Apple HomePod: Stromverbrauch im Standby und beim Abspielen von Musik


Der HomePod von Apple kann ab heute (in den USA) vorbestellt werden, bald wird Apples erster Smart Speaker also in vermutlich zahlreichen Haushalten zu finden sein. Apple hat nun ein Dokument veröffentlicht, das auf die Umweltverträglichkeit des HomePod eingeht. In diesem ist unter anderem der Stromverbrauch zu finden. Einen Blick auf den Stromverbrauch von stets aktiven und vernetzten Geräten zu werfen, ergibt durchaus Sinn, nicht nur aus Umweltgründen, sondern vor allem auch, um zu wissen, was der Spaß denn im Betrieb so kostet.

Aber bleiben wir zunächst einmal bei den Materialien, ich glaube man erhält selten die Chance, ein technisches Produkt mit Grammzahlen seiner einzelnen Bestandteile betrachten zu können. Fas ein Kilogramm Stahl ist im HomePod verbaut und mehr als ein halbes Kilogramm Magnete. Den Rest könnt Ihr der Grafik entnehmen, spannend wären hier sicher eine noch detailliertere Angabe der Bestandteile gewesen.

Nun aber zum Stromverbrauch. Das ist natürlich vor allem im Vergleich mit ähnlichen Produkten, also anderen Smart Speakern, interessant. Hier muss man für unsere Gefilde auf den 230-Volt-Modus schauen. Apple gibt den Verbrauch im Low-Power-Mode mit 1,76 Watt an, beim Abspielen von Musik sind es dann allerdings 9,25 Watt.

In Sachen Standby liegt der HomePod damit unter den anderen Smart Speakern, lediglich der Echo Dot kann hier mit seinen 1,6 Watt Verbrauch im Standby mithalten. Aber Sonos One gebraucht mehr als dreimal so viel Strom im Standby. Anders sieht es beim Abspielen von Musik aus. Hier verbrauchen die Speaker mit besserer Audioqualität auch mehr Strom.

Das sieht man wieder deutlich an Sonos One, die Box verbraucht bei einer Lautstärke von 50 Prozent rund 7,8 Watt, bei 100 Prozent sind es dann schon rund 18 Watt. Hier muss man allerdings erst einmal sehen, wie viel der HomePod im tatsächlichen Betrieb verbraucht, die von mir verwendeten Angaben zu den anderen Speakern stammen aus unseren eigenen Tests. Apple gibt hier 9,25 Watt beim Abspielen von Musik an, bei 50 Prozent Lautstärke.

Ist der Stromverbrauch von Gadgets für Euch ein kaufentscheidendes Kriterium? Strom ist in Deutschland furchtbar teuer, da kann ein zusätzlicher Dauerverbraucher schon einen Unterschied machen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Viele sprechen ja davon, durch solche Gadgets Energieeinsparungen zu erzielen, etwa im Rahmen der Hausautomatisierung. Das mag hier und da vielleicht auch zutreffend sein, aber vielfach ist es doch eher so, dass mit diesen Sprachassistenten viele Geräte in die Haushalte gelangen, die man vorher einfach nicht hatte und die Zahl der Energieverbraucher entsprechend ansteigt – und damit zwangsläufig auch die Energiekosten insgesamt. So werden viele sicherlich den Stromverbrauch bei Neuanschaffungen mit berücksichtigen, aber bei vielen Geräten wie solchen Lautsprechern die Folgekosten auch einfach hinnehmen. Ansonsten ist die Alternative der Verzicht, und wer will schon gerne verzichten?

  2. Sascha Ostermaier says:

    @Chris: Naja, wenn ich das bei mir so beobachte, hier sind in den letzten Jahren immer mehr Geräte eingezogen, die permanent Strom ziehen, dennoch sinken meine reinen Stromkosten. Es ist ja trotzdem so, dass man insgesamt bei Neuanschaffungen viel weniger Strom verbraucht als mit älteren Geräten. Und mal auf Automatisierung geschaut, wenn ich 170 Euro Heizungskosten im Jahr einspare, kann ich auch die 5 Euro Strom zusätzlich verschmerzen. Mischkalkulation eben. Ich habe heute definitiv weniger Energiekosten als noch vor 5 Jahren. Was aber durchaus auch an Dingen wie neuem Kühlschrank oder neuer Waschmaschine liegen kann.

