Apple verkauft Werkzeug und Einzelteile für eure Reparaturen

Wenn du dazu in der Lage bist, kannst du dein iPhone bald selbst reparieren. Das Werkzeug dafür, das verkauft Apple nun auch. Apple kündigte heute nämlich die „Self Service Repair“ an, die Kunden, die Reparaturen selbst durchführen möchten, Zugang zu Apple-Originalteilen und Werkzeugen ermöglicht. Self Service Repair wird zunächst für das iPhone 12 und das iPhone 13 und bald auch für Mac-Computer mit M1-Chip verfügbar sein. Das Angebot wird Anfang nächsten Jahres in den USA eingeführt und im Laufe des Jahres 2022 auf weitere Länder ausgeweitet. Die erste Phase des Programms konzentriert sich auf die am häufigsten gewarteten Module, wie z. B. das iPhone-Display, die Batterie und die Kamera. Die Möglichkeit für weitere Reparaturen wird später im nächsten Jahr zur Verfügung stehen.

Um sicherzustellen, dass ein Kunde eine Reparatur sicher durchführen kann, ist es wichtig, dass er zunächst das Reparaturhandbuch liest. Anschließend bestellt der Kunde die Apple-Originalteile und Werkzeuge über den Apple Self Service Repair Online Store. Nach der Reparatur erhalten Kunden, die ihre gebrauchten Teile zum Recycling zurückgeben, eine Gutschrift für ihren Kauf.

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Der neue Store wird mehr als 200 Einzelteile und Werkzeuge anbieten, mit denen Kunden die häufigsten Reparaturen am iPhone 12 und iPhone 13 durchführen können. Die Self-Service-Reparatur ist für einzelne Techniker gedacht, die über das Wissen und die Erfahrung zur Reparatur elektronischer Geräte verfügen. Für die überwiegende Mehrheit der Kunden ist der Besuch eines professionellen Reparaturdienstleisters mit zertifizierten Technikern, die Apple-Originalteile verwenden, der sicherste und zuverlässigste Weg, eine Reparatur durchzuführen, so Apple.

Ich sehe es schon kommen: Verbaselt man etwas beim Basteln, dann hat man vermutlich Pech gehabt. Von daher: Wenn man weiß, dass man es nicht kann, lieber jemanden ranlassen, der sich auskennt.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Erstmal ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings müsste man die Preise abwarten, bis man ein endgültiges Urteil treffen kann. Wenn jetzt noch die grundsätzliche Reparierbarkeit der Geräte besser wird, dann Hut ab 🙂 Aber auch hier geht es zumindest mal in eine gute Richtung, die neuen Macbook Pros scheinen einfacher zu reparieren sein als noch die Vorgänger (zumindest mal Akkutausch bzw. die Ports).

    • Kein Witz:

      Apple hat kürzlich ein popeliges Display-Putztuch für satte 25 Euro (!) vorgestellt. Da kann man sich vorstellen, was dann ein iSchraubenzieher kosten wird.

      Witzig war die Reaktion von Samsung. Humor haben sie. Die verschenkten dann ein „Samsung Galaxy Pflegetuch“ als „Must-have für dein Samsung Galaxy“. Und zwar kostenlos.

      • Die Reaktion von Samsung ist nur solange witzig, bis sie es selber dann nachmachen, wie sie es in der Vergangenheit ja wunderbar schon gemacht haben, siehe Klinkenanschluss und Netzteil 😀

      • Der Lappen liegt beim Apple Display auch dabei. Hat sich Samsung wieder selbst in die Eier getreten.

        Gutes Marketing war das auch. Deppen bringen überall den Lappen ins Gespräch und verlinken vielleicht die Seite und schon wissen ein paar mehr Leute Bescheid, dass es neue Macs gibt.

  2. Oliver Müller says:

    Das heißt, Apple lobbyiert jetzt nicht mehr gegen das Recht auf Reparatur? Das wäre ja seit langer Zeit mal eine gute Nachricht aus dem Hause Apple!

    • Mein Bauchgefühl sagt mir dass man versucht striktere Regelungen abzudämpfen und dass es bei diesem Angebot vermutlich Einschränkungen geben wird die viele nicht glücklich stimmen werden (wie damals die certified repair shops mit den strikten Vorgaben was alles nicht repariert werden darf).

      Aber man sollte auch nicht Urteilen bevor die Eckpunkte bekannt sind. Dinge wie eine offizielle Quelle für Akkus sind z.B. gut.

