Apple stellt neuen modularen Mac Pro inklusive neuem Pro Display XDR vor

Apple hat auf der WWDC den neuen modularen Mac Pro vorgestellt, erinnert an die früheren Modelle des Power Mac G5 und kommt mit einem eigenen Display. Im Team kam kurzer Spott auf, denn das Gerät sieht aus wie eine Gemüse-Reibe.

Das Gehäuse ist aus Edelstahl gefertig und kommt wie bereits erwähnt mit einem modularen Aufbau, alles kann also (theoretisch) ausgetauscht werden. Der Prozessor wurde extra für das Gerät mit Intel entwickelt und besitzt bis zu 28 Kerne. Auch an Arbeitsspeicher kann man reichlich reinstecken, bis zu 1,5 TB ECC RAM, 12 DIMM-Slots insgesamt.

Nicht nur Arbeitsspeicher und Kerne finden sich massig, acht PCIe-Slots stehen euch intern zur Verfügung. An der Rückseite finden sich zwei Thunderbolt 3-Ports, zwei USB-A und ein 3,5mm-Anschluss. Für Netzwerk-Konnektivität sorgen zwei 10-GBit-Ethernet-Ports. Ein x16 PCIe-Connector steht ebenfalls zur Verfügung.

Die Grafik-Karte (Pro Vega II) soll die stärkste am Mark sein, die Auswahl reicht von Radeon Pro 580X bis zu zwei Pro Vega II Duo, damit kommt man auf vier GPUs. Speziell für Video-Bearbeitung gibt es außerdem eine Afterburner-Karte, die bis zu 6 Milliarden Pixel pro Sekunde verarbeiten kann, 3 Streams 8K-Material parallel oder 12 Streams 4K-Material.

Jeder Mac Pro hat ein 1,4kW-Netzteil – 1400 WATT, soll aber dennoch leise sein (wie ein iMac Pro), da drei riesige Lüfter für Zirkulation sorgen. Wer will, kann den Mac Pro übrigens auf Rädern durch die Gegend bewegen. Die wichtigen Partner wie Adobe, Serif und Black Magic Design, SideFX, Red und viele mehr haben bereits ihren Support angekündigt. Da auch Epic, UnrealEngine und Unity den Mac Pro unterstützen werden, ist das Gerät auch für die Spieleentwicklung interessant.

Dieses Powerhouse braucht natürlich auch das passende Display, das mit demselben Design daher kommt. Es handelt es sich um ein 32 Zoll 10Bit LC-Display mit 6K-Auflösung (6.016 x 3384), P3-Farbraum, einer hohen Blickwinkelstabilität und einem Anti-Reflexions-Coating. Damit HDR richtig ermöglicht wird, braucht man ein wirklich tiefes Schwarz, was in LCD-Panels bisher nicht wirklich möglich war. Dafür hat man ein separates Backlight-System entwickelt. Die Helligkeit des Monitors liegt bei 1000 nit, permanent haltbar.

Die Kontrast-Rate liegt bei 1.000.000:1. Mit dem Mac Pro kann man sechs dieser Displays in Reihe schalten. Der Ständer unterstützt auch einen Porträt-Modus.

Der neue Mac Pro startet bei 5.999 US-Dollar und wird ab Herbst verfügbar sein. Auch eine Rack-Version wird es geben. Das Pro Display XDR wird ebenfalls ab Herbst verfügbar sein und je nach Variante 4.999 oder 5.999 US-Dollar kosten. Der Pro-Stand wird separat für 999 US-Dollar verkauft, da raunte die Menge.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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22 Kommentare

  1. Der Monitor Fuß so teuer wie mein Eizo Monitor. Muss man sich auch mal trauen

    • Die Zielgruppe für den Monitor sollten ja „Pros“ sein.
      Wer das Ding also braucht und nutzt dem ist es das vielleicht Wert.
      Lustig wird es ehr zu sehen wie viele YouTuber das Ding nachher wieder stehen haben.
      Sind halt Apple Preise daher wundert mich nichts mehr.

