daten gepflegt hat, wird mit der DSGVO auch nicht viel Arbeit haben (abgesehen davon waren 2 Jahre Zeit). Wer aber eine chaotische teils digitale Zettelwirtschaft getrieben hat, der ist auch irgendwo selber Schuld und verdient auch Misstrauen seiner Kunden. Digitalisiert euch, pflegt einen konsequenten sauberen Umgang mit Daten, dann habt ihr jetzt auch keine Probleme.
    Zu Facebook: die Erstellung von Schattenprofilen war vorher illegal und kann jetzt endlich richtig Sanktioniert werden (ja, ich bin nicht auf FB), ich will nicht dass meine Daten ohne meinen Willen ausgewertet werden, alleine deswegen: Danke Max Schrems.
    Ok: Whatapp benutze ich, weil ich keine Alternative habe, bei gewissen Gruppen dabei zu sein, den Ansatz offene Schnittstellen für andere Anbieter zu schaffen (auch um Datenmonopole aufzubrechen) halte ich für richtig. Nur möchte ich nicht, dass FB meine Whatsapp Daten mit nem‘ Schattenprofil von FB überlagert, dem habe ich nicht zugestimmt.
    Nebenbei: Hauptsächlich benutze ich Threema, dafür habe ich bezahlt und ich vertraue dem Unternehmen und dafür zahle ich sogar gerne und dies würde ich mir generell wünschen: entweder ich bezahle mit Daten (wobei sich die Menschheit nicht bewusst ist, welchen Preis man teilweise zahlt) oder mit Geld; dies wäre die datenschutzrechtlich saubere Alternative zu teilweise/größtenteils dubiosen Geschäftsmodellen. Also liebe Anbieter lasst den Nutzern die Wahl: wollt ihr abhaken, ausspioniert zu werden (ist dramatisiert formuliert) oder zahlt einen gewissen Anteil. Dies ist letztenendes die konsequente Umsetzung der DSGVO.
    Und wenn gewisse Datenkraken den europäischen Markt verlassen, so ist es halt auch nicht verkehrt. Ich treuere Cambridge Analytica jedenfalls nicht hinterher.
    Und bevor das BigData-Thema als Wirtschaftskraft kommt: hier liegen defenitiv riesige Chancen (angefangen bei Krebs,…), aber macht es so, dass Daten soweit wie möglich Anonymisiert werden (was nicht ganz trivial ist) und macht transparent, wie ihr mit den Daten umgeht, dann spricht da auch nichts dagegen.
    Ich habe die Hoffnung, dass Transparenz der große Gewinner der DSGVO sein wird und was bisher illegal war auch endlich abgestellt werden kann.
    Letztenendes habe ich aber die Hoffnung, dass ein Internet sich eher durchsetzen wird, wie es einmal war: dezentralisiert und offen. Zum Glück entstehen ja immer wieder neue Plattformen und vielleicht wird Facebook ja einestages wie Altavista und Yahoo…

  39. Hallo Sascha,
    ich möchte deinem Satz „Kein Mensch ist gezwungen, irgendetwas im Internet zu nutzen“ widersprechen. Das Internet gehört zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln der heutigen Zeit und wird so intensiv und weitflächig eingesetzt, dass dieses Argument nicht zieht. Es wird genutzt zur Informationsgewinnung, Arbeitssuche, politischem Diskurs und vielem mehr.

    Online-Werbeunternehmen muss und soll es geben, aber als Nutzer möchte ich Transparenz und Kontrolle darüber haben, welche Daten aufgezeichnet und wie diese verwendet werden. Diesen Anspruch unterstützt die EU jetzt mit der DSGVO. Es gibt gute Gründe Bargeld zu mögen, eine Payback-Karte abzulehnen oder lieber beliebige statt personalisierte Werbung im Internet zu sehen. Das darf jeder für sich persönlich entscheiden. Dennoch schließt man eine Vielzahl an Menschen direkt aus, wenn man sagt „Stimm den Regeln zu oder nutz es eben nicht“.

    Liebe Grüße
    Peter

    • Ich bin auch für Transparenz dafür, dass man weiß, worauf man sich ein lässt. Aber die Möglichkeit, bestimmte Daten von bestimmten Verwendungen ausschließen zu können, gleichzeitig aber den Anbieter dazu zu verdonnern, den Dienst diesen Nutzern trotzdem zur Verfügung zu stellen, obwohl man ihm damit unter Umständen die Geschäftsgrundlage entzieht, finde ich einfach weit über das Ziel hinaus geschossen.

      • Wir reden hier von Monopolen, zu behaupten damit diesen Monopolen die Geschäftsgrundlagen kaputt zu machen ist lächerlich. Vielleicht führt das ganze ja zu mehr Konkurrenz. Einen Schaden gibt es hier nicht.

        • Ich habe ganz bewusst keine Namen genannt, was für die Großen gilt, gilt für die Kleinen genauso, auch wenn diese keine Monopolstellung immer haben. Dass durch den neuen Regelungen mehr Konkurrenz und damit auch Alternativen für die Nutzer entstehen, glaube ich nicht, denn diese Alternativen hatten es bisher schon schwer, aber jetzt dürfte das Interesse für irgendwelche Anbieter, überhaupt mit einem alternativen Angebot zu starten, gegen Null gehen.

          • Stimmt, Konkurrenten in Monopolstellungen haben es schwer, aber dann kann man es den Monopolisten wenigstens schwerer machen. Das Problem ist ja eben dass die Nutzer keine Alternativen wollen weil dort die Nutzerbasis fehlt. Wer möchte bitte ein Dienst nutzen den sonst keiner hat? So macht es auch Amazon, so lange billig sein bis es keine Konkurrenz mehr gibt. Deshalb muss da der Gesetzgeber eingreifen.

            • Das ist genau der Punkt: Die Nutzer haben entschieden, dieses oder jenes Angebot zu nutzen und haben dazu beigetragen, dass dieser oder jener Anbieter erfolgreich wird und sozusagen ein Monopol inne hat. Keiner dieser Nutzer wurde gezwungen, so zu entscheiden. Wieso also sollte der Gesetzgeber da eingreifen oder gar die zwingende Notwendigkeit dazu bestehen? Ist es nicht eigentlich eher so, dass es ausdrücklich gewollt ist, dass „der Markt es regelt“, also die Kunden oder Nutzer entscheiden, welches Angebot sich durchsetzt oder eben auch nicht? Genau das aber wird jetzt bemängelt und damit den Nutzern auch ein Stück weit das Recht abgesprochen, eine eigene Entscheidung zu treffen.

