Apple: EU-Kommissarin Vestager: „Privatsphäre darf kein Schutzschild gegen den Wettbewerb sein“

Vermutlich haben es die meisten unserer Leser mitbekommen. Gegen zahlreiche große Tech-Unternehmen ermittelt die EU-Kommission derzeit, darunter Apple. Bei Apple wird unter anderem darauf geschaut, inwiefern der App Store monopolistisch ist.

Gegner des Stores bemängeln freie Auswahl, Fürsprecher führen geprüfte Apps, Privatsphäre und Sicherheit an. Allen voran das Unternehmen natürlich selbst. Im Raum stehen Dinge wie das Öffnen für alternative Stores oder Sideloading von Apps. Dinge, die man, wenn man in die Vergangenheit und Apples Bemühungen blickt, so gar nicht zum iPhone passen.

Margrethe Vestager, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte, sie teile Cooks Sicherheitsbedenken, die er neulich auf einer Konferenz anbrachte.

Ich denke, Privatsphäre und Sicherheit sind für jeden von größter Bedeutung„, sagte Vestager in einem Interview mit Reuters. Aber: „Wichtig ist hier natürlich, dass es kein Schutzschild gegen den Wettbewerb ist, denn ich denke, dass die Kunden weder die Sicherheit noch die Privatsphäre aufgeben werden, wenn sie einen anderen App-Store nutzen oder wenn sie sideloaden„, sagte sie.

So wie es ausschaut, will man also tatsächlich alternative Anbieter irgendwie durchdrücken. Man darf gespannt sein, wie eine solche Lösung aussehen dürfte. In meiner Blase ist es zumindest so, dass in Gesprächen eher die Meinung vorherrscht, dass es gut ist, so wie es ist.

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105 Kommentare

  1. Ich glaube, da ist dir im letzten Absatz ein Wort verloren gegangen oder das „als“ ist zuviel.
    „So wie es ausschaut, will man als tatsächlich alternative Anbieter irgendwie durchdrücken.“

  2. Man fängt sich als Laie auf dem Android öfter mal nen manipuliertes Paket ein. Schwierige Sache mit der Freiheit.

    • Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)

    • Welcher Laie sideloaded denn bitte Apps? Selbst unter Android muss man ein paar Warnungen durchforsten bevor man eine .apk installieren kann.
      Wer mehr bezahlen und das Gefühl von Sicherheit haben will muss gar nichts von außen installieren. Nur weil eine Möglichkeit für etwas geschaffen wird, heißt es doch noch lange nicht, dass es der Normalnutzer verwendet.

      Und selbst wenn, dann sind Apples Systeme nicht nur wegen deren App Stores so sicher. macOS hat doch auch viel weniger Viren als Windows.

      Apple lenkt gezielt davon ab worum es eigentlich geht, und zwar um deren 30%igen Anteil an Appkäufen. Damit können sie ihre Abos günstiger anbieten und auf Kosten anderer noch mehr verkaufen.

      • Christian says:

        Auch Ersteller von Viren denken wirtschaftlich. Bei der weltweiten Verteilung im Mai 2021 von 73,5% für Windows und nur 15,9% für Mac OS ist es eine einfache Wahrscheinlichkeitsrechnung wo ich eher durchkommen werde.
        Auch sind Viren für Apple Geräte in den letzten Jahren immer mehr geworden. Auch die Hacker haben erkannt, dass Apple für Leute mit Geld steht und da was zu holen ist.

        Es wurde ja auch schon mehrmals im App Store vor Malware / Viren gewarnt und man solle Programme dringend löschen. So viel zum Thema es ist absolut sicher, wenn man aus dem offiziellen Laden läd.

        • Selbstverständlich gibt es keine absolute Sicherheit, da stimme ich dir zu. Auch ist mir die Marktökonomie von Kriminellen bewusst. Jedoch wäre es zu einfach die Sicherheit von iOS an eine Schnittstelle für externe Apps abhängig zu machen.

          Mein Punkt war dazulegen, dass, meiner Meinung nach, das Verhältnis dieser Öffnung zur gesamten Sicherheit von iOS überbewertet wird. Und diese Überbetonung gezielt als Marketingargument verwendet wird.

    • Lol, hatte ich 100%tig noch nie! Auch kenne ich niemanden. Man sollte dramatischen Clickbait nicht mit der Realität verwechseln.

