Deutschland baut das Alarmsirenen-Netz wieder auf

Wir hatten darüber berichtet, dass in Deutschland Cell Broadcast als Warnsystem im Sommer 2022 debütieren solle. Heute beriet dann der Innenausschuss der Regierung über die Folgen der Unwetterkatastrophe, da kam das System auch zur Sprache – und nicht nur das.

Bei der Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall will Bundesinnenminister Horst Seehofer demnach auf eine Kombination analoger und digitaler Möglichkeiten setzen. So habe er sich auch für die Nutzung der „SMS-Lösung“ entschieden – so beschreibt man Cell Broadcast derzeit leicht verständlich. Dabei wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt, die sich in der betreffenden Funkzelle aufhalten.

Interessant ist, dass man etwas, was man bereits abbaute, wieder aufbauen möchte. Gab es Anfang der 1990er-Jahre etwa rund 80.000 Alarmsirenen, waren es zuletzt noch ca. 15.000. Für den Aufbau des Netzes sind nun 88 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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50 Kommentare

  1. Geht doch! 🙂

  2. Wenn der Seehofer von einer SMS Lösung spricht, erkennt man wie viel er davon versteht aber wen wunderts!

    • DragonHunter says:

      SO falsch ist das ja gar nicht. Im GSM-Netz ist der CBC Teil des SMS-Protokolls.
      Damit liegt er näher an der Realität, als die technologischen Totalausfälle, die von „Datenschutzproblemen“ gefaselt haben.

      • Wieso, gibt da doch Datenschutzprobleme, oder?

        Spätestens wenn jemand einen Link versenden und Menschen da drauf drücken wird das ganze leicht verfolgbar.

        Aber hauptsache mal gehetzt und gespalten.. 😀

        • Ganz ehrlich, man kann es auch übertreiben. Jeder, und damit ist jeder gemeint dessen Handy an einem Turm gemeldet ist, ist doch schon verfolgbar. Außerdem geht es darum, dass ein SMS ähnliches Gebilde (und da hat der Seehofer recht obwohl er glaube ich auch nicht weiß was er da faselt), an alle Handys gesendet wird mit einer Warnmeldung. Natürlich kann man da auch einen Link senden, aber deswegen das System nicht einzuführen ist für mich dummes Zeugs. In anderen Ländern klappt es doch auch super. Und wo hat er gehtzt und gespalten?

    • Ok, dann geh mal auf die Straße und sag jemanden, der solle bitte Cell Broadcasting beschreiben. Der Leihe kennt dieses System nicht mal und weiß nix, damit anzufangen. Daher ist es schon ganz gut, wie er es beschrieben hat.

    • Cell Broadcast ist im Katastrophenfall relativ sinnlos, bei der aktuellen Katastrophe hätte es aus mehreren Gründen nichts bewirkt, wenn es denn funktioniert hätte. Insofern, wen wunderts, versteht der alte weiße Mann dann doch um einiges mehr von Katastrophenschutz.

      Das die Sirenen aufgebaut werden, ist richtig und letztlich auch im Hinblick auf andere Gefahrenlagen die optimale Lösung. Sich bspw. im Kriegsfall auf komprommitierte Netze wie das Internet oder die Mobilfunkinfrastruktur zu verlassen, wäre der absolut falsche Weg.

      • Blacky Forest says:

        Ich finde die Kombination von beidem super. Die Sirene verifiziert, dass die Cell Broadcasting-Nachricht kein Spam ist und die Nachricht erläutert, weswegen die Sirene runtergeht.

        • @Blacky Forest: 1+
          Besser hat es noch niemand beschrieben!

          Ich finde die Kombination von beidem super. Die Sirene verifiziert, dass die Cell Broadcasting-Nachricht kein Spam ist und die Nachricht erläutert, weswegen die Sirene runtergeht.

      • Natürlich hätte das funktioniert. Diese Wettereignisse kann man heute, zumindest kurzfristig, gut vorhersagen. Vorteil ist, dass sich die Benachrichtigung pro Funkzelle steuern lässt. Zumal div. Wetterdienste vor dem Ereignis gewarnt haben, bei den Verantwortlichen aber auf taube Ohren gestoßen sind. Wenn die Funkmasten schon überflutet sind, ist die Warnung auch überflüssig.