              • Du verstehst doch was ein Monopol ist… Der „Kunde“ hat sich mal für etwas entschieden, stimmt, und nun gibt es keine wirklichkeitsnahen Alternativen mehr, das ist das Problem. Eine eigene Entscheidung kann dieser nicht mehr treffen. Es muss zwangsweise das nutzen was auch alle anderen nutzen. In einer Welt in der jeder miteinander vernetzt sein will kann es nur zur Monopolstellung kommen, zwangsläufig. Die Großen werden immer größer und größer, von dieser Entwicklung gibt es gar kein zurück und das ist auch gar nicht das Problem, wie gesagt wir alle wollen miteinander kommunizieren, uns austauschen, und das einfach. Für mich ist das ein Grundrecht der Moderne (auch wenn dieses noch etwas dauern wird bis es auch der Rest so sehen wird). Und deshalb ist der Gesetzgeber gefragt. Ich hätte schon vor 10 Jahren erwartet dass die EU eine eigene unabhängige Plattform hochziehen würde, als Gegenpol zu den Amerikanischen, aber da hat man mal wieder geschlafen und nun sind wir hier.

      • phantomaniac says:

        Es steht nirgendwo, das er den Dienst dann kostenlos zur Verfügung stellen müsste.

        • Der Nutzer der nicht einwilligt, darf laut DSGVO keinen Nachteil haben:

          “Es sollte nur dann davon ausgegangen werden, dass sie ihre Einwilligung freiwillig gegeben hat, wenn sie eine echte oder freie Wahl hat und somit in der Lage ist, die Einwilligung zu verweigern oder zurückzuziehen, ohne Nachteile zu erleiden.“

          An dieser Stelle wird also noch klargestellt, dass es darauf ankommt, dass eine Einwilligung auf der freien Entscheidung des Betroffenen beruhen muss. Der Betroffene muss eine tatsächliche Wahl haben und keine Nachteile befürchten müssen.

          Wenn Facebook & Co dann Geld für Ihren Dienst verlangen würden, wäre das ein entscheidener Nachteil. Wegen DSGVO und solchen Typen wie Max Schrems klebt bald über allen guten Inhalten und Diensten ein Preis- oder Spendenschild.

  40. Ich finde es langsam auch nicht mehr vertrettbar, wie leichtsinnig und oberflächlich hier mit wirklich relevanten Themen/Entwicklungen aus der Tech-Branche umgegangen wird. Ich will auch so eine Meinung nicht noch finanziell unterstützen. Also heisst es Adieu Bremerhaven! Es waren schöne Jahre, aber wir haben uns auseinander gelebt …

    Pa.: Jemand einen Tipp für eine Alternative?

    • Bei diesem Facebook soll man sich in Meinungsblasen befinden, die einen nicht mit abweichenden Haltungen belästigen.

      • checkit53 says:

        Selbiges habe ich mir beim lesen des Kommentars auch gedacht

      • Es geht nicht um verschiedene Meinungen, sondern um die Herabwürdigung in dieser Meinungsmache die gar keine andere Meinung duldet, bzw. diese von vornherein lächerlich macht, da am Ende ein „was ist eure Meinung“ zu setzen ist lächerlich.

  41. Ich verstehe nicht, wie man eine Sachlage kommentieren muss, zu der man offenkundig keine Ahnung hat. DSGVO und Datenschutz interessiert dich nicht? Vollkommen OK, aber dann belassen es doch bei der sachlichen Infomation wen der Typ warum verklagt hat.

    Die Argumentation (sofern sie hier vollständig wieder gegeben wurde ) gegen Google / Android ist Quatsch, weil Android OpenSource ist und die Hersteller sehr wohl die Wahl haben, ein System ohne Google auszuliefern (wird ja zB in China oder Amazon mit seinen Fire Tables auch gemacht). DAS wäre Mal eine vernünftige Kommentierung gewesen, aber statt dessen gegen Gesetze zu haten, die man offensichtlich weder verstanden hat, noch den Eindruck erweckt man möchte sich damit überhaupt auseinander setzen???

  42. Hallo,

    die Realität ist wohl etwas komplexer als im Blog beschrieben.
    Facebook sammelt auch Daten über mich, wenn ich nicht Facebook-User bin.
    Das beginnt mit dem Upload meiner Adresse, die viele Facebook Nutzer in ihren Adressbüchern haben, über Tracking per Script weil ich Webseiten aufgerufen habe, die Javascript von Facebook eingebunden haben …
    Also so ganz frei fühle ich mich da nicht.
    Auch werde ich nicht gefragt …
    Ich denke daher, dass die DSGVO der richtige Weg ist, um das Ungleichgewicht der User gegenüber der übermächtigen Firmen zu erreichen.
    Ja in manchen Aspekten ist die Regelung vielleicht hart, ich denke auch das gerade im Datenschutzrecht eine regelmäßige Anpassung notwendig ist. Der Weg ist aber der Richtige !

    • Es gibt Plugins für Browser, die das Tracking unterbinden und andere Wege, um sich anonym durch das Internet zu bewegen. Dies nicht zu tun, ist die eigene Entscheidung. Und ja, eventuell auch Unwissenheit, aber dann liegt das Problem woanders. Dann ist die Medienkompetenz mangelhaft, dann versagt die Bildung und dann muss es einen größeren Augenmerk auf genau diese Bildung geben, damit die BürgerInnen darüber informiert und aufgeklärt werden, welche Möglichkeiten sie haben, das Internet so zu nutzen, damit möglichst wenige Daten übermittelt werden.

      Dieses wegschieben der Verantwortung ist Bequemlichkeit. Und ja, natürlich würde auch auf diesen Weg der Gesetzgeber ins Spiel kommen, denn er müsste Regeln, dass die Einstellungen, die der Nutzer in seinen Browser gesetzt hat, nicht umgangen werden dürfen. Das wäre ein mündiger Umgang mit Daten und nicht immer den anderen sagen, dass sie eben nicht all die Daten sammeln sollen, die ich selbst direkt oder indirekt ins Netz gebe.

      Dann wäre noch der Punkt mit dem Adressbuch der anderen. Klar, das ist ein größeres Problem, weil hier die Souveränität über die Daten nicht gegeben ist, aber natürlich müsste jetzt auch geklärt werden, welche genauen Risiken daraus entstehen könnten.

  43. Hallo Caschy.
    Nur ganz kurz.
    Ich lese seit Jahren sehr gerne deinen Blog, und postete hier bisher noch nicht.
    Aber dieser Artikel ist für mich bisher der beste Komentar zur DSGVO überhaupt.
    Danke.
    Ich Stimme dir hier voll und ganz zu.
    Gruß
    Thomas

    • phantomaniac says:

      Du hast weder den Artikel richtig gelesen, noch kennst Du die Hintergründe zur DSGVO.
      Den Artikel hat nicht Caschy geschrieben….

