Devolo Home Control: der holprige Weg zur automatischen Heizungssteuerung

artikel_devolo_heizungSmart Home, es klingt in der Theorie so wunderbar, den Alltag zu vernetzen und dadurch nicht nur einen Komfortgewinn, sondern im Idealfall sogar noch Energieeinsparungen zu erreichen. Als ich letztes Jahr durch das Danalock zum Thema Smart Home angefixt war, ging die Suche los. Mein Zuhause soll smart werden. Im eigenen Haus ist dies sicher leichter zu bewerkstelligen als in einer Immobilie, die man mietet, also suchte ich nach einem System, das auch erweiterbar und wenigstens halbwegs zukunftssicher ist. Zigbee und Z-Wave sind die beiden verbreitetsten Standards, auf meiner Suche bekam ich den Eindruck, als wäre Z-Wave ein ganzes Stück weiter.

Z-Wave erfordert eine Zentrale, dies ist eine einmalige Sache, da sich dann alle Z-Wave-Geräte darin einbinden lassen. Auf meiner Suche bin ich dann auf Devolo gestoßen, Anbieter recht umfangreicher Smart Home-Lösungen, die auch in verschiedenen Starter-Kits etwas günstiger angeboten werden. Ich entschied mich für das Energiesparpaket. Zentrale, zwei Thermostate für die Heizung, ein Raumthermostat, zwei Tür- / Fenster-Kontakte, eine Messsteckdose und die Zentrale. Devolo Smart Home-Produkte arbeiten alle mit dem Z-Wave-Standard, das passte also.

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Was allerdings nicht passte, waren die baulichen Begebenheiten hier im Haus. Ich schloss die Zentrale an – die Einrichtung sollte über den Webbrowser erfolgen, es ist einfacher und bequemer als sich durch die unterirdische App zu fummeln – und staunte nicht schlecht. Es funktionierte nichts. Und noch viel schlimmer, sobald die Zentrale im Netzwerk war, gab es für die restlichen Geräte im Haushalt kein Internet mehr. Irgendetwas störte.

Ich bin nicht der Geduldigste, wenn es um das Finden eines Fehlers geht. Und so lag mein Smart Home erst einmal ein paar Tage brach. Als ich einen neuen Versuch starten wollte, ich bildete mir ein, der Router der Telekom wäre schuld, also schaffte ich mit eine Fritz!Box an, war ich kurz davor, den ganzen Kram einfach in die Ecke zu feuern. Die gleichen Probleme wieder. Nun ist es so, dass ich neben der Telefondose, also meinem Tor ins Internet, nur eine Steckdose zur Verfügung habe. Da ich allerdings Fritz!Box, WLAN-Bridge für Entertain und DECT-Telefon an dieser Stelle mit Strom versorgen muss, führt der Weg logischerweise über einen Mehrfachstecker.

DLAN an Mehrfachsteckern ist ein No-Go. Die Devolo Smart Home-Zentrale kann DLAN und ich vermute, dass es genau daran lag. Es kam zu Störungen, die WLAN im Haus crashen ließen. So meine Theorie, einen Beweis habe ich dafür nicht. Aber eine Lösung: Umbaumaßnahmen. Es mussten mehr Steckdosen her. Also jemanden kommen lassen, der mir zwei weitere Steckdosen in die Wand zimmert, da wo ich sie benötige. Achtet man beim Hausbau gar nicht so drauf irgendwie.

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Auf jeden Fall unternahm ich einen letzten Versuch, Smart Home auch bei mir zum Laufen zu bringen. Zentrale an eine der neuen Steckdosen, die Geräte wie gewohnt über den Mehrfachstecker – es funktionierte. Keine Störungen mehr, die Zentrale blieb im Netzwerk und ich habe nun sogar noch eine Steckdose in der Wand frei. So viel zur Vorgeschichte, denn jetzt geht es ja erst richtig los.

Ein paar Worte zur Hardware selbst, hier sollte man nämlich im Voraus gut schauen, ob es zum eigenen Haushalt passt. Die Heizungsthermostate sind an der Stirnseite mit einem Display und drei Buttons zur manuellen Bedienung und Einrichtung ausgestattet. Für mich eher schlecht, da ich weder im Bad, noch im Wohnzimmer so eine freie Sicht auf das Display habe. Das hätte man eleganter lösen können. Es gibt auch Heizkörper, die die Stirnseite des Reglers Richtung Raum haben, bei mir ist es aber nicht der Fall.