    • So ein Quatsch. Die einzige, die bisher mal ein Problem hatte, war meine 90 Jährige Grossmutter, die so Katzen-Sticker-Apps runtergeladen hat. Da haben wir dann einfach den Play Store eingeschränkt.

  3. „… denn ich denke, dass die Kunden weder die Sicherheit noch die Privatsphäre aufgeben werden, wenn sie einen anderen App-Store nutzen oder wenn sie sideloaden“ – Anzunehmen, dass das tatsächlich so ist, scheint mir recht naiv. Das eine wie das andere wird durch die Zulassung anderer AppStores oder von Sideloading nahezu zwangsläufig zumindest aufgeweicht. Ich denke nicht, dass die Dame wirklich etwas von dem versteht, was sie da erzählt, auf mich wirkt es eher so, als habe sie sich „bequatschen“ lassen.

    • Man kann sich auch im Knast schönreden, dass es in der Gefängniszelle doch viel sicherer und privater ist als an der frischen Luft.

      Entscheidend ist nur eines: Das habe *ICH* zu entscheiden und das lasse ich mir nicht zwangsweise von einer Firma wie Apple aufdrücken. Stellt euch mal das Geschrei vor, wenn man auf Windows nur Programme von Microsofts Gnaden installieren dürfte.

      „Ich liebe euch doch alle, und die Mauer war nur ein Schutzwall“
      (frei nach Erich Mielke, DDR)

      • Nur um dir mal die Illusion zu nehmen, du kannst entscheiden ein Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Aber wenn du die Hausregeln oder AGB akzeptierst, hast du dich daran zu halten.
        Niemand zwingt dich Apple Produkte zu verwenden, aber wenn du dich dazu entscheidest, dann zu bestimmten Regeln.
        Und auch bei Microsoft darfst du nicht alles. Lies dir ruhig mal deren AGB durch.
        Und weiter drüber steht noch ein Gesetzgeber der dir auch Vorschriften macht. Du hast Vertragsfreiheit, aber wenn du einen eingehst musst du ihn halt einhalten.

        Und mal so ganz krass, es gibt Firmen die ihre Dienst iPhone per MDM kontrollieren und dir zusätzlich sagen was du zu tun und zu lassen hast.
        Die Welt ist hart und voller Vorschriften und Regeln.

        • Oliver Müller says:

          Es gibt auch Firmen, die Android-Geräte mittels MDM kontrollieren. Hat mit dem konkreten Thema aber genauso wenig zu tun.

      • Ganz ehrlich, wenn die Apple Methode die Leute so nervt, dann frag ich mich, warum kaufen dann so viele Leute Apple Geräte. Nochmal zum mit mitschreiben, es wird keiner gezwungen Apple Geräte zu kaufen. Wer ein offenes System nutzen und Sideloading betreiben will, soll sich halt eines der zahlreichen Android Geräte kaufen und fertig.
        Die einzige Kritik die ich durchaus verstehen kann, ist Apples Appstore Preispolitik, insbesondere im Bereich Abo Dienste. Da finde ich Apple durchaus ziemlich frech, besonders im Bereich Musik Streaming, wo sie ihr eigenen Dienst pushen und durch die Preispolitik dafür sorgen, das die Konkurrenz immer teurer ist als der eigene Dienst.
        Punkt ist, nicht alles was Apple macht ist gut, aber das Apple sein System geschlossen halten will, um ein gewisses Maß an Sicherheit zu garantieren, finde ich persönlich gut und absolut richtig.

        • Spielt alles keine Rolle. Apples System ist eines von 2, die absolut weltbeherrschend sind. Das muss reguliert, wenn nicht irgendwann sogar zerschlagen werden. Siehe AT&T und Baby-Bells im Telekomsektor früher. Wettbewerbs- bzw. Kartellrecht sticht da alles andere aus. Allenfalls Sicherheitspolitik könnte das überstimmen (s. Konflikt USA -China).

          • Apple ist nur einer unter vielen Handy-Herstellern.
            Ich werde mich freuen, wenn es das Sideloading für iOS geben wird, aber wenn man Apple dazu zwingt, dann bitte konsequent machen und auch Microsoft, Sony und Nintendo dazu zwingen, Sideloading bzw. alternative App-Stores für ihre Konsolen zu erlauben, sodass man beliebige Apps installieren kann und nicht nur die vom Plattform-Inhaber zugelassenen Apps. Und nein, Disks zählen nicht als Alternative, das ist nur ein anderer Vertriebsweg.

