„Cyberpunk 2077“ angespielt: Das Warten hat (k)ein Ende

Donnerstag war es so weit: „Cyberpunk 2077“ ist nach mehreren Verschiebungen endlich erschienen. Erste Testberichte lasen sich im Vorfeld sehr vielversprechend. Nun konnte ich mir das Spiel selbst an der Xbox Series X (hier mein Erfahrungsbericht zur Konsole) anschauen. Und mich persönlich lässt „Cyberpunk 2077“ nach meinen ersten 12 Spielstunden mit einem eher ernüchternden Eindruck zurück. Doch eigentlich ist das Ganze viel komplexer.
Zunächst zum Spiel an sich: In „Cyberpunk 2077“ verkörpert ihr den Charakter V in einer dystopischen Zukunftsvision, basierend auf dem klassischen Pen-and-Paper-Rollenspiel „Cyberpunk“ von Mike Pondsmith. Vs Hintergrundgeschichte wählt ihr am Anfang selbst: Wahlweise stammt V als Nomad aus dem Umland von Night City, arbeitet als Corpo für einen Konzern oder gehörte zuvor einer Straßengang an. Der Anfang hat mich an „Dragon Age: Origins“ erinnert. Allerdings hat die Herkunft nach einem ca. halbstündigen, angepassten Beginn wenig Einfluss auf das, was weiterhin passiert.

In Night City entwickelt sich „Cyberpunk 2077“ nach einem etwas zählen, linearen Beginn zu einem Open-World-Rollenspiel. Die Stadt ist nicht riesig, aber vollgepackt. Beispielsweise solltet ihr nicht alleine auf die bloße Größe der Karte blicken. Denn sie ragt sozusagen auch in die Höhe. Daher kann der Ersteindruck trügen. Durch die „Schichten“, die quasi übereinander gestapelt sind, bietet sich hier ein großes, urbanes Szenario zum Austoben. Und RPG-typisch bombardieren einen auch direkt zahlreiche Questgeber mit Aufgaben, die in unterschiedliche Bereiche von Night City führen. Da kann die Hauptquest direkt zur Nebensache werden.

Ähnlich wie in „The Witcher 3: Wild Hunt“ geht es aber nicht nur um Gespräche, das Sammeln von Gegenständen für Questgeber und darum Entscheidungen zu treffen. Auch die Kämpfe nehmen eine enorme Rolle ein – dieses Mal alles aus der First-Person-Perspektive. Dabei bin ich direkt auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad „Very Hard“ gestartet, der sich auch für mich absolut richtig anfühlt. So ist das Spiel hart aber fair. Vielmehr könnt ihr so in Kämpfen nicht einfach wild drauflos ballern, sondern müsst Taktik anwenden und euere Umgebung ausnutzen.

Beispielsweise habt ihr im Attribut- und Perk-System von „Cyberpunk 2077“ die Möglichkeit Punkte auf Bereiche wie Reflexe, Körper oder Technik zu legen. Ich entschied mich rasch dafür mit Hacking zu hantieren. Das erlaubt es etwa, Maschinen in der Umgebung zur Ablenkung zu nutzen oder die Cyberware-Implantate von NPCs zu manipulieren. Problem: Ihr könnt nur eine begrenzte Anzahl sogenannter Quickhacks im Cyberdeck speichern, das ihr zum Hacken benötigt. Anfangs steht euch nur ein Einstiegs-Deck zur Verfügung – bessere Versionen kosten Unmengen an Geld. Das animiert immerhin direkt sich auch in Nebenaufgaben zu stürzen.

Letztere fallen in meiner bisherigen Spielzeit sehr unterhaltsam aus. Allerdings sehe ich da „The Witcher 3: Wild Hunt“ mit seinen Geschichten noch als überlegen an. So schwankt die Qualität der Quests bei „Cyberpunk 2077“ deutlich stärker. Es gibt auch Aufgaben, bei denen man im Wesentlichen von Person X den simplen Auftrag erhält Gegenstand Z zu Person Y zu bringen. Außerdem gibt es noch Serien von Nebenaufgaben, wie die Faustkämpfe gegen mehrere Kontrahenten in unterschiedlichen Bereichen der Stadt oder die Kopfgeldjagd bzw. das Aufstöbern von Cyber-Psychos – im wesentlichen Mini-Bosse, die euch besondere Belohnungen verheißen.