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Die Verarbeitung der Heizkörperthermostate macht insgesamt einen guten Eindruck. Reinweißes Hochglanzplastik passt optisch vielleicht nicht zu jedem Heizkörper, aber es stört auch nicht. Die Druckpunkte der drei Buttons sind leider so gut wie nicht vorhanden, ohne Blick auf das Display fällt es schwer zu erkennen, ob ein Druck etwas bewirkt hat. Das Display möchte sich hingegen am liebsten nur aus perfektem Winkel betrachten lassen. So ein Heizungsthermostat kostet im Einzelkauf rund 70 Euro, da erwarte ich etwas mehr Qualität.

Wenn das Heizungsthermostat korrekt angebracht und festgezogen ist (es liegen verschiedene Adapterringe bei), macht es keinen allzu stabilen Eindruck, das merkt man auch, wenn man die Buttons betätigen will. Aber im Normalfall kommt man mit dem Gerät selbst ja gar nicht mehr in Berührung, insofern ist das durchaus etwas, das ich verschmerzen kann. Die Hauptsache ist in diesem Fall, dass es funktioniert.

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Alle verbundenen Geräte benötigen natürlich Strom. Im Fall der Heizungsthermostate sind dies 2 AA-Batterien. Diese verlieren während der Einrichtung ein paar Prozent, scheinen dann aber wesentlich weniger Strom im Dauerbetrieb abgeben zu müssen. Die Batteriestände der einzelnen Geräte sieht man in der Geräteübersicht in der App oder im Web-Interface. Wenn ich die Batterien alle paar Monate tauschen muss, ist das für mich kein Problem. Mal abwarten, wie lange sie durchhalten werden.

Das Raumthermostat wirkt wie ein günstiges Thermometer. Das LC-Display ist nichts besonderes, aber wenigstens weisen die Buttons einen Druckpunkt auf. Über diese lässt sich zum Beispiel die Temperatur gruppierter Heizungen manuell anpassen. Ebenfalls ein im Einzelkauf recht teures Gerät, es werden satte 99,99 Euro fällig. Diesen Eindruck vermittelt das Gerät aber nicht. Vielleicht soll die billige Optik auch eine Art Diebstahlschutz darstellen, ich weiß es nicht.

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Aber so ist es mit vielen Z-Wave-Produkten aktuell noch. Wenig Technik für viel Geld, das sollte sich aber in der nächsten Zeit ändern. Smart Home ist einer der Hoffnungsträger bei Herstellern, die Kunden so immer tiefer in ihr eigenes Ökosystem einbinden möchten.

Am interessantesten waren für mich von Anfang an die Heizungsthermostate. Wir heizen nicht viel und leben generell eher kühl. Das Wohnzimmer ist bei uns der wohl am wenigsten genutzte Ort, dennoch hätte man dort gerne eine angenehme Temperatur, umso cooler, wenn diese automatisch erreicht wird. Im Bad mögen wir es hingegen mollig warm, auch zu relativ festen Uhrzeiten, eine Automatisierung wäre hier also ebenfalls erstrebenswert. Die Räume für die Heizungsthermostate waren also schnell ausgemacht.

Die Heizungsthermostate selbst ließen sich überraschend einfach anbringen. Alten Drehknopf ab, Smart Thermostat ran, festziehen lassen – das macht das Gerät selbst – und schon kann es losgehen. Ist auch tatsächlich so. Man wird durch die Einrichtung geführt (auch hier empfehle ich das Webinterface auf einem Desktop-System). Hält man sich daran, findet sich das frisch verbundene Gerät auch in der Steuerungsoberfläche wieder und es kann angesprochen werden.

Die Einrichtung klappte leider nicht bei allen Geräten sofort. Aber selbst wenn die Einrichtung mit dem Assistenten nicht komplett abgeschlossen ist, kann es sein, dass man die Geräte in der mydevolo-Oberfläche findet. Man muss diese dann nur noch benennen und kann sie dann normal verwenden. Eine gescheiterte Einrichtung ist also nicht zwangsläufig eine gescheiterte Einrichtung.