            • Bei den Herstellern kannst du Spiele auch an anderen Orten physisch und teilssogar in anderen Stores kaufen und mit Code aktivieren. Apple ist der einzige totalitäre Anbieter.

              • Und? Kauf dir doch ein Handy von einem anderen Hersteller. Es gibt Samsung, Xiaomi, Sony, Huawei und Honor, BBK Electronics etc.

                Keiner zwingt die ein iPhone zu kaufen.

                • Wer zwingt dich überhaupt ein Smartphone zu nutzen- oder zu atmen. Alles freier Wille. Absurder kann man echt nicht denken…

            • Das ist ein unpassender Vergleich, da du deine Spielkonsole wohl kaum als Plattform für so ziemlich jede privatwirtschaftliche Aktivität nutzt.

              • Zu Apples-Handys gibt es mehr als genug Konkurrenz, die auch günstiger ist. Zu Spielekonsolen gibt es keine günstige Konkurrenz.

                • Was für ein sinnloses Argument. Die Sideloading-Option richtet sich doch nicht gegen Apples teure Hardware. Wenn Ideologie die Sicht vernagelt…

            • Oliver Müller says:

              > Apple ist nur einer unter vielen Handy-Herstellern.

              Apple ist einer von zwei Herstellern eines relevanten Smartphone-Betriebssystems.

              • Da Apple’s Betriebsystem nur auf Apple’s Handys läuft und für andere Hersteller nicht relevant ist, ist Apple nur eines von vielen Handy-Herstellern.

                Du da Apple-Handys hier in der Minderzahl sind, sollte man sie eher schützen, denn sonst hätten wir nur noch Google-Monopol.

          • @Ben: Da muss m.E. gar nichts geregelt oder gar zerschlagen werden. Das ist eher was, um verschiedenen Institutionen überhaupt erst eine Daseinsberechtigung zu verschaffen.

            • Gut, dass das nur deines Erachtens so ist. Sonst hätte es das Internet vmtl. nie gegeben.

              • Wenn Du Augen aufmachst, wirst Du erkennen, dass das nicht nur meine Meinung ist. Oft werden solche Dinge auch nicht von der Mehrheit vertreten, sondern nur von einzelnen Interessengruppen, die die Möglichkeit haben, an den entsprechenden Stellschrauben zu drehen, weil sie entsprechende Positionen besetzen. Das ist hier nicht anders als in anderen Bereichen auch.

                • Ohne, jetzt versteigst du dich auch noch in Selbstherrscher-Fantasien. Erbärmlich, aber fast jede Kommentardiskussion endet mit dir ja so.

                  • Naja, immerhin bin ich in der Lage, mich angemessen zu artikulieren, ohne andere derart anzugehen. Wenn Du also meinst, mich entsprechend beurteilen zu können, dann mach das.

        • Ab einer gewissen Macht spielt der Markt nicht mehr und es muss Staatlich reguliert werden, und das ist bei Apple definitiv der Fall.

        • Dann hättest du auch kein Problem damit, dass auf macOS nur noch apps aus dem Appstore möglich wären?
          Dient ja schließlich der Sicherheit.

      • @ Hiro: Man kann natürlich auch nur verstehen, was man auch verstehen will. Ich habe mich nicht dagegen ausgesprochen, dass alternative Möglichkeiten geboten werden. Aber anzunehmen, das würde dann nicht mit der Aufgabe von Privatsphäre und Sicherheit einhergehen, ist schlicht an der Realität vorbei.

        • Damit behauptest du, Alternativen sind automatisch mit der Aufgabe von Privatsphäre und Sicherheit verbunden.
          Das Argument hab ich doch in letzter Zeit öfter gehört: „Alternativlos“.
          Für die Akzeptanz der Alternativlosigkeit gibt es zwei Möglichkeiten, diktatorische und Fantasielosigkeit(wobei gewollte eingeschlossen ist).

