Deutsche Post fordert ein Recht auf Gemächlichkeit bei der Briefzustellung

Ob die Deutsche Post da vielleicht einen ungünstigen Zeitpunkt gewählt hat? Jüngst wurde klar, dass sich 2022, insbesondere im dritten Quartal, besonders viele Menschen über verspätete Briefzustellungen beschwert haben. Die Deutsche Post begründet das mit einem hohen Corona-Krankenstand, Kritiker monieren, das Unternehmen sei geizig und plane deswegen an der Schmerzgrenze. Jetzt fordert das Unternehmen quasi ein Recht auf Gemächlichkeit: Man wünscht sich Gesetzesänderungen, die mehr Zeit für Briefzustellungen einräumen.

Sauer aufstoßen könnte das vielen Menschen, wenn man bedenkt, dass die Deutsche Post für 2022 mit einem Milliardengewinn in neuer Rekordhöhe rechnet. An Geld mangelt es also nicht. Derzeit gibt es für die Deutsche Post die gesetzliche Vorgabe, dass mindestens 80 % der Briefe den Empfänger am nächsten Werktag erreichen müssen. Die Deutsche Post fordert, das sollte durch die anstehenden Novellierung des Postgesetzes abgeschwächt werden. In Zeiten, in denen die meisten Menschen digital Nachrichten erhalten, sei die Vorgabe nicht mehr angemessen.

So stamme die Vorgabe laut dem Post-Chef Frank Appel aus einer Zeit, als es noch Usus gewesen sei, viele Briefe und Postkarten statt Mails oder Messages zu versenden. Laut Appel benötige die Deutsche Post eine deutliche Kostenentlastung. Am Ende würde das für euch als Verbraucher natürlich eine Verschlechterung bedeuten, denn ihr müsstet auf viele Briefe länger warten. Zugeben muss man: Die Deutsche Post erwirtschaftet ihre hohen Gewinne nicht mit dem inländischen Brief- und Paketversand, sondern vielmehr mit dem internationalen Express- und Frachtgeschäft.

Für 2023 erwartet man zudem viele Herausforderungen aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise. Da könnten die Umsätze also deutlich sinken. Zumindest erwarten das aktuell Analysten, da es in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, eine Rezession geben dürfte. Letzten Endes darf man gespannt sein, ob die Politik den Forderungen der Deutschen Post folgt und wenn ja, in welchem Ausmaß das geschehen könnte.

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92 Kommentare

  1. Noch langsamer, noch weniger? Wir gehören zu denen, die seit gut 1 Jahr nur noch 1x in der Woche Post bekommen. Selbst Pakete werden quasi zwischengelagert. Absurd, geht aber. Ich bin mit unserem Stammzusteller, der auch Ausbilder bei DHL ist, privat seit Jahren befreundet und wenn der erzählt, dass es keinen Personalnotstand in unserer Stadt gibt, auch Corona keine Rolle mehr spielt, die Verzögerung gewollt ist, nun ja.
    In der Gewinnzone sein, aber nur noch zustellen, wenn bestimmte Planeten in einer besonders günstigen Konstellation stehen, das läßt sich doch kaum vermitteln.

  2. Kein Tag vergeht mehr ohne Aussagen, die ratlos machen. Die Begründung, die 80 % seien nicht mehr zeitgemäß, weil heute mehr digital verschickt wird, ist ja wohl grotesk. Nur noch dämlich.
    Aber unabhängig davon: Auch wenn ich in meinem Umfeld fast ausschließlich wirklich tolle Zusteller habe – auch die Post bleibt nicht verschont vom Wahnsinn, dass immer mehr Leute daheim auf der Couch hocken, statt sich in die Gemeinschaft einzubringen. Sollen doch die, die ihren Dienst bei der Post versehen, am Samstag Nachmittag noch den Nachbarbezirk mit abarbeiten.
    Diejenigen, die buckeln, zahlen ja gerne ihre Sozialabgaben, damit der Staat für diejenigen, die ihre work-life-balance pflegen, Zuschüsse verteilen kann …

    • Nach oben buckeln und nach unten treten…

    • Irgendwie klingt dein Kommentar nach Frust und/oder Neid? Was hat eine ausgeprägte Work-Life-Balance mit Faulheit zu tun oder nicht Einbringen in die Gesellschaft? Sind das nicht meist eher die Menschen, die entspannter durch’s Leben gehen und sozialer agieren? Zumindest merke ich, dass ich viel entspannter durch den Tag gehe, seitdem ich auf 30H reduziert habe.

      • aber wie du es hoffentlich selbst erkennst, kann sich nicht jeder eine 30h Woche leisten.
        Gerade die Leute mit einfacheren Jobs müssen deutlich mehr arbeiten

        • therealThomas says:

          Und was bringt es den Leuten, die mehr arbeiten müssen, wenn ich auch mehr arbeite und dann natürlich auch noch mehr verdiene?
          Genau aus dem Grund müssen Besserverdiener höhere Abgaben zahlen, um eben jene zu unterstützen, die trotz harter Arbeit kaum von ihrem Verdienst leben können. Oder natürlich man führt ein angemessenes Bürgergeld o.ä. ein, um den Billiglohnsektor komplett abzuschaffen, aber das wird wohl ein Traum bleiben.

      • @ Sebastian: Neid definitiv nicht, Frust schon. Denn wo führt es denn hin, wenn immer mehr Menschen „entspannt“ durch das Leben gehen ? Richtig: Die vorhandene Arbeit muss von Leuten gemacht werden, die dafür immer mehr arbeiten. Bei einer Urlaubspostkarte ist es relativ egal, wann sie ankommt. Aber es gibt Bereiche in unserer Gesellschaft, wo essentielle Arbeit anfällt und erledigt werden muss, weil sonst Menschen zu Schaden kommen. Zum Beispiel Pflege. Das Thema „Geld“ können wir an der Stelle zunächst mal außen vor lassen, weil Geld schlechte Arbeitsbedingungen nicht aufwiegt – es geht rein darum, dass aktuell in Deutschland unendlich viel Arbeit liegen bleibt. Wie soll das weitergehen ?

