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CES 2020: Samsung First Look mit Dual LED, The Sero und 8K

Samsung hat auf der CES 2020 für geladene Gäste seinen First Look veranstaltet. Bei dem jährlichen Event in Las Vegas stellt man schon vor Beginn der eigentlichen Messe seine neuen Premium-TVs und weitere Innovationen vor. In diesem Jahr ging es allerdings eher beschaulich zu, denn echte Neuerungen gab es zunächst nur in einer kleinen Dosierung.

So rückte Samsung etwa den bereits in Südkorea verfügbaren TV The Sero ins Zentrum. Über diesen Lifestyle-TV hatten wir aber schon im April 2019 berichtet, denn in Südkorea ist er schon seit Monaten verfügbar. Nun soll das Gerät auch den internationalen Markt erreichen. Für Deutschland wurde mir The Sero von einem Sprecher Samsungs ebenfalls bestätigt.

Zusammengefasst: The Sero ist ein Fernseher für Menschen, die ihr Smartphone beim Filmen falsch halten – nämlich hochkant. So kann sich der TV sozusagen der Unfähigkeit der Nutzer anpassen und lässt sich ebenfalls vertikal und horizontal ausrichten. Klar, klingt erstmal harsch, aber das liegt wohl daran, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Das sind dann eher die TikTok-Junkies, welche auch am Fernseher ihre Lieblings-App ohne Balken genießen wollen. Schmale Zielgruppe, aber man muss ja auch mal was Neues wagen.

Samsung verfolgt laut eigenen Aussagen dann eben auch das Ziel „Screens Everywhere“ – klingt für mich etwas zu sehr nach 1984, aber der Gedanke ist eigentlich weniger dämonisch. Man will den Nutzern nämlich entgegenkommen und Bildschirme natürlicher in die Lebensgestaltung und die Wohnumgebung integrieren. Das soll sowohl für die Ästhetik gelten als auch für die Features. Daher pries man etwa den TV als „Digital Butler“ an. Eine entsprechende Oberfläche soll da wohl auch über das Smart Home einen besseren Überblick verschaffen.

Apropos smart: Der Google Assistant und Amazon Alexa werden im Verlauf des Jahres direkt in alle neuen Premium-TVs von Samsung integriert. Bixby? Der bleibt, dürfte dadurch aber noch mehr in ein Schattendasein abrutschen. Ich finde aber lobenswert, dass Samsung erkannt hat, dass man den Nutzern da am besten Flexibilität anbietet.

Auch das Thema MicroLED stand wieder auf dem Plan – allerdings ohne neue Erkenntnisse. Samsung will weiter investieren und auch The Wall zeigte man wieder mit Tamtam. Doch mit dem Ding geht man nun, zugegeben in abgewandelten Versionen, seit drei Jahren hausieren, ohne dass man am Markt Auswirkungen spürt. Da sollte jetzt gerne etwas mehr kommen.

8K war das nächste große Thema: beispielsweise in Form des Q950, des fast rahmenlosen TVs, den wir schon aufgegriffen hatten. Er verfügt über einen Screen-to-Body-Ratio von 99 %, ist 15 mm dünn und nutzt Techniken wie Enhanced AI Upscaling für die Hochskalierung sowie AI ScaleNet, was die Kompression bei 8K-Streams potenziell verbessern soll. Auch virtueller 5.1-Surround-Sound und Object Tracking Sound+ sind an Bord. Damit ist gemeint, dass der TV Bewegungen im Bild erkennt und z. B. einen fliegenden Hubschrauber dann im Bild den Ton zuordnen kann, um die Bewegung über die Boxen akustisch passend wiederzugeben – selbst wenn keine Surround-Tonspur vorliegt.

The Serif besprach man ebenfalls erneut, ohne aber technische Details zu nennen. Klar ist, dass die 2020er-Variante des Design-TVs mit 43, 49 und 55 Zoll in zwei Farben erscheinen wird. The Frame hingegen wird nun zusätzlich zu den bisherigen Größen auch mit 32 und 75 Zoll zu haben sein – also sowohl kleiner als auch größer.

Zudem hat Samsung eine Technik namens Dual LED vorgestellt, die man komischerweise aber nur am Rande erwähnte. Man will quasi eine pixelgenaue Hintergrundbeleuchtung bieten, was zu sowohl besseren Blickwinkeln als auch einer präziseren Wiedergabe von Farben und Kontrasten führen soll. Dies will man durch eine Trennung von Farben und Kontrasten erreichen. Da bin ich aber arg auf mehr Details gespannt.

Ansonsten zeigte Samsung ebenfalls erneut seine neuen Gaming-Monitore G7 und G9. Allgemein war das First Look aber natürlich das, was der Name schon sagt: ein erster Ausblick. Technische Daten und konkretere Modellankündigungen werden erst noch folgen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. Dual Layer LCD Technologie wurde erstmals von Panasonic entwickelt und Apple für den Pro Monitor sowie Sony für den Mastering Monitor in 32 Zoll geben. Auf der IFA war sowohl der Sony Mastering Monitor als auch der 55 Zoll Prototyp namens „Megacon“ von Panasonic ausgestellt. Ich freue mich sehr, denn das Verbindet die Vorteile von LCD und OLED in einer Technologie. Hisense hat auch ein TV vorgestellt. Dimming zonen in der Regel 1/4 der Auflösung (4k), Also können bis zu 4 Pixel genau gedimmt werden (2K). Demensprechend bietet der TV von Hisense 2.000.000 Dimming und 1500 nits Spitzenhelligkeit.

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