  44. Vollkommen richtig!
    Die Leute die kostenlose Dienste nutzen und sich über die Datenerhebung zwecks Werbung beschweren sind die gleichen die auf die Barrikaden gehen wenn ein Dienst im Internet dann auf einmal etwas kostet.
    Beschweren als Lebenseinstellung…

  45. Ragnar Kotzbrock says:

    Wo kann ich denn bei Facebook beantragen das meine Daten gelöscht werden?
    Ich hab‘ da ja nicht mal ein Konto, also komme ich auch nicht auf die Seite…

  46. Ziemlich verständlicher, aber leider etwas unreflektierter und zu kurz greifender Kommentar, Sascha.
    Internet ist mittlerweile ein zentraler und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil von Infrastruktur, die per Grundgesetz keine Benachteiligung darstellen darf. Zu sagen, „wenn dir die Bedingungen des Internets nicht passen, dann nutze es halt nicht, zwingt dich ja keiner“ ist ungefähr das gleich wie „wenn dir die Qualität der Straße nicht passt, dann bleib doch zu hause“. Der Staat hat die Aufgabe, für die Infrastruktur und ihre Qualität zu sorgen und seine Bürger vor den (marktlichen) Interessen von Privatwirtschaftlichen Unternehmen zu schützen.

    • +1

      Ich nutze kein Facebook und will demnach auch keine Daten von mir da finden (auch indirekt nicht!)

      Zu WhatsApp werde ich quasi gezwungen um beim Kumpels und Kollegen nicht weg vom Fenster zu sein. Leider hat dieser Dienst inzwischen eine Durchdringung der Allgemeinheit erreicht, dass es hier nicht mehr tolerierbar ist, wie Facebook da vorgeht.
      Wenn ich Alternativen gäbe, wegen mir auch kostenpflichtig, SOFORT.
      Aber man hat gerade bei WhatsApp und den Sachen wie GruppenChat inzwischen KEINE Alternative mehr, die dann auch von einer kritischen Masse genutzt werden würde. Leider machen sich die Allermeisten hier keine Gedanken / bzw. denken zu kurzfristig (sollen Sie halt meine Daten haben) und „zwingen“ durch diese Haltung viele Leute in den WhatsApp Dienst.

      • checkit53 says:

        Die Nachrichten die ihr dort übermittelt müssen ja überlebenswichtig sein, sind tolle Freunde die dich nicht zum Grillabend einladen, weil du kein WhatsApp nutzt.
        Es besteht kein Zwang! Wenn deine Bekannten nicht auf den Umstand eingehen können, dass du diesen Dienst nicht nutzt, scheinst du kein wichtiger Bestandteil ihres Lebens zu sein.

        Alternative mit kritischer Masse? Ich kenne KEINE Person die nicht mindestens eine Mailadresse besitzt. Komfortabel zu bedienende Apps sind kein Grundrecht.

        • Was geht denn mit dir ab? Das Kind dass kein WhatsApp (oder Facebook etc.) nutzt ist schlicht ausgeschlossen, selbst wenn es über andere Wege über Verabredungen etc. informiert wird ist ein wichtiger Bestandteil bereits die Kommunikation in dieser Chat-Gruppe an dem dieses Kind nicht teilnehmen kann unterbunden, es wird ausgeschlossen aus dem gesellschaftlichen realen Leben. Und genauso verhält es sich auch für Jugendliche und Erwachsene. So was dummes wie „beste Freunde nehmen das so an“ mag ja noch stimmen, aber das soziale Umfeld besteht aus mehr als den besten Freunden, selbst Wildfremde die man nur über solche Plattformen wie Facebook, Youtube etc. findet sind teil davon. Und ja, in der Sicht vieler, schwer erreichbar zu sein weil eben kein solcher Dienst genutzt wird, erschwert selbstverständlich die Beziehungen. Was ist mit Gruppen (Kurs oder Lerngruppen z.B.) die sich über Whatsapp informieren und verabreden, kann da wirklich einer sagen „nutz ich nicht“? Zu behaupten es gäbe keinen gesellschaftlichen Zwang ist schlicht boshaft. Und doch: Komfortabel zu bedienende, für alle zugänglich und genutzte, Kontakt-Apps sind ein Grundrecht der Moderne, oder sollte es zumindest sein und sie sollten dem Gemeinwohl dienen. Da wo Monopole unumgänglich sind muss die Gemeinschaft eintreten. Noch wissen die Staaten nicht wie sie mit diesen modernen Monopolen umgehen sollen, aber das werden sie müssen. Die Zukunft soll immer einfacher werden, alles aus einer Hand (wie Amazon), aber das kann nicht einfach der Privatwirtschaft überlassen werden. Wenn die Menschheit miteinander kommunizieren soll bedeutet dies dass wir alle die gleiche Software nutzen und das kann nicht einfach einen Konzern überlassen werden.

          • Sorry, aber es gibt datensparsame Alternativen zu WhatsApp. Threema ist genauso einfach zu bedienen, kostet zwar ein wenig Geld in der Anschaffung, aber wenn sich Eltern wirklich Gedanken darüber machen, wie ihre Kinder und Jugendlichen weiterhin Kommunizieren können, ohne dabei alles über Facebook zu veranstalten, dann sollten diese Einstiegskosten kein Hindernis sein. Und ja, natürlich ist WhatsApp derzeit weiter verbreitet, aber auch das ist kein Hindernis, vielmehr ist das eine Bildungsaufgabe zu erklären, warum der andere Dienst aber eigentlich besser ist.

            Wenn du aus dieser Art von Kommunikation ein Gemeingut machen möchtest, was im Grunde ja keine schlechte Idee ist, dann musst du die Finanzierung sicherstellen. Dies wird dann wohl über eine Art Steuer geschehen. Das größere Problem aber wird sein, diesen Dienst so in einer demokratische Selbstverwaltung zu bringen, damit jeder über die Entwicklung mitreden kann, der Staat am Ende aber keine Kontrolle über die Daten hat. Und solange es diese Organisationsstruktur noch nicht gibt, solange ist es mir lieber, wenn die Daten erst einmal bei einem privatwirtschaftlichen Unternehmen liegen. Klar, auch da kann der Staat schon jetzt unter bestimmten Bedingungen darauf zugreifen, aber wenn der Staat den Dienst betreiben würde, dann könnte er noch viel mehr machen.