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Wenn sich die gewünschten Geräte dann im Netzwerk befinden, beginnt der spannende Teil, das Festlegen der Regeln und Zeitpläne. Hier kann man sehr detailliert das Verhalten der Smart Home-Produkte regeln. Allerdings sollte man auch aufpassen, was man genau tut. Denn es ist durchaus möglich, dass eine Regel einen Zeitplan überschreibt. Mein Tipp: Geht es langsam an. Erstellt eine Regel, lasst diese laufen. Funktioniert sie, fügt weitere regeln hinzu. Das hilft Euch beim Erkennen von Fehlern. Stellt Ihr alles auf einmal ein, wird dies schwieriger.

Ich erstellte also meinen ersten Zeitplan für die Heizung im Wohnzimmer und einen weiteren für die Heizung im Bad. Wunschtemperatur zur Wunschzeit, es funktionierte am ersten Tag. Also war es für mich an der Zeit, mal ein bisschen mehr zu verbinden. Das Raumthermostat etwas entfernt von der Heizung im Wohnzimmer angebracht. Ziel war es die Temperatur des Raumthermostats als Messung zu nehmen. Die auf dem Thermostat eingestellte Temperatur sollte erreicht werden, die Synchronisierung der von Raumthermostat und Heizungsthermostat wurde aktiviert. Hat auch gleich den Vorteil, dass man die Temperatur manuell am Raumthermostat regeln kann.

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Der Nachteil war allerdings, dass es die nächsten Tage im Wohnzimmer recht frisch blieb. Für mich nicht begreiflich, denn ich hatte ja an den Temperaturen und Zeitplänen nichts verändert. Das Bad heizte hingegen so wie es sollte. Beobachtete ich die Heizung im Wohnzimmer, konnte ich feststellen, dass diese zwar zur gewünschten Zeit aktiviert wird, aber nicht so heiß wird, dass die Wunschtemperatur erreicht wird. Es war knapp 2 Grad kälter als gewünscht.

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Ich habe daraufhin das Heizungsthermostat noch einmal neu angebracht, die Temperatur im Zeitplan erhöht. Nichts, das Wohnzimmer blieb kalt. Es half alles nichts, Devolo wurde kontaktiert (großartiger Twitter-Support übrigens!). Vom Support erfuhr ich dann, dass sich die Heizungsthermostate einlaufen müssten. Jeden Donnerstag würden sie sich außerdem kalibrieren, also einmal ganz öffnen und schließen, so soll eine genauere Temperatur gewährleistet werden. Klang für mich erst einmal logisch.

Dann aber wieder auch nicht, schließlich heizt die Heizung im Bad nun schon mehrere Tage ohne Probleme und so wie sie soll. Dann kam der Geistesblitz, denn auch das Wohnzimmer heizte am Anfang ja bereits normal. Es musste also an etwas anderem liegen. Back to the Basics hieß es dann. Die Synchronisierung von Raumthermostat und Heizungsthermostat wurde über mydevolo aufgehoben und sofort erreichte die Heizung im Wohnzimmer eine Temperatur, die auch zum Heizen ausreicht.

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Seit der Trennung von Raumthermostat und Heizungsthermostat läuft das nun alles so nach Zeitplan wie es soll. Aber das ist natürlich wenig smart, das ließe sich auch mit elektrischen Heizkörperthermostaten lösen. Schlau wird es dann, wenn andere Sensoren eingebunden werden, die dann wiederum Einfluss auf weitere Komponenten nehmen.

Aber ein Anfang ist auf diese Weise nun gemacht. Das Erstellen der Zeitpläne und das Austüfteln der Regeln ist mit viel Denkarbeit verbunden. Mein nächstes Ziel heißt nun, die Badheizung während eines Zeitplans auszuschalten, wenn das Badfenster geöffnet wird und sie beim Schließen des Fensters wieder im Zeitplan zu aktivieren, falls eine bestimmte Temperatur unterschritten wurde. Ja, dieses Szenario probierte ich bereits mit mehreren Regeln und Zeitsteuerungen aus, leider bisher erfolglos.

