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„Cyberpunk 2077“: Entwickler entschuldigen sich und bieten Konsolenspielern Erstattungen an

Gestern habe ich meinen Anspielbericht zu „Cyberpunk 2077“ veröffentlicht. Gezockt habe ich die Konsolenversion an der Xbox Series X. Und es ist keine Übertreibung, wenn man festhält, dass die Konsolenportierungen in einem sehr schlechten Zustand sind. Das muss auch den Entwicklern von CD Projekt RED klar gewesen sein, denn ich denke aus diesem Grund gab man vor Release nur Codes der PC-Version heraus. Nun lenken die Entwickler ein: Wer von der Konsolenversion enttäuscht sei, könne eine Erstattung anfordern.

Man wünsche sich natürlich, dass die Konsolenspieler Geduld beweisen: Innerhalb der nächsten sieben Tage solle es einen weiteren Patch geben. Zwei weitere, umfangreiche Patches seien für 2021 geplant. Einer werde im Januar, der nächste im Februar erscheinen. Wer dennoch unzufrieden sei, könne das Spiel im PlayStation Store und im Microsoft Store zurückgeben, indem eine Anfrage an den Kundenservice erfolge.

Wer eine Retail-Version zurückgeben wolle, solle sich laut CD Projekt RED an den Händler des Vertrauens wenden. Sollte es Probleme geben, dann empfiehlt man bis zum 21. Dezember 2020 diese E-Mail-Adresse zu kontaktieren: helpmerefund@cdprojektred.com. Allerdings empfinde ich persönlich den Wortlaut von CD Projekt RED als leicht beleidigt. So mahnt man, dass die Patches das Spiel verbessern werden, es aber nicht plötzlich auf den Last-Gen-Konsolen aussehen werde, wie auf einem High-End-PC.

Ich denke, das hat aber auch niemand ernsthaft erwartet. Dennoch gibt es viele Titel, die insbesondere an den Xbox One X und PS4 Pro deutlich hübschere Grafik auf den Bildschirm zaubern – auch aus dem Open-World-Bereich. Und die vorab gezeigten Gameplay-Videos der PlayStation- und Xbox-Versionen sahen auch noch deutlich vielversprechender aus, als das wahre Ergebnis.

Nun denn, ich persönlich werde ohnehin ausharren: Bevor die Next-Generation-Upgrades nicht verteilt werden, widme ich mich anderen Titeln. Sobald jene da sind, werde ich hier im Blog sicherlich einen kleinen Nachtest zu „Cyberpunk 2077“ durchführen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. Finde ich absolut fair, so lobe ich mir das.

    • Fair wäre es gewesen, das Spiel in dieser Verfassung für Konsolen erst gar nicht zu veröffentlichen. Das hier ist bewusst provoziert und nun versucht man sich als äußerst zuvorkommend darszustellen um Klagen von Verbraucherschützern zurvorzukommen.

      CDPR wusste doch ganz genau, wie das Spiel auf den Konsolen läuft.

      • Ich finde die XBox Serie X Version nicht so schlimm. Da es eh über einen HD-Beamer gespielt wird, geht da natürlich einiges verloren. Ich bin nicht so unzufrieden und finde das Spiel nicht so schlecht wie der Artikel es andeutet. Man kann es spielen. Abstürze kamen vor, Glichtes ja. Aber ich habe es dennoch schon glaube ich 10+ Stunden gespielt.
        Aber der Hauptumstand, dass ich ein unfertiges Spiel gekauft habe, bleibt natürlich bestehen. Auch dass ich die Grafikqualität einer XBOX One spiele, aber dennoch den vollen erhöhten Preis zahle.

        Schlechte Entscheidung vom Publisher

      • CDPR hat das Spiel mehrmals verschoben und ich vermute, dass wenn die „Fans“ nicht krasse Todesdrohungen gegenüber Entwicklern geschrieben hätten, wäre das Spiel sicher weiter als Dezember verschoben worden.

        Du kannst nicht beides haben, beschweren und drohen, dass du das Spiel haben willst, aber dich dann über Bugs beschweren.

  2. therealThomas says:

    Mhh, erst verkaufen und keine Konsolen-Codes an die Reviewer rausgeben und dann anbieten, man könne über den Support das Spiel ja auch zurückgeben? Klingt irgendwie nicht so nett.
    Wieso hat man nicht, ähnlich wie Rockstar bei GTA V damals, zunächst die Version auf der einen Plattform und danach auf der anderen veröffentlicht? GTA V gab es ja schon für einige Zeit auf den alten Konsolen, dann auf den neuen und erst danach auf dem PC. Auch da war das Spiel sicherlich nicht bugfrei, aber es war nichts großes.
    So hat es irgendwie einen faden Beigeschmack…

  3. Hatten die nicht immer verschoben, um das beste mögliche Spielerlebnis zu ermöglichen? Was ist daraus geworden, nur PC optimiert oder wie?
    Hätte ich das spiel zu Release gekauft wäre ich stinksauer, wenn man die lange Entwicklung bedenkt.
    COVID ignoriere ich hier mal, denn der eigentliche Release war ja April, will gar nicht wissen wie es zu diesem Zeitpunkt aussah…