            • nur mal so nebenbei zum thema Finanzierung – hätte nix dagegen, wenn mir Anbieter mit einem Quasi-Monopol (siehe WhatsApp) dann auch Alternative Möglichkeiten anbieten. Ja ich bezahle mit meinen Daten, oder Nein ich bezahl mit 3,50€ im Monat und meine Daten und Nutzungsdaten bleiben bei mir.
              Ich will keine Leistung kostenlos erschleichen, ABER ich möchte bei Diensten , die ich selbst nicht umgehen kann weil Arbeitskollegen, Kumpels und Co keinen Bock haben nen anderen Dienst zu nutzen, dann bitte schön ne Alternative Zahlmöglichkeit haben.

          • checkit53 says:

            Ich selber kenne einige Menschen die kein WhatsApp, Facebook, ja sogar gar kein Smartphone haben. Die sind weder vereinsamt, noch aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Man kann die digitale Abhängigkeit auch übertreiben.

            • Und ich kenn‘ Menschen die leben in selbstversorgenden Kommunen und nun? Für die Mehrheit der jungen Menschen trifft aber genau das zu was ich geschrieben habe. Das sind die realen Gegebenheiten, „aber man könnte ja auch…“, „jeder hat die Wahl…“ blablabla, real nicht funktionierende Lösungen sind nun einmal keine Lösung oder eine wirkliche Wahl, sorry.
              Und zu deinen anderen Kommentar „wer nicht ohnehin irrelevant ist, wird auch gesondert angeschrieben“, sag mal was ist das eigentlich für ein misanthropischer kapitalfaschistischer Wesenszug? Werde ich mal in mein pädagogisches Repertoire aufnehmen, läuft sicher.

    • Wenn das Internet tatsächlich ein „zentraler und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil von Infrastruktur“ wäre, könnte man annehmen, das wäre auch überall und von jedem halbwegs zeitgemäß nutzbar. Leider ist das auch 2018 noch immer nicht der Fall. Und ebenso gibt es auch leider viele Straßen, die nicht die Qualität bieten, die man erwarten könnte. Trotzdem würde wohl niemand auf die Idee kommen, diesen Mangel als Benachteiligung im Sinne des Grundgesetzes anzusehen. Wenn einem Qualität einer Straße nicht passt, hat man also tatsächlich nur die Wahl, diese qualitativ minderwertige Straße trotzdem zu benutzen oder eben nicht und damit zu Hause zu bleiben. Auch das ist eine Entscheidung zwischen „nutzen und Nachteile in Kauf nehmen“ oder eben „nicht nutzen und andere Nachteile in Kauf nehmen“.

  47. Ich nutze bewusst weder Facebook noch WhatsApp (keine Diskussion darüber notwendig, ist meine persönliche Entscheidung).
    Aber trotzdem haben die sicher einige Daten von mir gespeichert, weil ich in den Adressbüchern etlicher von deren Nutzern stehe.

    Ist das etwas in Ordnung? Habe *ich* der Speicherung meiner Daten durch diese Firmen zugestimmt?

    Ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal, wenn Facebook- oder Whatsapp-Nutzer unbedingt glauben, diesen Firmen alle ihre persönlichen Daten und ihre gesamte Lebensgeschichte zur Verfügung stellen zu wollen.
    Das ist dann deren Entscheidung.

    Nur muss das natürlich *vor* der Nutzung dieser Dienste ausreichend klar und transparent und in allgemein verständlicher Sprache kommuniziert werden (eigentlich wäre *vorher* imho auch eine Einverständniserklärung mit eigenhändiger Unterschrift nötig).

    Und es muss klar sein, dass sich dieses Einverständnis selbstverständlich ausschließlich auf die ureigensten persönlichen Daten beziehen kann und alle Daten Dritter (auch die aus Adressbüchern oder in der Cloud gespeicherten Dokumenten, usw.) davon ausgeschlossen sind.

    Um zu diesem Schluss zu kommen muss man ja auch kein ewig Gestriger sein. Keiner von uns wäre begeistert, wenn sein Nachbar einfach mal so sein Auto verkauft. Und genau so wenig möchte ich, das irgend jemand meine Daten „verkauft“. Denn etwas anderes ist es nicht, man erkauft sich die Dienstleistung von FB und WA mit seinen Daten. Und solange man das nur mit seinen Daten macht ist mir das von Herzen egal. Aber meine Daten sollen die doch bitte außen vor lassen.

    • checkit53 says:

      Dann verklag denjenigen der deine Daten unrechtmäßig übertragen hat.

      • Wird FB oder WA mir auf Anfrage mitteilen, von wem sie unberechtigterweise meine Daten gezogen haben?

        Und hat derjenige meine Daten übertragen oder haben FB oder WA die sich einfach genommen (was ich für wahrscheinlicher halte)?

        Denn einerseits will man ja niemanden zu Unrecht beschuldigen und andererseits ist eine Anzeige gegen Unbekannt wenig zielführend.

        Derartige Praktiken gehören gesetzlicherseits von vornherein unterbunden.

        • phantomaniac says:

          Laut DSGVO müsste genau das gespeichert und auf Nachfrage von Dir auch mitgeteilt werden. Aber Facebook erhebt bislang die Daten nur, obwohl die mit dem Geschäftszweck nach rein technisch nicht notwendig sind…. nur dem Geldverdienen nach….
          Was Sie mitteilen ist noch nicht bekannt. Die GSGVO gilt ja auch erst seit 25.05.

          @checkit53: sehr qualifizierter Kommentar: Facebook holt sich die Daten bislang noch automatisch ohne aktiv werden von Jemand….

          • „Aber Facebook erhebt bislang die Daten nur, obwohl die mit dem Geschäftszweck nach rein technisch nicht notwendig sind…. nur dem Geldverdienen nach….“

            Wow, was denkst du eigentlich was der Geschäftszweck von Facebook &Co ist? Schon mal die Nutzungsbedingungen gelesen? Jederzeit werden die die techn. Notwendigkeit begründen können, und du wirst dem NICHTS entgegen setzen können.

            Die DSGVO ändert da überhaupt nichts dran, solange du den Nutzungsbedingungen zustimmst. Vertragsfreiheit nennt man das. Die DSGVO ist gut für die Transparenz , für die Nutzung meiner Daten, wenn ich überhaupt nicht Vertragspartner bin, und für die Weitergabe meiner Daten. Da ist sie ein echter Gewinn.

            Das Sammeln verhindert sie nicht, wenn du den Nutzungsbedingungen zustimmst.

          • checkit53 says:

            Wüsste nicht wie die ohne mein Zutun (sprich ohne die Nutzung von WhatsApp oder der Facebook App) an meine abgespeicherten Kontaktdaten kommen sollen.

