BKA gelingt Schlag ge­gen Dark­net-Platt­for­men

Dem BKA ist ein wichtiger Schlag gelungen. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens von Bundeskriminalamt und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – ist es laut eigener Aussagen gelungen, die Darknet-Plattformen „BoyVids 6.0″, „Forbidden Love“ und „Child Porn Market” abzuschalten, auf denen Fotografien und Videos von Darstellungen sexueller Gewalt an Kindern zum Tausch bzw. zum Kauf angeboten wurden. Bei den abgeschalteten Plattformen handelte es sich um die aktuell größten Anbieter von Abbildungen sexualisierter Gewalt an Kindern im Darknet.

410.000 registrierte Nutzer konnten im Falle von BoyVids 6.0 auf Fotografien und Videos von Darstellungen sexueller Gewalt gegenüber männlichen Kindern zugreifen. Die Seite „Forbidden Love“ fungierte im Darknet als Tausch-Plattform für Abbildungen sexualisierter Gewalt an Mädchen. Sie bestand seit Februar 2022 und hatte zum Zeitpunkt ihrer Abschaltung 846.000 registrierte Nutzer, die hier Zugriff auf Fotografien und Videos von Darstellungen sexueller Gewalt gegenüber weiblichen Kindern hatten.

Das BKA geht bei diesen Zahlen von Nutzern weltweit aus, maßgeblich gesteuert wurden die Plattformen jedoch aus Deutschland. Der mutmaßliche Haupt-Administrator, ein 21-Jähriger aus Sachsen, soll u. a. bereits auf der 2021 vom Netz genommenen Plattform „Boystown“ aktiv gewesen sein.

Die drei Plattformen „BoyVids 6.0“, „Forbidden Love“ und „Child Porn Market” sind seit Anfang Dezember 2022 nicht mehr aufrufbar. Im Zuge der Abschaltungen wurden bislang Daten mit hunderttausenden Abbildungen sexualisierter Gewalt an Kindern gesichert und durch die Abschaltung der weiteren Verbreitung entzogen, so das BKA.

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