Aktuell heize ich stur nach Zeitplan und es funktioniert. Früh prüfe ich erst einmal unter mydevolo, ob es irgendwelche Vorkommnisse gab und ob die Temperaturen so weit passen, was sie nun auch tun. Fällt dieses tägliche Überprüfen dann mal noch weg, habe ich tatsächlich an Komfort hinzugewonnen. Ganz automatisch quasi.

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Die verfügbare Software ist keinesfalls so modern wie die Geräte selbst. Die mobile App bietet eine mobile und eine Vollansicht. Mit der Vollansicht wird das komplette mydevolo Web-Portal in die App gebracht, entsprechend fummelig ist die Bedienung. In der mobilen Ansicht stehen hingegen nicht alle Funktionen zur Verfügung, es reicht aber für die grundsätzliche Bedienung der Geräte aus.

Das mydevolo Web-Portal wirkt auf den ersten Blick aufgeräumt, trotzdem fällt es nicht nur mir schwer, sich darin zurechtzufinden. Es gibt sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, man kann Regeln festlegen, Zeitpläne anlegen, Gruppen erstellen, Räume verwalten. Man wird förmlich erschlagen von den Optionen. Außerdem fehlt meiner Meinung nach eine Plausibilitätsprüfung bei der Erstellung von Regeln und Zeitplänen. Ein solches System muss den Nutzer warnen, wenn er Mist eingibt oder es gar nicht erst zulassen.

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Fazit

Ein holpriger Einstieg in die Smart Home Geschichte war das Ganze für mich. Mal eben ein paar Smart Home-Bestandteile besorgen und loslegen – so stellte ich es mir vor. War es nicht, es war mit einem unglaublichen Zeitaufwand verbunden. Hinzu kommt die echt schwache App und auch das doch eher unübersichtliche Web-Interface von mydevolo. Das eigentlich traurige an der Sache ist aber, dass Devolo noch eine der anwenderfreundlichsten Lösungen auf dem Markt hat. Smart Home ist eine feine Sache, gar keine Frage und ich werde das künftig auch ausbauen. Mehr Heizungen regeln, mehr Verknüpfungen, mehr Automation.

Aber Smart Home ist aktuell auch noch eine sehr teure Angelegenheit. Gut 300 Euro muss man für den Start mit 2 Heizungen einplanen. Weitere Z-Wave-Produkte, seien es Steckdosen, Lampenadapter oder Sensoren, kosten im Schnitt zwischen 50 und 100 Euro. So viel Heizkosten kann ich gar nicht sparen, dass sich das in irgendeiner Weise rechtfertigen würde (vielleicht ist das in anderen Haushalten anders). Aber es kann Bequemlichkeit schaffen. Die Heizung von der Couch höher stellen anstatt aufstehen zu müssen. Früh direkt in ein warmes Bad kommen. Abends nicht dran denken zu müssen, alle Heizungen abzudrehen. Das kann schon einen Unterschied machen. Und das hat nicht einmal etwas mit Faulheit zu tun.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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39 Kommentare

  1. also ich weiss nicht wirklich, warum meine Heizkörper neben dem Zyklus, den die Heizung vorgibt auch noch weiter individualisiert heizen oder eben nicht heizen sollen.
    vlt kann mir ja mal jemand auf die Sprünge helfen…? – smartphone hin oder her….

  2. Schöner Artikel. Danke für die Entscheidungshilfe es nicht zu nutzen. Ich nutze selbst seit mehreren Jahren die eQ-3 Lösung FHT80b mit Tür/Fenstersensoren etc. Nun steht eine Erneuerung an und ich dachte ich machs mal voll richtig smart. Nach langem Lesen und recherchieren war mir das Z-Wave nicht so geheuer, Sicherheit und so. Nest kommt auch nicht in die Gänge. Andere funzen nur Online, wenn Internet weg, keine Steuerung auch wenn die Hersteller vorher schwören man braucht nicht die Cloud…Werd ich wohl die eQ-3 Homematic IP Lösung (wieder) ins Auge fassen. Die haben einfach drölfhundert Jahre Erfahrung und hoffentlich funktioniert das auch wenns Internet mal nicht geht…