        • Deine zwei Kommentare lesen sich schon etwas wie der Traum jedes Kapitalisten. Ja die Arbeit stappelt sich an allen Ecken und Enden, überhaupt gibt es viel Personalmangel. Wieso ist das so? Sind die Leute faul? Oder ist es viel mehr das sie vielleicht halbwegs ordentlich bezahlt werden wollen und ohne das sie sich zum nächsten Burn-out abrackern? Man weiss es nicht…

          • @ Pie: Wieso gibt es viel Personalmangel ? Kann ich Dir in Teilen beantworten – geht mit dem steil sinkenden Ausbildungsniveau in den Schulen schon los und geht weiter bei der Berufswahl – „soziale Berufe“ und „Handwerk“ sind mega-out, und da spielt das Geld nur eine untergeordnete Rolle. Wie definierst Du denn „halbwegs ordentlich bezahlt“ ? Ist Dir bewusst, dass Du als Kunde dafür verantwortlich bist, was Deine Mitmenschen verdienen ? Bist Du bereit, höheres Briefporto zu zahlen, damit der Zusteller mehr verdient ? Bist Du bereit, mehr in die Krankenkasse zu zahlen, damit die Pflegekräfte finanziell aufgewertet werden (wobei in der Pflege die Bürokratie und die dadurch bedingte Entwertung der eigentlichen Arbeit schlimmer ist als die Vergütung). Und last not least: Was ist „Burn out“ ? Wie viele Depressionen kommen durch Überarbeitung, und wie viele durch rein private Gründe ? Viele Fragen – und über etliche Antworten wird man diskutieren können. Aber es ist zu kurz gesprungen, mich in die Kapitalisten-Ecke zu stellen … ich hinterfrage möglichst objektiv, wie wir vermeiden können, dass unser Land komplett in den Abgrund rasselt.

            • Also jetzt mal ehrlich…liest du deine Kommentare selbst auch durch bevor du sie abschickst?
              Frag dich doch mal: Wieso ist das Ausbildungsniveau so schlecht? Sicher nicht, weil Lehrer so viel verdienen und den einfachsten Job der Welt haben aber alles nur faule Hasen sind.
              Und wieso sind jetzt die Endverbraucher verantwortlich dafür, was andere verdienen? Um bei den Briefen zu bleiben: Glaubst du etwa im ernst, dass ein höheres Briefporto in den Lohn der Zusteller fließt und nicht in die Taschen der Vorstände? Bei deinem Krankenkassenbeispiel warst du ja kurz davor, es selber zu merken…
              Und final: Bist du Psychologe oder Psychotherapeut? Und/oder steckst du in der Haut von Menschen mit burn out? Ich nehme es mal nicht an. Wieso erlaubst du dir dann, ein anerkanntes und statistisch signifikantes Krankheitsbild, welches nahezu eindeutig mit Überarbeitung in Zusammenhang gebracht werden kann in Frage zu stellen?

              Zusammengefasst: Du bist alles, aber nicht objektiv.

              • @ Tom 8.21: Ja, ich lese meine Beiträge durchaus. Lies Du doch meinen Beitrag, auf den Du antwortest, auch nochmal. Um Deine letzte Frage zuerst zu beantworten: Ich habe JEDEN Tag – auch am Wochenende – mit Menschen mit Depressionen zu tun. Ich bin sehr intensiv mit „burn out“, dem Krankheitsbild, den Theorien zur Entstehung und seinen möglichen Behandlungsansätzen befasst. Und weiss sehr genau, dass der Fokus auf „Arbeit“ eine sehr einseitige, vereinfachende Sichtweise ist, um Eigenverantwortung auf andere abzuschieben.
                Du interpretierst sehr viel in meinen Beitrag hinein und stellst ihn damit auf den Kopf.
                Lehrer: NIRGENDWO habe ich auch nur angedeutet, dass Lehrer „faule Hasen“ seien. Im Gegenteil ! Ich habe vor Lehrkräften hohen Respekt – weil ich nebenberuflich auch unterrichte. Ich kenne die Belastungen der Lehrkräfte, aber ich kenne halt auch die Zahlen, welche Lehrkräfte welches Stundenpensum leisten und welche nur Teilzeit arbeiten. Übrigens: „Ausbildungsniveau“ beginnt bereits in den Elternhäusern, wo die Lehrkräfte nahezu keinen Einfluss haben.
                „Wieso ist der Endverbraucher verantwortlich, was andere verdienen ?“ Das fragst Du echt jetzt ? Ganz einfach: Wenn ich nicht bereit bin, für (Dienst-)Leistung zu zahlen, kann ein Unternehmer seinen Mitarbeitenden nur wenig zahlen. So einfach. Nicht umsonst fahren bei den Paketdiensten unendlich viel Subunternehmer mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen.
                Und es ist viel zu kurz gesprungen, immer raffgierige Vorstände verantwortlich zu machen … rechne doch einfach mal, wie viel der Zusteller mehr bekommen würde, selbst wenn die Chefs ehrenamtlich arbeiten würden. Das ist kaum spürbar. Soll bitte keine überhöhten Boni rechtfertigen, aber doch mal zum Nachdenken anregen.

                Schade, dass Du mir mangelnde Objektivität unterstellst. Erfreulicherweise sehen das meine Kunden (eigener Betrieb) wie auch meine Arbeitgeber (nebenberufliche Angestelltenverhältnisse) anders 🙂
                Aber es ist unschöner Brauch in diesem Lande, die Überbringer schlechter Nachrichten zu kritisieren, statt mal über die Entstehungsgeschichte von Problemen nachzudenken.

