Apple AirPods (3. Generation) im Test

Apple hat neue AirPods auf den Markt gebracht. Diese kennzeichnen die dritte Generation. Die habe ich mir in den letzten Tagen genau angehört und möchte meine Erkenntnisse nebst der technischen Eckdaten mal hinterlassen. Fangen wir einmal mit ein paar Details zu den Apple AirPods (3. Generation) an. Die neuen AirPods bringen gegenüber ihren direkten Vorgängern einige Neuerungen mit (hier die Vergleichsseite), darunter 3D-Audio mit dynamischem Head-Tracking, Schutz vor Wasser und Schweiß, das MagSafe-Ladecase, ein Hauterkennungs­sensor und ein weiteres, nach innen gerichtetes Mikrofon.

Apple nennt bis zu 6 Stunden Laufzeit. Weitere 24 Stunden kann man autark von einem Stromanschluss arbeiten, wenn man das MagSafe-Ladecase zum Aufladen nutzt. Im direkten Vergleich zu den AirPods Pro? Mehr Akkulaufzeit, keine aktive Geräuschunterdrückung und die Konversations­verstärkung sowie der Transparenzmodus fehlen auch. Auch sind keine Silikonpolster an Bord. Die AirPods der dritten Generation steckt man sich so in die Ohren. Ich greife vielleicht vorweg, aber das macht nichts, denn Nutzertypen und Ohren sind unterschiedlich.

Die Apple AirPods (3. Generation) kosten 199 Euro, die AirPods Pro eigentlich 279 Euro, sind aber oft für um 200 Euro zu haben. Ich persönlich würde auf jeden Fall weiter zu den Pro-Modellen greifen, weil ANC und der Transparenzmodus absolut top sind, meine Ohren außerdem die Silikonaufsätze besser aufnehmen.

So viel zum Vorgeplänkel, nun aber direkt zu den Apple AirPods (3. Generation).

Mir passte schon der Erstling sehr gut, für mich eine absolute Überraschung, war ich ja sonst bisher immer bei Hörern mit Bügeln glücklicher. Mir passten sie gut, selbst beim Laufen gab es keine Probleme. Wie bei den Erstlingen gibt’s bei den Apple AirPods (3. Generation) nur eine Größe. Wem diese nicht passt, der hat Pech. Allerdings hat Apple wohl zahlreiche Ohren vermessen und Befragungen durchgeführt, sodass ein neues Design zum Einsatz kommt, welches nicht so tief im Gehörgang sitzt. Die neuen AirPods liegen dadurch gefühlt leicht und locker – aber stabil – im Ohr. Das Tragen, auch über einen längeren Zeitraum, empfinde ich als sehr angenehm. Das ist allerdings mein subjektives Empfinden und dürfte nicht die Allgemeinheit abdecken.

Der gebotene Sound klingt klar und deutlich. Das geht quasi gut über alle Genres, ob elektronische Musik, das gesprochene Wort oder Basslastiges – Apple beherrscht seine Klaviatur. Gegenüber der ersten und zweiten Generation hat man da meines Erachtens noch eine Schippe drauflegen können. Hierbei ist natürlich zu bedenken, dass jedes Ohr das Ganze etwas anders empfindet. An Bord ist auch Adaptive EQ, eine Funktion, die Apple mit den AirPods Max eingeführt hat. Mithilfe des H1-Chips und dem nach innen gerichteten Mikrofon stimmen die AirPods die Musik darauf ab, wie die Ohrhörer in einem Ohr sitzen. Adaptive EQ überwacht dabei ständig den Klang und passt die tiefen und mittleren Frequenzen in Echtzeit an.

Die neuen AirPods unterstützen auch Spatial Audio. Das bedeutet, dass Titel, die in Dolby Atmos auf Apple Music verfügbar sind, ohne Probleme anhörbar sind. Manche Leute mögen es, andere nicht. Ich bin da tatsächlich nicht der größte Fan. Das muss man ebenfalls für sich entscheiden. Was ich allerdings jedem empfehle, das ist das Ausprobieren von dynamischem Head Tracking bei Serien oder Filmen, was über das Kontrollzentrum angestoßen werden kann. 3D-Sound gibt es einmal fixiert und auf Basis eurer Kopfbewegungen.