    • Gerade diese Haushaltsgeräte werden sicherlich ihren Teil dazu beigetragen haben. Aber solche Anschaffungen macht man ja meist nicht aus der Überlegung heraus, neue Geräte zu haben, die weniger Energie verbrauchen, sondern mehr aus der Notwendigkeit, weil die alten Geräte kaputt gehen. Und das aktuelle Geräte energiesparender sind, ist dann natürlich ein willkommener Nebeneffekt.
      Aber wenn man mal davon ausgeht, dass diese Geräte jetzt auch länger als fünf Jahre im Betrieb sind, kann man meiner Meinung nach durchaus davon ausgehen, dass du in fünf Jahren mehr Energie verbrauchst als heute, ganz einfach, weil mit der Zeit weitere Geräte hinzukommen werden.

  3. Ich finde die Angaben von Apple sehr gut. Im Stand by braucht der HomePod fast nichts. In Zeiten wo immer mehr Heimgeräte ins Haus ein ziehen eine schöne Entwicklung. Ich hätte ihn sowieso gekauft allerdings hatte ich den Stromverbrauch schon im Hinterkopf und schon Überlegungen angestellt ihn an eine schaltbare Steckdose anzustöpseln. Das hat sich jetzt erledigt. Bei unter 2 Watt ist das nicht mehr notwendig.

    Ich hoffe ihr habt auch einen in England bestellt? Ich bin echt gespannt wie sich der HomePod im Alltag schlägt.

  4. Sehr schön, geht doch. Die goldene Himbeere bekommt Sonos diese Jahr, mit ihrer Sprachbeta und keinerlei Hardware/Standby anpassung.

  5. @ Sascha

    Zitat: Der Sonos One braucht mehr als dreimal so viel Strom im Standby?

    https://sonos-de.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/3565/~/sonos-stromverbrauch-im-ruhemodus

    Sonos One (Mikrofon ein) 4,1 Watt
    Sonos One (Mikrofon aus) 3.2 Watt

    Bei mir laufen zwei Geräte am LAN-Anschluss mit deaktiviertem WLAN im Webinterface am Sonos One.

    Der Verbrauch dümpelt bei bei mir im Ruhemodus bei 3 Watt ohne Mikrofon, mit Mikrofon verbraucht der Sonos ca. 4-5 Watt: https://picload.org/view/ddprwdiw/imgone.jpg.html

    Der Stromverbrauch bei maximaler, noch klanglich ausgewogener Lautstärke liegt bei mir bei 7 Watt.

    Entscheidend für den Kauf war für mich die Reaktionszeit von Alexa und die Konfigurierbarkeit durch den LAN-Anschluss im strahlungsarmen Netzwerk (insbesondere im Schlafzimmer) und die Aussicht auf Google Assistant.

    Der Musik-Stream lässt sich auch gut mit Kodi abgreifen und die Titel und Covers werden zuverlässig angezeigt. Auch kann man über Kodi dann die Musik anhalten und auch einen Titel mit der Fernbedienung überspringen.

  6. Der Stromverbrauch bei Sonos ist für mich momentan der Grund, warum ich mir noch keine geholt habe. Ich kam auf 30W für eine Grundausstattung im Standby. Das sind aufs Jahr gerechnet 73 € (5 Jahre = 367€) zusätzlich.
    Alles über 1 W im Standby pro Unterhaltungsgerät empfinde ich als zu hoch.

    Das da noch was geht zeigt Sonos selbst. Die 1.Gen der Play 5 wird noch mit 8.8 W angegeben, die 2.Gen mit 2.2 W.

    Bei meiner jetzigen Lösung habe ich keinen Verbrauch im Standby, weil die Geräte vom Strom getrennt sind. Das lohnt sich bei einem Sonossystem nicht, dann kann ich es auch gleich sein lassen.

  7. Hier wäre es sinnvoll eine intelligente / lernfähige Abschaltung zu implementieren. Es wird sicherlich Stoßzeiten geben, an denen das Gerät häufig benutzt wird und Ruhephasen. Wenn das Gerät nun lernen würde zu welchen Uhrzeiten kein Bedarf besteht, könnte der Stromverbrauch vermutlich reduziert werden. Vielleich ist das eine Idee für die Zukunft 🙂

  8. Biff Tannen says:

    Gute Sache, dass Apple den (geringen) Stromverbrauch auch publik macht.
    Könnten sie mit der Frequenzreichweite des Lautsprechers auch mal machen…

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