      • „Sind halt Apple-Preise“ haut so eben nicht ganz hin – vergleichbare Monitore gibts nicht/kaum und selbst mit einem brauchbaren 4K Monitor in > 30 Zoll bin ich fix bei 5000 € (aber da gibts dann wenigstens Fuß und Blende dazu).

        Dass der Fuß jedoch mit 1000 $ zu Buche schlägt kann hingegen wahrscheinlich niemand erklären.

        • Doch. Weils die Leute kaufen werden. Erst recht, wenn der Monitor keine VESA Halterung hat. Auf den Fuß ist vermutlich nebenbei damit die höchste Marge angesetzt. Profitmaximierung at its best, würde ich sagen. Einen anderen Grund sehe ich da auch nicht. Bei Preisen für Zubehör, was andere Hersteller so mit in den Lieferumfang packen, ist Apple wie ebay… jeden morgen steht ein Dummer auf. Und entweder ist das Mut von Apple zu so einem Schritt, oder pure Arroganz. Oder beides. So oder so… so eine Praktik anwenden zu können, dafür gehört Apple schon Respekt gezollt für so viel Chuzpe.

  2. Konstantin says:

    Ich bin so gespannt auf den Aufpreis für die Räder… 😉

  3. Wie eine Käsereibe sieht der Mac aus, wie ein Giga Moderator den neuen Pro treffend bezeichnete, passt ganz gut die Bezeichnung zum Design. Apple kann anscheinend nicht mehr bezahlbar entwickeln, was hätte sageagen gesprochen eine abgespeckte Version für zusammen 5000$ anzubieten? Muss alles in solche Dimensionen ausarten?

    • du im Pro Bereich sind die Summen für Solche Sachen keine Seltenheit – die Dinger sind auch nicht für den Gamer / YouTube / Hobbygärtner gemacht 😉

    • naja für so etwas gibt es bereits Geräte anderer Hersteller.

    • Natürlich kann Apple bezahlbar entwickeln. Sie wollen es nur nicht zu einem angemessenen Preis verkaufen. Meint ihr etwa, z.B. der überteuerte Monitorständer sei wegen hoher Entwicklungskosten so teuer?

      Die Apple-Fanboys schwärmen dann von „hoher Gewinnspanne“, was nichts anderes ist als ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.

  4. Das Teil ist in voller Ausbaustufe der absolute Burner! Ich vermute mal das das Gerät lange Konkurrenzlos sein wird – die Zeiten in denen Studios mit Windows Rechnern liebäugelten wegen fehlender Hardware im Mac Bereich mit genug Power dürften damit zu Ende sein 😉

    • asdwagfawf says:

      Warum Konkurrenzlos, die Konkurrenz verkauft jetzt schon besser ausgestattete Rechner für weniger Geld. Bevor das Teil überhaupt auf dem Markt ist.

      • Philipp Dorn says:

        Ich komme aus dem fernsehbereich, bzw. Fernsehtechnik und kenne so ziemlich jeden Geräteraum in Deutschland. Dort ist Apple überall rausgeflogen und durch Windows Server ersetzt worden. Ich schätze Apple kam zu spät, als alle umgerüstet haben hätten die meisten gerne mit Apple weiter gearbeitet, aber es kam nichts. Jetzt werden alle nicht nochmal umrüsten..

  5. Alles richtig gemacht. Modulare Kiste im Retro Horten Style. Puuh, ich dachte Apple könnte es nicht mehr.

  6. Sebastian says:

    Ich glaub das der Mac Pro seine Abnehmer finden wird. Der Screen ist aber selbst für professionelle Anwender heftig teuer.