„Cyberpunk 2077“ erinnert mich in Sachen Gameplay und Atmosphäre bisher extrem an „Deus Ex“. Auch hier gibt es oft mehrere Wege Missionen zu lösen – einfach Rumballern, Schleichen oder durch Verhandlungen zum Ziel gelangen. Und auch hier könnt ihr nicht nur eure Attribute steigern und mit Perks neue passive und aktive Fähigkeiten erhalten: Cyberware-Implantante peppen auch V auf und steigern etwa seine Traglast, geben mehr Zeit beim Hacken oder erhöhen den Widerstand gegen Waffen. Auch Cyberware ist allerdings exorbitant teuer.

Waffen und neue Rüstungen gibt es ebenfalls in verstreuten Shops in der Spielwelt. Bei jenen einzukaufen, das erschien mir aber schnell als unnötig: Holzt man Gegner um, findet man regelmäßig neue Waffen und Rüstungen im Überfluss. Was ihr nicht benötigt, könnt ihr im Übrigen auch auseinandernehmen und sogar selbst neue Items per Crafting basteln. Dafür braucht ihr aber die passenden Rohstoffe. Gegenstände auseinanderzunehmen und auch mal unnötig Objekte in der Spielwelt zu hacken, ist anfangs zudem ein guter Weg ein paar Erfahrungspunkte zu sammeln.

Als V muss man nicht zwangsweise per pedes in Night City unterwegs sein. Schon zum Start verfügt ihr über ein Auto, mit dem ihr durch die Straßen kurvt. Wer wahllos wie in „GTA“ Passanten umnietet, zieht jedoch schnell die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Je mehr Unruhe ihr stiftet, desto aggressiver werden die Ordnungshüter bei eurer Verfolgung. Da die Fahrzeugsteuerung extrem schwammig ist, sind Konfrontationen da nahezu vorprogrammiert. Zumal die KI anderer Autofahrer und der Passanten gegen null geht. Mir sind auch einige Male Fußgänger einfach spontan in die Karosserie gesprungen.

Und das führt uns auch zu meiner Überschrift, nach deren Sinn ihr euch vielleicht schon gefragt habt: Wer aktuell nicht über einen High-End-PC verfügt, der sollte „Cyberpunk 2077“ meiner Ansicht nach derzeit noch meiden. So einfach sieht die Sache aus. Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist das Spiel auch nach den ersten Patches extrem verbuggt. Ich hatte an der Xbox Series X mehrere Male Freezes, die sich wenigstens dadurch auflösen ließen, dass ich kurz das Spiel gen Homescreen verließ und dann zurück ins Game wechselte. Doch was man bereits in wenigen Minuten in Night City erlebt, geht auf keine Kuhhaut.

Mein Begleiter Jackie etwa vermeint regelmäßig in einem Cabrio zu sitzen: Stoppe ich das Fahrzeug, liebt er es aufzustehen, um provokativ durch das Fahrzeugdach zu ragen. Generell scheint er Unterricht bei Kitty Pryde genommen zu haben, denn auch geschlossene Türen durchschreitet er regelmäßig kommentarlos. Aber auch andere Bewohner Night Citys haben aufgepasst: Arme und Beine durch Wände zu strecken, ist groß in Mode. Levitation zählt ebenfalls zum Standard-Repertoire vieler NPCs. Diese Bugs wären vereinzelt amüsant, treten aber so regelmäßig und geballt auf, dass sie die Atmosphäre stark beeinträchtigen.

Auch in Quests kann es Fehler geben: Einmal tauchte bei mir etwa ein relevanter NPC nicht auf – stattdessen war die Figur in den Kampf mit einer Gang verstrickt und lag nun regungslos in der Gosse. Nur das Laden eines älteren Spielstandes half aus. Mein Charakter guckt in den Spiegel: Plötzlich habe ich statt meiner gewählten Frisur eine Glatze, mein Hut wird dafür nicht angezeigt. Solche Fehler treten im Minutentakt auf und sind mir in den letzten Jahren so geballt in keinem einzigen Spiel untergekommen. Zusätzlich ist auch die Technik von „Cyberpunk 2077“ selbst für ein Last-Generation-Spiel wenig beeindruckend. Die einzige Version, die grafisch rundum überzeugt, ist die PC-Version.

