Auswertung Umfrage Juli 2021: E-Rezept stößt bei euch auf viel Zuspruch

Im Juli 2021 hatten wir euch im Rahmen unserer monatlichen Umfrage gefragt, was ihr über das kommende E-Rezept denkt. Wir wollten also mal ein kleines Stimmungsbarometer erhalten. Worum geht es? Nun, ab 2022 soll das verpflichtende E-Rezept in Deutschland starten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine digitalisierte Form des rosa Zettels, den euch euer Arzt sonst in die Hand drücken würde. Wie es aussieht, können sich die abstimmenden Leser damit sehr gut arrangieren.

Aktuell läuft für das E-Rezept eine Testphase in Berlin-Brandenburg und dort auch nur bei ausgewählten Ärzten und Apotheken. Sukzessive sollen weitere Regionen, Ärzte und Apotheker angebunden werden. Jeder gesetzlich Versicherte kann das E-Rezept dann in nicht mehr allzu ferner Zukunft an verfügbaren Stellen und mit der App nutzen. Benötigt wird für das E-Rezept eine elektronische Gesundheitskarte mit Zugangsnummer und PIN. Seid ihr registriert, so könnt ihr Rezepte anschließend direkt vom Arzt in digitaler Form empfangen und jene auch in dieser Form an eine Apotheke weitergeben. Der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist ein Rezept-Code, welchen die App anzeigt. Verpflichtend wird das E-Rezept für alle Ärzte mit Kassenzulassung zum Jahreswechsel. In Papierform existiert das Rezept ebenfalls weiterhin, in Form eines Ausdrucks des Rezept-Codes. Wer also das E-Rezept nicht nutzen kann oder will, wird natürlich nicht ausgesperrt.

Wir hatten euch konkret nun gefragt: „Wie stehst du dem E-Rezept gegenüber?“. Insgesamt haben 2.529 Leser abgestimmt – vielen Dank für die Teilnahme! Mehrfachantworten waren ausgeschlossen. Die Mehrheit, insgesamt 75 % (1.876 Stimmen) blickt positiv auf das E-Rezept. 52 % sagen bereits, dass sie das E-Rezept nutzen wollen, 23 % sind zumindest tendenziell positiv. Es gibt übrigens auch 6 % (146 Stimmen), die noch unentschlossen sind.

Nur 20 % (507 Stimmen) denken negativ über das E-Rezept. Davon geben 12 % (313 Stimmen) an, dass sie das E-Rezept nicht verwenden möchten. 8 % sind zwar tendenziell negativ gestimmt, bleiben aber immerhin offen. Ihr seht die Ergebnisse auch noch einmal unten. Zusammenfassend kann man damit sagen, dass die Stimmung unter unseren Lesern gegenüber dem E-Rezept überwiegend positiv ist. Bleibt zu hoffen, dass dann bei der Einführung technisch alles reibungslos läuft.

Wie stehst du dem E-Rezept gegenüber?

  • Positiv, ich werde es nutzen. (52%, 1.303 Votes)
  • Tendenziell positiv, aber ich beobachte die Lage. (23%, 573 Votes)
  • Negativ, ich werde es nicht verwenden. (12%, 313 Votes)
  • Tendenziell negativ, aber ich lasse mich überraschen. (8%, 194 Votes)
  • Momentan noch unentschlossen (6%, 146 Votes)

Total Voters: 2.529

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Wolfgang D. says:

    Nur, wenn man das telefonisch bestellte E-Rezept (Karte lag für das Quartal bereits vor) dann auch zugeschickt bekommt, ohne extra die Dauerbaustelle auf dem Weg zur Arztpraxis umfahren zu müssen.
    Das ist wie mit der alten Geldkarte, die man nicht per Internetverbindung aufladen konnte. Tot durch schlechtes Nutzungsdesign.

  2. 6: Würde es nutzen aber Handy nicht untersützt.

  3. Ich werde das E-Rezept auch annehmen, sobald es die Debeka mal auf die Reihe bekommt eine elektronische Gesundheitskarte einzuführen. An was ich aber erhebliche Zweifel habe ist, dass die Einführung reibungslos läuft … das wäre das erste Mal und das kann ich mir nicht vorstellen 😀

  4. Naja, einen großen Vorteil sehe ich darin nicht.
    Solange ich pro Quartal sowieso noch zum Arzt muß, damit er die Karte durchziehen kann, habe ich NULL gewonnen.
    Und jetzt müssen wieder Millionen neue Katzen erstellt werden?

  5. @Christian
    Ich denke China wird uns da helfen können, die verkaufen sogar welche die winken können.

  6. Mira Bellenbaum says:

    Wunderbar, noch mehr Daten die Google und Apple hinterhergeworfen bekommen!
    Ist es Euch wirklich egal, wer, was über Euch weiß?

    So langsam bekommen wir auch hier chinesische Verhältnisse!

    • Wohl nur, wenn die Daten das Gerät verlassen….

      Abgesehen davon gibt es doch im Grunde keinen Grund für den Quatsch per App, zumindest für gesetzlich Versicherte liegt das Werkzeug bereit, nämlich die Krankenkassekarte. Diese kann die Daten speichern, die Apotheke diese auslesen.

      Und einen anderen Vorteil hat sie auch: Nämlich im Notfall, wenn der oder die Inhaberïn bewusstlos ist. Dann könnten Rettungsdienst und Notarzt bzw. Klinik die Daten auslesen, es ist so wichtigt zu wissen, welche Vorerkrankungen und Medikation jemand hat. Wir haben damals, in der Ambulanz, so häufig Schwierigkeiten durch die Unkenntnis gehabt, dass das ein Segen wäre. Aber nicht mit diner App, ab die man dann im Zweifel auch nicht herankommt. Hier sieht man einen App-Wahn ohne die Probleme wirklich zu durchdenken.

      Und nein, das ist auf der Karte kein Datenschutzproblem. Und gläsern für die Kassen sind wir sowieso. Also: Warum keine sinnvolle Lösung? Die App fürs Rezept ist keine.

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