    • Für PC ist es ja auch nicht wirklich optimiert. Ich hatte mit 2070 Super und 3700X jedenfalls jede Menge Grafikbugs. Vieles flimmert oder wird gar nicht dargestellt, dann mit aktiviertem DLSS (!) wird es halbwegs richtig dargestellt. Schaut jetzt nett aus, aber überwältigt mich nicht. Dafür fehlt richtig viel, was 2020 für so einen Hype nicht geht wie z.B. Schadensmodell an den Autos, nicht ständig widerholende NPCs,…

    • Also auch die PC Version hat noch ZIG Bugs, wenn auch insgesamt nicht so gravierend wie bei den Konsolen.
      Es ist teilweise schon eine Herausforderung, eine Mission überhaupt zu schaffen.
      Es gibt Glitches, Waffen funktionieren teilweise nicht im Zielfernrohrmodus, etc …

  4. Die eigenen Fehler auf den Rücken der Händler auszutragen finde ich nicht fair. Denke nicht, dass der Händler ein extra Retoure recht bekommt. So wird das Spiel in den nächsten Wochen zu 100erten auf den Grabbeltisch zu finden sein. CDPR sollte lieber eine eigene Retoure-Aktion auf die Beine gestellt werden.

  5. PS4 Version für mich unspielbar. Grafikbugs, FPS Einbrüche und Abstürze. Amazon nahm mein Spiel anstandslos zurück.

  6. Was für ein Desaster!
    Es wäre für den Ruf deutlich besser gewesen, die noch verbugten Konsolenversionen erst später auszuliefern anstatt den schnellen Euro vorm Weihnachtsgeschäft unbedingt einsacken zu wollen.

  7. Ich scheine ja wirklich Glück zu haben. Ich kann mich auf meiner Series X nicht beschweren. Klar, es gibts Glitches und komische Physik, aber unspielbar ist es für mich nicht. So, wie man es von Fallout kennt..

    • André Westphal says:

      Die Series-X-Version ist aktuell auch von den Konsolenversionen noch die beste – ich habs auch daran gespielt, warte aber nun auf das Next-Gen-Update.

  8. Gibt es eigentlich diese Aufregung und diesen Ärger nur bei Spielen, die vorher ordentlich gehypt wurden? Als No Man´s Sky veröffentlicht wurde gab es doch auch einen riesen Aufschrei. Und jetzt ist alles gut.

    • André Westphal says:

      Bei kleineren Titeln ist der Rummel aufgrund der kleineren Zielgruppe natürlich kleiner. Zuletzt fällt mir da auch noch „Pathfinder: Kingmaker“ als arg verbockter Konsolenrelease ein. Ebenfalls ein richtig tolles RPG, aber total verhunzte Konsolenversion :-(.

  9. Die Kritik an der technischen Umsetzung mal außer acht lassend ist dieses Spiel wie auch das Cyberpunk-Universum insgesamt ein großer Entwurf der Zukunft fortschrittlicher menschlicher Gesellschaften. Pondsmith wie die, auf denen er aufbaute, sind Visionäre. Und nebenbei gesagt ist diese Dys-/Utopie bei aller sozialen Zerissenheit die einzige Zukunft, die es wert ist Gegenwart zu werden. Der Mensch muß sich überwinden.
    Dass CDPR es mit CP2077 wieder einmal schafft, großartig zu erzählen und der literarischen Grundlage gerecht zu werden, beweist seine Klasse. Ich sehe gegenwärtig kein anderes Entwicklerstudio mit dieser Kompetenz.

    In ein zwei Jahren werden die technischen Mängel behoben sein und dieses Spielemeisterwerk wird die entsprechende Würdigung erfahren. Ich kann es nicht beseite legen und bereue die Vorbestellung nicht.

  10. Schon beachtlich, dass du heutzutage ein zum Teil unspielbares Game auf den Markt werfen kannst und dann die Entwickler noch gelobt werden, weil sie ein zum Teil unspielbares Game noch gefixen werden. Vor ein paar Jahren wäre so eine Herangehensweise das Ende des Studios gewesen.

    Heute fühlt sich kein Entwickler mehr dazu verpflichtet, ein „fertiges“ Spiel zu releasen. Grobe Fehler werden dann mit einem Day One Patch oder nach dem Launch gefixt werden, kassiert aber trotzdem schon mal beim Spieler den vollen Preis ab

  11. Wenn ich das alles so lese weis ich das ich mit meiner Strategie zu warten wieder genau richtig lag. Auch ein CDPR bekommt es halt nicht hin vom Start direkt sauber zu funktionieren. Bei denen glaub ich aber am ehesten das die es langfristig wirklich hinbekommen.

  12. Ich spiele auf einer Series X und bin absolut begeistert von dem Spiel. Bugs und Glitches sind vorhanden, das will ich gar nicht bestreiten, aber nichts spielentscheidendes. Seit ich rausgefunden habe, dass man die Grafik von ‚Performance‘ auf ‚Quality‘ umstellen kann, sieht es auch noch fantastisch aus. Ich habe schon 10+ Stunden in Nicht City verbracht und gehe nicht davon aus dass ich damit in absehbarer Zeit aufhören werde.

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