RememBear: Passwort-Manager startet offiziell

RememBear kennen einige unserer Leser vielleicht. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Passwort-Manager. Und hinter RememBear stehen die Macher von TunnelBear, einem doch nicht ganz unbekannten VPN-Tool. Das Unternehmen stammt aus Kanada und startete seinerzeit nach der VPN-Lösung den Passwort-Manager. Hier will man viele Nutzer erreichen, was bedeutet, dass man macOS, Windows, Android oder iOS nutzen und auf RememBear setzen kann. Wenn man das denn möchte.

Rein technisch arbeitet der Passwort-Manager ein wenig wie LastPass oder 1Password im Abo, gespeichert werden Daten auf den Nutzergeräten sowie verschlüsselt in den Cloud. Grundsätzlich ist RememBear kostenlos, will man unbegrenzte Einträge auf unbegrenzt viele Geräte synchronisieren und zudem ein Backup in der Cloud haben, dann ist man mit 3 Dollar im Monat dabei.

Einen Audit haben die Macher bereits durchlaufen, wie man im Blog mitteilt. Sicherlich erwähnt sollte zudem sein, dass das Unternehmen hinter TunnelBear und RememBear,  TunnelBear Inc., im März 2018 von der US-amerikanischen Sicherheitsfirma McAfee übernommen wurde. Dieses Das Unternehmen wiederum ist im Besitz der Finanzinvestoren TPG und Thoma Bravo (51 %) sowie Intel (49 %).

Bin gespannt, wie die Lösung angenommen wird, denn neben den freien Passwort-Managern gibt es auf dem Markt schon etablierte, beispielsweise eben LastPass und 1Password. Beide sind nicht teurer als der Newcomer und haben sich in den letzten Jahren im schwierigen Markt durchgebissen.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

16 Kommentare

  1. Ich bin vor ein paar Monaten von Lastpass auf KeePass umgestiegen und nach kurzer Eingewöhnung ist es mindestens genauso gut. Es ist vor allem ein besseres Gefühl, Passwörter nicht einem Hersteller anzuvertrauen sondern eine Open source Lösung und Sync nach Bedarf zu verwenden.
    Lediglich ein schönes Interface fehlt

    • Ein „schöneres“ Interface gibt’s ggf. bei KeePass XC oder KeeWeb (hört sich nach Cloud an, geht meines Wissens aber offline).

  2. Allein wegen des Namens würde ich es sehr sehr gern benutzen, aber zum Glück schaltet sich dann doch irgendwann das Gehirn ein ¯\(º_o)/¯

  3. Ich werde wahrscheinlich solange es weiter entwickelt wird bei keepass oder einem der forks forks bleiben.
    Da mir nichts bei keepass fehlt und mich auch nichts stört sehe ich keinen großen Grund zum wechseln. Cloud Unterstützung brauche ich nicht, weil ich die Daten lieber selbst synchronisiere.

    Bin damit aber wahrscheinlich auch nicht in der Zielgruppe von Remembear

  4. Konkurrenz ist ja gut, aber warum sollte ich RememBear benutzen wenn ich bereits LastPass oder 1Password nutze? Der Preis ist gleich, die Features sind gleich (bzw. sogar weniger – RememBear hat keine Weboberfläche, so wie LastPass).

    • Weil der Name cool ist. Bei mir (das dürfte noch anderen in +-Cashys alter so gehen), wurden sofort Erinnerungen an Werner/ Beinhart wach. Bärbel, Bärtram und Hubschaubär werde ich nie vergessen.

      In der Sache sehe ich eh schon keinen Grund auf eine kostenpflichtige Lösung zu gehen, wo Keepass (samt Forks) alle meine Bedürfnisse kostenlos abdeckt.

  5. Warum Geld bezahlen, wenn ich den gleichen Funktionsumfang mit Bitwarden kostenlos habe?

    • Bin seit letzten oder vorletzten Jahr, wo Lastpasst verkauft worden ist, auf Btwarden umgestiegen ist kostenlos und die Daten sind „angeblich“ verschlüsselt. Wozu dafür bezahlen. Welchen Mehrwert habe ich damit?
      Klar an Keepas kommt keiner ran, da man die Passwortdatei offline behält.

  6. Niemals ohne Open Source. Lieber KeePass. Ich vertraue doch meine Passwörter nicht irgendeiner App mit Internetzugriff an, wenn sich der Entwickler im Gegenzug nicht in die Karten schauen lassen will.

    Wer so was macht, kann genau so gut auf Phishing-Links klicken und dort seine Passwörter eingeben.

  7. Irgend wie sind gerade Passwortmanager nicht die Art von Software, die ich jeden Monat von einem neuen Hersteller ausprobieren möchte.

    Seinerzeit bin ich mit Keepass gestartet. Das und seine Clone waren unter Windows super, unter OS-X aber weit hinter der Windows-Version zurück. Kritikpunkte waren Autofill und Übersichtlichkeit des UI.