Von den Konsolenversionen steht die Xbox Series X aktuell am besten da. Zwar zockt ihr hier nur die Variante für die Xbox One X via Abwärtskompatibilität, doch es gibt stabilere Framerates. Außerdem ist der Modus „Qualität“ nur der Microsoft-Konsole vorbehalten. Er bietet höhere Auflösungen und auch eine höhere NPC-Dichte sowie Ambient Occlusion. Die PS4 Pro und PS5 verfügen nur über einen niedriger aufgelösten Performance-Modus. Alle Konsolen zeigen aber eine verfälschte HDR-Darstellung, sodass ihr aktuell am besten fahrt, wenn ihr HDR schlichtweg deaktiviert.

Vergleicht man nun aber z. B. Beleuchtung und Texturqualität der Konsolenversionen mit der PC-Fassung, dann liegen da wirklich Welten dazwischen. Als bester Vergleich fallen mir manche Portierungen für die Nintendo Switch ein, die wir in der Vergangenheit z. B. zu Titeln wie „Doom“ erlebt haben. Auf einem kleinen Handheld-Bildschirm sind Kompromisse aber verzeihlicher, als auf einem 4K-TV. Vergleiche ich nun „Cyberpunk 2077“ mit den letzten Last-Generation-Spielen wie „The Last of Us: Part II“ oder „Ghost of Tsushima“, dann schneidet der Titel von CD Projekt RED bescheiden ab.

Hinter all den Bugs und technischen Abstrichen verbirgt sich jedoch ein großartiges Rollenspiel mit bereits zu Beginn einnehmender Story, interessanten Charakteren und viel Tiefe. Doch ich wurde so oft aus der Atmosphäre gerissen, sei es durch den Anblick matschiger Texturen, schwebende Charaktere oder einen der anderen Fehler, dass ich mich entschlossen habe nach diesem Anspielbericht „Cyberpunk 2077“ komplett zur Seite zu legen. Ich warte nun auf die Next-Generation-Patches. Ein derart umfangreiches Spiel zocke ich nur einmal komplett durch – und das möchte ich dann in einer besseren Qualität tun.

Es gibt ja aktuell auch genügend andere Open-World-Kost, um bei Laune zu halten: „Assassin’s Creed Valhalla“ (hier mein Test), „Watch Dogs Legion“ (hier mein Test) oder auch „Yakuza: Like A Dragon“ (hier mein Test) sind allesamt bestens geeignet, um die Wartezeit auf das Next-Generation-Update für „Cyberpunk 2077“ zu überbrücken. Wer gar nicht abwarten kann, sollte das Rollenspiel aber im Idealfall an einem potenten Gaming-PC zocken – oder eventuell sogar mal bei Stadia hereinschauen. „Cyberpunk 2077“ ist definitiv ein Pflichtkauf, denn wenn mal alles so läuft, wie es soll, blitzt ein fantastisches Rollenspiel auf – aber das ist aktuell noch nicht fertig entwickelt.

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53 Kommentare

  1. Ich hab es bisher ein paar Stunden auf Stadia am PC gespielt. Läuft soweit flüssig, wenig Bugs. …manchmal kommt mein Charakter nicht mehr aus der Hocke, was in Teilen ganz lustig ist.

    Gekauft hab ich es bloß wegen des kostenfreien Stadia-Controllers, der sogar schon auf dem Weg zu mir ist.

    • Im Vergleich zu GTA5, Red Dead Redemption, AC Valhalla wirkt Cyberpunk wie ein Amateurprodukt.

      • In welchem Bezug? Technisch – abegesehen vom PC würde ich Dir zustimmen. Inhaltlich liegt das Spiel über dem was GTA & RDR zu bieten hatte. Und Welten weg von Valhalla. Das Spiel war nett gemeint. Mehr nicht.