              • Hallo Tom, zu einem Teilaspekt „Frag dich doch mal: Wieso ist das Ausbildungsniveau so schlecht? Sicher nicht, weil Lehrer so viel verdienen und den einfachsten Job der Welt haben aber alles nur faule Hasen sind.“ hätte ich eine Antwort: Fehler in der Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte, und zwar schon seit den späten 70ern . Immer weitergehende Reduktion der Lernziele. Abitur a la Carte (Oberstufenreform) statt eines verbindlichen Fächerkanons mit verpflichtenden prüfungsfächern. Wir bräuchten wieder die förderung und Forderung der Basiskulturtechniken ab der Vorschule: Sprache in Schrift und Ausdrucksfähigkeit, sowohl Muttersprache wie mindestens eine, besser zwei Fremdsprachen, und zwar relevante Fremdsprachen z. B. englisch, Französisch , Spanisch oder gern auch inzwischen Chinesisch. Mathematik bis hin zu kaufmännischen und wissenschaftlichem Rechnen in der Oberstufe. Gesellschatswissenschaften mit Schwerpunkt Demokratie/Soziales Lernen . Sachkunde ganz praktisch auch Dinge wie Handwerken, Kochen, Haushaltsführung . Ich hatte auf der Realschule z. B. glücklicherweise Schreibmaschinenunterricht – kommt mir bis heute zugute. Hätte mir auch Steno gewünscht . Ja und dann: erstmal _alles mit Papier und dem Kopf _ , elektronische Lehrmittel erst dann einsetzen wenn die Basisfähigkeiten auch ohne Hilfsmittel sitzen mit Stift , Papier und Kopfrechnen. Bevor man einen Dreisatz nicht ohne Tablet lösen kann gibts kein Tablet in Schülerhand. Weiter: Einführung oder wiedereinführung von „Kopfnoten“ für Verhalten, Fleiß, sozialen Umgang. Die qualifizierten Zeugnisse „Mittlere Reife“ oder „Allgemeine Hochschulreife“ beinhalten das wort „Reife“. Das heißt nicht nur Wissen anhäufen sondern auch ein bestimtes Verhalten einüben und praktizieren. Wer sich wie ein Proll an der Schule verhält soll auch später wie einer arbeiten, gute Lernnoten dürfen nicht allein entscheiden wo ein Mensch später in der Gesellschaft ankommen soll. Nur soviel mal zum Thema schulische bildung. Gleiches gilt für Berufsschulen. Es geht um _Bildung_, also auch Charackterbildung. Das ist mehr als lernen.

        • Wie genau ist nochmal deine Formel? Es werden weniger Arbeiter, weil die ja entspannen? Oder mehr Arbeiter, weil wir einen Bevölkerungszuwachs haben? Wird es mehr oder weniger Arbeit in der Gesellschaft? Und warum genau bleibt Arbeit liegen? Erzähl mal, ich bin ganz doll gespannt!

          • @ klofrau:
            „Es werden weniger Arbeiter, weil die ja entspannen? “
            Ja. Wir haben zB aktuell so viele Lehrkräfte wie nie zuvor – aber weil weit über 40 % nur noch Teilzeit arbeiten, fallen Stunden ohne Ende aus. Und für Neueinstellungen gibt es keine ausgebildeten Kräfte.
            „Oder mehr Arbeiter, weil wir einen Bevölkerungszuwachs haben?“
            Meinst Du Bevölkerungszuwachs im Sinne von Migranten ? OK – dann ganz klar: Ein Teil dieser Menschen wird durch Gesetze, die dringend überarbeitet werden müssten, daran gehindert, zu arbeiten – auch wenn die es eigentlich gerne wollten. Und ein Großteil der Zugewanderten hat nicht die Qualifikation, die für den Arbeitsmarkt erforderlich ist.
            „Wird es mehr oder weniger Arbeit in der Gesellschaft?“ Excellente Frage: Die vollkommen unproduktive Bürokratie in diesem Lande feiert unrühmliche Höhepunkte. Ansonsten erleben wir gerade, dass die ersten Branchen massiv Mitarbeitende abbauen. Wiederum andere Branchen würden nach der Pandemie-Pause wieder hochfahren, finden aber keine Leute (mehr) (Veranstaltungsbranche, Gastro). Schlussendlich sinkt der Anteil der PRODUKTIVEN Branchen auf ein Rekord-Tief. Von Bürokratie kann sich niemand ernähren.
            „Und warum genau bleibt Arbeit liegen?“ Ganz vielschichtiges Thema. Pauschale Antwort: Überwiegend Fachkräftemangel. Also zu wenige qualifizierte Leute, die die vorhandene Arbeit bewältigen können UND wollen.

        • Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen sind doch genau das was fehlt. Arbeit die „liegen bleibt“ ist Arbeit die irgendjemand nicht angemessen vergüten (materiell sowie immateriell) möchte.
          Der Markt regelt…

          • @ watch: Die Zusteller, die überlastet sind, werden auch durch mehr Geld nicht schneller, weil sie ja bisher schon nicht trödeln. Zumindest die, die ich kenne 🙂 Das Problem ist (auch in anderen Branchen), dass die Leute „life“ höher gewichten als „work“ und schlichtweg die Leute fehlen, die die Arbeit machen. Ad absurdum führen es ja gerade die JUSOS … „25 Stunden bei voller Bezahlung“ … wie soll das funktionieren ???

            • Das würde sicherlich funktionieren wenn man dann wollte.
              Es kann nicht sein, dass Menschen kaputtgemacht werden durch die Arbeit die sie ausüben – vor allem wenn sie die gerne tun.
              Mehr Geld /= mehr langfristige Zufriedenheit.
              Das meiste kauft man sich doch nur, weil man sich die Zeit, die man „verarbeitet“ hat, schönrechnen muss. Man hat nur ein Leben.
              Und egal als was man arbeitet – es sollte überall vernünftig vergütet werden und das Soziale nicht zu kurz kommen.