          • @ Carl: Auch an Dich der Hinweis, doch bitte richtig zu lesen (und auch zu verstehen), denn ich habe nichts von „aufgeben“ geschrieben, sondern „zumindest aufgeweicht“. Und wenn Du in einem System weitere Möglichkeiten für Installationen eröffnest, eröffnest Du zugleich auch mehr Möglichkeiten für Schadsoftware. Und das macht das System pe se nicht zwingend unsicher, setzt die Sicherheit insgesamt aber herunter.

        • Man muss halt selber aufpassen. Ich würde schon gerne mal ab und zu FOSS installieren. Aber wer aus „grauen“ Quellen Apps installiert, weil die 1Eu billiger oder umsonst sind, hat schon verloren, das stimmt.

      • Nur in der „DDR“ hat man nicht freiwillig gelebt und in den Knast geht man i. d. R. auch nicht ohne richterliche „Einladung“ smile. Ein Apple -Gerät kaufe ich mir freiwillig und weiß vorher was ich bekomme. Also kein Knast sondern sozusagen eine Wohnung mit Concierge und Sicherheitsservice , in die ich ganz bewußt einziehe

  4. Peter Brülls says:

    „Wichtig ist hier natürlich, dass es kein Schutzschild gegen den Wettbewerb ist, denn ich denke, dass die Kunden weder die Sicherheit noch die Privatsphäre aufgeben werden, wenn sie einen anderen App-Store nutzen oder wenn sie sideloaden„, sagte sie.“

    Doch, natürlich werden sie. Gut, an der Sicherheit kann man noch drehen und die APIs brutal zunageln.

    Aber Privacy?

    Wir sehen doch seit Jahren, dass die &%$§/() Werbefuzzis und Analytiker tracken was nur geht und hochladen was nur geht.

    Mit großen Geheule, wenn Apple was stopfte und Vorgaben machen.

    Dann werden die Alternativen Stores eben subventioniert. Kostet da dann eben 1 € weniger, weil die Provision geringer ausfällt, zusätzlich mit freundlicher Unterstützung von AdMafia Inc.

  5. https://www.pindrop.com/blog/google-data-shows-dangers-of-third-paty-app-stores/

    > “It turns out that using only Play is ten times safer than side loading too.”
    > “This is a massive data set and we base our security moves on this feedback loop,” Kovakina said.

    Und die wundern sich warum die EU bei manchen so einen schlechten Ruf hat. Die Frau soll eine Behörde leiten und die technische Einschätzung ihren Fachleuten überlassen.

    • Jeder soll die Wahl haben und nicht bevormundet werden vom „Ach so super lieben Apple“ das all seine Kunden unbedingt vor allem bösen da draussen Schützen muss. Das Monopol AppStore auf iOS muss gebrochen werden, da die Marktmacht zu gross ist (Olus zu hohe Gebühren). Apple erinnert an die besorgte amerikanische Mutter die ihr Baby vor allem fiesen Schützen muss.

      • > Apple erinnert an die besorgte amerikanische Mutter die ihr Baby vor allem fiesen Schützen muss.

        Ach so, woanders auf der Welt machen die Mütter das nicht? Mal abgesehen davon dass das ein dummer Vergleich war: niemand außer ein paar traurigen Trollen interessiert sich dafür woher die Apps kommen.
        Google selbst hat herausgefunden dass Play Store 10 mal so sicher ist als 3rd Party Store. Mehr muss man nicht wissen.

  6. Am Ende wäre es mir eigentlich egal, würde sowieso weiterhin nur Apple’s AppStore nutzen. Mir persönlich wäre wichtig, dass ich Sideloading (also das Laden von Apps aus anderen Quellen als dem AppStore) auf meinem Gerät konsequent verhindern kann.

    Andere Leute können aber gerne machen, was sie für richtig halten.

    • SudoUser69 says:

      So sehe ich das auch. Am besten kann man nur bei der Einrichtung des Gerätes wählen ob man es „öffnen“ möchte. Dazu ein schön langer Warnhinweis, falls man sich für „öffnen“ entscheidet. Dadurch kann man auch verhindern, dass niemand Fremdes der das Gerät in die Hände bekommt, die Sperre einfach ausschalten kann.

    • Der beste Kommentar bisher!

    • Oliver Müller says:

      Das ist halt genau der Punkt. Wenn es Apple wirklich um die Sicherheit seiner Kunden gehen würde, dann würden sie MacOS genauso konsequent abschotten. Der gemeine Apple-Kunde akzeptiert diese Abschottung (bisher?) aber nur auf Handy und Tablet.