Ich habe extrem viel Musik gehört und dabei in keinem Genre nennenswerte Schwächen ausmachen können. Als Nutzer der AirPods Pro muss ich aber erwähnen, dass durch die Silikonaufsätze der Pro der Bass teilweise kräftiger ist und die fehlende aktive Geräuschunterdrückung ist so ein Ding. Da muss man für sich selbst abwägen – denn die Pro sind schon ohne aktive Geräuschunterdrückung besser vor Lärm von Außen geschützt, da die Silikonpolster das Ohr passiv abdichten.

Würde ich die AirPods hauptsächlich in Bahn, Bus oder Flieger nutzen, dann wäre der Griff ohne Nachzudenken klar zu den Pro. Aber bei normalem Homeoffice mit Frau und Kind, beim Laufen drinnen und draußen, funktionierten auch die AirPods der 3. Generation für mich. Zumindest bei Musik, denn wenn ich über das Laufband in meiner Garage laufe und Serien schaue, dann liegen die Pro weiterhin höher in meiner Gunst. Ansonsten ist sicherlich zu erwähnen, dass Apple gegenüber den direkten Vorgängern den Schutz vor Wasser und Schweiß nachgerüstet hat. Wobei ich auch nie Probleme hatte, wenn ich mit den AirPods früher Sport machte – aber das war auch wesentlich weniger als mein Training heute.

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Apple AirPods Pro mit MagSafe Ladecase (2021)
  • Die Aktive Geräuschunterdrückung blendet Außengeräusche aus, damit du ganz in deine Musik eintauchen kannst
  • Mit dem Transparenzmodus kannst du dein Umfeld hören und darauf reagieren

Obwohl ich absolut kein Fan von Telefonaten bin, habe ich diese für diesen Test mit den AirPods durchgeführt. Drinnen ist das Hören und das gehört werden absolut kein Problem, auch Windgeräusche draußen wurden nicht als Problem empfunden. Gefühlt funktionieren Gespräche über FaceTime-Audio qualitativ besser als jene über WiFi-Call meines Providers – und selbstverständlich auch bei normaler Nutzung über das Mobilfunknetz. Gemessen an den direkten Vorgängern: eine Verbesserung.

Pro (oben) vs. 3. Generation

Apple nennt eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden mit einer Ladung. Spannend: Ich habe in meinen Tests tatsächlich auch mal etwas mehr geschafft, dabei aber auch teilweise in Testläufen auf Fixed Spatial Audio oder das weiter oben angesprochene Head Tracking verzichtet. Wer also auf lange Akkulaufzeiten angewiesen ist, weil er die AirPods tagtäglich lange nutzt, der macht einen ordentlichen Satz nach vorne, egal ob ich nun mit den Vorgängern oder den AirPods Pro vergleichen möchte.

Und wenn die AirPods doch einmal leer sind, dann verfügen diese über eine Schnellladefunktion, sodass man mit ein paar Minuten (5-7) in der Hülle wieder ein Stündchen Hörzeit bei moderater Lautstärke rausquetschen kann. Aufgeladen wird das MagSafe-Case auf Wunsch auch auf einem Qi-Ladepad – oder eben per Lightning. Das drahtlose Laden des Cases  beherrschten die Vorgänger damals nicht.

Schaut man sich auf dem Markt um, dann findet man jede Menge Hörer, die komplett drahtlos sind. Darunter sind auch richtig gute In-Ear-, On-Ear- und OverEar-Lösungen. Aber Apple verkauft einem für 199 Euro ja nicht nur die Hörer, sondern auch ein funktionierendes Zahnrad im Ökosystem. Da müssen Nutzer einmal selbst schauen, ob es ihnen das wert ist. Nachrichten ankündigen lassen, Siri, nahtloser Wechsel und vieles mehr – das sind ja Mehrwerte.

Am Ende bleibt, dass die Apple AirPods der 3. Generation im Vergleich zum direkten Vorgänger kein kleines Upgrade sind, sondern ein richtig großes und eines, welches sich richtig anfühlt. Dennoch: Die AirPods sind vielleicht nicht für jedes Ohr geeignet, aber was sie in ihrer Gesamtheit, auch inklusive der Softwarefunktionen, bieten, ist etwas, was man außerhalb des AirPods-Universums eben nicht findet.