  3. Wer Spaß an ein bisschen Basteln hat, sollte sich mal mit FHEM beschäftigen. Gerade das Einbinden verschiedener günstiger Komponenten (Baumarktsteckdosen) ist damit relativ leicht Möglich. Auch ein mischen von verschiedenen Systemen ist kein Problem. Aber das ganze ist noch viel weniger eine Out-off-the-Box-Lösung. 🙂

  4. o weh, da bin ich ja glücklich über meine Entscheidung für FS20/HomeMatic und Steuerung per FHEM (nicht nur etwas günstiger, sondern da bin ich vor allem nicht in der ominösen Hersteller-Cloud). Damit funktionieren solche Schaltprogramme – wenn auch zugegebenermaßen noch „frickeliger“ als über irgendwelche „Apps“. 😛

    @wolfhag: Über gekoppelte Fensterkontakte Heizung drosseln bei offenem Fenster, beim Betreten/Verlassen des Hauses automatisch Absenk-/Wohlfühtemperatur wechseln, verschiedene Zyklen bereit halten für selten genutzte Räume – das wären ein paar Szenarien, die ich im Einsatz habe. Gibt aber bestimmt noch mehr. 😉

  5. Hi,

    vielleicht kann mir ja einer weiterhelfen. Ich bin auf der Suche nach einem System, das sehr anpassbar ist (wie z.B. Arduino), weniger auf Kabel setzt (z.B. würde ich gerne einen Heizungsknopf ansteuern (diesen fertig kaufen, aber dann mit der Programmiervielfalt eines Arduino programmieren)). Komplett fertige Systeme wie von RWE oder Devolo möchte ich eher nicht kaufen. Gibts da irgendwas? Oder gibt es „fertige“ Heizungsregler, die ich direkt einbinden kann, ohne an dem Knopf was zu basteln? Natürlich sollte die Verbindung auch drahtlos sein.

    Marius

  6. Der Tierpark-Toni says:

    Hallo Sascha,

    dein Blog-Eintrag sprang mir sofort ins Auge, da ich selber vor ca. 3 Monaten am Umrüsten meiner Mietwohnung war – mit doch etwas größeren Erfolg und sicherlich deutlich geringeren Kosten.
    Ich habe mir im Vorfeld mehrere Systeme angesehen, aber zum einen waren die meisten entweder zu teuer in der Anschaffung oder >zufür mich arbeiten< und nicht umgekehrt 🙂 ! Auch sollte das notwendige finanzielle Investment sich zeitnah über die eingesparten Heizkosten wieder hereingespielt werden – 500 € Investition für 10 Jahre Rentabilität lohnen sich nicht wirklich.. Und im November 2015 war von EQ-3 das MAX! bei einem großen IT-Versender "im Angebot" (im Set 20€ günstiger) – die haben auch die homematic-Lösung, welche @Henry jetzt forciert.

    Das System EQ-3 MAX! habe ich mit 4 Thermostaten, 3 Fenster-Sensoren und 1 Qube für ca. 160 € eingekauft, und das Anbringen der Thermostate und Fenster-Kontakten sowie das Einrichten der Parameter war nach ca. 2-3h abgeschlossen. Nach 2 Wochen Erfahrung mit dem System hatte ich dann auch ziemlich genau die Heizkurven und -Zeiten ermittelt und umgesetzt – einzig der Basis-Qube musste zentraler in der Wohnung versetzt werden, da 2 Thermostate Ihrer Probleme mit der Reichweite durch die ältere Bausubstanz immer wieder Ihren Funkkontakt zum Basis-Qube verloren haben.

    Die Fenster-Kontakte regeln die gekoppelten Thermostate von der aktuell gewählten Temperatur nach 5-10 Sekunden auf 12 Grad Celsius runter, sobald die Fenster oder die Türe geöffnet werden – und regeln mit der gleichen Verzögerung wieder hoch (die Verzögerung ist NICHT manuell programmierbar, sondern verhindern vermutlich bei kurzfristigen Öffnen/Schließen/Öffnen ein zu häufiges Anlaufen der Thermostat-Stellmotoren..).

