Discord soll Übernahme durch Microsoft abgelehnt haben

Microsoft und Discord sollten miteinander in Verhandlungen getreten sein: So wollten die Redmonder Discord wohl gerne übernehmen. Allerdings sollen die Gespräche gescheitert sein. Stattdessen wolle Discord wohl an die Börse gehen, wenn man einem Bericht von Bloomberg vertrauen kann.

Discord habe demnach ein Angebot von Microsoft über 12 Mrd. US-Dollar abgelehnt. Offenbar war dem Unternehmen das Angebot zu niedrig. Analysten haben Discord in der jüngsten Vergangenheit durchaus einen Wert von 15 bis 18 Mrd. US-Dollar zugeschrieben. Falls euch Discord nichts sagt: Man bietet Kommunikations-Tools an, um sich in Text und Sprache miteinander auszutauschen. Lag der Fokus früher noch komplett auf Gaming, so deckt man mittlerweile auch andere Bereiche ab.

Sprecher von Discord und Microsoft enthielten sich zur Lage eines Kommentars. In der Corona-Krise erhielt Discord natürlich, wie viele Anbieter von Messengern sowie Audio- und Video-Chat-Lösungen, reichlich Zuwachs. Zuvor sollen daher auch Angebote von Twitter, Amazon und auch Epic Games eingetrudelt sein. Allerdings hat Discord wohl für sich entschieden, dass der Börsengang einer Übernahme vorzuziehen ist.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. „Falls euch Discord nichts sagt: Man bietet Kommunikations-Tools an, um sich in Text und Sprache miteinander auszutauschen. “

    Video kann das auch.

  2. Vorerst Erleichterung. Ich wünschte das hätten die Entwickler von Instagram, WhatsApp und Youtube ebenfalls getan. Allerdings sis falschen Gründen abgelehnt.

  3. Muss man sich mal reinziehen. 15 Milliarden für eine Art Messanger. Wie kaputt unser System einfach ist. Alles wichtige bleibt auf der Strecke, aber Firmen zahlen 15 Milliarden für sowas.

    • Ja, eigentlich krank. Es geht hier aber nicht um die Software, sondern den Kundenstamm, den Marktanteil und die Entwickler, die man auch gerne für Microsoft Teams hätte. Wenn die eigenen Produkte nichts taugen, muss man die Bestandskunden eben einkaufen.

      Eigentlich ist diese Meldung nur positiv. Nachdem Skype praktisch unbrauchbar und irrelevant gemacht wurde, wurde Discord selbst für den Unternehmens-Einsatz (wenn auch vor allem unter Technikern) zu einer sehr guten Lösung.

      • Es ist insbesondere die Nebengeräuschunterdrückung. Das macht Discord sehr interessant. Das ist eine Lizenz (KRISP), für die sicherlich viel Geld geflossen ist.

      • Discord im Unternehmen? Das ist eine einzige Datenschleuder, die so ziemlich alles abgreift. Unter 18 und im professionellen Einsatz mehr als bedenklich. Ansonsten nur inakzeptabel.

  4. Ruft euch in Erinnerung, dass sie nicht den Quellcode kaufen. Sie kaufen Entwickler und vor allem Kunden. Entwickler sind recht treu und sesshaft im Vergleich zu Vertrieblern und Kunden sind eine menschlechte Geld- und Machtquelle.

    Wobei es schon zu Microsoft passen würde, damit hätten sie den Hattrick und drei jeweils bedeutende Kommunikationswerkzeuge unserer Zeit vernichtet:
    • Battlecom
    • Skype
    • Discord

    Wobei man sagen muss, alles keine wirklich vertrauenswürdigen Werkzeuge. Aber bedingt durch die Nutzermasse mit enormer Macht ausgestattet.

  5. Ähem, ist das *das* Microsoft, welches einst, mehr oder weniger unangefochten, gemeinsam mit Intel – als Team auch bekannt als „Wintel“ – große Teile der IT-Welt beherrschte? Wo bzgl. Betriebssystemen für PC und Server, Office-Suite, Browser / Internet-Standards, E-Mail-Lösungen wie Exchange-Servern, teils Datenbanken, Hardware wie Tastaturen, Mäuse, Webcams, kaum jemand drum herum kam? Und die sind nun darauf angewiesen, Kommunikationslösungen für teures Geld dazuzukaufen? Vom tonangebenden Schwergewicht der Branche zum kleinen Jungen, dem sein Taschengeld nicht ausreicht, um sich seine Träume zu erfüllen?

    Was genau ist da passiert? Wo sind die falsch abgebogen? Burnout, depressive Phase, Midlife-Crisis, Entfremdung von der Welt, an die falschen Freunde geraten, der ehemalige Erfolg zu Kopfe gestiegen? Zu wenig „Micro“, zu viel „soft“?

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