              Die Menschen wären sichelrich auch viel weniger vom Hass zerfressen wenn sich das Ungleichgewicht ändern würde. Purer Kapitatlismus macht definitiv nicht glücklich. (Und nein, reiner Kommunismus und Sozialismus auch nicht. Bevor da wiede rjemand um die Ecke mit kommt der nur schwarz/weiß denken kann).

              Man muss nur wollen und als Gemeinschaft denken. Aber gerade das wird ja leider immer weniger wie man an einigen Kommentaren hier ebenfalls liest.

              PS.: Man ist in 40h nicht wirklich produktiver als in 30h. Im Gegenteil. Man hat ja sogar eine erhöhte MOtivation die Arbeit schneller zu erledigen (sofern möglich). Bei 8h/Tag ist der Tag eh durch.

            • Und genau das ist auch richtig. Ich verstehe es einfach nicht wie man in Deutschland immer noch Menschen die nicht 100% Vollzeit arbeiten unterstellt sie wären faul, wozu wurdet ihr geboren? Damit ihr möglichst viel arbeiten könnt im Leben? Man oh man. 25 Std. Bei voller Bezahlung ist kein Problem, man muss nur die Arbeit anders aufteilen. Es gibt genug Projekte wo Firmen erfolgreich ihre generelle Arbeitszeit verkürzt haben und dafür besser gelaunte und besser arbeitende Mitarbeiter haben. Firmen schöpfen Millionengewinne ab, Firmenbosse und Vorstandsmitglieder greifen Boni über Boni ab und du fragst wie das gehen soll ? Ganz einfach, die oberen bekommen weniger Gehalt man verteilt Gelder um und in vielen Fällen kann man die Mitarbeiter dann auch weniger arbeiten lassen. Wozu macht ein Krankenhaus eigtl Gewinn der nicht direkt wieder ins Krankenhaus und sein Personal gesteckt wird? Warum muss es solche Modelle geben? So werden Jobs unattraktiv, weil immer mehr Personal entlassen wird, damit man mehr Gewinn erzielen kann. Usw usw. Es ist nur eine Frage des Wollens nicht des Könnens.

              • Hallo Nils, „Wozu macht ein Krankenhaus eigtl Gewinn der nicht direkt wieder ins Krankenhaus und sein Personal gesteckt wird? “ genau die richtige Frage: weil es so was wie „heuschrecken“ gibt, also Leute die mit Geld Geld verdienen. Das sind die wahren Schmarotzer in diesem Staat , nicht die leute denen immer vorgeworfen wird, sie lägen in der „sozialen Hängematte“. Mit Geld Geld verdienen ist letzendlich unmoralisch . Besonders wenn es um Dinge wie Pflege, Krankenversorgung, und andere menschliche grundbedürfnisse geht. Da sollte man das engagement und das Herausziehen von Werten durch professionelle Investoren und Kapitalfonds endlich gesetzlich beschränken. Wer z. B. an Krankheit und Leiden und Armut anderer Geld verdient, und zwar nicht indem er den Betroffenen direkt hilft durch eigenen einsatz , sondern indem er Geld als „Dividende“ aus diesen Unternehmungen herauszieht ohne selber eine hand für die Betroffenen zu rühren der ist das wahre Übel.

              • @ Nils: Von mir aus kann jeder so viel (oder eben wenig) arbeiten, wie er/sie möchte. Aber bitte mögen diese Leute dann auch ihre Ansprüche entsprechend anpassen. In der Praxis ist der Vollzeit-Arbeiter der, der die Arbeit macht, die der Teilzeit-Arbeiter nicht erledigt. Vom höheren Verdienst gehen höhere Steuern und Sozialabgaben ab, und während der eine für schlechte Zeiten (krank, Rente, Pflege) vorsorgt, hält der andere die Hand auf, obwohl er auch hätte arbeiten können.
                Gewiss mag es Menschen geben, die ungerechtfertigt viel einsacken. Ob das immer die „Bosse“ sind, müsste man hinterfragen.
                Aber wer generell „Gewinne“ umverteilen möchte, muss generell auch Arbeit, Anstrengungsbereitschaft und Verantwortung umverteilen. Und schon sind wir an dem Punkt, an dem 25 Stunden illusorisch sind.
                Und was die Krankenhäuser anbelangt: Deine Frage ist auf den ersten Blick berechtigt. Aber Du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Auch KH, die NICHT gewinnorientiert sind (weil zB kommunale Träger), stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Warum ? Weil das, was die Kassen zahlen, nicht kostendeckend ist. Und die Kassen knausern, wo es geht – aber nicht nur wegen eigenem Mißmanagement, sondern weil die natürlich vermeiden wollen, die Beiträge erhöhen zu müssen, was wiederum uns alle treffen würde. Aber da sind wir wieder bei dem Punkt: Ist der, der nur 20 Stunden arbeitet, bereit, auch nur ungefähr einen halben Gips zu bekommen, wenn er sich das Bein gebrochen hat ?

                • Besserdenker says:

                  Ein halber Gips wäre ungerecht, in einer Privaten Krankenversicherung hat er ja einen ganzen gezahlt.
                  So funktioniert Kapitalismus! 😉

                  • @ Besserdenker: Treffer, versenkt 🙂 Der Gips kostet das 2,3- bis 3,8-Fache – und der Patient zahlt selber, weil er wegen Selbstbehalt nicht einreicht …

    • Zusammenfassung: Die Couch-Potatos sind schuld, dass die Post später kommt – und die ziehen dann auch noch die Post-Mitarbeiter über den Tisch?!