    Nachdem dieser Winter im Süden der Republik bis dato ausgefallen ist, kann ich nicht sicher sagen, ob ich schon am Einsparen bin, aber der "Luxus" eines wohlig warmen Bades am Morgen/Abend sowie eine tagsüber sinnvoll reduzierte Raumtemperatur haben die Anschaffung bis dato "moralisch bezahlt" gemacht 🙂

    Zu guter Letzt ist der WAF auch sehr gut (Woman-Aczeptance-Factor) : meine Freundin blockiert nun nicht mehr ganz so lange am Morgen das Bad, da sie nicht mehr auf das warme Bad warten "muss" ;-).

    PS: für deine nicht ablesbaren verdeckten Thermostate gibt es 90°-Winkel-Adapter für reguläre Heizkörper – damit kann man Thermostate um 90° verdreht von vorne ansteuern, somit sollte damit auch dein Problem lösbar (bzw. das Thermostat-Display lesbar) sein…

  7. Skydancerone says:

    Hallo

    Ich verstehe Caschy ganz gut,bin auch so ein bisschen Technikverliebt. Mich halten allerdings die Preise ab. Ich habe die ganze Heizungsanlage (Eigenheim) zeitgesteuert, da wir fast schon an Sturheit grenzende Anwesenheitszeiten haben. An denHeizkörpern habe ich die elektrischen Thermostate vom Aldi. In Summe also Anlage neu eingestellt und Heizkörperregler spare ich mir im Jahr ca 500,00 Euro an Heizkosten. Wobei ich sagen muss ein Smarthome wurde mir auch besser gefallen, Technik ist halt auch Leidenschaft.

  8. Also wer mit Technik zu tun hat und beim Hausbau nicht an ausreichend Steckdosen denkt… Mir unverständlich.

    Ich nutze jetzt auch seit einem Jahr die Homematic Produkte (nicht nur zum Heizen sondern auch mehrfach zum Schalten, für die Rolläden usw.)
    Vom Preis her deutlich besser als das System hier, alles lief vom ersten Tag an, ich hoffe die führen die Linie trotz Homematic IP anständig weiter.

  9. Danke an „Der Tierpark-Toni“, genau das ist mein Denken.
    @Sascha: Das wäre mir eindeutig zu teuer und dann auch noch wenn es denn nicht richtig Funktioniert.
    Ob ich jetzt eine Mehrfachsteckdose an einer Wandsteckdose betreibe oder mehrere Wandsteckdosen mit einem Kabel zum Verteiler nutze was macht das da den Unterschied?

    So langsam wird mir das zuviel mit den Steuerungszentralen,
    eine für Licht (Philips Hue),
    eine für Thermostate,
    eine für Türschlösser
    eine für die Roladensteuerung,
    .
    .
    .

  10. Man noch fast vergessen wenn auch in einem Gerät:
    eine für WLAN (Fritz!Box)
    eine für Telefon (Fritz!Box)

    Wenn das so weiter geht leuchten unsere Lampen ohne Strom aus der Steckdose 😉

  11. Wer wirklich vor hat sein zuhause smart zu machen, sollte sich ernsthaft mit FHEM beschäftigen. Ich habe lange gesucht, aber für mich keine Alternative gefunden, die so viele (auch günstige) Systeme miteinander verbinden kann…

  12. Moin, danke für den recht ausführlichen Bericht. Zeigt er doch ganz genau was ich aktuell dazu denke und wo der grosse Knackpunkt in der Verbreitung liegt.
    Das Zeug muss einfach auf Anhieb mehr oder weniger funktionieren. Alles andere wie testen frickeln ectpp – ist früher oder später dem Untergang geweiht. Auch wenn hier im Blog und anderswo es anders gesehen wird. Aber sorry – hier ist man technik und eventuell test und frickel affin. soviel zum Vorwort.
    Ich hatte ha bisher auch überlegt mit den Heizkörpertermostaten anzufangen. Aber wenn ich wie hier lese, meine persönlichen Mindestanforderungen nicht umgesetzt werden können (Zentraler Thermostat und Fenster offen), dann sind selbst 10€ zu viel. Da kann ich bei analogen Thermostaten bleiben, welche auch sehr gut regeln.