    Grüße,
    Sebastian

  7. Optisch so mit das Schwächste, was Apple in den letzten Jahren abgeliefert hat. Mal abgesehen von diesem komischen Battery Case. Alle haben nach einer neuen Käsereibe geschrien und Apple liefert sie. Wann hat Apple je auf seine User gehört? Denen ist schlicht nix anderes eingefallen. Naja, und die Preise…reden wir nicht drüber. Wobei ich weniger den Preis an sich frech finde, eher die Ausstattung in der Basiskonfig. 265GB SSD und so, alles klar! Da kommt der Pro aber weit. Nun gut, irgendwie muss man den König in der Produktpalette ja preislich abgrenzen zu über 1000€ teuren iPhones und iPads. Auch beim optionalen Vesa-Adapter und dem Monitorfuß sieht man anhand der unverschämten Preise, dass es hier nicht darum geht, dem User Flexibilität zu bieten, sondern ihm das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein „Nicht-Pro“-Standfuß im Lieferumfang wäre sicher auch gegangen beim Preis des Monitors. Und bevor jetzt wieder Fanboys kommen…ich habe selbst ein Macbook 13 Retina, mit dem ich zufrieden bin. Man muss deswegen aber nicht zu allem Ja und Amen sagen.

  8. OK, Mac Pro mit Monitor und Fuss, 10.000 Dollar. Dazu fällt mir ehrlich nix mehr ein.

    • In Vollausstattung kann die Käsereibe laut The Verge und Heise über 50.000 $ kosten, in Euro entsprechend mehr. Lächerlich.

  9. Ok, die Leistung ist definitiv nicht übel. Der Preis schon.
    Beim Monitor hab ich da keine Ahnung. Ich brauch so Hochleistungsbildschirme nicht. Aber auch erkennt weder das Auge noch das Hirn ab irgend einem Punkt keinen Unterschied mehr. Wo der liegt… keine Ahnung. Beim Preisschild für den Standfuß funktioniert bei mir zumindest Auge und Hirn noch wie es soll: Beides zusammen löst Kopfschütteln bei mir aus.

    Muss man Apple jedenfalls lassen, dass sie seit Jahren Selbstverständliches als Verkaufsargument aufführen. Modulare Desktoprechner. Standfuß für den Bildschirm. So viel Arroganz nötigt mir einen gewissen Respekt für Apple ab.

    Aber Apple ist natürlich auch wieder schlau. Die CPU ist also eine eigene Entwicklung von Apple und Intel? Na, dann kannst du vermutlich auch nicht einfach den RAM deiner Wahl einbauen.

    Nein, ich merks immer wieder. Apple ist definitiv kein Hersteller für mich. Dazu bevorzuge ich viel zu sehr die Freiheiten, die ich – wenngleich vielleicht nicht immer problemlos – bei anderen Systemen habe.

  10. Verstehe ich das jetzt richtig?!? Wenn ich nur den Bildschirm kaufen sollte, dann kann ich diesen nicht hinstellen? Ich muss einen 1000€ Standfuß kaufen, damit ich den Monitor nicht an die Wand anlehnen muss?!
    Wie ist es mit an die Wand hängen?

  11. oxenkuehn says:

    Wer sich bei dem Mac Pro und dem CinemaDisplayXDR über die Preise aufregt, hat nicht verstanden, wofür die Produkte geeignet sind. Dabei gibt es durchaus streitbare Punkte, über die die angedachte Zielgruppe stutzig wird:
    1. Warum werden keine Xeon SP CPUs verwendet? Man könnte so Systeme mit bis zu 8 Sockeln (CPUs) anbieten sowie weitaus mehr RAM
    2. Warum werden keine NVIDIA Grafikkarten angeboten? Diese bieten weitaus mehr Open CL bzw. CUDA Performance
    3. Warum maximal nur 4 TB interne SSD? Bei den angedachten Projekten wird der Speicher ziemlich schnell knapp und nein, über TB3 angebundenen Speicher löst das Problemnicht wegen zu geringer Bandbreite
    4. Auch wenn das Display ziemlich gut ist Frage ich mich, warum nicht zusätzlich ein Display mit echter Cinema 8k Auflösung in derselben Qualität und derselben Pixeldichte (ist dann halt größer) angeboten wird.

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