    • „Die Begründung, die 80 % seien nicht mehr zeitgemäß, weil heute mehr digital verschickt wird, ist ja wohl grotesk. Nur noch dämlich.“

      Man könnte auch diesen Kommentar für dämlich halten, denn er zeugt von einem gewissen Unverständnis für Abläufe und dafür notwendige Ressourcen: Wenn immer weniger Sendungen von der Briefpost transportiert werden sinkt die Auslastung der Zusteller, bzw die Zustellkosten pro Sendung steigen an – weil jede Zustelltour jeden Tag bedient werden muss, unabhängig von der Anzahl der Sendungen (und der Zusteller immer das gleiche Gehalt bekommt).
      Zusteller pro ausgelieferter Sendung bezahlen ist keine Alternative, Sendungen sammeln „bis sich die Tour lohnt“ ist eine. Auch die Umwelt freut sich, wenn die Zustellautos seltener unterwegs sind…

      Ich würde es nichtmal merken, bei mir kommen im Schnitt vielleicht noch ein oder zwei Briefe pro Woche an; Pakete gehen dahin, wo sie auch jemand in Empfang nehmen kann (Packstation, Filiale oder Büro).

      • @ Wolf: Nachdem ich selber viel mit Logistik zu tun habe, sind mir die Zusammenhänge durchaus bekannt. Über das Argument „Kompensation anteilig steigender Fixkosten“ würde ich sofort mit mir reden lassen. Aber das hat ja Appel so eben NICHT gesagt.

  3. Wäre man beim Thema Digitalisierung nicht seit Jahrzehnten so konsequent dagegen gewesen, würde dieses Problem mit der Post heutzutage wohl kaum auffallen. Ich für meinen Teil wäre gern bereit alles, soweit möglich direkt Online und somit quasi in Echtzeit zu erhalten / zu versenden. Möglichkeiten gab es mit ePost ja schon einmal – wenn auch eher schlecht als recht.

  4. Wenn sich die Post für sich ein Recht auf Gemächlichkeit fordert. Können wir als Kunden dann auch ein Recht auf günstigere Preise fordern??? Oder will die Post jetzt die Briefe lesen?? Ach da ist eine Frist bis so und so vielten? Ach kann ne weile liegen bleiben…… Ups jetzt hat der Kunde keine Zeit mehr auf die Frist zu reagieren…. hmm hmm

  5. Na da hat wohl jemand im Sinn, die Touren nicht mehr jeden Tag, sondern nur noch 2-3x zu bedienen. Da braucht man dann auf einen Schlag nur ein Drittel der Zusteller, die wie Pakesel durch die Straßen brauchen und 3 Touren bedienen.

  6. Also sobald man alles digital erledigen kann soll es mir egal sein wann die Werbebriefe im Mülleimer landen…vielleicht montiere ich den Briefkasten dann auch einfach ab…

  7. wieder so ein Parade Beispiel für Staatliche Infrastruktur gehört nicht in Privathand ….
    Das Problem ist ja nicht ihre gewünschte Gemächlichkeit, sondern das Fristen System in allen Gesellschaftlichen Bereichen ob die im Finanzsystem, Gerichtswesen, Behörden usw …
    Wird ein Fest mit anzusehen wie sich da die Privatwirtschaft und der Staat + EU die Bälle gegenseitig an den Kopf werfen wird und was ziemlich teures am Ende zu lasten der Steuerzahler rauskommen wird

    • … und du widersprichst dir gerade selbst:
      Das angesprochene Fristensystem ist keine „staatliche Infrastruktur in Privathand“ – was kann die Deutsche Post dafür oder dagegen?

      Davon abgesehen werden Gerichte, Behörden und Firmen sowieso jeden Tag mit frischer Post versorgt, einfach weil da genug zusammenkommt (oder sie sowieso ein Postfach haben und keine Zustellleistung mehr in Anspruch nehmen)

      • Schön, wenn die Firmen jeden Tag ihre Post bekommen. Wenn aber die Post der Firma zu mir erst nach Fristablauf kommt, dann habe ich hier das Problem.
        Gerade gestern hatte ich so einen Fall: Da kam ein zu unterschreibender Vertrag 1 Monat(!) nach Versand. Hätte ich nicht zeitgleich andere Daten schon online angegeben, wäre ich bereits aus der Frist gelaufen. Und das Beste daran: Die Briefankündigung der Post hatte mir den Brief 1 Monat zuvor schon angezeigt. Ich hatte mich nur gefragt, wo er denn bleibt.

  8. Einer der Dirks says:

    Dann müssen aber auch Rechnungen mehr Zeit bekommen. Ein Zahlungsziel von 7 Tagen nach Rechnungsstellung ist schwierig, wenn der Absender intern einen Tag, die Post 7 Tage und die Bank nochmal 1-2 Tage braucht.

    • Da wäre dann Rechnungsversand per Mail noch eine Alternative (die außerdem Papier spart)….

    • Hallo einer der Dirks , „Dann müssen aber auch Rechnungen mehr Zeit bekommen. Ein Zahlungsziel von 7 Tagen nach Rechnungsstellung ist schwierig, wenn der Absender intern einen Tag, die Post 7 Tage und die Bank nochmal 1-2 Tage braucht.“ das war auch mal so – üblicherweise vier Wochen – wurde dann irgendwann auf durchschnittlich 14 Tage gesenkt , mit der Begründung , es gäbe ja onlinebanking und daher sei es Kunden zumutbar schneller zu zahlen . Also: verlängerte postlaufzeiten nur wenn auch alle gesetzlichen Reaktions- und Zahlungsfristen verlängert werden , und zwar vom Gesetzgeber. Ich fordere für mich als bürger/Kunde dann nämlich auch Gemächlichkeit bei der einlegung von Widersprüchen, Rechtsmitteln und Begleichung von Rechnungen.

  9. In meinem Briefkasten landen seit Jahren nur noch Rechnungen und Werbung. Von mir aus kann die Deutsche Post weg.

    Und die Pflicht, einen Briefkasten zu haben, sollte abgeschafft werden. Das mit der Pflicht zur ladungsfähigen Anschrift könnte auch digital gelöst werden.