  48. Ich habe schon lange nicht mehr so dumme Kommentare im Internet gelesen wie hier teilweise. Ist es ein Riesen bürokratischer Aufwand für Firmen / Vereine – ja klar ! besserer Schutz der Privatsphäre, mehr Kontrolle über die eigenen Daten, mehr Macht für Strafverfolgungsbehörden bei Rechtsverstößen. Wir sollten eigentlich alle jubeln

  49. Solche Beschwerdeführer & Kläger wird die DSGVO entfesseln bis werbefinanzierte Umsonstdienste so tot sind wie die analogen Unsonst-Tageszeitungen, die Mathias Döpfner noch persönlich gekillt hat – nur gibt es takeout.google.com seit 2012, aber hat schonmal jemand takeout.bnd.de gefunden oder takeout.jobcenter.de?

    • „schonmal jemand takeout.bnd.de gefunden oder takeout.jobcenter.de?“ Nennt sich Linkspartei.

      „bis werbefinanzierte Umsonstdienste so tot“ Niemand hat etwas gegen Werbefinanzierung, sondern dass diese die Daten der Nutzer benutzen um diese zu verkaufen.

      • Bürgerrechte werden also als „Linkspartei“ abgetan im Fahrwasser dieses neuen völkischen Datenschutzes vorrangig gegen US-IT-Konzerne. Bei Facebook könnte ich vieles noch verstehen, wo ich mich aber niemals angemeldet habe, weil die von Anfang an kaum vertrauenswürdiger waren als Nigeria-Spam – aber wer mit der Masse bei Zuckerberg mitgelaufen ist, will halt hinterher lieber Opfer sein und sich immer noch nicht für konsequente Bürgerrechte interessieren…

        • Ich versteh deinen Kommentar leider nicht.

          • Quod erat demonstrandum.

            • aha… nun gut, mal ein anderer Ansatz: Wie kommst du darauf dass ich Bürgerrechte abtue? Was ist ein völkischer Datenschutz? Was kannst du bezüglich Facebook verstehen? Hilf doch einmal einen Minderbemittelten wie mir deine Folgerungen nachzuvollziehen.

              • Individuelle Informationsfreiheit, also das Recht auf Datenauskunft ist ein Bürgerrecht, dss Du als „Nennt sich Linkspartei“ abgetan hast, völkischer Datenschutz ist, wenn vor allem US-IT-Konzerne als böse und verdächtig hingestellt werden sollen, was aber nur für Facebook von Anfang an auch erkennbar der Fall war, zumal „The IT Crowd“ mit der Episode „Friendface“ von 2008 für mich auf den Punkt gebracht hatte, warum ich nie Lust verspürt habe, mich dort anzumelden.

  50. Bob (der andere) says:

    @ Grainger.
    Da bin ich voll und ganz deiner Meinung. Man entscheidet sich ganz bewusst gegen diese Dienste, und die Daten werden über Dritte trotzdem weitergegeben. Aber mach das mal den Nutzern von z.B. WhatsApp klar (ich meine jetzt weniger die Leser/kommentatoren hier oder auf anderen Technik/IT Seiten/Blogs, sondern die Otto-Normal-User). Die schauen dich bestenfalls blöd an, weil ihnen Datenschutz am Ar*** vorbei geht oder überhaupt kein Bewusstsein dafür haben. Oder die bescheuerte Antwort: “Ich habe ja nichts zu verbergen“ und entscheiden mal eben darüber, daß ich auch nichts zu verbergen habe (ohne mein Einverständnis natürlich).

    Zum Kotzen das allles.
    Ich hoffe das möglichst viele Leute gegen FB/WA und Co. klagen. Und, daß es diese Firmen möglichst viel Geld kosten wird (wobei mir natürlich klar ist das es FB/WA und Google nicht wirklich weh tun wird).

    • phantomaniac says:

      Nochmal, es können keine Leute eine Firma oder jemand Anderes aufgrund DSGVO klagen. Steht so im Gesetz.

    • Es geht nicht unbedingt darum, dass den Leuten der Datenschutz unwichtig ist. Aber die Umsetzung ist vielfach einfach nicht praktikabel, bisher nicht und jetzt schon gar nicht. Wenn wir zwei irgendwas miteinander zu tun haben und du mir deine Telefonnummer gibst, vielleicht auch deine E-Mail Adresse und weitere Informationen, werde ich das tatsächlich aller Regel in meinem Adressbuch speichern. Diese Daten werden sicherlich auch den Weg zu beispielsweise WhatsApp finden. Das geschieht aber nicht, weil ich das ausdrücklich wünsche oder gar aktiv veranlasse, sondern weil es sich in der Praxis schlicht nicht verhindern lässt, zumindest nicht von mir als Nutzer.

  51. Ich finde, auch jeder soll selbst entscheiden, ob oder ob nicht, er einen Online Dienst nutzen will.

    ABER oft wusste man nicht mal, was die Dienste alles sammelten, und vorallem wofür… Genau hier setzt doch die DSGVO an, die Firmen sollen in einem erst Schritt, genau erklären, warum sie was machen,damit man selbst besser entscheiden, ob oder ob nicht…Auch wenn die meiste eh sich, nicht die Mühe mehr machen, bei einer Seitelangen Datenschutzerklärun, wie bei FB, Google und co…

    Was man aktiv (eintippt, hochläd), mit diesen Unternehmen teilt, ist einem ja dann selbst überlassen.

    Was jedoch die Unternehmen passiv sammlen, ist verrückt.

    Und genau hier, finde ich, es scheisse, dass man da nicht selbst mehr Einfluss hat, und einfach sozusagen mit ALLEM einverstanden sein muss, damit man den Dienst nutzen kann, darf… Entweder man akzeptiert 100 % oder 0 %, wobei 0 %eh unmöglich sind durch Freunde und co

    Meiner Meinung nach, geht hier, die DSGVO leider noch nicht weit genug. Jede passive Information, müsste Standardmässig NICHT übertragen werden, es sei denn, sie sei beweislich, essentiell für das Unternehmen!

    Eine Toggle On-Off Liste, wäre wahrscheinlich, in diesem Fall, viel effektiver, damit man mal sieht, wieviel man passiv mitteilt…

    Um nur, mal ein paar Hinrissige von FB zu nennen, Akkustand, installierte Apps, App im Vordergrund, Device IDs von jeglichen Geräten, usw…

    Ich finde es ok, dass die Firmen, EINIGE Daten von mir bekommen, damit ich eine Plattform gratis nutzen kann.