  3. Jonas Wagner says:

    In Österreich besteht das System übrigens noch immer und jeden Samstag um 12 Uhr gibt es eine Sirenenprobe. In allen Gemeinden Österreichs heulen die Sirenen für 15 Sekunden.
    https://www.oesterreich.gv.at/themen/gesundheit_und_notfaelle/katastrophenfaelle/2/Seite.29500311.html

    • In Teilen Deutschlands zumindest monatlich, bei mir jeden 1. Samstag um 12:47 Uhr.

    • Bei uns in Ostsachsen heulen die Sirenen jeden Mittwoch 15 Uhr zur Probe.

      • Jepp in Südbrandenburg Elbe-elster auch. jeden Mittwoch 15 Uhr. Zu DDR-Zeiten war es 13 Uhr. Finde ich auch richtig.
        Ich weiß nicht ob diese alten Sirenen unterschiedliche Tonfolgen beherrschen? Ich kenne nur 1x Probealarm und 3x Alarm für die freiwillige Feuerwehr.

    • Nicht jeden Samstag! Am ersten Samstag im Oktober findet immer zwischen 13h und 14h ein Zivilschutz-Probealarm statt.

  4. Und wer bezahlt die Integration von Cell-Broadcast in die deutschen Mobilfunknetze?
    Laut unserer Provider, die das ja so ziemlich als einzige auf der Welt, nicht integriert haben, soll das ja 40 – 90 Millionen Euro kosten. Stand zumindest so die Tage im Internet zu lesen .

    • „Laut unserer Provider, die das ja so ziemlich als einzige auf der Welt, nicht integriert haben“ nicht immer solche Fake News verbreiten. Hier sieht man die aktuelle Karte wer Cell Broadcast hat und wer nicht und sehr viele Länder haben es nicht.
      https://smscellbroadcast.wordpress.com/2019/04/14/countries-with-cell-broadcast-pws-public-warning-service/

      • Die verlinkte Weltkarte zeigt nur welche Länder ein Warnsystem (PWS) per CellBroadcast haben und aktiv nutzen. Ich mag es immer noch nicht glauben das die deutschen Mobilfunknetzbetreiber den weltweiten Standard nicht einhalten. Sie, allen voran die Telekom, haben nach der Katastrophe eben Geld gewittert

        • Den Handy wird sogar mitgeteilt, dass ein kein CB gibt. Im IPhone fehlt in D die entsprechende Option in den Einstellungen.

          • In sehr vielen Staaten ist es auch normal, dass am Smartphone die ungefähre Position (Ort, Straße) angezeigt wird! In Europa -z.B. Deutschland und Österreich – ist das ganz Böse, da ja die Position vom Provider verarbeitet werden muss…

            • Wolfgang D. says:

              @Joe „Position (Ort, Straße) angezeigt wird! In Europa -z.B. Deutschland und Österreich – ist das ganz Böse“

              Du bist vielleicht verwirrt, oder wovon schreibst du?

              Die Notfallinformationen kann man selbstverständlich mit genauem Standort senden, und der Google Dialer zeigt Standorte oder Namen zu nicht in Kontakten gespeicherten Nummern an, wenn bei G. vorhanden. Teilweise sogar wenn ich ‚Anrufer/SPAM-ID anzeigen‘ und ‚Orte in der Nähe‘ deaktiviert habe kommt immer noch sowas wie ‚Anruf aus München‘.

    • Es liegt doch auf der Hand wer es bezahlt das die deutschen Mobilfunkbetreiber sich nicht an weltweite Standards halten. Was ich persönlich gar nicht glauben mag. Aber selbstverständlich bezahlen es die Steuerzahler. Frei nach dem Motto, „Wer bestellt bezahlt!“ Wenn man dann merkt das man als Mobilfunkbetreiber daraus auch noch Profit schlagen kann, werden wir uns vor Werbe-CellBroadcasts nicht mehr retten können. Es ist eine dauerhafte Win-Situation für die Mobilfunkbetreiber.

