Apple will mit Googles ehemaligem KI-Chef Siri aufmöbeln

Künstliche Intelligenz ist immer noch das vielleicht wichtigste Trend-Thema in der Tech-Industrie. So gut wie jeder große Hersteller beschäftigt sich auf die ein oder andere Weise mit KI. Sei es etwa die Einbindung in der Smartphone-Serie Huawei P20, in Form von digitalen Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder auch als Unterstützung für Cloud-Speicherlösungen wie Google Drive. Nun treibt Apple wohl seine Bemühungen voran, denn der Hersteller hat sich John Giannandrea, Googles ehemaligen Kopf der KI-Sparte Googles, als neuen Mitarbeiter angeworben.

Giannandrea soll bei Apple nun an der digitalen Assistentin Siri tüfteln. Googles früherer KI-Primus wird direkt an CEO Tim Cook Bericht erstatten und nun formal „Leiter der Strategie für maschinelles Lernen und KI“ sein. Für Apple handelt es sich hier um einen wichtigen Schachzug, denn gegenüber anderen Unternehmen wie Facebook, Google oder auch Amazon liegt Apple im Bereich der KI-Entwicklung aktuell eher zurück. So gilt der Google Assistant mittlerweile als fortgeschrittener als Siri, obwohl Apples Sprachsteuerung schon deutlich länger auf dem Markt vertreten ist.

Hier soll Giannandrea nun sicherlich als Triebfeder agieren und für Apple auch weitere KI-Experten anziehen. Für Apple ist die Arbeit mit künstlicher Intelligenz auch etwas schwieriger als beispielsweise für Facebook oder Google, gerade weil Apple mit Nutzerdaten vorsichtiger umgeht. Um KI zu trainieren sind aber eben besonders große Datenmengen notwendig. Gerade Facebook und Google haben in jenem Bereich generell bessere Zugriffsmöglichkeiten.

Für Google wiederum ist der Verlust von Giannandrea durchaus schwerwiegend. Seine bisherige Position soll nun Jeff Dean einnehmen. Man darf gespannt sein, wie es bei beiden Unternehmen, also sowohl Google als auch Apple, nun im Bereich künstliche Intelligenz vorangehen wird.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Für meine Bedürfnisse ist Siri deutlich leistungsfähiger als der Google Assistent, benutze beide parallel auf Firmen / Privathandy.
    Z.b. ist mir schleierhaft, warum der Google Assistant noch immer keine WhatsApps vorlesen kann, sowas ist im Auto ungemein praktisch und sicher.
    Auch generell bin ich vom Google Assistant eher enttäuscht, muss ich sagen.

    • Sebastian says:

      Per Android Auto liest der Google Assistant doch Whatsapp-Nachrichten vor… Man kann dann auch direkt (per Sprache) antworten.

  2. @Andy. Witzig. Ich kann dagegen mit Siri (nur als Spielzeug) etwas anfangen.

    Der Google Assistent ist in vielen Dingen sehr viel ausgereifter (nicht in allen)

    Sogar Apple Nutzer schauen oft neidisch weil Siri nicht so einen Funktionsumfang hat.

  3. Siri ist Schrott und hinkt der Konkurrenz um Jahre hinterher. Sowohl bei der Funktionalität als auch bei der Intelligenz und Erkennung.

  4. War da nicht mal was mit Abwerbeverbot zwischen denen usw….

  5. Im Artikel wird davon gesprochen, dass „Apple mit Nutzerdaten vorsichtiger umgeht“, kenne das so auch vom Hörensagen, gibt es dazu allerdings irgendwelche konkreten Belege?

    Vermisse die kritische Auseinandersetzung dazu im Artikel.

    • Einfache Sache. Wir haben das Wort von Apple. Genauso wie wir das Wort von Google haben, dass ihnen die Privatsphäre unserer Nutzerdaten egal ist. Sicherlich gab es dazu auch mal Untersuchungen, aber im Endeffekt muss man selbst entscheiden ob man einem Unternehmen glaubt oder nicht.

      In dem Fall ist es einfach. Apple legt alle Einnahmen offen, hat keinerlei Werbeeinnahmen und personalisiert nichts geräteübergreifend. Somit ist es zumindest naheliegend, dass Apple keine Nutzerdaten für irgendwelche dubiosen Zwecke verwendet. Garantieren kann das vermutlich aber auch kaum jemand.

      Das deutlichste Indiz ist aber eben einfach, dass man bei Apple auf Funktionen verzichten muss, die es bei Google ausschließlich durch die Sammlung und Verknüpfung der Nutzerdaten gibt.

      • Danke für deine Antwort!
        Google hat sein Wort gegeben, dass ihnen die Privatsphäre egal ist? Das kommt doch eigentlich einem Todesurteil für das Unternehmen gleich.

        In den Datenschutzoptionen von iOS finde ich Punkte zum Thema Werbe-ID und Werbung. Wohl in Deutschland deaktiviert, aber verfügbar, was hat es dann damit auf sich?

        Welche Optionen bekomme ich bei Google nur durch Sammlung und Verknüpfung der Userdaten? Auch bei Fake-Accounts bekomme ich doch alle Funktionen. Und auch Funktionen von Apple bekomme ich nur durch die gleiche Menge an persönlichen Informationen. Ich musste zur Benutzung meines iPads jedenfalls weit mehr Daten an Apple senden als zur Nutzung meines Androidgeräts.

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