Apple und die Rolle rückwärts in der Diskussion um Apps zur elterlichen Kontrolle

Die Diskussion um Apps zur elterlichen Kontrolle dauert schon länger. Nachdem Apple genannte Apps von Dritt-Entwicklern aus dem App Store aufgrund des Missbrauchs des Mobile Device Management verbannte, meldeten sich Entwickler zu Wort und forderten eine API, sogar eine eigene Webseite richtete man ein.

Mittlerweile ist bekannt, dass auch iOS 13 keine API für Bildschirmzeit haben wird und wahrscheinlich auch aus diesem Grund macht Apple in den App Store Review Guidelines nun eine halbe Rolle rückwärts und erlaubt den Entwicklern das Nutzen von MDM, sichert aber ab, dass keine Daten verkauft werden.

Guideline 5.5. (New) Because MDM provides access to sensitive data, MDM apps must request the mobile device management capability, and may only be offered by commercial enterprises, such as business organizations, educational institutions, or government agencies, and, in limited cases, companies utilizing MDM for parental controls. MDM apps may not sell, use, or disclose to third parties any data for any purpose, and must commit to this in their privacy policy.

Zusätzlich erwähnt man nun, dass Apps in der Kinderkategorie keine Werbung oder Analytics-Software mehr enthalten oder Daten an Dritte weitergeben dürfen. Neue Apps müssen die Richtlinien sofort umsetzen, bestehende bis zum 3. September.

Guidelines 1.3 and 5.1.4. In order to help keep kids’ data private, apps in the kids category and apps intended for kids cannot include third-party advertising or analytics software and may not transmit data to third parties. This guideline is now enforced for new apps. Existing apps must follow this guideline by September 3, 2019.

An und für sich gut, dass man den Entwicklern erst einmal Raum zum Leben gibt, sollte jedoch nur eine kurzfristige Maßnahme sein, da eine Richtlinie allein nicht vor Missbrauch schützt. Ich hoffe, man bietet zeitnah die angeforderte API an.

Zum Thema:

Apple: Entwickler von Apps zur elterlichen Kontrolle tun sich zusammen, reichen Vorschlag für API ein

Apple: Entwickler von Apps zur elterlichen Kontrolle melden sich zu Wort

Apple erklärt, warum man Apps zur elterlichen Kontrolle aus dem App Store entfernte

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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Ein Kommentar

  1. Ich nutze seit kurzem Android und Family Link, besser kann ich mir derzeit keine Kontrolle meiner Kinder vorstellen, dagegen ist die eher einfach gehaltene Bildschirmzeit von Apple nicht besonders gut.

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