    Das war jedenfalls so, als ich vor einiger Zeit beruflich auf ein Macbook umgestiegen bin. Damals war 1Password unter OS-X das Quasimonopol, und unter Windows hat es zumindest so leidlich gut funktioniert dass es nicht groß genervt hat.
    Die OS-X-Version hat sich weiterentwickelt, die Windowsversion wurde gefühlt mit jedem Update langsamer, bis letztlich die 1Password-v4 unter Windows 10 mindestens mit meinem über die Jahre gewachsenen Tresor nicht mehr bedienbar war. Weder warte noch nach Eingabe meines Vault-Passworts gerne 30 Sekunden bei 100% CPU bis der Vault entsperrt ist noch warte ich anschließend bei weiteren 100% CPU weitere 30 Sekunden und sehe dem Overlay beim Aufbau und dem Scrollbalken beim Wachsen zu, weil offensichtlich die Zuordnung zwischen Eintrag und URL nicht mehr klappt. Spätestens wenn man dann versucht, eine 2-Wege-Synchronisation zwischen einem Windows-v4 und einem OS-X-v6 über einen lokalen Folder zu machen klemmt das doch an allen Ecken und Enden. Liegt zum Teil an unterschiedlichen Formaten, zum Teil daran, dass die eine Version ständig mit einem Remote-Folder synct (v6) während die andere den Remote-Folder direkt mountet (v4).
    Supportanfragen wurden je nach Mitarbeiter mal mehr mal weniger abweisend beantwortet. Tenor immer: v4 unter Windows wird nicht mehr weiterentwickelt, wir bauen nichts ein das die Nutzung aktiv verhindert, wir reparieren aber auch nichts mehr das zum Releasezeitpunkt noch gut war und nur mit neueren Windows-Versionen nicht mehr geht. Die weniger abweisenden Antworten waren inhaltlich aus der Kategorie „wir haben da vier verschiedene Produkte jeweils in Beta, wenn Du willst kannst Du das ausprobieren“, die mehr abweisenden Antworten aus der Kategorie „nimm die aktuelle 7 Cloud“.

    Es ging mir nie um ein kostenfreies Produkt und nie um eine Lifetime-License. ich bin auch bei einer monatlichen Gebühr nicht auf einen 1-stelligen Eurobetrag festgelegt. Wenn das Produkt was taugt gebe ich für Software gerne Geld aus.
    Funktional will ich aber keinesfalls Cloud für meine Passwörter, trotzdem muss aber ein uneingeschränkter Sync aller meine Geräte über ein Transportmedium meiner Wahl möglich sein, und zwar so einfach, dass es automatisierbar ist und mehrfach täglich laufen kann.

    Mitte 2015 bin ich dann auf Enpass umgestiegen und habe das seither nicht bereut. Es funktioniert unter OS-X wie unter Windows gleichermaßen gut. Es hat Autofill in allen relevanten Browsern, was mein primärer Einsatzzweck ist. Und ich kann über einen lokalen share synchronisieren. Shut up and take my money! Ich hab dann irgend wann die Android-Version gekauft. Nicht weil ich meine Passwörter auf meinem Handy brauche, sondern weil das laut Supportforum aktuell der einzige Weg ist, den Hersteller finanziell zu unterstützen.

    Ein Feature könnte mich allerdings dazu bewegen, den Passwortmanager demnächst wieder zu wechseln: Mehrere Vaults in einem UI, von denen jeder auch noch seinen eigene lokalen Sync-Folder hat. Damit kriegt man dann gemeinsam genutzte Passwörter und private Passwörter abgedeckt. Der aktuelle Enpass-Umweg wäre, eine lokal installierte Version und eine Portable-Version zu verwenden. Schade eigentlich.

    Aber einfach wechseln um zu sehen ob das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner ist? Wohl eher nicht.

    • Bei mir ist die Enpass Suche ziemlich lahm, deshalb bin ich zu Safe-in-Cloud umgestiegen. Das UI wirkt unter Windows nativ, die Suche ist rattenschnell und die Browsererweiterung lässt sich auch ohne geöffneten Programm im Hintergrund nutzen. Schau dir das Mal an.

      Die Datenbank wird bei Safe-in-Cloud z.B. auf Google Drive oder Dropbox gesichert.

    • Ich weiß ja nicht wie viele Passwörter Du in 1PW verwaltest. Ich habe mehrere hundert Items und synchronisiere 1PW 4 unter Win10 und 6.x unter Mac über einen lokalen owncloud Ordner. Das dauert bei mir gefühlt nicht 1 Sekunde und on the fly. Kann deine Probleme nicht nachvollziehen.

      • Grob 1000 Objekte. Wobei das noch keine Aussage über die History ist. Ich weiß ehrlich nicht, ob da im Schnitt pro Objekt drei oder pro Objekt 50 Versionen liegen. Sieht man ja im UI nicht sondern nur wenn man sich den Vault unverschlüsselt exportiert.

        Es ist auch nicht der Sync der Probleme macht sondern das Entsperren des Vault, ein Vorgang den ich bestimmt 50 Mal täglich mache.

        Dass andere das Problem nicht haben glaub ich gerne, sonst hätte 1Passwort sicher einen Bugfix releast. Haben sie aber nicht.

  8. Ich sags ja immer wieder: An KeePass führt kein Weg vorbei… a) man kann es mit KeyFiles sichern b) man kann mehrere Datenbanken verwalten c) ich entscheide wo es liegt… lokal, Dropbox, Nextcloud etc. pp… Das bietet mir in der Summe noch kein anderer…

    • Zustimmung! Und unter iOS kann ich Kypass v4 wärmstens empfehlen, dass volle Unterstützung für kdbx4 hat und meines Wissens die Einzige App ist (iOS), die mit nahezu allen großen Cloud Diensten synchronisiert. Die Keyfile für die Keepass Datei kann man lokal per iTunes oder Wlan / webdav übertragen. Da ich nur noch Onedrive nutze und das restliche Sammelsurium an Cloudspeichern abgeschafft habe, finde ich den Sync top und das war mir 8€ für die App wert.

  9. 1Password offline Sync im eigenen WLAN Netzwerk für alle Geräte reicht mir persönlich dicke. Radiosilence verhindert den Zugang zum Internet und kann nicht nach Hause Telefonieren.
    Seit Jahren nutze ich das und hab wenig Stress auch durch die Touch ID Entsperrung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.