  7. Eines der Dinge, die ich am IPhone (sprich IOS) schätze, ist das eingeschränkte Ökosystem. Kein alternativer App Store, kein rumfuschen an Einstellungen oder sonstige Dinge. Einfach simpel und auch für weniger technisch bewanderte sicher anwendbar (viele kennen wahrscheinlich den 24/7 IT Support für die eigenen Eltern 😉 ).

    Wenn der Zwang kommt hoffe ich, dass Apple es optional anwendbar lässt (Schalter in den Einstellungen -> Opt in) und die „großen“ App Anbieter dem Original AppStore die Treue hält. Fände es nervig hier zukünftig mich darum kümmern zu müssen zu schauen aus welcher Quelle ich was installieren kann.
    Im Leben gibt es genug andere Dinge (Kinder, Arbeit, Immobilie, Hobby, etc.), die Aufmerksamkeit erfordern. Da können die IOS Geräte ruhig so simpel bleiben.

    Mag aber bestimmt genug geben, die es toll fänden. Vielleicht ist es sogar eine Chance für Apple Android-Nutzer abzuwerben, die IOS meiden mit dem Argument „hier kann ich ja gar nichts einstellen“.
    Apple Nutzer werden ja eher nicht wechseln aufgrund der Öffnung. Man mag ja (vermutlich) den heutigen Zustand und hat sich ja aktiv dafür entschieden.

    • Peter Brülls says:

      „… das eingeschränkte Ökosystem.“

      Welches ja gar nicht so eingeschränkt ist. Seit Jahren hören wir, dass auf Android der heiße Scheiß abgeht. Wo launched 2021 BrickIt oder wie das Ding heißt zuerst? iOS.

      Und was machen die Leute auf Android wirklich (mit Ausnahmen einiger cooler Bastler, die das aber seit Jahren auch auf iOs machen können)? Comic Sans als Systemschrift einstellen.

      • Oliver Müller says:

        Was hat eine x-beliebige App, die vom Hersteller zuerst auf iOS veröffentlicht wird, mit dem eingeschränkten Ökosystem von Apple zu tun? Genau. Nichts.

        Die Hersteller bringen ihre Apps dort raus, wo sie sich den höchsten Umsatz erhoffen. Und da sich Apple-Kunden gerne mal über den Tisch ziehen lassen, ist es absolut nachvollziehbar, dass BrickIt (scheint ja irgendwas mit Lego zu sein) zuerst auf iOS veröffentlicht wird.

  8. Typischer Verstager-Bullshit: „Wichtig ist hier natürlich, dass es kein Schutzschild gegen den Wettbewerb ist, denn ich denke, dass die Kunden weder die Sicherheit noch die Privatsphäre aufgeben werden, wenn sie einen anderen App-Store nutzen oder wenn sie sideloaden„, sagte sie.

    Wer ein iPhone nutzt, will doch nicht jeden App-Shit sideloaden…. Wer das will, kann sich ja das passende Androide-Phone aussuchen samt Alternativen Store. Gibt da genügend Auswahl!
    Wenn ich mir die Überwachungsphantasien von deutschen u. europäischen Politikern ansehe, weiß ich auch, dass die EU-Kommissarin lieber weniger Privatsphäre und Sicherheit bei Apple iPhones sehen will..

    • Genau, Apple und Privatsphäre und die EU soll dagegen sein. Läufst du mit Scheuklappen durch die Welt? Glaubst du dem Apple Marketing jeden Müll? Ach herrjeh…

  9. Ja, die Techblase ist da sehr voreingenommen. Ich schätze, es wird am Ende nicht so heiß gegessen wie es es aktuell gekocht wird. Apple bekommt die Sideloading-Option aufgedrückt, baut eine entsprechende Option tief in den Menüeinstellungen ein und verliert ein paar Prozent Gewinnmarge. finita la commedia.

    • Und am nächsten Tag bekommen wir Werbung wie „Willst du sehen, mit wem deine Freundin in WhatsApp chattet? Installiere die von Apple verbotene App WhatsApp-Spy! Dazu deaktiviere in den Einstellungen blablabla und klicke hier!“

      Und ich muss dann in meinem Familienkreis säubern auch iPhones von solchen Apps säubern, wie ich es ab und zu mit Androiden schon mache…

      • Was hat Werbung mit der Option zum Sideloading zu tun und warum siehst du sie bisher nicht? Die meisten reißerischen Meinungen sind Logikfehler.