    Es kann jedoch in meinen Augen nicht sein, dass man, nur für das Nutzen, eines digitalen Briefes, oder Urlaubsfoto, wie Herr Ostermeier das so schön meinte, gleich komplett gläsern werden muss…

    Der Mehrwert eine solchen digitalen ist sicher gerechtfertigt meistens, jedoch nicht mit dem Preis, den man aktuell dafür bezahlt, mit all den passive Daten, auf die man immer noch keinen Einfluss hat…

  52. kurze Replik dazu:

    1. Klar, wenn Facebook als Geschäftszweck die optimale Werbeverteilung mit dem kommunikativen Nebeneffekt ausruft, kein Problem.
    2. Die EU dreht den Spiess einfach rum, Datenverkehr von google und Fakebook wird solange ausgebremst, bis dort Ross und Reiter genannt werden. Ein Blick nach China hilft dabei.

    es ist alles ganz easy. nicht.

    • zu 1.: Haben sie schon getan. So steht es in den Nutzungsbedingungen:
      „Wir zeigen dir Werbeanzeigen, Angebote und sonstige gesponserte Inhalte, um dir dabei zu helfen, Inhalte, Produkte und Dienste zu entdecken, die von den vielen Unternehmen und Organisationen angeboten werden, die Facebook und andere Facebook-Produkte nutzen. Unsere Partner bezahlen uns dafür, dass wir dir ihre Inhalte zeigen. Wir gestalten unsere Dienste so, dass die gesponserten Inhalte, die du siehst, genauso relevant und nützlich für dich sind wie alles andere, das du auf unseren Produkten siehst.“

      Ist naiv zu denken die vielen kostenlosen Dienste von facebook, google & Co wären kostenlos. Du bezahlst mit deinen Daten.

      • Wieso ist es naiv zu glauben dass diese Unternehmen schlicht durch Werbung ihr Geld verdienen? Oder durch Firmen-Konten die für Ihre Präsenz zahlen etc.? Ich verstehe wirklich nicht woher diese Überheblichkeit kommt, ein Dienst, ein Monopol der Milliarden Menschen vernetzt kann also nur durch Weitergabe von Privatdaten finanziert werden, weil Werbekunden so eine Plattform fürchterlich finden und jeder der glaubt dass dieses auch anders funktionieren könnte ist Hängengeblieben? Ist die Werbung im TV etwa auf das Individuum zugeschnitten?

  53. Moin, zu einem der hier strittigen Argumente „niemand muß Facebook und Co. nutzen“: das ist völlig richtig . Wer meint , man könne heute nicht ohne diese Tools sozial eingebunden sein, verfällt dem gleichen Irrtum wie die, die angefangen haben, zu rauchen oder saufen , nur weil sie meinten sonst nicht in bestimmten Gruppen , seien es Klassenkameraden oder Jugencluquen oder was auch immer dazugehören zu können. Quatsch . „Charakterstärke“ heißt das Zauberwort. Wer meint, er oder sie möchte Facebook und Co. nicht nutzen nutzt sie nicht und vertritt das dann auch in seiner Gruppe. Ich habe auch nicht angefangen zu rauchen,nur weil andre es taten und mich vielleicht sogar belächelten . Oder weil ich in einer Zeit wo man Rock hörte deutscen Wohlfühl-Schlager mochte . Gut war manchmal eben ein wenig Außenseiter . Hat meiner Charakterbildung aber nicht geschadet. Und ja ich habe schon soziale Netze genutzt als man dies Wort noch nicht kannte : CB– und später Amateurfunk , dann als junger Erwachsnener BBS-Systeme und Fido und Z-Netz. Also sicher nicht ganz unerfahren mit diesen Dingen . Aber eben immer auch bereit nicht zu tun was alle tun. Sogenannter Gruppendruck ist nur eine billige Ausrede für mangelnde eigene Standhaftigkeit.

  54. Für kleine Blogs und bald für jeden Internetnutzer ein Horror! Was glaubt ihr warum das Internet so reichhaltig an (großteils) guten Informationen geworden ist, für die man vor 20 Jahren noch hunderte Fachbücher kaufen musste? Weil es sich wirtschaftlich lohnte guten Inhalt zu veröffentlichen, und sich das durch (personalisierte) Werbeeinblendungen finanzierte. Der Nutzer zahlte passiv durch das Einblenden auf ihn zugeschnittener Werbung. Wenn personalisierte Adsense-Einahmen, durch Opt-In-Zwang zukünftig zu einem Großteil wegbrechen sollten, gibt es bald nichts mehr kostenlos! Für DSGVO und Max Schrems Vorgehen werden wir alle bezahlen, jeder. Glaubt mir, über gute Inhalte hängt schon sehr bald ein Preis- oder Spendenschild. Das ist die Konsequenz daraus. Die studierten in den EU-Kommissionen leben fern von jeder Realität, die wissen gar nicht was da anrichten!

    • Ja genau! Genauso wie alle Kneipen wie angekündigt und vielfach beschworen nach dem Rauchverbot dichtgemacht haben.
      Die Diskussion wurde damals übrigens ganz ähnlich geführt.
      😉

      • Nun, es gibt da ja jemanden, der jetzt einmal 24 Stunden gesammelt hat und 324 Webseiten aufgelistet hat, die entweder ganz zugemacht haben oder zumindest erst einmal vorübergehend. Die Argumentation scheint also nicht so von der Hand zu weisen zu sein und keiner weiß, wie groß die Dunkelziffer wirklich ist …