      • Wolfgang D. says:

        @Mr. T „Wenn man dann merkt das man als Mobilfunkbetreiber daraus auch noch Profit schlagen kann, werden wir uns vor Werbe-CellBroadcasts nicht mehr retten können“

        Ick weeß jo ni, aber seit wann benutzt ihr Mobilfunk?

        CB gab es auch in DE und *war* genau deshalb (Werbenachrichten) bei den meisten „Handys“ wegen der Nutzungskosten (SMS Antwort oder gar WAP Nutzung= x DM) verhasst, bis die Netzbetreiber das System Cellbroadcast mangels zahlendem Nutzer (Spammer) abgeschaltet haben.

        Wenn jetzt das CB vom Staat als reines Notfallsystem betrieben wird, wird man wohl kaum SPAM fürchten müssen. Die Einstellungen sind in internationalen Geräten weil Weltstandard übrigens immer noch existent, „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“ heisst das jetzt.

        Mein Wort zum Sonntag.

    • Brzcyinskijwicz says:

      Naja, genau genommen ist das wahrscheinlich sogar von den Konzernen gelogen. Die Technologie wurde in der Vergangenheit auf jeden Fall in Deutschland genutzt. Nur halt nicht für das, wofür es jetzt diskutiert wird. So haben die damals irgendwelche Nachrichtenticker darüber geschickt. Oder – darüber ist mir das vor Jahren mal aufgefallen – für die Umsetzung einer Homezone. Die Älteren mögen sich noch erinnern: das war so ein Radius um seine Heimatadresse, in der Telefonieren dann günstiger war.
      Wer mal ein „ausländisches“ Android-Image auf sein Handy geflasht hat, konnte das ggf mal beobachten und durfte sich über kryptische Meldungen wundern.
      Die Technologie ist da, aber sie muss halt entsprechend an die Systeme angebunden werden.

    • DragonHunter says:

      Naja, technisch ist es wohl implementiert, das was wohl fehlt ist halt eine technische und organisatorische Infrastruktur, damit nur Befugte nen CB senden… DAS ist aber eh Sache des Staates und den anderen Nutzern.

  5. Brzcyinskijwicz says:

    Wie immer musste – nach Vorwarnungen … ich sag nur bundesweiter Sirenentest – erst was Schreckliches passieren, bevor was unternommen wird.

  6. @Thorsten

    Du meinst also das 40-90 Millionen eine Nachricht wert sind?

    Wer zahlt denn den Milliarden Gewinn den diverse Autokonzerne unter anderem „auch“ durch Kurzarbeiter Geld erwirtschaftete haben?

    Wer zahlt die Milliarden Unterstützung in der Corona Kriese für diverse Touristikunternehmen?

    Wer zahlt denn das Geld das z.B unter anderen auch das Lufthansa bekommen hat und trotzdem diverse Leute ausgliedert und entläßt?

    Dieses Geld für Cell-Broadcast ist echt nen Witz und es ist hilfreich für jeden Menschen, ob reich ob arm… wenn es hilft ist es gut, ob es sinn macht ist egal……. und wenn es nur 1% der Menschen rettet!

    • Die Lufthansa will vor der Wahl schon die Hilfen zurückzahlen und ohne Entlassungen hätte die Airline dauerhaft Hilfen benötigt. Oder wozu braucht man Personal, das man nicht einsetzen kann? Oder sollte man leere Flugzeuge durch die Luft schicken, damit Crew und Piloten ihre Lizenzen behalten können?

  7. Es wäre auch Zeit für anständige Renten, Rückabwicklung der Privatisierungen in Pflege und Kliniken, anständige Löhne statt Hartz 4 und gute Schulbildung für die Kinder. Man könnte noch lange so weitermachen!

  8. Nachdem sie die Teile erst abgebaut haben. Erinnert mich an die Bahn. Aber hey…kost ja nix (zumindest nicht die die son Bockmist zu verantworten haben).

