Apple: Tim Cook hält Fusion aus iOS und macOS für keine gute Idee

Wie ihr unter anderem auch bei uns schon vor einer Weile lesen konntet, gingen erste Annahmen bereits davon aus, dass Apple in Zukunft an einer Verschmelzung von iOS und macOS arbeiten könnte, um jedem Nutzer seines Ökosystems dieselben Apps zugänglich machen zu können, ohne dabei Abstriche machen zu müssen oder zwei separate App entwickeln zu müssen.

Tim Cook scheint da allerdings ganz anderer Meinung zu sein. So habe er gegenüber Peter Wells von WAtoday in einem persönlichen Gespräch folgendes Statement abgegeben:

„We don’t believe in sort of watering down one for the other. Both [The Mac and iPad] are incredible. One of the reasons that both of them are incredible is because we pushed them to do what they do well. And if you begin to merge the two … you begin to make trade offs and compromises.

So maybe the company would be more efficient at the end of the day. But that’s not what it’s about. You know it’s about giving people things that they can then use to help them change the world or express their passion or express their creativity. So this merger thing that some folks are fixated on, I don’t think that’s what users want.“

Cook spricht sich demnach ganz klar gegen das Vorhaben der Fusion beider Betriebssysteme aus, was natürlich dennoch nicht heißen muss, dass es nun gar keine Bemühungen gibt, beide OS noch mehr aneinander zu bringen, als sie es eh schon sind. Solange seitens Apple keine offizielle Ankündigung vorliegt, sollten wir das Projekt „Marzipan“ auch gedanklich noch nicht ad acta legen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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14 Kommentare

  1. Schlauer Mann, dieser Tim Cook! Eine Verschmelzung wäre weder Fisch noch Fleisch, einfach nur Murks! Verschiedene Geräteklassen haben verschiedene Anforderungen, warum also alles auf Biegen und Brechen glatt ziehen?! Systeme und Software 100% zueinander kompatibel machen, die Interoperabilität optimieren, das ist der richtige Weg!

    • Apple dementiert solche Pläne immer genau so lange, bis sie dann selber nachgezogen haben. Beispiele:

      „Wir werden nie ein iPhone herausbringen, das größer als 4 Zoll ist, weil es unbenutzbar wäre“
      „Niemand will einen Stylus“
      usw. usw…

      Apple hinkt auch hier mal wieder hinterher. Die gesamte Konkurrenz ist bei der Fusion von Desktop und Mobil schon um Jahre weiter, und es ist ganz klar, dass das die Zukunft ist. Convertibles sind die Sparte mit dem größten Wachstum, während der Markt der konventionellen Notebooks stagniert.

      Und wenn es dann so weit ist, dass Apple sich um 180 Grad dreht, werden auch die Fans und Blogger jubeln.

      Bis dahin wird das halt heruntergespielt. Wie immer.

      • Bei den 4 Zoll wurde wohl gesagt dass man es mit einer Hand perfekt bedienen kann, aber gibt es wirklich ein echtes Zitat, dass Apple niemals ein größeres iPhone bauen wird?

        Niemand will einen Stylus… richtig. Die Smartphones hatten damals teilweise einen Stylus um es zu bedienen, das gleiche konnte man dann beim iPhone mit dem Finger machen. Der heutige Stylus dient zum zeichnen/malen und für Skizzen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

        Und selbst wenn Apple hinterher hinken sollte… kein Hersteller ist erfolgreich mit einem Convertible Gerät. Laptops mit Touch-Bildschirm sind ein absoluter Flopp, daher sind fast alle Geräte vom Markt verschwunden. Ein Tablet mit Desktop Betriebsystem ist bisher auch noch kein Erfolg, wenn man sich mal die Microsoft Geräte anguckt.

        Wie du mittlerweile wissen solltest, wartet Apple gerne bis sich der Markt entwickelt hat und macht es dann besser und sehr viel erfolgreicher als alle anderen.

        Apple wird bei diesem Thema wohl im Hintergrund die beiden Systeme verschmelzen. Beide Systeme werden irgendwann auf ARM Prozessoren laufen und die Apps braucht man nur einmal zu entwickeln. Dann wird es aber immer noch eine Version für Touch Geräte geben und eine Version für Maus-gesteuerte Systeme, zumindest halt was die Oberfläche angeht.

        • Die allermeisten Nutzer brauchen kein Desktopsystem mehr. Desktops braucht man als Arbeitstiere im Business und auch dort werden schon viele Aufgaben von Tablets übernommen. Din A4 (also 12-13 Zoll) ist für die allermeisten Aufgaben sehr praktisch, schon in den 70ern hat man das meiste in der Größe erledigt.