  2. Also auf Stadia läuft es echt schon ziemlich gut. Habe es mir da mit dem Stadia Pro Deal gekauft und bin zufrieden.
    Obwohl meine Ansprüche an Grafik und Gameplay ziemlich gering sind, muss ich trotzdem sagen, dass das Spiel noch ein bisschen reifen muss, bis es perfekt ist. Bei machen Gameplay Mechaniken fehlt einfach noch der letzte Schliff. Grawierende Spielspaßbremsen sind mir noch nicht aufgefallen.

    • Ich habe es mir auch auf Stadia geholt, einfach mal zum Testen, da auch ein Chromecast und Controller dabei sind.
      Aber die Qualität bei der 1080p Variante sieht aus wie Müll, das kann sogar meine alte Xbox besser und flüssiger darstellen.

      • Kann mich da überhaupt nicht beschweren. Läuft Bombe und sieht super aus auf Stadia.

        • Kann ich bestätigen. Läuft auf Stadia besser als auf den aktuellen Konsolen. Und den Controller und den Chromecast Ultra gab’s gratis als Zugabe.

      • Ja gut, letztendlich bleibt lokales Rendering immer überlegen. Aber „Müll“ finde ich jetzt schon deutlich zu hart. Es ist echt ja gut spielbar und wer die bessere Grafik will, der wird um den PC nicht rumkommen.

        Für mich ist es eine convenience Lösung, weil ich fast nicht spiele und keine Konsole oder Gaming PC habe.
        Ich habe den Eindruck, dass Stadia auf den Low Level Gamer abziehlt und sich nicht an den Grafikafinen richtet.

        PS: Hast du gecheckt, ob auch genug Internet beim Chromecast ankommt? Game streaming braucht leider schon eine ordentliche Verbindung mit hoher Stabilität.

        • Das muss ich vielleicht dazusagen, ich benutze keinen Chromecast sondern mein PC. Internet Leitung schafft weit über 600 Down, daran sollte es nicht liegen.
          Ich habe aber jetzt auch schon in diversen Subreddits gelesen, dass Chromecast ein viel besseres Ergebnis liefert als der Chrome Browser.
          Das werde ich noch testen.

      • 13-reasons-why says:

        Ich zocke aus am Chromecast auf 4K und bin ehrlich gesagt total begeistert …

        Dennoch: es gibt Unmengen an Bugs …

      • Kann ich leider nur Bestätigen, die Grafik ist komplett verwaschen und unscharf. Was theortisch Möglich wäre sieht man aber sobald man den Fotomodus anmacht, dann wird das Spiel auf einmal getochen scharf und sieht echt mega aus. Bei mir hilft leider auch die Pro Version von Stadia nicht, da ich schlicht und einfach keinen Fernseher habe der 4k darstellen kann. Somit gibt Stadia maximal 1080p aus obwohl man für mehr zahlt…

    • Ich habs mir auch für den Stadia-Deal gekauft und bin bzgl. Grafik etc auch sehr zufrieden. Allerdings komme ich kaum eine Leiter rauf und die vielen vielen kleinen weiteren Bugs zermürben den Spielspaß auf Dauer schon ziemlich. Ich denke auch darüber nach, erst mal einen Monat bei CP zu pausieren, immerhin läuft die kostenlose Pro-Phase 3 Monate.

  3. Nach längerem Spielen beeindruckt mich das Spiel überhaupt nicht und muss dazu auch RDR 2 als Vergleich heranholen. Während dort jeder Charakter/NPC organisch mit der Umwelt agiert, sind die NPC bei Cyberpunk Statisten, durch die man auch einfach mal durchläuft. Die Stadt selbst ist auf den ersten Blick interessant mit ihren verschiedenen Ebenen, aber irgendwann nur noch super generisch und langweilig. Da alles irgendwie ähnlich aussieht, ist die Orientierung auch schwierig.

    Ich hatte mir nach dem Hype tatsächlich einiges mehr erhofft, viele Testberichte kann ich für mich nicht nachvollziehen und ich vermute, dass viele Tester nicht mehr ohne Gesichtsverlust hinter ihre ursprünglich proklamierte Meinung zurücktreten können. Natürlich kann es auch sein, dass das alles eine subjektive Sache ist aber abgesehen von den spielerischen Schwächen sind die technischen Fehler einfach zu groß (Stadia-Spieler). Nichtladende Texturen, schwebende Koffer, permanente Glitches…eigentlich müsste das den Entwicklern aufgefallen sein.

