DHL will stärker auf Elektrofahrzeuge setzen und klärt mit eigener Videoreihe auf

StreetScooter WORK XL 01
© Ford-Werke GmbH / Lothar Stein

DHL schien in letzter Zeit ein eher gespaltenes Verhältnis zur Elektromobilität zu haben. Zumindest musste man seine ehemals groß angelegten StreetScooter-Pläne begraben. Das Projekt war nicht tragfähig und die E-Fahrzeuge für die Anforderungen der Logistik nicht optimal geeignet. Nun startet DHL allerdings eine Videoserie namens EV TV und will darin über Elektromobilität und das Potenzial für die Logistik aufklären.

Ihr findet das erste Video der Reihe bereits auf dieser dedizierten Website. Weitere Episoden sollen folgen. Man beschäftigt sich da mit Aspekten wie den Lebenszyklen der Fahrzeugbatterien und auch den Einflüssen der E-Moblity auf die Umwelt. Die Deutsche Post DHL Group investiert zudem laut eigenen Aussagen 7 Milliarden Euro in die klimaneutrale Logistik bis 2030.

Die neue Sendereihe des EV-Teams für E-Mobility bei DHL mit Schwerpunkt auf der Batterielogistik besteht aus 12 Sendungen, die zusätzlich noch durch Webinare und Podcasts ergänzt werden sollen. Man geht dabei nicht nur auf E-Fahrzeuge an sich ein, sondern auch auf die Lagerung von EV-Batterien und deren Transport auf dem Luft-, See- und Landweg. Denn da arbeitet DHL ja auch mit Partnern aus der Industrie zusammen.

Der Markt für EV-Batterien wachse nämlich laut DHL deutlich. Bis 2025 rechnet Frost & Sullivan für Elektrofahrzeuge mit einem Anteil von 16 Prozent an den weltweiten Autoverkäufen. Das verändert die Lieferketten der Erstausrüster von Batteriezellen und Batteriepacks und betrifft auch wichtige Aspekte im Aftermarket-Service, insbesondere mit Hinsicht auf ein zweites Leben der EV-Batterien. Schließlich soll die Nachhaltigkeit da nicht enden.

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10 Kommentare

  1. Amazon und PicNic fahren hier jeden Tag nur noch mit Elektro-Transportern rum, PicNic hat die kleinen, ok, aber die reichen für den Lieferverkehr im Stadtbereich aus.
    Amazon hat normale Sprinter mit E-Antrieb, deren Fahrstrecken werden ähnlich sein deren von DHL, mehr Paket ausfahren als in die Fahrzeuge rein passt geht nun mal nicht.

    • Die Branche hat da noch viel Fantasie, glaub mir. Oder schau Dir die Reportage über Paketzusteller in Südkorea an. Die müssen ihre Pakete morgens erst einmal sortieren. Und nach einem 15-Stunden-Tag haben sie teilweise noch 90 Pakete auszuliefern. Weil aber zuletzt zu viele Zusteller gestorben sind, darf man nach einer bestimmten Zeit keine Pakete mehr ausliefern. Macht man es doch, wird man monetär bestraft. Auf die Anzahl der Pakete hat man jedoch keinen Einfluss. Und ja, der Laster ist nochmal deutlich größer als die hier eingesetzten von Amazon.

      Ein Trauerspiel, was hier weltweit getrieben wird.

      • „Die müssen ihre Pakete morgens erst einmal sortieren.“
        Das ist nicht nur in Südkorea so. Auch in Deutschland werden die Pakete nicht unsortiert in den Wagen geworfen. Und je nach Paketdienst muss das auch der Fahrer selber machen.

        • Ich meinte nicht die Sortierung für die Belieferung, sondern die Vorsortierung für die Lieferbezirke. In der Doku kamen die Auslieferer erst in eine Halle, in der alle Pakete waren und mussten dann erst die Sendungen zusammensuchen, die für ihre Route bestimmt waren. Diese erste Sortierung und danach die Beladung des Fahrzeugs dauerte bereits einen halben Arbeitstag.

          • Ich kenne die Doku nicht und kann das daher nicht mit Südkorea vergleichen, aber so wie du es beschreibst, ist es in Deutschland halt auch. Da kommen die großen LKW zum Paketzentrum und deren Pakete werden dann auf ein Laufband geworfen. An dem Laufband verteilt stehen die einzelnen Fahrer und ziehen sich die Pakete für ihre Strecke selber vom Band.
            Ich muss allerdings dazu sagen, dass es bestimmt schon 20 Jahre her ist, dass ich da ausgeholfen habe und auch damals ging es bei der Vorsortierung schon mit Barcodescannern und halbwegs automatischer Sortierung zu. Ich könnte mir vorstellen, dass es heute tatsächlich so ist, dass die Anlage die Pakete vollständig selber sortiert und die Fahrer sie dann wirklich nur noch für die Tour in den Wagen sortieren müssen.
            Die ganze Aktion, bis man dann losfahren konnte, hat damals übrigens auch locker 3-4 Stunden gedauert.

    • „mehr Paket ausfahren als in die Fahrzeuge rein passt geht nun mal nicht.“

      Selbst mit den großen Streetscootern Work XL bei DHL leider Alltag.

      Nennt sich Nachladen.
      Ist bei uns („kleine“ Eifelgemeinde) mittlerweile leider Standart.

      Dieses Jahr zu Weihnachten wird voraussichtlich auch nicht die Menge der Pakete zum Problem sondern eher die Größe (Volumen).

      • Amazon kommt bei uns mittlerweile zweimal am Tag, Vormittags und dann meist abends ( bis 21 Uhr lt. Ankündigungen )
        Ich möchte den Job nicht haben, aber am Ende sind wir Kunden das schuld – bestellen bis zum umfallen und das möglichst umsonst.

        Diese Weihnachten wird nicht die Paketmenge das Problem, sondern die Verfügbarkeit von Artikeln – Elektronikartikel werden jetzt schon knapp, Buchverlage haben angekündigt, diese Jahr keine Neuauflagen mehr zu drucken zu können, weil Papier Mangelware. Fahrradhändler haben teilweise 18 Monate Lieferzeit auf neue Räder – und das wir die nächsten Wochen noch schlimmer.

        • Da ist der Kunde auch ein Stückweit gefragt, für Entlastung der Fahrer zu sorgen. Die Waren (sofern nicht sperrig) kann man sich auch an Packstationen oder Amazon Stationen liefern lassen, sofern das angeboten wird. Meistens werden die auch (jedenfalls in meinem Berliner Bezirk) früher beliefert und man tut auch was gegen seinen Sitzspeck 😉

          • Funktioniert vielleicht in Berlin, aber ausserhalb der städtischen Speckgürtel?

            Hier läuft das anders, hier werden die Pakete von der Post mitgenommen und gebracht. Hier braucht aber auch kein Postler zweimal laufen, schwere Pakete holt man selbst am Postauto ab, und natürlich nehmen alle Nachbarn Pakete für“s halbe Dorf an.

            Und natürlich bekommt meine Postlerin immer Kaffee, Kuchen, im Sommer was kuhles und wenn sie’s mal eilig hat, dann bringt halt iwer die Pakete zu den ganz weit draussen liegenden Höfen, dass spart Ihr Zeit.

            Meine Idee wäre da eine andere: individuell auf die Gegebenheiten anpassen. Das wissen die vor Ort am besten, wie es passt.

            Ach ja, Packstationen sind keine Alternative: die nächste ist gute 10km weg, mit ÖPNV ne knappe halbe Stunde, einfacher Weg…

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