        • Kein Logikfehler.
          Du schreibst, man versteckt die Option, ich schreibe, diese Option wird von allen möglichen Schadsoftware-Hersteller so beworben, dass jeder sie finden wird.

          • Also doch Denkfehler. Du kannst nicht beliebig Werbung schalten bei iOS. Sonst würdest du sie ja jetzt schon für alle möglichen (interessanteren Dinge als Sideloading) sehen. Nun verstanden? Egal!

      • Bist du dann auch für einen Appstore zwang auf macOS und Windows?

  10. sockhippo says:

    Ich finde, umgekehrt wird (überspitzt) ein Schuh daraus: „Wettbewerb um des Wettbewerbs Willen darf nicht zum Rammbock gegen Datensicherheit werden.“
    Aber naja, Vestager halt.

  11. Ich finds gut

  12. Interessant, jeder schreibt dann kann man Android nehmen jedoch selbst Google macht bei Ihren Smartwatches jetzt Schluss mit Sideloading 🙂
    Ich finde Apple ist perfekt so wie es ist. Wenn ich lese jeden Monat wieviel Malware es schon in den Google Apps Store geschafft hatte und immer noch schafft bin ich froh das Apple schon seit je her so streng ist mit ihrem System. Ich weiß noch gut das Google erst durch Apple angefangen hat Leuten überhaupt mitzuteilen das eine Taschenlampen App auf Kontakte zugreift als Beispiel wobei bei Android Privacy eher ein werbe gag ist als ernstgemeint da sie selbst trotz ausschalten der Ortungsdienste usw. immer offline Daten sammeln bis man online geht.

    • Oliver Müller says:

      Das Gegenteil ist der Fall:
      https://www.imore.com/apple-agrees-disclose-app-privacy-permissions-download-purchase

      Im Übrigen sammelt auch iOS Ortungsdaten, selbst wenn die Ortungsdienste deaktiviert sind:
      https://krebsonsecurity.com/2019/12/the-iphone-11-pros-location-data-puzzler/

      Immer schön bei den Fakten bleiben…

      • Ich denke mal den ersten Link hast du nicht mal gelesen. Da geht es darum dass der App Store einen vor dem Download informiert, welche Daten die App haben will. Den Zugriff kann man danach sowieso ablehnen.

        Beim zweiten Link hättest du dich besser informieren sollen.
        https://techcrunch.com/2019/12/05/apple-ultra-wideband-newer-iphones-location/
        “Ultra wideband technology is an industry standard technology and is subject to international regulatory requirements that require it to be turned off in certain locations,” an Apple spokesperson told TechCrunch. “iOS uses Location Services to help determine if an iPhone is in these prohibited locations in order to disable ultra wideband and comply with regulations.”
        “The management of ultra wideband compliance and its use of location data is done entirely on the device and Apple is not collecting user location data,” the spokesperson said.

        Googeln ist eine Sache. Verstehen, was man gefunden hat, bedeutet nochmal eine kleine Anstrengung mehr.

        • Oliver Müller says:

          War ja klar, dass wieder ein Fanboy ankommt, und sich das versucht zurecht zu biegen, damit es in das eigene Bild vom Lieblings-Hersteller passt.

          Beide Links widersprechen den Behauptung von Otte.

          Zum zweiten Thema, nur weil Apple erklärt, warum es so ist, macht es das noch lange nicht besser. Apple fragt die Location ab, und was genau damit dann passiert, kann niemand kontrollieren.

          Ja, das tut Google auch. Darum geht es aber nicht, Stichwort Whataboutism.

          • > Beide Links widersprechen den Behauptung von Otte.

            Nope.

            > Apple fragt die Location ab

            Leider nein. Das Gerät fragt mittels einer anonymen Session die ständig wechselt seine eigene Location ab, der Rest passiert auf dem Gerät. Wie das funktioniert hätte man hier lesen können: https://www.apple.com/privacy/docs/Location_Services_White_Paper_Nov_2019.pdf

            Aber um Tatsachen ging es ja nicht. Sieh es einfach ein, du hast nicht im geringsten verstanden, worum es geht.

