Deus Ex Aria – Smartwatches und Apps mit einem Fingeschnippen bedienen

Smartwatches sind das heiße Thema dieser Tage. Viel wird diskutiert über Sinn und Unsinn oder den Mehrwert der digitalen Handgelenksveredler. Als großer Vorteil und Mehrwert wird immer wieder herangezogen, dass der Nutzer nun unabhängiger von seinem Smartphone wäre. Er kann ja so die meisten Nachrichten, Mails und Erinnerungen viel einfacher direkt am Handgelenk ablesen. Beiden Szenarien gemein ist allerdings die Tatsache, dass man oft beide Hände für die Aktionen benötigt (Ausnahme: einige neue Android Wear-Funktionen). Letztlich ist es unerheblich, ob man an seinem Handy oder an der Uhr herumspielt – seinen Kaffee muss man vorher meistens abstellen.

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Hier setzt das Kickstarter-Projekt „Deus Ex Aria“ (das ich im folgenden nur noch Aria nennen werde) an. Aria erweitert die Steuerung von Smartwatches – und somit auch Smartphones – um Fingergesten. Auf diese Weise lassen sich Apps starten, Anrufe annehmen und abweisen, Erinnerungen durchscrollen, ohne, dass man dafür Knöpfe drücken oder am Display der Uhr herumwischen müsste.

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Das Ganze funktioniert über Sensoren, die die Muskelbewegungen des Handgelenkes über einen Erkennungsalgorithmus analysieren und an das Device weiter geben. Vor der Inbetriebnahme ist eine kurze Kalibrierung notwendig, in der die vorgegebenen Gesten geübt werden und an die eigene Mechanik angepasst werden. Die Fingerbewegungen sollen übrigens frei belegbar sein.

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Außerdem gibt sein SDK, über das Entwickler ihre eigenen Apps und Devices an Aria anpassen können. Die GoPro-Kamera beispielsweise wird von Anfang an unterstützt werden. Gut möglich also, dass bald mehr als die Standardgesten nutzbar sein werden.

Aria wird es in zwei Versionen geben. Einmal als Dongle für alle Android Wear-Devices und einmal als Armband für die neue Pebble Time (Steel). Apple Watch-Besitzer bleiben diesmal außen vor. Die Android-Variante kommuniziert über Bluetooth mit der Smartwatch und lässt sich an das Armband anclippen. Der schlanke Formfaktor und die Permanentaktivierung von Bluetooth fordern allerdings ihren Tribut, denn die Batterieleistung wird mit „über 24 Stunden“ angegeben. Ein Gerät mehr also, das täglich geladen werden muss. Early Bird-Besteller zahlen 109 anstatt der später fälligen 129 Dollar.

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Gar nicht geladen werden muss die Pebble Time-Variante. Hier machen sich die Entwickler die neue Schnittstelle zu Nutze, an der das Armband angedockt wird. Der Energieverbrauch wird hier mit 15% der Gesamtlaufzeit angegeben. Bei 7 (Pebble Time), beziehungsweise 10 Tagen (Time Steel) Akkuleistung also durchaus verschmerzbar. Wer für das Pebble-Armband bietet, ist derzeit mit 59 Dollar dabei. Später wird es 69 Dollar kosten.

Die Kickstarter Kampagne läuft noch bis zum 20. Juli. Das Finanzierungsziel von 100.000 Dollar aber bereits erreicht. Aria wird also kommen. Der Produktionsstart soll im Februar 2016 erfolgen. Besteller werden also aller Voraussicht nach erst im Frühsommer mit den Fingern schnippen können.

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2 Kommentare

  1. frag mich ob das was in Zukunft bringt oder 2016 nicht in einer Wear eingebaut ist. Kann ja per Schütteln jetzt schon durch das Menü springen.

  2. In der Übersicht hat sich noch ein Rechtschreibfehler versteckt. 🙂

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