  9. Tutnixzursache says:

    Sind die Sirenen dann auch sprechend oder wie kann ich mir das vorstellen?

    Mit dem Sirenensignal alleine weiß ich nicht ob ich mich dann auf Sturm, Hochwasser, Bombenabwurf, verunreinigtes Trinkwasser, Amokläufer oder was auch immer vorbereiten soll.

  10. nadja lauf says:

    bei uns in der region (deutschland) heult es jeden samstag um 12,30 kenne es garnicht anders.

  11. Na ja, ich war mitten in dem Gebiet und hab eine Unwetter-Warnung auf’s Handy bekommen. Die bekommt man öfter. Kurzer Blick (zu kurz?) auf’s Display, dann bleibt man halt zu Hause, macht die Fenster zu und gut ist.

    Meistens passiert aber gar nichts! Und genau da ist der Punkt: willst du als Verantwortlicher in so einem Fall einen Evakuierungsalarm auslösen, sofern der überhaupt vorgesehen war? Als es hinterher hiess, das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) hätte die Regierungen der Bundesrepublik und Belgiens vor Hochwasser an Rhein und Meuse vier Tage vorher gewarnt, da hab ich mich gefragt wie oft es vorher Fehlwarnungen von Efas gab? Und je nachdem geht es dann so aus, wie in Aesops Fabel „Der Hirtenjunge und der Wolf“: keiner glaubt es mehr, wenn es wirklich mal soweit ist.

    Übrigens, ein Sirenennetz ist im Katastrophenfall nicht sicherer als ein Mobilfunkmast. Irgendwie muss die Sirene ja ausgelöst werden und Strom braucht so ein System auch. Das alte System lief über stinknormale Telefonleitungen – meist parallel zu einem normalen Anschluss in dem Gebäude, auf dem die Sirene stand – und wurde über ein spezielles Signal auf der Leitung ausgelöst. Und nein, die 80.000 Sirenen wurden nicht mit Batterienotstrom versorgt. Als Ergänzung zusammen mit Radiomeldungen (so lief das nämlich: Sirene = Lokalradio an! Auf Durchsagen achten!) ist das aber sicher eine super Idee, denn nicht jeder hat ein Handy.

    • Was haben sich die ehedem mit Zivilschutz Betrauten (anders als weite Teile der Bevölkerung, die angesichts eines globalen Atomkriegs einem gesunden Fatalismus frönten) nur im Kalten Krieg gedacht, als sie ein gut gewartetes Sirenennetz unterhielten?!

      [Im Gegensatz zu einem Atomsprengkopfhagel kündigt sich ein tagelanger Starkregen nicht mit einem EMP an.]

  12. Das klingt endlich mal vernünftig!

    Cell-Broadcast ist bewährte, digitale Lösung. Und wenn uns irgendwas die Elektronik ausknipst, Sirenen, analoge Lösung. Angewandte Resilienz.

    So wie man nicht nur mit einer Bankkarte aus dem Haus geht, sondern Bargeld dabei hat. Wenn das Internet nicht geht ist nämlich Datensammeln über Apple Pay und fünf weitere Stationen auch nicht mehr möglich. Bargeld funktioniert trotzdem und sofort.

    Als nächste bringen wir den Managern bei das Programme generel autark und lokal laufen, Server sind zur Synchronisation da und nicht um darauf alles laufen zu lassen. Ist doof das das Mailserver ausgefallen ist, aber in meinen Mails steht hoffentlich was ich gerade brauche.

    Sicherheit ist nicht der Verzicht auf Bequemlichkeit, sondern Vernunft und kluge Arbeit.

    • >>Wenn das Internet nicht geht ist nämlich Datensammeln über Apple Pay und fünf weitere Stationen auch nicht mehr möglich. Bargeld funktioniert trotzdem und sofort.<<
      Hoffentlich findest du die richtige Stelle um dein ach so tolles Bargeld auch los zu werden. Ohne Strom und Internet funktionieren nämlich die modernen Kassensysteme auch nicht. Und ohne die darf dir kein gewerbl. Händler was verkaufen, weil die Gefahr der Steuerhinterziehung besteht.