    Danke fürs testen
    in diesem Sinne allen eine schöne Woche

  13. Mehrere Hundert Euro für eine Funktion, die jeder 20€ Thermostat aus dem Baumarkt erledigen kann? Ich weiß ja nicht…

  14. Ich nutze seit ein paar Jahren das Homematic-System von EQ3, in der Hauptsache sind es Tür/Fenstkontakte, Heizungsstellantrieb und Wandthermostate und etliche Schaltsteckdosen / Dimmersteckdosen.Ein paar kleiner Bastelprojekt sind auch noch vorhanden, es gibt 1-,4- und 8-Kanal Empäfngermodule als Bausatz, mit dem man sich dan selber was bauen kann ( z.b. eine 5-Kanal Ladestation für Tablet, iWatch und Smartphone )
    So ganz störungsfrei läuft das System auch nicht, Funktstörungen sind eher an der Tagesordnung, vor allen durch vollkommen unerklärliche Aktionen. Öffne ich das Schlafzimmerfenster, geht der Stellantrieb an der Heizung darunter auf Funkstörung, obwohl er Sichtverbindung zum Wandthermostat hat. Das selbe in Bad, je nachdem, ob die Türe auf oder zu ist, macht der Stellantrieb Probleme. In anderen Räumen, wo beide Teile nicht mal Sichtverbindungen haben, laufen die einwandfrei.
    Auch bei Homematic ist eine Zentral verfügbar aber für den Betrieb nicht unbedingt notwendig, die macht aber vieles einfacher. Allerdings ist die Web-GUI auch das Grauen. Alternativ ist mittlerweile ein Pi-Version mit aufgesteckten Funkmodul. Die werde ich mal demnächst aufbauen und testen.
    Auf Smartphoneseite gibt es mittlerwiele ein paar mehr oder wneiger guter App, teilweise kostenlos, teilweise kostenpflichtig.
    Ich habe mich aber vor 3 Jahren schon für eine externe Lösung der Virtualisierung entschieden, nicht gerade günstig, aber dafür genial gut: IP-Symcon. Die Software kann alles gängigen Smarthome-Systeme ansteuern und untereinander verknüpfen, egal ob Homemativ, 1-Wire, KNX oder EnOcrean. Wer PHP kann, wird damit sehr schnell genaile Lösungen aufbauen können – siehe ein Blick ins Hersteller-supportet Forum.
    Ich habe über das System z.b. meine Heizungssteuerung komplett automatisiert mit An-/Abwensenheitserkennung und Einbindung eines Kalenders für Feiertage oder wenn ich HomeOffice mache. Wenn meine Freundin oder ich z.b. die Arbeitsstelle verlassen, fahren zuhause schon die Heizkörper hoch. Über IP-Symcon läuft daher auch der Smartphonezugriff bei uns, die App ist um Welten besser als das was Homematic liefert.

    Man braucht natürlich einen kleinen Server, der 24/7 läuft, da bietet sich ein IntelNUC oder ATOM mit Windows oder ab der nächsten Release auch ein Linux oder RasPi-System an.

  15. @wolfhag

    Ich habe meine Heizungssteuerung mittlerweile über Z-Wave laufen und zwar aus folgendem Grund: ich kann jeden vernetzten Raum individuell steuern.

    Die alte Steuerung war im Wohnzimmer und wenn die feststellte, dass die Solltemperatur erreicht ist, wurde die Heizung runtergefahren…ergo es war schwierig die anderen Räume dann auf Temperatur zu bringen.

    Zuerst habe ich es mit elektronischen Thremostaten direkt an den Heizkörpern versucht. Aber das war auch nicht wirklich zufriedenstellen, da die Tempartur direkt am Heizkörper gemessen wird und die Heuzkörper daher zu früh gecshlossen wurden.

    Nunmehr habe ich meine Lösung mit Z-Wave und bin zufrieden: in jedem relevanten Raum gibt es jetzt einen Z-Wave-Heizungsregler und ein separates Thermostat. Ich bin sehr zufrieden.

