ChronicUnlocks umgeht iCloud Activation Lock für 150 Dollar

Neulich berichteten wir, dass eine Gruppe es geschafft hat, den Activation Lock von iOS-Geräten zu umgehen. Das von Apple eingeführte Sicherheits-Feature, das auch für einen Rückgang von iPhone-Diebstählen gesorgt haben soll, wäre somit praktisch irrelevant. Jetzt bietet ChronicUnlocks einen Dienst an, der diese Aktivierungssperre gegen den bescheidenen Obolus von 149,99 US-Dollar deaktiviert. iPhone-Diebe haben dennoch keinen Grund zur Freude. Der Service teilt ausdrücklich mit, dass keine iPhones entsperrt werden, die sich im „Lost-Modus“ befinden.

iCloud_Activation_Lock

Das heißt, wenn ein iPhone gestohlen oder verloren wird und der Besitzer es als solches über iCloud sperrt, wird dieses nicht entsperrt und gleichzeitig wird versucht, den Besitzer zu kontaktieren. So zumindest die Aussage von Chronic Unlocks:

We will NOT remove iCloud from a unit in “Lost Mode”, meaning that the login area of the “Activate iPhone” screen has a Message From The Owner place, usually asking to call the number. This is serious, we can not see this on our end (without incurring cost) but our supplier will see this and refuse to refund if you ignore this rule. We will also make sure to attempt to retrieve the number from the database and will call it with your information if you do this. Again, very serious. Email support@chronicunlocks.com if you have questions about this.

Für wen ist der Service dann also gedacht? Für Menschen, die sich selbst aussperren und keine Möglichkeit zum Besuch eines Apple Stores haben. Oder für diejenigen, die ein gebrauchtes iPhone kaufen, der vorherige Besitzer aber den Activation Lock nicht deaktiviert hat. Hier wäre es einfach, den ehemaligen Besitzer zu kontaktieren, scheitert dies jedoch, sitzt man im Zweifelsfall mit einem gesperrten iPhone da und kann es nicht nutzen.

Übrigens scheint Apple die Lücke, die den Bypass des Activation Locks ermöglichte, nicht in iOS 7.1.2 geschlossen zu haben. Dürfte auch schwierig sein, wenn die Umgehung tatsächlich so funktioniert wie vermutet. Wenn die Apple Server komplett umgangen werden, kann Apple relativ wenig tun, um so etwas zu verhindern. Adobe kennt dieses Problem ja auch seit Jahren und findet keine Lösung dafür.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Ich denke dass bei Adobe das in gewisser Weise so gewollt ist, um es jungen Leuten & Studenten zu ermöglichen, sich an die Software zu gewöhnen.
    Falls es dann zur kommerziellen Nutzung kommt, greifen viele zur legalen Version.

  2. Der Server müsste sich einfach nur mit einem geheimen Schlüssel authentifizieren, schon mal kann ein sicherer Dienst aufgebaut werden.

  3. @Flo
    Vermute ich auch. Microsoft hatte in seiner Anfangszeit auch keinerlei Imteresse daran Schwarzkopien zu behindern, da sie genau wussten dass sie diesen ihren wachsenden Marktanteil und Marktmacht verdanken.

  4. @Roman: achso einfach ist das. Apple hat es bestimmt mit einem unsicheren Schlüssel gemacht. Hätten sie mal lieber dich gefragt.

  5. Bin ich jetzt bekloppt, oder was haben die Kommentare mit dem Artikel zu tun?

  6. Ich meine, dass die Situation nicht mit der von Adobe vergleichbar ist. Ich vermute dort wird die Hosts-Datei des PCs mit der illegalen Software verändert. Das geht bei einem nicht gejailbreakten iPhone m.E. nicht. Das heißt selbst wenn in einem speziell präparierten Netzwerk die Freischaltung möglich ist, so sollte es für Apple ein leichtes sein beim nächsten Auftauchen in freier Wildbahn die Sperre wieder zu setzen?

  7. @elknipso: Ich rede von Adobe, was eine direkte Antwort auf den vorhergehenden Kommentar ist. Adobe sichert den Aktivierungsprozess in keinster Weise ab, deswegen kann man durch Umbiegen des DNS-Namens seine Software aktivieren.

    Liegt wohl nicht im Interesse Adobes, alle Raubkopien zu verhindern.

  8. Christian M. says:

    @Sascha: warum sollte Apple das nicht durch ein Update verhindern können? Public key aufs iPhone, private key auf den Apple-Server. Entsperrberechtigung vom Apple-Server signiert und vom iPhone selber auf Echtheit geprüft. Dann gibt es nur noch 2 Möglichkeiten, das zu hacken: 1. Private key wird geklaut (sehr unwahrscheinlich) oder 2. Public key auf dem gesperrten iPhone austauschen (vermutlich nahezu unmöglich, erst recht, wenn sie in im Zukunft in Hardware packen)

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