    • Es gibt keine Pflicht zur Vorhaltung eines Briefkastens.

    • Hallo Matze , „Von mir aus kann die Deutsche Post weg.
      Und die Pflicht, einen Briefkasten zu haben, sollte abgeschafft werden. Das mit der Pflicht zur ladungsfähigen Anschrift könnte auch digital gelöst werden.“
      vergiß nie: du bist hier in einer Blase, einem technik-affinem Blog. Wass dir und den meisten Anderen alltäglich erscheint ist es nicht für alle: nämlich der souveräne Umgang mit aufwendigen digitalen Instrumenten. Und die wären für gesetzeskonforme authentifizierung , wie sie für Behördenvorgänge, gerichtsfeste ladungen, Beurkundungen , Fristwahrung und Verifizierung der persönlichen Berechtigung solche Schreiben zu versenden, entgegenzunehmen und darauf zu reagieren, notwendig. Und zwar nicht nur auf Seiten der „Profis“, also Behörden, Gerichte, Anwälte, Versicherungen, Kaufleute , sondern auch Michael Mustermann und martha musterfrau aus dem Plattenbau oder dem Seniorenheim oder mit der Sprachbarriere müssten diese Kompetenzen erwerben, ausüben und antrainieren. Hallo!!! Wie soll das für alle funktionieren? lesen und Schreiben auf _Papier_ sind Kulturtechniken , die noch nicht mal alle menschen souverän beherrschen, von amtlichen Erledigungen mal ganz abgesehen. Und dann willst Du ernsthaft verlangen und voraussetzen, daß alle Menschen genügend digitalkompetenz besitzen um mit nur noch elekktronischer Kommunikation mit Behörden, Versicherungen, kaufleuten , Gerichten usw. umzugehen? Selbst ich schrecke vor Dingen wie Postident oder anderen aufwendigen zertifizierungsverfahren zurück. Das ist so nicht, schon gar nicht zeitnah, umzusetzen. guck dir mal die Bevölkerungspyramide an – und guck mal wo die Merhzahl da angesiedelt ist. sowas kannst du erwarten wenn die „digital natives“ die so ab 2000 geboren wurden , etwa 60 sind. bis dahin müssen die „überkommenen“ Strukturen des Papierwesens und damit auch eine zuverlässige dingliche Postzustellung als Parallelsystem erhalten bleiben.

  10. lol Bei uns auf dem Dorf, irgendwo in der Pampa der Südeifel, wunderte sich mein Apothekenlieferer warum er so gut wie gar keine Post mehr bekommen würde. Auf eine Nachfrage beim Briefträger erfuhr man dann, die würden wegen Fachkräftemangel zur Zeit nur noch dann austragen, wenn die Briefsendungen wirklich wichtig wären. Natürlich keine Idee nach welchem Schema die „wichtig“ einordnen.

  11. Wie das Recht auf Gemächlichkeit?

    Dachte das gibt es bei DHL schon!
    Hatten die nicht ein Paket abgeschlossen, welches auch die Rechte der Faulheit, der Inkompetenz und der Dummheit eingeschlossen hatte oder habe ich da was falsch verstanden?!

    Sorry aber um irgendwas zu fordern, sollten sie erstmal an ihren jetzigen Baustellen arbeiten.

    Wenn ich lese, gestresste Zusteller, dann lach ich. Da gibt es eine Vielzahl stressiger Jobs, bei denen es aber deutlich besser läuft.

    Mitleid gibt es für DHL nicht!

    • Das ist gegenüber den Zustellern aber ganz tief unter den Gürtel geschlagen.

      • Solange ich treffe, ist es okay aber es geht allgemein an DHL, die nichts gegen solche Zusteller unternehmen und lieber ihre Kundenhotline so gut verstecken, dass da keiner anrufen kann und wenn man sie findet, diese mit Typen zu versehen, die keiner versteht oder die einen nicht verstehen wollen.

        Aber Hauptsache sich als DHL in Geschäften überall aufdrängen und breit machen, sodass man überpräsent ist.

        In meinen Augen müsste es beim Onlinehandel bereits bei allen Geschäften möglich sein, als Kunde zwischen mindestens 2 Zustellern wählen zu dürfen.

    • Du solltest hier DHL und Post nicht verwechseln. Das eine sind Pakete und das andere sind meistens Briefe.

      Und warum gibt es bei Paketen deiner Meinung nach was zu bemängeln? Ich habe noch nie Zusteller in ihren DHL-Fahrzeugen faul rumsitzen gesehen und Inkompetenz? Dummheit?
      Diese Aussagen sind schon sehr fragwürdig ohne Begründung.

    • Da sieht man das du überhaupt keine ahnung hast was ein Zusteller alles durch machen muss. und in dem Sinne wenn fu nicht fachlich reden kannst solltest du lieber deinen Mund halten

    • Ehrlich? WIe arrogant willst du sein um über den Stress anderer zu urteilen? Es geht meistens auch um den Umgang mit Menschen. Und da entwicklen wir uns wieder zurück. Statt miteinander wird es immer mehr gegeneinadern. Es ist wirklcih traurig anzusehen wie egoistisch die Welt wieder wird. Wirklich, wirklich traurig.

      • Wenn aber der Zusteller mehrmals trotz richtiger Adresse das Paket nicht Zusteller, ist das Dummheit und Faulheit.

        Einfach mal in anderen Foren umschauen, denn das Problem ist bekannt.

        Genauso wie das in die Zentrale bringen der Pakete, weil man angeblich nicht zuhause ist.

        Sorry aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.

        • therealThomas says:

          Schonmal daran gedacht, dass der Zusteller evtl. angibt, dass du nicht zuhause warst, weil er keine 150+ Pakete am Tag zustellen kann? Pakete zurückbringen, weil er es nicht geschafft hat, gibt Ärger. Cool, oder?