  3. Ich bin hier zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich es klasse, dass es bald ein Angebot von offizieller Seite gibt, die einem ermöglicht, Reperaturen selbst vorzunehmen. Auf der anderen Seite vermute ich, dass Apple das eigene Angebot im Volumen kleinhalten wird, aber gleichzeitig damit Konkurrenten auf diesem Markt (z.B. iFixit) sehr stark das Wasser abgraben wird. Mir stellt sich auch die Frage, ob Apple mit diesem Programm nicht ebenfalls der „right of repair“-Bewegung etwas den Wind aus den Segeln nehmen und dadurch eine entsprechende Gesetzgebung verhindern oder zumindest in der Konsequenz für das Unternehmen abmindern will. Am Ende wäre es auf jeden Fall ein richtiger Schritt, wenn Apple wieder mehr auf Schrauben und Stecker, denn auf Kleber in ihren Geräten setzen würde.

  4. Mir ist das alles egal. Nur Teile wie Akkus, die halt irgendwann kaputt sind, egal was man tut, sollte man einfach wechseln können. Auch beim iPhone.

  5. Käse. Schon allein, dass dieses „Angebot“ kommen musste, weil sie gesetzlich dazu verpflichtet werden, spricht für sich. Aber dann schön mit PR-Sprech aufblasen, damit es gut klingt.

    Natürlich muss man abwarten, wie sich das im Alltag bewähren wird. So ein bisschen glaube ich nämlich schon, dass es a) nicht günstig sein wird und b) dass sich da auch nicht jeder rantraut und c) diejenigen, die bis dato schon mal ein iPhone oder einen iMac aufgemacht haben, das auch weiterhin selbst tun werden.

    • Aus ernsthaftem Interesse: Von welchem Gesetz genau sprichst du?
      Und wie setzen dieses die anderen Hersteller, bei denen die Teile in den Smartphones genauso verklebt sind und deren Notebooks und Tablets auch inzwischen nicht mehr besser zu warten sind als die Macbooks?

      Finde eigentlich dass Apple hier einen guten Anfang macht, nach meinem bisherigen Kenntnisstand sogar ohne Gesetzeszwang.


  6. – Die Lichtmaschine meines Autos hat eine Fehlfunktion! Es muss wahrscheinlich nur gereinigt werden.

    -Sie kostet 50 Dollar. Aber es ist besser für Sie, wenn Sie die Anleitungen im Internet lesen und die Arbeit selbst erledigen.

    Der Kunde, der von dieser Offenheit überrascht ist, fragt:

    -Weiß Ihr Chef, dass Sie die Geschäfte auf diese Weise behindern?

    -Es ist eigentlich seine Idee. Wir machen viel mehr Gewinn, wenn wir unsere Kunden zuerst versuchen lassen, etwas selbst zu reparieren.“

    • Das dürfte stimmen, ist dann aber auch nicht mehr die Schuld des Herstellers, bzw. der Werkstatt. Und hier dürfte Caschys letzter Satz ins Spiel kommen: „Wenn man weiß, dass man es nicht kann, lieber jemanden ranlassen, der sich auskennt.“
      Die Selbstüberschätzung vieler Leute, die sie dazu bewegt, es selber zu machen, wird nicht gerade für deren Zufriedenheit sorgen. Aber eben für Umsatz bei den Werkstätten und letztendlich auch bei Apple.

  7. Richtig und wichtig. Erst vor paar Tagen das SE 2016 der Freundin selbst mit neuem Akku versorgt. Jetzt kann es noch einmal eine Weile arbeiten. Denn von der Größe her gibt es nichts besseres und die Geschwindigkeit ist immer noch vollkommen ausreichend. iPhone 12 und 13 nini sind leider immer noch zu teuer für einen Wechsel.

  8. Apple kann den logistischen Aufwand problemlos stemmen. Wenn aber andere Hersteller mitziehen müssen (freiwillig oder unfreiwillig), wird es unschön für die Android-Fraktion.

    Oder glaubt tatsächlich jemand, dass Xiaomi oder ein anderer Copy-Shop dazu in der Lage ist, für ihre Geräte Ersatzteile, Werkzeuge und verständliche Anleitungen in der jeweiligen Landessprache anzubieten? Das schafft höchstens noch Samsung, aber selbst bei denen würde ich nicht darauf wetten.

    Apple hat das ziemlich gefickt eingeschädelt.

    • Ich habe 10 Jahre Service-Techniker für verschiedene Hersteller hinter mir und kann dir sagen, dass Samsung Hardware mit die Reparaturfreundlichste ist. Apple hingegen versucht es einem schwer zu machen. So gut die Anleitung von denen auch sein mag, ich sehe da einige Laien schon verzweifeln. Die restliche Android-Fraktion ist durchwachsen, aber durchaus im Rahmen.