        http://www.ennopark.de/2018/05/27/statt-links-der-woche-tote-links-der-woche/

      • ich betreue etwa 100 Kunden, vorzugsweise kleinere Betriebe zwischen 5 – 20 Mitarbeiter – die sind damit völlig übefordert. Ich habe bereits erste Resonanzen von unternehmen, wo die 10 Verarbreiter im Unternehmen gerade so erreicht waren, die dann agen, dann muss ich halt zwei Leute entlassen, damit ich enigstens nicht auch noch verpflichtet bin, einen Datenschutzbeauftragten zu stellen. Zumal der Termin die meisten Unternehmen mitten in der Hauptsaison erwischt, und wer da ssagt, das war ja schon seit zwei Jahren bekannt … definitiv Handlungsmöglichkeiten haben wir hier seit em 21. Mai – bis dahin war alles wischi waschi. Selbst die offiziellen Seiten der Länder sind noch nicht in der Lage, rechtsssicher zu informieren. Dazu kommen die Haie – ich habe Angebtote gesehen, in denen für knapp 5stellige Beträge die Begleitung durch die DSGVO angeboten haben, und manche kleinen unternehmen haben das auch in ihrer Not angenommen – aber das ist nicht stemmbar. Ich bin mal gespannt – nach DSGVO muss ja auch jeder, egal ob unter 10 Mitarbeitern in der Datenverarbeitung, einen Datenschutzbeauftragten stellen, der Onlineverkaufsaktivitäten betreibt, also im Prinzip jeder DaWanda Händler, der vielleicht kurz vor Weihnachten dreißig selbstgehäkelte Topflappen verkauft und damit die Bedingungen für gewerbliche Tätigkeiten erfüllt. Insgesamt das wohl schlechteste und volkswirtschaftlich schädigendste Gesetz, das in diesem Land jemals verabschiedet wurde. Übrigens – ich betreue auch viele Kunden mit Onlineshops – was bisher eine Selbstverständlichkeit war, nämlich, das wenn ich etwas onlien kaufe, im Zuge der Abwicklung Daten wie meine Adresse und eventuell meine Telefonnummer zur reibungslosen Abwicklung angeben musste – mit dem Zustimmungs-Check-out kommen viele Endverbraucher nicht klar, denken, upps, Zustimmung zu einer Datenschutzerklärung – und swer die mal für einen Shop gemacht hat weiß, kein Endverbfaucher will die komplett lesen – da kaufe ich lieber woanders, zum Beispiel bei Amazon, denn die haben das ganz easy umgesetzt nämlich gar nicht. Hier wurde mal wieder politisch entschieden – pro Konzerne / konta Mittelständler. Und wenn man in diesem Land irgendetwas tut, aus dem sich herausdefinieren läßt, es sei endverbraucherfreundlich – dann bringt das vielleicht auch ein paar Punkte bei der nächsten Landtagswahl. Als erstes sollten mal alle Webseiten der mehr oder weniger etablierten Parteien abgemahnt werden – ich habe noch keine gesichtet, bei der das möglich wäre …

        • phantomaniac says:

          Ich widerspreche ungern, aber die Seiten der Ämter für Datenschutz haben schon seit langen ausreichend Inforamtionen online um sich zumindest vorzubereiten. Was wäre Deiner Meinung nach erst am 21.05. klar geworden ? Das die Presse durchdreht ?

          Aber leider muss ich zustimmen, dass sehr viele unseriöse Firmen unterwegs sind (auch Anwälte) die damit Kohle machen wollen. 🙁
          Im übrigen verlangt die DSGVO auch von Online-Shops keine Zustimmung.
          Wohl aber, das die „Käufer“ darüber informiert werden, das Ihre Daten verarbeitet werden und wofür. Noch weniger wird eine Unterschrift gefordert, wie viele „Berater“ empfehlen.

          Und auf welcher Grundlage willst du die Parteien abmahnen lassen ? Wegen Datenschutz nicht. Wettbewerbsrecht dürfte bei Parteien auch nicht greifen…

          /EDIT/ Ich sehe gerade das Du (Ihr) wirbst „Datenschutz nach DSGVO“ anzubieten … Autsch…. das solltest vielleicht noch mal überdenken….

      • Ich sag dir doch nur wie es ist. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Die Kneipen haben wegen Rauchverbot nicht weniger Besucher bei fast gleichen Umsätzen. Die Webseiten mit hochwertigen Inhalt werden auch nicht weniger Besucher haben! Aber den Webseitenbetreibern werden -wenn Cookie-Opt-In bald verpflichtend wird – die Werbeeinahmen wegbrechen. Es liegen schon Opt-In-Tests von Werbebetreibenden vor mit bis zu -92% Umsatzrückgang. Dann viel Spass oder nach Österreich auswandern!

  55. Diese Datenschutzklagen und Leute wie Max Schrem sind das Internetequivalent von Pestgeschwüren (ich möchte das als Analogie verstanden wissen, nicht als persönliche Beleidigung). Jeder kennt solche Leute, die an allem und jedem Herummeckern und es für alle vermiesen. Selbstverständlich sollte ich den Datenschutzbestimmungen von Facebook und Google etc. zustimmen MÜSSEN, wenn ich sie nutzen möchte, das sich OHNE diese Zustimmung diese Dienste überhaupt nicht sinnvoll nutzen lassen KÖNNEN. Facebook IST Nutzerdaten, da ist sonst nichts, überhaupt nichts da, was einen interessieren könnte, außer den Daten von Freunden und Kollegen, in welcher Beziehung sie sind, wo sie gerade im Urlaub sind, wie ihr Hund heißt, etc. Das IST Facebook. Wenn man das nicht will und möchte, hat man da nichts, aber auch gar nichts verloren.

    • phantomaniac says:

      Mal wieder nur die Hälfte verstanden ?

      Es geht nicht um die Daten, die Du selber Facebook mitteilst, bzw. alle anderen, die bei Facebook sind, sondern unter anderem um die Daten von Leuten, die nicht bei Facebook oder Whatsapp sind…. und die Facebook eben nicht verarbeiten darf, weil wenn Sie die Daten von Dir holen. Du aber die Verarbeitung von Daten Dritter nicht erlauben kannst.
      Es gibt im Bezug auf Facebook noch andere Themen, die nicht sauber sind, aber das brächte nichts, das jetzt zu erläutern….
      Wenn Leute kommentieren, ohne sich die Mühe zu machen sich mit dem Thema zu beschäftigen…

      Wegen Cookie-Opt-In:
      Hallo, das ist aktuell genauso Bullshit, der da bei Deutschen Webseiten passiert. Diese sogenannte „EU Cookie-Richtlinie“ ist EU-Recht und wurde in Deuschland nicht umgesetzt. Hier gilt bis auf weiteres wie bisher das TMG. Es ist von der EU auch so bestätigt worden, das wegen TMG eine Umsetzung der „EU Cookie-Richtlinie“ nicht nötig ist.
      Einschränkung: Was in 2019 mit er ePrivacy-Verordnung passieren wird, ist aktuell noch offen. Aber Stand Heute sind die zu besätigenden Cookie´s absolut unnötig.

      • Der Weitsichtige says:

        Die ePrivacy-Verordnung wird sich mit sehr sehr großer Wahrscheinlichkeit an der „EU Cookie-Richtlinie“ orientieren. Aktuell Bullshit? 2019 ist bald!
        Diese links-grünen Milchbubis die auch noch im EU-Parlament sitzen schmieren mit Ihren Zwangsregulierungen noch mal die gesamte Wirtschaft ab! Die Wirtschaft ist auf personalisierte Werbung angewiesen, alles andere ist ein Rückschritt um 20 Jahre. Alle Unternehmen verkaufen dadurch mehr und schneller. Daran hängt alles: Steuern, Arbeitsplätze, Existenzen – Millionen Existenzen, europaweit.