    • Blödsinn…dafür ist RDR2 super langweilig Story gameplay und nichts als ein grafikblender

      • Ja, wirklich gute Argumente, die mich sofort überzeugt haben. Vielen Dank für deine gut begründete Meinung, ich werde dann noch mal darüber nachdenken.

        • Er hat RDR2 eigentlich ganz gut zusammengefasst. Ich fand das Spiel auch stinklangweilig und verbranntes Geld.

          • Bei RDR2 war doch klar was man bekommt, wenn man RDR1 gespielt hat.

            Wenn man blind Spiele mit falschen Erwartungen kauft, dann ist das sicher verbranntes Geld.

            • Wenn man RDR 1 gespielt hat, konnte man das sicher absehen, hatte ich aber nicht :).
              Habe mich bei dem Spiel etwas vom Hype mitreißen lassen und fand das Spiel schlicht eine absolute Enttäuschung.

    • So unterschiedlich sind die Geschmäcker. RDR2 hat mich super gelangweilt und genervt. Bei Cyberpunk versank ich sofort. 🙂

      • Franz vergleicht doch hier die Open World, die Interaktionen der NPC und die technischen Aspekte mit RDR2. Da kann es ehrlich gesagt keine zwei Meinungen geben.

        Beide der Bewertung eines Spiels gibt es aber natürlich zig weitere Aspekte (Story, Leveling, Gunplay etc.), die darüber entscheiden was man mag oder eben nicht mag.

  4. Sorry, das Spiel ist alles andere als nicht spielbar. Ja, es hat noch ein paar der genannten Fehler, aber in keinster Weise „ Doch was man bereits in wenigen Minuten in Night City erlebt, geht auf keine Kuhhaut“. Ich spiele seit dem Release Tag über die Shadow Cloud und bin wirklich positiv überrascht und für mich der Titel in 2020.

    • André Westphal says:

      Dann wirst du ja auch die PC-Version spielen, die ich als einzige im Bericht empfohlen habe. Ich schreibe doch mehrmals, dass ich von der Konsolenversion spreche.

      • Ich spiele V1.04 auf einer ps4 pro und kann mich bisher nicht beklagen. Gut einige Texturen brauchten etwas zum Laden, das war aber nicht schlimmer oder besser als ich es in anderen Spielen auch schon gesehen habe. Alles in allem, kein Grund cyberpunk derart in Grund und Boden zu schreiben.
        Zumal – wer CDproject kennt, weiß, dass die sich echt um ihre Spiele kümmern und nicht ruhen, bevor es wirklich rund läuft. Aber bashing verkauft sich wohl besser… Schade

  5. Typo: zählen

  6. Habe es aufm PC gezockt jetzt ohne größere Probleme, top.
    Zu Konsolenversionen kann ich nichts sagen, aber eine Konsole würde ich auch nicht mit der Zange anfassen.

  7. Also Spiel des Jahres ist es nur, weil vermutlich in den nächsten zwei Wochen kein GTA rauskommt.
    Nüchtern betrachtet bekommt man The Witcher im Back to the Future Style, man muss halt gucken, ob einem eher Pferdekutsche oder Flugtaxi genehm ist.

    Das Spiel selbst ist im linearen Teil Durchschnittsware, die zwar schon irgendwie bei der Stange hält, aber wenig „neues“ bietet, was die Inhalte und Dialoge angeht. Der Open World Teil kann mit einem schon in die Jahre gekommenen GTA 5 nicht im Ansatz mithalten, dass fängt bei der schlechten Fahrphysik an. Sowas wäre auf der Playstation 2 sicher noch okay gewesen, aber in 2020 mit sowas zu kommen, zumal man Jahre daran gearbeitet haben will, wirkt schon eher ernüchternd.

    Auch die Atmosphäre ist wenig gelungen. Man hat schlicht eine Stadt, in der viele kaputte Bots rumlungern. Hat man in GTA bisweilen das Gefühl, tatsächlich in einer „lebendigen“ Welt zu agieren (klar, auch dort wiederholt sich manches nach einiger Zeit), hat man bei Cyberpunk die ganze Zeit das Gefühl, in einer Welt voller Bots umherzuwatscheln.