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Neu Apple AirPods (3. Generation)
  • 3D Audio mit dynamischem Head Tracking. Für Sound überall um dich herum
  • Adaptiver EQ, der Musik automatisch an deine Ohren anpasst

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Gutes Update. Ich hatte die der 1. Geneation und die Pros. Bin mittlerweile aber nach beiden Versuchen weg von AirPods, da sie mir für 2 Jahre Lebenszeit (danach sind sie einfach nur noch Elektroschrott) zu teuer sind. Mehr als 40 Euro gebe ich für solche Kopfhörer nicht mehr aus.

    • Habe meine Pros nun seit 2 Jahren und laufen noch wie am ersten Tag 😮

    • In wiefern sind die AirPods nach zwei Jahren „nur noch Elektroschrott“? Dann müssten meine intensiv genutzten Pro ja kommende Woche kaputt gehen. Bisher funktionieren sie einwandfrei. Ich bin gespannt.

      • maschineding says:

        Vermutlich ist der Akku gemeint.
        Meine ersten AirPods waren auch noch ok, aber der Akku war einfach nicht mehr zu gebrauchen.

    • Hmm hab meine Pros jetzt genau 2 Jahre und 2 Tage funktionieren aber noch und halten noch ausreichend lange vom Akku her.

      • Es ist der Akku, der Akku ist‘s…
        Ich habe folgendes Nutzungsverhalten: ca. 5 Tage pro Woche bei durchschnittl. max. 3h pro Tag, eher weniger
        Selbst wenn es individuell unterschiedlich sein wird, selbst bei 3 Jahren Lebenszeit möchte ich nicht dauerhaft mehr als 65 Euro p. a. dafür verballern.

  2. Und ich dachte die Gen 3 passt einfach nicht zu meinen Ohren, aber scheinbar sollen die ja nicht wie die Gen 2 fest in den Ohren sitzen? Im Büro wurde mir schon gesagt das man sehr deutlich die Musik von außen hört, trotz normaler Lautstärke – klar, wenn die nur aufgelegt werden geht da ziemlich viel nach außen.

  3. Meine Airpods waren schon nach einem Jahr und geringer Nutzung ein Ärgernis. Der rechte Airpod schaffte plötzlich nur noch etwa ein Drittel der Zeit. Das ist bis heute so geblieben. Rechts ist nach einer Stunde Schluss. Zu wenig, um die Dinger noch unterwegs nutzen zu können. Elektroschrott nach kurzer Zeit. Weil mich das so ärgerte, habe ich Ersatzakkus in China bestellt An einem Winterabend werde ich die versuchen einzubauen.

    Neulich kaufte ich mir im Angebot die Airpods pro für 188 Euro. Auf das ANC war ich gespannt und auf den Klang, der bei den ersten Airpods ja nicht sonderlich gut ist. Es fehlten tiefe Bässe. Erste Überraschung: Sowohl Case als auch beide Airpods waren komplett leer. Da ich am gleichen Tag den Artikel über das verlängerte Tauschprogramm las, wurde ich hellhörig. Und tatsächlich, die Dinger waren 14 Monate alt und inzwischen tiefentladen. Bei einem Produkt, wo ein verschlissener Akku einen Totalschaden darstellt, absolut inakzeptabel. Auch war es die erste Version, für die ja wegen Serienfehlern das Austauschprogramm ja gerade erst verlängert worden war. Nach all meinen negativen Erfahrungen habe ich das Risiko, dass die Akkus wegen dem Alter und der langen Tiefentladung nicht sehr lange halten, nicht haben wollen und die Dinger zurück geschickt. Das war der letzte Kauf eines Apple Kopfhörers.

    Ich guckte mich um und fand die Huawei Airbods Freebuds. Die Freebuds 4i gibt es schon für sensationelle 59 Euro! Die Freebuds pro mit ANC und je drei Mikrofonen für 115 Euro. Da riskiert man wenig. Und ich bin begeistert. Der Klang ist super, sie sind NICHT weiß, und das ANC funktioniert hervorragend. Für einen Bruchteil der Apple-Preise ein ähnliches Qualitätsniveau!

    • Interessant! Ich habe mir die Pros kürzlich als Warehousedeal gekauft und habe das Problem, dass das Case sich quasi genauso schnell wie die AirPods entlädt.

      Wie hast Du denn herausbekommen, wie alt die tatsächlich sind?!

  4. Habe sie probiert, passen mir leider auch nicht, genau wie schon die AirPods Pro. Werde wohl als nächstes den Beats Fit Pro eine Chance geben, sobald in Deutschland verfügbar.

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