            • Oliver Müller says:

              > > Apple fragt die Location ab

              > Leider nein. Das Gerät fragt […] seine eigene Location ab

              Merkste selber, oder?

              > Wie das funktioniert hätte man hier lesen können

              Papier ist geduldig.

              > Aber um Tatsachen ging es ja nicht.

              Stimmt. Es geht um Behauptungen von Apple, die kein Nutzer prüfen kann. Daher muss man vom Worst-Case ausgehen.

      • @Oliver Müller Du hast aber schon gesehen, das es um iOS 6 geht und der Artikel von 2012 ist? Fakten von 2012 sind halt keine Fakten mehr, wenn dazwischen diverse Anpassungen am OS und AGB vollzogen wurden.

    • Apple ist nicht perfekt. Dafür müssten sie noch den Appstore auch auf macOS zur einzigen Quelle machen. Dann wäre es perfekt.
      Warum machen sie das nicht?
      Sie sind doch so auf Sicherheit bedacht.

  13. Ich verstehe zwar, dass Apple durch die strikten Regeln dem Wettbewerb schadet, ich finde es aber gut, dass Apple App-Entwickler zwingt, Apple’s Bezahldienste zu nutzen bzw. die Preise gleich mit anderen Bezahldiensten zu halten.
    Denn ich zahle lieber durch iTunes oder Apple Pay, als in jeder App und bei jedem Dienst meine Konto- oder Kreditkartendaten hinterlegen zu müssen. Und wenn Spotify, Netflix, Dropbox etc. woanders um diese 30% günstiger wären, müsste ich dann quasi meine Daten für diese 30% herausgeben.
    Also für Benutzer ist Apple’s Politik eher vom Vorteil, für die App-Entwickler klar vom Nachteil. Anderseits, bekommen die App-Entwickler durch Apple mehr Kunden.

    • Ein Kompromiss finde ich richtig: in den Bereichen, wo Apple mit App-Entwicklern konkurriert, wie z.B. Musik-Streaming, Cloud-Speicher etc. sollen die Gebühren gedeckelt werden, evtl max. 5% oder so.

      Wo Apple mit den anderen Plattformen konkurriert (App Store), dann darf Apple selbst entscheiden, wie hoch die Gebühren sein sollen.

  14. Mich nervt das total vernagelte System von Apple, die Webkit Pflicht z.B. finde ich einfach nur frech. Ich hätte gerne eine Alternative wie z.B. den Fdroid Store. Leider ist beim Datenschutz Apple m.E. das kleinste Übel. Google ist die Vollkatastrophe, für Exoten wie Graphene OS fühle ich mich zu alt 🙂

  15. Ich sehe die Diskussion sinnbildlich für die EU. Wir haben eine Pandemie, der Klimawandel schreitet voran, militärische Konflikte und Hunger auf der Welt. Und wir? Kümmern uns darum ob es sinnvoll wäre einem Anbieter sein Lösungsangebot vorzuschreiben obwohl es mehrere Alternativen für Kunden gibt. 1st world Problems bzw. aus meiner Sicht noch nichtmal ein Problem. Peinlich EU!

    • Dein Problem ist eines der Nabelschau. Alles was die EU da anstrebt, ist in USA schon einen Schritt weiter. Dort wird bereits an der Zerschlagung der Internetriesen gearbeitet. Erinnert mich an die in D vorherrschende Meinung, die 68er Bewegung wäre eine deutsche Erfindung.

    • Genau!!! Wir haben Corona und Kriege in der Welt und ich krieg einen Strafzettel für falsch parken. Danke Merkel!!!!
      Merkste was?

  16. Vor alllem ist das Argument „Sicherheit“ völliger Quatsch. Es gelangen ständig Apps in den AppStore, die nicht das tun was sie sollen. Apple prüft nur sehe sehr ungenau. Es geht Apple rein um die 30%

    • Dann soll sich die Kommission mit den 30% beschäftigten und nicht mit dem AppStore.

    • Peter Brülls says:

      Selbst diese Apps müssen sich zumindest an das normale Sandboxing halten und kommen nur durch Tricks an interne APIs. Mit Sideloading oder gar Root ist das vorbei.

      • Da iOS keine Open Source ist, halte ich das für einen Denkfehler.