    Dazu kommen auch noch andere Probleme, man sieht sich bspw. nirgends in spiegelnden Flächen (The V stands for Vampire!), nur in dem komischen Badezimmerspiegel, der aber keiner ist, denn man kann sich vor diesem nicht bewegen, sondern steht fest an einer Stelle. Es ist auch völlig egal, ob man die Dusche im Pelzmantel betritt, oder nackig, das Wasser läuft immer. Bei einem „Spiel des Jahres“ wäre ein bisschen mehr Realismus dann doch schön.

    Der Co-Charakter Jackie ist auch eher Klotz am Bein, denn Hilfe. So muss man sich am Anfang den Weg aus der Halle von Bösewicht Royce ballern, aber Jackie steht nur rum wie der Ochs, verschwindet für Minuten völlig (taucht dann aber wie teleportiert nach überstandener Schießerei wieder auf), aber holt er mal die Wumme raus und hilft? Nö! Unser Jackie ist da ganz Pazifist, und schießt nicht eine Patrone ab. Make Love not War!

    Nee, das Spiel ist ganz nett, aber ein Meilenstein ist das nicht. Google hat schon ganz klug agiert, und dem Hype das Premiere Edition Set beilegt, denn ohne das hält der Hype vielleicht noch zwei Wochen, dann wird den meisten klar, dass Open World bisher nur Rockstar wirklich gut programmieren kann.

    Cyberpunk agiert eher in der Regionalliga mit Assasins Creed und Watch Dogs, also ein „gewollt, aber nicht gekonnt“-GTA Abklatsch. Mein Fazit: Wer die Premiere Edition von Stadia abgreifen will, sollte es dort für 60€ kaufen. Auf allen anderen Plattformen kann man ruhig warten, bis der Titel bei 20€ angekommen ist.

    • Sorry aber Spiel erstmal weiter… Du hast ja noch gar nichts erlebt…

      Technische Zustand ist nach dem hotfix auf den Konsolen nicht der beste aber hab schon viel schlimmeres erlebt.

      Kingdom Come Deliverance z.b.

  8. Malte Menzel says:

    Man braucht keinen High End Gaming PC. Auf meinem i5-6500 mit GTX1070 läuft das Spiel auf High in HD problemlos.

  9. Das Spiel verlangt endlich mal wieder nach vernünftiger Hardware und nutzt diese auch noch.

    Eine Wohltat nach gefühlt tausenden Pixel Matsch Spielen, genau dafür hat man eben einen Gaming PC.
    Meine PS5 quäle ich bestimmt nicht mit diesem Spiel, sondern benutze sie einzig für perfekt optimierte Exclusives.
    Bis CB2077 auf den Konsolen annehmbar läuft habe ich es längst durch und zocke bereits das nächste, the Show must go on.

    Spiele immer wieder paar Stunden Cyberpunk und dann Astro oder Sackboy.
    Perfekte Mischung für mich.

  10. Ich bin ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht. Da ich bei der NextGen Grafikkarten Lotterie leider leer ausgegangen bin hatte ich die PC Version storniert und bin auf die Xbox Version umgestiegen. Die Xbox Series X konnte ich glücklicherweise ergattern. Leider ist das Spiel für mich auf der Series X auch aus deinen genannten Gründen derzeit nicht spielbar und warte dann doch lieber auf den NextGen Patch im nächsten Jahr. In der Zwischenzeit grase ich eben die Weiten von Englaland ab und erkunde die Kolonien von Teer Fradee.

  11. Also ich hab mich von Hype nicht groß abstecken lassen, bin jetzt schon bisschen genervt von dem was ich im Vorfeld als Spoiler mitbekommen habe.
    Bin dadurch jetzt aber auch maßlos begeistert.
    Die Welt ist genial für mich umgesetzt, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich Cyberpunk und Shadowrun schon über 20 Jahre kenne.
    Die Stories packen mich absolut. Paar kleine Bugs bisher… einmal festgehangen und einmal hat ein Gegner NPC sich nicht bewegt.
    Grafik Top… mir ist nichtmal falsches HDR aufgefallen… naja…
    Freu mich darauf wie es weiter geht!