      • Man erfasst Buchungen nach, dazu nimmt man Stift und Papier und trägt diese später nach. Dafür hat ein ordentlicher Betrieb Notfallpläne. Nur war beim mir nur die Rede vom einem Internetausfall, sofern also die Geschäftsführung kompetenter ist als die von Coop und Kaseya hat man eine Kassensystem welches autark Betrieben werden kann.

        Okay. Es ist schlimm, es ist nicht nur ein Serverausfall, ein Internetausfall sondern ein Stromausfall:
        https://www.cashregisterstore.de/Akkubetrieb-moeglich

        Es gibt Registrierkassen mit Akku. Und wenn die Kassen App auf dem Pad auch autark arbeitet, ist man fein raus. Jetzt kann es ganz dick kommen, dein Strom ist lange weg? Dann vermute ich mal man hat andere Sorgen und die Steuerprüfung wird auch andere Sorgen haben.
        Selbiges gilt für KassenApps auf Pads.

        Okay. Okay. Es ist die totale Katastrophe, Level Ahrtal>

        • Irgendwie schlimm das die „Nur Bares ist Wahres“-Fraktion jedes noch so weit entfernte Thema kapern will.
          Seehofer und die Politiker im Innenausschuss des Deutschen Bundestags haben versucht Schwachstellen im Warnsystem aufzudecken. Herausgekommen sind, wahlkampfbedingt, unterschwellige Schuldzuweisungen und Vorschläge wo man anfängt die Löcher zu flicken. Tiefgreifende strukturelle Änderungen wurden höchstens am Rand erwähnt. Wer gibt auch schon gerne Kompetenz ab und wer mag in Zeiten des Wahlkampfs jemand Kompetenz abnehmen?

        • Im Zweifelsfall kommst du ohne Strom da nichtmal mehr zur Tür rein und das Zeug in den Kühl- und Gefriertheken (die hängen übrigens auch oft im Netz um die Kühlketten zu dokumentieren) ist auch Müll. Und im dunkeln rumstolpern lässt dich der Supermarkt sicher auch nicht. Das sind Supermärkte und keine Zivilschutzanlagen. Da gibt’s keine nennenswerten Vorbereitungen für einen längeren Stromausfall. Der Laden ist halt zu bis der Strom wieder da ist.

  13. Wenn man die alten Sirenen nicht abgebaut hätte, wären hohe Kosten für die Umrüstung entstanden. Die Auslösung erfolgte über das analoge Telefonnetz oder 5-Ton-Folgen im analogen BOS-Funk. Da war „Hacken“ noch einfach. Entweder direkt am Schaltkasten (während meiner Schulzeit passiert) oder Probeauslösung über Funk mit Diktiergerät aufgezeichnet und zu anderer Zeit wieder abgespielt.

    Ich halte den Informationsgehalt der Sirenensignale für sehr gering. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr wissen, dass sie sich zum Gerätehaus begeben sollen. Doch was würde ich bei ABC-Alarm machen? Aktentasche über den Kopf?

    Könnte man nicht Kirchenglocken mit Fernsteuerung versehen? Bei Unwetter Sturm läuten!

    • Das mit den Kirchenglocken halte ich für eine sehr gute Idee. Meist steht die Kirche am höchsten Punkt und mittendrin im Ort. Die Kirchengemeinden würden sich sicher auch über einige Euros aus dem Fördertopf freuen, Wenn der Strom ausfällt kann das Läuten immer noch der Küster im Handbetrieb machen.

      • Wolfgang D. says:

        @Mr. T „Wenn der Strom ausfällt kann das Läuten immer noch der Küster im Handbetrieb machen“
        LOL. Das lief schon bei meiner Konfirmation in den 70ern nur noch per Knopfdruck/Zeitschaltuhr.

        Du hast schon lange nichts mehr mit kirchlichen Dingen zu tun gehabt, oder die Stellenstreichungen nicht mitbekommen?

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