        • phantomaniac says:

          Ja, und Wenn es soweit ist, und man tatsächlich weiss, wie es aussieht, kann man es umsetzen und darüber schimpfen. Zum jetzigen Stand ist es sinnfrei…. Davon abgesehen ist noch offen, ob es nicht auch, wie bei der DSGVO, eine Übergangsfrist geben wird (Die ja ziemlich viele, inklusive vieler Verbände etc. verpennt haben).

          Inwieweit „seriöse“ personalisierte Werbung die alleinige Basis für unsere Wirtschaft ist, erschließt sich mir auch auch nicht. Aber vermutlich hast Du mehr Weitsicht und Volkswirtschaftlichen Background als ich.
          Aber grundsätzlich wird nicht alles schlechter, wenn für alle die gleichen Regeln gelten.

          Aber vermutlich ist es gut, das man durch Personalisierte Werbung Wahlen beeinflussen kann. Am besten so, dass an jeder Ecke 5 Kameras zur Überwachung stehen….. Weil dann kann man noch besser personalisieren…. Und es ist ja völlig egal, wenn mal jemand falsch zugeordnet wird. denn er sieht ja nicht, wer falsch zuordnet…..

          • Der zweite Weitsichtige says:

            Du hast wirklich keinen Plan, die nehmen uns jegliche Form der Identität, ähnlich wie im Kommunismus, damit jeder nur noch eine Nummer ist. Der „bürgerfreundliche Datenschutz“ hat vermutlich nur ein Ziel: Uns weiter auszupressen und uns noch irgendeine Steuer aufs Auge zu drücken!

            https://www.tagesspiegel.de/politik/global-solutions-was-hinter-merkels-datensteuer-idee-steckt/22621934.html

            Das war klar!! Datensteuer! Alles von langer Hand geplant! Deswegen soll jede Firma jetzt schön brav ihr Verarbeitungsverzeichnis führen…dann viel Spass: Das wird noch mehr Arbeitsplätze kosten! Anstatt wirklich die großen Internetkonzerne zu besteuern, soll jetzt der Mittelstand bluten!

            • phantomaniac says:

              Liest Du die Sachen eigentlich genau durch, bevor Du was kommentierst ?

              Oder reichen Dir Überschriften ?

              Im Übrigen heisst Datenschutz soviel wie Datenminimierung auf das Nötigste. Würde ja im Bezug auf Deine These weniger Steuereinnahmen bedeuten, wenn sich alle Firmen dran halten….
              Davon abgesehen ist die Frage was „Verlust der Identität“ mit Datenschutz zu tun hat. Und zum Thema Kommunismus solltest Dir evtl. vor Kommentaren nochmal die Thesen von Karl Marx zu Gemüte führen. Aber das hat mit dem Thema DSGVO rein gar nix mehr zu tun.

              • Der dritte Weitsichtige says:

                Die Thesen von Karl Marx und seinen Massenmördern scheinst du ja in und auswendig zu kennen!! Bald hängt über jeden Garten- oder Haushaltstipp ein Preisschild und die Jungsozialisten stehen auf den Barrikaden, und protestieren dass sie alles kostenlos haben wollen, ohne jede Gegenleistung! Dann kauft mal schön wieder bei Amazon Bücher wie vor 30 Jahren.

    • Jeve Stobs says:

      Max Schrems steht hinter der Gardine und schreibt Falschparker auf.

  56. Thomas Müller says:

    Zeit war es! Höchste Zeit!

    Die DSGVO ist meiner Meinung nach eines der sinnvollsten Regelungen, die je aus Europa gekommen sind. Es mag noch viele Probleme damit geben, aber ich bin zu 99.99% sicher, dass wir in den nächsten Jahren zu einer Normalisierung zurück finden. Was ich damit meine? Ganz einfach – niemand, dem ich nicht die Erlaubnis erteilt habe, oder der einer gesetzlichen Vorschrift gehorcht, darf meine Daten speichern und verarbeiten. Diese gehören mir, mir ganz allein!
    Und zum allerersten Mal ist anderes Handeln mit richtig saftigen Geldbußen belegt!

    Die, die sich darüber aufregen, sind nur die, die mich bisher als „blöden Datenlieferanten, den man abzocken kann“ behandelt haben. Und wenn der „kleine“ Handwerker mit der Website das nicht schafft, dann möge er sie aus dem Internet nehmen, ordentlich für die Beratung bezahlen, oder seine Firma dicht machen. Für den dicken Mercedes und den Flug auf die Malediven hat ihm das Geld komischerweise auch gereicht, nicht wahr?
    Richtig ratlos bin ich nur in einer Frage: Wer ist denn eigentlich verantwortlich dafür, dass meine Daten als nicht Facebook oder Whatsapp Benutzer gespeichert werden? Nun, Whatsapp speichert sie, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass doch der/die Bekannte von mir meine Daten in sein/ihr Adressbuch eingegeben hat. Und wissen sollte, dass sie bei Facebook/Whatsapp landen. Ich sehe nicht, wie dieses Problem zu lösen ist, außer ich zeige alle „Freunde“ von mir an oder aber man stellt sich rechtlich auf den Standpunkt, dass Facebook/Whatsapp zur Speicherung von MIR die Einwilligung einholen muss. Was gar nicht gehen dürfte, denn dazu müssten sie meine Daten ja schon verarbeiten, um mir z.B. eine Email zu schicken.
    Bin gespannt, was von den Datenschutzbehörden dazu kommt. Ich vermute, es läuft dann auf ein neues Häkchen bei den Benutzern hinaus. „Ich bestätige, dass mir alle Kontakte die Erlaubnis erteilt haben.“ 😉
    Bei der Gelegenheit kann ich auch gleich bestätigen, „dass ich über 13“ bin etc. 😉

    Als letzten Punkt: Es gibt noch viel Schimmere „Sünder“ als Facebook etc. z.B. die Schufa, Bürgel, Versicherungen usw.
    Einmal einen hohen Versicherungsschaden gehabt? Nie wieder eine Versicherung derselben Art abschliessen können. Warum eigentlich, woher haben die die Daten? Oder 2-3 mal eine Rate vergessen zu überweisen, und dann nie mehr einen Baukredit zu bekommen. Von krankheitsbedingten Problemen nicht zu reden. „Wir haben uns andern entschieden“, heisst es dann bei der Stellenbewerbung. Und das, weil jemand etwa vor 10 Jahren mal eine Krise hatte, und einen Psychodoktor brauchte. Auch dem muss man schnell das Handwerk legen! Wehret den Anfängen!
    Ach ja, meine Email gibt es natürlich nicht, und meine Name ist Phantasie. Oder darf ich nur meine Meinung sagen, wenn ich meine Geburtsurkunde vorlege?

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