          Das weiß Cook, das weiß Microsoft. Apple hat eine starke mobile Sparte. Die werden sich von der mobilen Seite immer stärker an heutige Desktopaufgaben annähern (Beispiel hierfür sind die MS Office Apps in Verbindung mit einem Keyboard). Microsoft ist traditionell viel stärker auf dem Desktop. Deswegen bringen die dem Desktopnutzer bei, dass sich das allermeiste auch mobil erledigen lässt (Beispiel Surface Pro, da brauchst du keinen Computer mehr).

          Die Zukunft läuft darauf hinaus, dass du ein Papier-ähnliches Gerät hast, dass du wahlweise mit Tastatur, Stimme, Stift, Gesten, etc. bedienst.

  2. Sparbtötchen says:

    > We don’t believe in sort of watering down one for the other
    Was vor dem Hintergrund dessen was Apple seit dem „Back To Mac“ Programm (Übergang Snow Leopard zu Lion ff.) aus OS X gemacht hat, für Mac Desktopanwender ohne icloud Verwendung und ohne iPhone/iPad wie blanker Hohn klingt.

  3. mblaster4711 says:

    Wenn Apple wirklich ihre eigenen Prozessore in den Macs verbauen möchte, was kommt da bitte raus?

    Ist dann das neue MacBook auch nur ein iPad mit Tastatur, Touchpad und voll zugänglichem Speicher (SSD) „ab Werk“?
    Für iPads gibt’s schon Tastaturen zum dranpappen, fehlt nur eine BT-Maus Unterstützung.

    Für die Nutzer eines Mac-Pro oder MacBook-Pro wird so ein Mist nicht in Frage kommen.

    Apple soll erst einmal ihre jetzigen Produkte auf Vordermann bringen.
    Für MacBooks fehlt immer noch ein Modell mit Mobile-Modem.
    iPads mit Mobile-Modem fehlt immer noch SMS und Telefonfunktion.
    Oder ein Touchscreen am MacBook wäre auch mal nett.

    Alles in allem wirft Apple immer nur Produkte auf den Markt, die sich zwar gegenseitig unterstützen, aber nicht gegenseitig ersetzen lassen.
    Willst du Telefonieren, kauf ein iPhone.
    Willst du ein Tablet kauf ein iPad.
    Willst du ein PC/Notebook kauf kin Mac/MacBook.

    • „Alles in allem wirft Apple immer nur Produkte auf den Markt, die sich zwar gegenseitig unterstützen, aber nicht gegenseitig ersetzen lassen.“

      Könnte ja fast ein kluges Geschäftsmodell sein? 😉

    • Und es kommt noch „schlimmer“…. willst du eine Smartwatch (Applewatch), brauchst du aber auch das Smartphone (iPhone) um es einzurichten. Will du Wireless In-Ear Headsets (Airpods), brauchst du das passende Smartphone (iPhone), sonst funktionieren sie nicht richtig.

  4. Habe selbst ein Windows Tablett und ein Notebook mit Touch (neben Ipad, MacBook Pro iPhone etc. pp.) persönlich kann ich Tim Cook nur Recht geben, die Touchfunktion eines Windows Tablets aka Convertible ist ein Witz. Das System ist viel zu sehr auf Mouse Bedienung ausgelegt mit den kleinen Schaltflächen und Menüs. Es ist UNMÖGLICH das System nur mit Touch zu bedienen und damit ein Fail im Gegensatz zu den richtigen Tablets wie einem iPad. Fehlt nur noch das sie so eine Zahnstocher wie bei Windows CE seinerzeit einführen. Konsequenter Weise hat Apple das erkannt und keinen Touchmodus in ihre Laptops eingeführt was ich sehr begrüßenswert finde. Die Touchfunktion an meinem Laptop (geschäftlich) benutze ich überhaupt nicht.

    • Die Touchfunktion von Windows 8 war unglaublich gut (besser als iOS). Wurde nur viel dem Desktopgott geopfert, obwohl bei Win10 ja die freie Entscheidung bestand. Zum Glück geht man weiterhin konsequent mit auf die Reise mobiles Leben und nimmt diesmal auch die meisten Desktopfans mit.

    • Kann ich nur bestätigen, tippe trotz Surface vielleicht 1x pro Woche auf den Bildschirm. Für mich ist das nichts, aber wer z.B. Notizen in Office mit dem Stift macht, für den sieht die Sache ganz anders aus. Nett zu haben, aber man muss es ja nicht nutzen.

      • Habe ein iPad Pro 10,5 mit Pencil und in Meetings schreibe ich nur noch auf dem iPad mit. Es gibt viele Artikel, das echtes Schreiben nicht so ablenkt wie auf einer Tastatur tippen aka man kann zuhören und schreiben. Das ganze wird dann gleich in der Cloud gespeichert und kann nicht mehr verloren gehen wie Notizen auf Papier.

  5. Warum sollte Apple das auch tun. Mit MacOS kann man ordentlich arbeiten und mit IOS ordentlich Smart sein.
    Apple ist leider der einzige Hersteller der 2 solide Betriebssysteme für Smart und Work bietet.
    Google und Microsoft haben das nicht.

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