    Ich habe keine Z-Wave-Derivate von Danfoss als Regler genommen, sondern hab eich für Eurotronic-Regler entschieden, die gut 30% billiger sind und ihren Dienst genauso erledigen. Als Thermostate habe ich habe ich Fibaro-Türsensoren, die ich jeweils um ein Thermoelement erweitert habe, genommen und nun dezent in einer Raumecke hängen.

  16. Also ich stelle fest, dass die Funktionen nicht wirklich ausgereift sind. Wenn smart home, dann richtig.
    Jedes 20 Euro Thermostat bietet einen Offset an, um die im Thermostat gemessene Temperatur an die im Raum anzupassen.
    Darüber hinaus: Komfort lasse ich gelten. Morgens schon schön warm im Bad wenn man hineingeht, dito Wohnräume.

    Was ich nicht verstehe ist der Energie Einsparung hype. Ähnlich wie passiv Häuser. Leute, lässt euch nicht vera**** und rechnet mal mit spitzen Bleistift: Investition gegen mögliche Einsparungen. Und damit meine ich wirklich vorher nachher Vergleich, wie viel lässt sich denn durch die paar Thermostate in den Räumen einsparen? Dafür dann hunderte von Euro löhnen, das holt ihr so schnell nicht wieder rein. Dazu die Gewissheit, dass die Thermostate sicher keine 5 oder 10 Jahre halten…Die Gewissheit dass die Tools noch immer offen sind wie ein Scheunen Tor und security ein Fremdwort.

  17. @Skydancerone: €500 sparen nur durch die Installation von Aldi – Thermostaten halte ich für nicht glaubhaft. Da spielen noch andere Faktoren mit. Ich hatte ähnliches auch mal erfahren als ich im zweiten Jahr nach dem Einzug in meinen Neubau solche Thermostate installiert habe. Mein Architekt hat mir aber erklär, dass dies unwahrscheinlich ist und eher daran liegt, dass der Neubau mit den Jahren trockener wird und man dies als Wärme empfindet.

    Er bezweifelte auch, dass das Absenken tagsüber sinnig ist, weil die angenehme Wärme von den Wänden als Infrarotstrahlen abstrahlt wird und weniger von der Lufttemperatur kommt. Wenn ich also nach einem Absenken den Raum wieder auheize, verschwindet ein Großteil der Wärme erst einmal im Gemäuer.

    Das konnte ich auch bestätigen als meine Tochter geboren wurde. Seit dem Senken wir tagsüber die Temperatur nicht mehr ab und die Mehrkosten an Heizungsenergie sind nicht nennenswert.

    Ich nutze aber wie oben becshrieben ein Z-Wave -Ssystem zur Heuzungssteuerung um jeden Raum individuell regeln zu können

  18. @Christoph
    ????
    Du fütterst wenn ich es richtig verstehe Deine Heizungsanlage nun mit XYZ Werten?
    So ganz logisch erscheint mir es nicht.
    Denn auch früher konntest Du entsprechend ein regeln. Dazu muss man halt nur die entsprechenden Heizungsthermostate nutzen.
    Wenn im R1 25 Grad sein soll und T abschaltet – runter fährt weil in R4 schon 26 Grad sind, dann heist es T hoch drehen und den Termostat in R4 runter auf 1 oder noch weiter. Und dann bekommst Du auch in R1 25 Grad.

  19. @Micha: prinzipiell hast Du recht, aber was mache ich, wenn ich in allen Räumen die gleiche Temperatur haben möchte? Und außerdem muss ich dann zu den Heizkörpern laufen und nachregeln. Das ist dich alles andere als komfortabel, oder?

    Mir geht es bei der Z-Wave-Sache weniger um Kostensparen, sondern darum, dass ich ohne viel Aktion jeden Raum individuell heizen kann.

  20. die Frage ist doch – wie oft muss ich / brauche ich in allem Räumen die gleiche Temperatur?
    Bei mir ist grundsätzlich die meisten Thermostate auf 1-2 gestellt – so dass noch genügend Luft nach oben ist.
    Und wenn es dann immer noch zu kalt ist, geht es an den Thermostat der Heizungsteuerung. Denn der macht ja nichts anderes als die Vorlauftemperatur zu steuern. Dreh den auf 40 Grad -> dann sollte die Vorlauftemperatur auf 90 gehen…

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