          • Ach aber einen Zettel in den Kasten stecken kann er? Dafür ist die Zeit da und so. Hmm… Okay DHLfanboys wie es mir scheint.

            Es gibt aber auch die Gegenseite, die nicht zufrieden ist mit der Firma.

            Vor allem würde es auch schneller gehen, wenn er klingelt, da ich ja runter gehen würde als wenn er die Karte ausfüllt und diese in den Kasten wirft.

    • Können ja mal tauschen.

  12. Ich bekomme über Web.de die Briefankündigung. Und immer öfter kommt der Brief dann nicht an diesem Tag an, und auch nicht am nächsten.
    Und dann kommt erneut die Briefankündigung (wohlgemerkt für den selben Brief!) und dann 1 Tag später kommt der Brief final an.
    Dreht wohl im Verteilzentrum so seine Runden.

    Deutschland schafft sich ab.

    • Nachdem die Post die Briefankündigung in ihre DHL-App importierte (zuvor war das GMX exklusiv), funzte die nach postalischem Erhalt der Aktivierungs-PIN ganze 4 Wochen bei mir. Und seither nie wieder.

      • Der Fehler im System ist eh, dass das nur die Briefe der Deutschen Post funktioniert.
        Gibt aber noch andere Dienstleister für Briefe, CitiPost zum Beispiel.

    • Kann ich überbieten, die letzten beiden Briefe, die ich bekommen habe, kamen 7 bzw 21 (!!!) Tage nach der Ankündigung in der App an. Ich glaube, wenn mehr Leute die Briefankündigung nutzen würden, wären die Beschwerden noch massiver.

  13. Ganz ehrlich, ob jetzt ein Brief heute oder morgen kommt war für mich bisher noch nie entscheidend.
    Meinetwegen sollen sie einen 2 Tages Rythmus für Zustellungen einführen.
    Oder auch, wie in den USA üblich, online jedem mitteilen welche Briefe in Zustellung stehen und mit der Möglichkeit diese zu Priorisieren

    • Ein Klasse System in den USA. War mir gar nicht bekannt.
      Würde gerne so eins auch hier in DE haben…aber ist schlicht nicht realisierbar bei dem Haufen.
      Ein System, bei dem der Kunde die Briefzustellung priorisieren kann. Das ist in diesem Beamten-Konzern zum Scheitern verurteilt. Soweit kann keine

  14. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn der Brief nach 2 Tagen ankommt; wenn ich bedenke, dass Briefe von/zu mir zuletzt bis zu 7 Tagen benötigt haben, wäre das dann sogar eine Verbesserung. Solange auch Mitarbeiter etwas von der Gemächlichkeit profitieren (auch wenn ich das Gefühl habe, dass die Arbeitsbedingungen der Post-Zusteller hier nicht ganz so schlimm sind wie bei den Paket-Zustellern). Wenn die Post noch auf ihre Papiermüllsammlung in Form von „Einkauf aktuell“ verzichtet, dann müssen die Zusteller auch weniger Postkästen ansteuern.

    • Auch „Einkauf aktuell“ wird von der Post nur transportiert, die Auftraggeber dahinter sind andere. Musst du dich mal direkt bei den Auftraggebern beschweren statt beim Überbringer….

  15. Ich würde der Post natürlich zustimmen wenn wir in dieser Zeit leben würden die als Begründung dient. Also, in der Zeit wo wirklich alles digitalisiert funktionieren würde und Kunden die Wahl vorher hätten ob sie die Post in schriftlicher Form im Umschlag in ihrem Briefkasten finden wollen oder lieber im Mail-Postfach.

    Das tun wir aber noch lange nicht. Gut, der überwiegende Teil kommt bei mir als Mail an, aber gerade erst bekam ich die Rechnung vom Nachlassgericht um eine Erbschaft auszuschlagen und diese brauchte über eine Woche. Sehr schlecht, bei Zahlungsfrist von zwei Wochen.

    Wenn ich nun noch bedenke, es ist ein Gericht, also eine deutsche Behörde und ich denke andere Ämter sind da nicht besser.
    Sorry liebe Post, geschäftlich im privaten Sektor mag es funktionieren, aber wir haben wie viele Ämter? Zulassungsstelle, Arbeitsamt, usw.?
    Solange die es nicht digital gebacken bekommen ist das Anliegen der Post keine Option.

    Eigentlich sollte es doch die Post sogar besser wissen, hatten die nicht schon Optionen für Briefe und Postkarten und das nur online? Ist das nicht gescheitert?

  16. Ich verstehe die Argumentation des Post-Chef Frank Appel nicht:

    – Er fordert durch die Novellierung des Postgesetzes die Abschwächung der 80%-Regel . In Zeiten, in denen die meisten Menschen digital Nachrichten erhalten, sei die Vorgabe nicht mehr angemessen.

    Er sagt selbst, dass in der heutigen Zeit die meisten Menschen Nachrichten digital empfangen. Damit müsste doch das Briefaufkommen reduziert sein.

    – So stamme die Vorgabe laut dem Post-Chef Frank Appel aus einer Zeit, als es noch Usus gewesen sei, viele Briefe und Postkarten statt Mails oder Messages zu versenden.

    Er sagt nun weiter, dass damals ein höheres Briefaufkommen gegeben haben muss, weil es Usus gewesen sei viele Briefe zu versendet. Mails und Messages gab es noch nicht und/oder wurden erst später umfangreicher für Zustellungen verwendet. Damals hatte die Post die Kapazitäten mit dem Briefaufkommen umzugehen.

    Erkennst hier keiner den Widerspruch? Weil die Briefmenge reduziert wird, weil mehr Menschen digital Kommunizieren, reicht die Kapazität nicht mehr aus, um die vorhandene Briefmenge zu bewältigen?