  12. Der Test bringt es größtenteils auf den Punkt. Nach bestimmt fünfzehn Stunden auf der Series X schimmert das großartige, durch bis zu diesem Zeitpunkt (v1.04) vorhandene technische Mängel (vorallem HDR, weniger Bugs und Crashes) verdorbene Potential durch. So spiele ich erste einmal weiter.

  13. Ganz ehrlich, was haben die Leute erwartet?

    Dass so ein Spiel auf einer antiquierten Playstation 4 mit ihrer 7 Jahre (!) alten Technik nicht absolut rund laufen wird ist doch wirklich absehbar gewesen. Das Ding ist antiquiert.

    Ich vermute die Entwickler hätten den Playstation 4 Support komplett gestrichen, wenn Sony hier nicht den Geldbeutel weit geöffnet hätte um dem entgegen zu steuern.

    • Das Spiel wurde 2013 angekündigt als die PS4 noch “Next-Gen” war …

    • Dann hätte es CDPR aber einfach nicht für Xbox One/PS4 rausbringen sollen, wenn es da nicht mehr spielbar ist (teilweise deutlich unter 20 fps). Das Geld aus dieser großen Installationsbasis wollte man aber wohl mitnehmen. Das es dann vor dem Release kein einziges Gameplay von der Basis PS4/Xbox One gab und alle Reviewer nur Codes für die PC-Variante erhielten, hat halt schon ein gewisses Gschmäckle.

    • André Westphal says:

      Das wohl kaum: Konsolentitel machen den Löwenanteil der Sales bei solchen Blockbustern aus. Ohne Konsolen wäre die Entwicklung von so einem Spiel also kaum tragbar. Denn das Gros der Gamer spielt nun einmal an Konsolen – nicht am PC. Dazu kommt, dass PS4 und Xbox One nunmal eine höhere Verbreitung haben, als die ganz frischen PS5 und Xbox Series X.

      Wenn, dann hätten sich eher umgekehrt vielleicht Microsoft und Sony gefreut, wenn das Game direkt nur für Next-Gen gekommen wäre und somit einen weiteren Kaufanreiz für Umsteiger geboten hätte – auch wenn es den aktuell nicht bräuchte, beide Konsolen sind ja ausverkauft. CD Projekt RED braucht hingegen unbedingt die Einanhmen von dem breiten Last-Gen-Publikum.

  14. Spiele es selbst auf der Stadia in 4k und mit HDR. Für mich ist die Grafik sehr stimmig und es läuft auch sehr flüssig. Ein paar Bugs sind mir aufgefallen wie z.b das Munition nachladen manchmal nicht funktioniert.

    Vergleich mit RDR2 finde ich persönlich nicht passend. Fand es selbst sehr langweilig und träge. Liegt aber eher daran dass Western nicht so mein Ding ist. Ebenso konnte mich nie ein GTA Spiel abholen.

    Cyberpunk ist nicht perfekt aber ich habe sehr viel Spaß mit dem Game.

    • Ging mit auch so, fand RDR2 einfach nur langweilig und kann den Hype nicht nachvollziehen. Für mich persönlich war das eine absolute Geldverschwendung.

    • Anscheinend macht man mit 4K HDR auf Stadia komplett andere Erfahrungen als mit Stadia auf 1080p. Bei mir (und auch vielen anderen) ist Cyberpunk optisch extrem verwaschen. Wirklich empfehlen kann ich die Stadia-Version bis auf die durchgehend stabilen 60fps also nicht unbedingt.

  15. Selbst mit meinem 3700x, 32 GB RAM und der RTX 3080 läuft das Spiel in WQHD nicht unbedingt toll. Da sind Frames im 40-50 Bereich keine Seltenheit in der Stadt bei nicht ganz vollen Details. Was ich davon halte und ob das nun an schlechter Optimierung oder Hardware-Hunger liegt weiß ich noch nicht, Mal die nächsten Tage abwarten. Aktuell würde ich aber behaupten dass Spiel ist schlicht nicht fertig, sieht man eigentlich an allen Ecken und Kanten.

    Das nimmt natürlich im Gegenzug auch was vom Spielspaß.

