Apples Mixed-Reality-Headset startet angeblich 2022

Es ranken sich schon seit Jahren Gerüchte um ein potenzielles AR-Headset von Apple. Nun berichtet der Analyst Ming-Chi Kuo, dass Apple zwei neue Wearables plane. Zum einen solle ein Mixed-Reality-Headset bereits 2022 erscheinen. Für 2025 sei dann ein Nachfolger geplant, der deutlich kompakter und leichter sein werde – vergleichbar mit einer normalen Brille.

Für den Zeitraum von 2030 bis 2040 visiere Apple dann angeblich sogar bereits AR- bzw. VR-Wearables an, die mit Kontaktlinsen vergleichbar seien. Das scheint aber dann doch aktuell noch ziemliche Zukunftsmusik zu sein. Da sollen sich die Brille und die Kontaktlinsen aber mehr auf Augmented Reality fokussieren, während das Headset auch in Sachen VR etwas zu bieten haben könnte.

Prototypen sollen bei einem Gewicht von 200 bis 300 Gramm gestanden haben. Das Endprodukt solle nach Apples Wunsch aber nur 100 bis 200 Gramm wiegen. Dieses Design werde seinen Preis haben. Kuo rechnet damit, dass Apple sein Headset für ca. 1.000 US-Dollar anbieten werde. Für die Bildschirme kommen wohl Micro-OLEDs von Sony zum Einsatz.

Recht vage klingt, dass das Headset kompakt und leicht zu transportieren sein solle und einen eigenen SoC sowie Speicherplatz mitbringe, aber nicht mobil wie ein iPhone sei. Was genau das nun bedeuten soll, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist damit nur gemeint, dass man damit eben nicht frei herumlaufen sollte, weil man von der Umgebung zu wenig mitbekommt.

Laut dem Marktforscher werde Apples Headset eine Erfahrung bieten, welche aktuelle VR-Produkte erheblich in den Schatten stelle. Angeblich sollen über ein dutzend Kamerasensoren für das Tracking herhalten. Die Bildschirme lösen angeblich mit 8K auf. Sowas wäre dann natürlich wirklich die nächste Generation von VR. Doch Gerüchte zu derartigen Headsets von Apple gibt es eben seit Jahren, sodass man seine Hoffnungen da in Grenzen halten sollte. Kuo vermutet auch, dass Apple sein Mixed-Reality-Headset stark in Kombination mit Apple TV+ und Apple Arcade vermarkten werde.

Die Brille, die für 2025 geplant sei, stecke noch in einem frühen Stadium, sodass es auch keinen Prototyp gebe. Ziel sei hier, ein Wearable anzubieten, das sich problemlos unterwegs tragen lasse. Da denkt man natürlich schnell an Google Glass zurück und es bleibt abzuwarten, ob Apple da mehr Erfolg haben wird.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. „Laut dem Marktforscher werde Apples Headset eine Erfahrung bieten, welche aktuelle VR-Produkte erheblich in den Schatten stelle.“

    Apple wartet ab, bis eine Marktreife erreicht ist und liefert dann verwendbare Produkte für die Masse aus Komponenten Dritter. Die bestehenden VR Headsets sind in etwa so interessant wie ein Palm PocketPC, da muss Apple nur den Zeitpunkt abpassen und ein oder zwei Features bieten. Apples Ausgangslage gut. Die eigenen Kunden sind gewohnt eingesperrt zu sein, entrichten immer hohe Preise. Zumal Apples Finanzreserven mehrere Anläufe erlauben.

    Und damit kommt die nächste geschlossene und abgeriegelte Plattform kommt – aus der wir wieder nicht mehr raus kommen. Ich vermute Mixed bzw. AR wird VR dominieren, weil der Nutzen und die Einsatzmöglichkeiten so viel größer sind als bei VR.

    Microsoft scheint es dieses mal nicht wieder verpassen zu wollen. Google hatte mit Google Glas den falschen Zeitpunkt, war der falsche Hersteller und das Marketing war unglücklich. Was mir die größten Sorgen bereitet ist, dass wir uns Industrieweit von offener Allzweckhardware entfernen. Ich sehe noch niemand bei AR die Initiative ergreifen, es fehlt ein Industrieriese der beschließt „wir öffnen das und bauen ein offenes System“.