    Wie passt das zusammen? Auf dem ersten Blick scheint die Antwort „Profitmaximierung“ zu sein. 🙂

    • Das passt ganz einfach zusammen:
      Jede bediente Zustelltour kostet Geld (Gehalt des Zustellers, Fahrzeugkosten, …), unabhängig von der Anzahl der zugestellten Sendungen. Wenn also die Sendungszahl schrumpft, steigen die Zustellkosten pro Sendung – schlimmstenfalls sogar bis über den bezahlten Transportpreis (das Porto).
      Die Fixkosten der Tour zu senken ist ziemlich unmöglich (Stichwort bspw Mindestlohn), also muss man die Auslastung der Tour wieder erhöhen – und wenn die Leute nicht mehr Sendungen verschicken, muss man halt Sendungen sammeln, bis sich die Tour wieder halbwegs lohnt.

      Und ja, das ist natürlich ein Versuch zur Profitmaximierung, die jedes Unternehmen antreibt.
      Auch die Deutsche Post ist eine privatwirtschaftlich am Markt agierende Aktiengesellschaft und keine Wohltätigkeitsorganisation….

      • Hallo Wolf, „Auch die Deutsche Post ist eine privatwirtschaftlich am Markt agierende Aktiengesellschaft “ hier liegt der Grundfehler wie bei vielem , das privatisiert wurde: krankenhäuser, Altenpflege usw. – der Staat hat sich seiner Verantwortung überall entledigt und privatisiert. Als die Post noch staatlich war und zwar schon vor vielen jahrzehnten – ich kenne selbst das nur noch aus Erzählungen von Großeltern – gab es in großen Städten _mehr als eine _ Postzustellung pro Tag!!!! Oh wie sind wir rückständig geworden! hatten in der Weimarer republik also , was das anging incl. eines öffentlichen rohrpostsystems für Briefe in Berlin mehr Komfort als heute und mehr dienstleistung. Wirklich immer schöner, die neue Welt?

      • Aus wirtschaftlichen Perspektive habe ich das Thema nicht betrachtet. Daher danke für deine Ausführung.
        Ich habe das Problem der Post so verstanden, dass die Kapazität logistisch mit den heutigen Anforderungen nicht mehr zu stemmen sei.

  17. TwistedRealityDE says:

    Für Private Post kein ding, die bekomme ich nicht aber Offizielle Briefe erwarte ich die Zustellung ASAP.

  18. Oh man. Ja, man kann heutzutage vieles (nicht alles) per Email regeln. Ich brauche keine tägliche Post – aber wenn man es plötzlich mit Behörden (und da ist Deutschland in der Steinzeit, genauso wie beim Thema IT und IT-Infrastruktur) zu tun hat, welche sich partout gegen Email und Scans wehren (!!!!) und diese nicht anerkennen, dann hört der Spaß auf. Dann macht das alles keinen Spaß und keinen Sinn mehr. Ich weiß, dass wir hier langsam und immer mehr zu einem dritte Welt Land werden. Industrie hat kein Bock mehr hier zu sein, wer kann wandert aus, die Politik weiß auch nicht was ihre Aufgabe ist. Schade um den Standort Deutschland, aber das ist die bittere Realität. Und was die Deutsche Post macht – nun ja, sie passt sich dem Land an.

  19. Susa Richter says:

    Was die Post entlasten würde, wäre ein Verbot der Übersendung von Katalogen und Prospekten und Werbematerial, das der Kunde gar nicht will. Da kann der Gesetzgeber gerne mal ran! Spart auch Tonnen von Papier.

    • Du musst dem nur Widersprechen, Aufkleber am Briefkasten und für die Dialog-/Infopost eine Info an den Werbungssendendend dass du zukünftig keine mehr willst. PS: Woher sollte es die Post wissen ob du den Katalog willst oder nicht?!

      • Funktioniert nicht. Dank DSGVO gibt es Konstrukte, denen kannst du nicht widersprechen außer Klage im Nicht-EU Ausland.
        Deutscher Anbieter beauftragt Unternehmen in der Schweiz mit dem Versand. Die Schweizer haben irgendwoher die Adressen. Die Adressen werden benutzt um in Deutschland den Katalog- oder Werbespam zu versenden. Da adressiert wirken die Aufkleber am Briefkasten nicht. Du beschwerst dich dann bei der Firma, deren Katalog du bekommen hast mit voller DSGVO Auskunft. Nun, die sagen dir dann, dass sie deine Adresse nie hatten und dich bis zu dieser Kontaktaufnahme deinerseits nicht kannten. Weitere Infos gibt es bei der Schweizer Firma, die den Versand abwickelt. Und was kann ich bei der Schweizer Firma machen? DSGVO Auskunft geht nicht. Kontaktaufnahme geht, nur antwortet niemand von denen. Könnte also klagen…. In die Schweiz… wegen Adresshandel… Haha.

      • Susa Richter says:

        Ja, logisch, das funktioniert auch so super gut… Warum muss ich überhaupt erst widersprechen, dass ich etwas nicht will. Das ist ein Systemfehler. Zurück auf Anfang, alle Hersteller müssen fragen und wer nicht antwortet oder anlehnt, wird nicht mehr belästigt. Das würde der Post Spielräume schaffen. Etwas anderes ist, ob sie das will, denn auch Werbetreibende zahlen Porto. Da das aber nicht so viel sein kann, dürfte es sich rechnen. Besser jedenfalls als das Gemächlichkeitsdingens.

  20. gerade gestern: live tracking zeigt an, dass der DHL Lieferant noch 100m entfernt ist. Dann kommt eine E-Mail: Zustellung nicht möglich. Abholbescheinigung bekomme ich per Post zugeschickt. Paket ist übrigens auch schon 2 Tage überfällig gewesen. Nun auf den Brief warten. What?

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