      • Diese Aussage ist ein Witz. Mach mal ein iPhone auf. Aufgeräumt, modular und alles verschraubt. Bis auf den Akku, der hängt an einem Klebestrip, den man rauszieht: https://youtu.be/1kNrfmnT6yM?t=182

        Oder die Explosionszeichnung vom iMac:
        https://manuals.info.apple.com/MANUALS/1000/MA1860/en_US/imac-4k-21inch-2019-repair.pdf

        Dann vergleich mal mit einem x-beliebigen Smartphone von Samsung. Alles durcheinander und der Zusammenbau ist ein Puzzlespiel.

        • Nur Apple verlangt z.B. eine Übertragung des Tonmappings des Displays, da muss zunächst das Mapping vom alten Display ausgelesen werden und aufs neue Übertragen werden bzw. es muss mit der Platine gepaart werden.
          Ähnliches bei FaceID jetzt.

          Und Samsung-Handys sind ähnlich modular aufgebaut wie iPhon e, leider fehlt denen in der neuesten Generation der „Powerstrip“ vom Akku.

          • Nicht das „Tone Mapping“ muss übertragen werden, sondern die Firmware des Displays. Das auch nur, um die Funktionalität von True Tone wieder herzustellen. True Tone wird direkt von der Firmware des Displays erledigt, damit wird nicht sinnlos das Media Framework im OS belastet.

            Face ID muß kryptografisch mit der Secure Enclave verbunden werden, um die Kommunikation dazwischen durch Angriffe von außen zu schützen.

            Statt nett irgendwelche Bullshit-News zu behalten kann man sich auch selbst Gedanken machen.

        • Danke, ich habe auch Apple Hardware repariert. Ich kenne mich schon mit den unterschiedlichen Modellen aus.
          Aus meiner Sicht sind Samsung Smartphones im Vergleich wesentlich einfacher zu reparieren. Alleine die Reduzierung auf einen, maximal 2 verschiedene Schraubenarten, macht es im Vergleich übersichtlicher.
          Darf ich fragen inwiefern meine Aussage ein Witz sein soll? Welche verschiedenen Produkte von welchen Herstellern haben Sie denn bisher selbst repariert? Mir scheint da leicht ein zwanghafter Versuch Apple zu schützen durch, ohne selbst über offizielle Service Dokumente hinweg Ahnung von der Materie zu haben.

          • > Apple hingegen versucht es einem schwer zu machen.

            Ich bezog mich auf diesen Satz. Das würde auch bedeuten, dass man es eigenen Reparatur-Technikern und den Leuten am Fertigungsband schwerer macht. Darum ist das für mich Unsinn.

            Ich habe hier schon alles mögliche zerlegt, Apple, Samsung, HTC, Dell, Acer, Lenovo, etc. Smartphones, Laptops, etc. Meist um Akku oder Display zu tauschen.

    • Samsung und Huawei bieten den Erwerb von Ersatzteilen bereits schon länger an!

  9. Ich habe früher viele Smartphones aus dem Freundes-&Bekanntenkreis repariert. Hat mir immer Spaß gemacht die Bastelei. Aber irgendwann wurde es echt schwierig ordentliche Ersatzteile zu bekommen, egal ob für Blackberry, Samsung oder Apple. Da baut man dann das neue Display ein und es sieht einfach schei**e aus von der Bildqualität. Oder der neue Akku, der dann kaum länger hält als das 2 Jahre alte Original. Und dann auch noch der ganze Klebstoff in den Geräten, erst waren nur die Displays verklebt, die Akkus ein bisschen fixiert und irgendwann hat man sich gefragt, warum die nicht einfach das ganze Gehäuse mit Klebstoff füllen sondern da noch Luft drin lassen…
    Zum selber reparieren können gehören anständige Ersatzteile und möglichst wenig Kleber im Gerät. Und wenn geklebt, dann bitte so dass man da mit bisschen warmer Luft weiter kommt.

    • Das sehe ich auch so. Habe mal bei meinem vorigen IPhone den Akku gewechselt, das war völlig unnötig kompliziert, nicht nur der dämliche Kleber, auch die kleinen Klammern, die man da lösen muss.

      Apple könnte durchaus den Akku so gestalten, dass man lediglich das Gehäuse aufmachen muss und den Akku abklemmt und wechselt. Es macht ja keinen Unterschied, ob die Rückseite verschraubt ist oder angeklippt.

      Die Alternativakkus taugen aber im Vergleich zu Originalakkus ohnehin nichts.

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