    IBM hat daseinmal getan. Bei Computern besser sich die Lage sogar eher, auch für und mit Linux. Aber bei Fitnesstrackern schaut die Lage schon Desaströs aus, ohne ein passendes Smarthone von Google oder Apple mit Anbindung an eine Cloud geht nichts. Ich erwarte vielleicht sowas wie „Apple Specs“ für 800 Euro zusammen mit Apple Watch für 500 Euro?

    AR wäre echt geil. Aber wir brauchen offene Schnittstellen und Hardware, wenn daraus was tolles werden soll.

    • – offene Hardware
      – hoch spezialisiert

      Wähle eins.

      Offene Schnittstellen ist klar. Die hast du auch bei Apple. Mal besser genauer informieren. Aber die Freetards wollen wahrscheinlich sogar noch bei smarten Kontaktlinsen den RAM auswechseln oder ein neues CMOS verlöten.

      • „Offene Schnittstellen ist klar. Die hast du auch bei Apple.“

        Reicht ein „nein“? Oder meinst du etwas, dass du zu entscheiden hast, welche App in den AppStore kommt? Und komm ja nicht auf die Idee einfach mal Datein außerhalb deiner App abzuspeicher. Und schon gar nicht wirst du das mit Linux benützen dürfen. Und bitte erwähne das Wort „Massendatenspeicher“ nicht mit Apple.

        Jahr 2021:
        Es ist ein Krampf eine MP3 Album auf ein iPhone zu bekommen. Also wenn sie mit VLC einen Webserver mit WebDAV…

        • Ist schon blöd wenn auf einem mobilen Gerät mit massenhaft persönlichen Daten (inkl. Finanz- und Gesundheitsdaten) ein sicherer Bootvorgang und von Anfang an eine Chain of Trust etabliert wird. Und was soll ich mit Linux wenn auf dem Ding UNIX läuft?

          > Und komm ja nicht auf die Idee einfach mal Datein außerhalb deiner App abzuspeicher.
          Warum nicht? Das mache ich seit Jahren regelmässig. Zwar mit ner anderen App aber hier ist eine Option:
          https://stadt-bremerhaven.de/?s=documents
          Von der Dateien-Ap p hast du bestimmt auch noch nichts gehört.

          > Und bitte erwähne das Wort „Massendatenspeicher“ nicht mit Apple.
          Warum nicht? https://support.apple.com/de-de/guide/ipad/ipad1c415e32/ipados
          Für iPhones gibt’s ebenfalls externe Speichermedien.

          > Es ist ein Krampf eine MP3 Album auf ein iPhone zu bekommen.
          Höchstens für Leute die sich verzweifelt dumme Argumente ergoogeln müssen. Ich mache das manchmal per AirDrop.

  2. Kuo gibt mal wieder – wie so oft – kompletten Unsinn von sich, der nicht im Ansatz so eintreten wird. Definitiv nicht. Apple ist kein Android-Hersteller der erst einen Prototypen raushaut und DANACH erst das fertige Produkt bastelt.
    Ich frage mich ernsthaft, wieso dieser Typ so verdammt oft zitiert wird. Locker 90% von allem, was er „vorhersagt“ ist nachweislich Schwachsinn und schlicht falsch.
    Selbst ich hatte in den letzten zwei Jahren mehr richtig „vorhergesagt“, als er und ich rate einfach nur basierend auf dem, wofür Apple bekannt ist.

    • Naja, sooo doll liegt der nie daneben. Es ist wirklich gut informiert, jedoch wenn es darum geht Dinge zu interpretieren und einzuschätzen, versagt er oft. Also dass das alles so in der Entwicklung ist, wird wohl stimmen, aber ob es wirklich dann auf den Markt kommt und wann, muss überhaupt nicht so stimmen, wie er es voraus sagt.

    • Scheinst da etwas falsch verstanden zu haben. Das für 2022 vorhergesagte Produkt soll ein VR-Headset sein, danach soll ein Mixed-Reality Headset á la HoloLens folgen. Das sind Geräte für zwei verschiedene Produktkategorien. Das Wissen aus dem VR-Headset wird natürlich in die Entwicklung des MR-Headsets fließen, wie es jetzt auch bei den LiDAR-Scanner der iPads/iPhones der Fall ist, ein Prototyp wird es aber definitv nicht werden.

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