  16. Aktuell spiele ich auf einen 15Zoll MacBook Pro von 2013 mit Stadia, ohne Pro. Mein Chromcast kommt am 22.12.
    Da der Mac ja kein 4K und HDR darstellen kann, warte ich auf den Chrimcast um es am 4K HDR TV zu spielen.
    Lohnen sich die 10€ für das Pro-Abo? Ich könnte ja einmalig abonnieren, aber lohnt sich das Upgrade?
    Danke für eine Antwort.

  17. In dem Artikel kommt Stadia nur als Randnotiz vor. Es scheint so das der Author das als Plattform nicht so wirklich ernst nimmt. Spannend find ich die Einschätzung von The Verge zu Stadia und Cyberpunk:

    Zitat: It may be hard to believe, but the Google Stadia version of Cyberpunk 2077 may be the best way to play for most players right now. Unless you have a 20 or 30 Series Nvidia GPU or comparable AMD card or you were lucky enough to get a PS5 or Xbox Series X / S, this game will not be performing anywhere close to how it was designed to. That means going the cloud gaming route is a surprisingly viable option if you’re concerned about performance and you also want the added benefits Stadia provides, like playing across multiple devices and not having to download the game or any subsequent updates to get right to playing.

    https://www.theverge.com/2020/12/10/22167303/cyberpunk-2077-ps5-console-google-stadia

    • André Westphal says:

      Genau das Gegenteil liest du aber bei anderen Plattformen, wo Stadia die schlechteste Qualität im Bezug auf die Grafik bescheinigt wird – siehe etwa das Video von GamersGlobal.

      Ansonsten ergibt dein Kommentar für mich wenig Sinn: Ich schreibe deutlich, dass ich die Xbox-Version getestet habe – entsprechend werden ALLE anderen Versionen nur grob erwähnt und ich sage sogar explizit, dass man im Bezug auf bugfreiere Versionen zum PC oder zu Stadia blicken sollte – auch wenn dort die Grafik so lala ist.

    • Dass der Autor wenig Erfahrung mit Stadia hat oder nicht besonders mag, fiel hier leider schon in vielen Artikeln auf und wurde ja schon oft von den Lesern kritisiert. Vielleicht unterschätzt er es ja auch nur, weil er eine schlechte Internetverbindung hat.

      • André Westphal says:

        Objektiv ist es nunmal so:

        – Stadia ist ein Nischen-Dienst
        – Stadia hat grafisch eine Version, die den Last-Gen-Konsolen getestet

        Was hat das mit unterschätzen zu tun? Dass Stadia in diesem Artikel keine große Rolle spielt, ist logisch, wenn ich deutlich angebe die XSX-Version zu testen – wie gesagt, gilt 1:1 genau so für andere Plattformen.

        Ich nutze eine 1-Gbit-Leitung – privat würde ich Stadia aber aufgrund der sichtbaren Videokompression und der Latenzen nicht nutzen. Beides ist für mich deutlich wahrnehmbar. Das ist aber eine Frage des eigenen Anspruchs. Wer damit zufrieden ist, soll doch seinen Spaß damit haben.

  18. Wie könnte Cyberpunk denn mit einem Next-Gen-Update auf SeriesX/PS5 ausschauen?

    • André Westphal says:

      Das ist aktuell sehr schwer zu sagen – die Qualität eines High-End-PCs wird es auch nicht erreichen. Mir persönlich würden deutlich schärfere Texturen, bessere Beleuchtung und ein optionaler Ray-Tracing-Modus (dann sicher in 1080p) zum Ausprobieren reichen.

  19. Hab mein Geld (PS4) auch zurückbekommen! Absolute Frechheit, was die abgezogen haben, eigentlich KRIMINELL. Von denen kaufe ich garantiert nichts mehr!

  20. Das die Spielzeit der Kampagne kritisiert wird finde ich schon irgendwie witzig. Bei TW3 wurde sich oft beschwert, dass Geralt nicht Zielgerichtet nach Ciri sucht, sondern zuviel auf Nebenschauplätzen rumläuft. Kurz die Main Stroy war einigen dadurch zu lang. Nun macht CDPR die Hauptstory von CP2077 stringenter und kürzer und dann heißt es – Story ist zu kurz! Wie mans macht ists falsch.

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