      • Und diese Tricks sind ziemlich simple, so simpel, dass es praktisch keine Rolle spielt und das Argument der Sicherheit fast nichtig macht. Zudem sind sie auch völlig Inkonsequent, siehe Telegram, der Illegale Inhalte anbietet. Ausserdem kann Apple ganz einfach wie bei Android verlangen, dass man das Sideloading aktivieren muss und dabei auf die Risiken hinweisen. Problem gelöst. Apple ist manchmal defintiv wie eine Overprotecting mother.

  17. Ich sehe das so: Ein Monopol im App Store, irgendwie schon, ja.
    Allerdings wird niemand gezwungen sich ein Iphone zu kaufen, es gibt genug Alternativen.
    Ich kaufe mir ja auch keine Xbox wenn ich eigentlich Zelda spielen will.
    Wenn amn ein Iphone kauft dann lässt man sich somit auf iOS ein…..

  18. Man hat die Freiheit mit Android Apps zu laden aus dem Web. Das habe ich mal früher auch praktiziert, aber in der Regel waren es z.B. kostenpflichtige VPN oder Lernapps die man genutzt hat paar Tage, höchstens Wochen und danach nie wieder. Aber 95% der Apps die man nutzt sind kostenfrei, bei Android und iOS und nur wenige wirklicht relevante Apps kosten Geld – BlitzerPRO und Anki, mehr brauche ich für meine Alltag nicht an kostenpflichtigen.

    Es ist also eine „Freiheit“ bei Android OS die man mit sehr vielen Daten bezahlt, an viele verschiedene Unternehmen, die deutlich weniger Verantwortungsbewusst damit umgehen als Google oder Apple selbst. Ich bin seit 2010 Android User und habe zwischendurch für 2 Jahre iPhone genutzt. Mit der Zeit bin ich aber jetzt zu der festen Entscheidung gekommen zu iPhone zu wechseln, wegen u.a. dem Datebschutzaspekt und der hochwertigen Hardware mit langjähriger Softwareunterstützung, und nicht nur 1-2 Jahre wie bei Samsung, OnePlus und Co. die inzwischen auch knapp 1k Euro kosten aber keine langjährige Unterstützung bieten!

    • Schon wieder so eine Lüge, oder ist da mal wieder einer auf die Anti-Android-Propaganda hereingefallen und plappert sie ohne besseres Wissen nach?

      Fakt ist: Samsung garantiert mindestens 4 Jahre Firmware-Updates, und zwar sogar in seiner aktuellen Smartphone-Mittelklasse um die 300 Euro.

      • Oliver Müller says:

        Fairphone garantiert sogar fünf Jahre. Die „ich nutze schon seit 20 Jahren Android, wechsle jetzt aber zum iPhone, weil yadda hadda dudelda“ Fakes werden auch immer schlechter…

      • Also meines Wissens sind’s nur 3Jahre und es sind Sicherheitsupdates. Und dann unterscheidet Samsung noch sehr fein, welches Gerät monatliche, vierteljährliche und – festhalten – gelegentliche Updates kriegt. Die Liste darf man freundlicherweise einsehen. Vorab kein Versprechen, keine Garantie, nix. Nicht viel mehr als ein Marketingmove.

  19. Wie wäre es mal, wenn die EU-Kommissarin hier mal die Apple-Nutzer fragen würde, welche die angeblich fragwürdige Monopolstellung freiwillig nutzen. Ich für meinen Teil bin bewusst bei Apple und hoffe, dass Apple da weiterhin seinen Weg beibehält.

    • Unrecht kann nicht durch Abstimmung der Geschädigten behoben werden. Zudem wären viele Betroffenen nicht gefragt, da sie sich erfolgreich der Schädigung entziehen konnten.

    • Oliver Müller says:

      Da iPhone-Nutzer häufig unter dem Stockholm-Syndrom leiden, wäre eine derartige Befragung sinnlos.

      https://www.computerwoche.de/a/iphone-nutzer-leiden-unter-stockholm-syndrom,1913049

      • Ich kenne auch Leute die auf Samsung Produkt schwören und sich nichts anderes kaufen würden. Die gibt es immer. Die meisten Konsumenten sind einfach zu faul einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Wir sind alle Mündige Bürger und können selbst entscheiden was wir kaufen und was nicht, klar ist auch das die Unternehmen es einem einfacher machen im eigenen „Universum“ zu bleiben. Ist das gleiche mit Amazon, es gibt genug Geschäfte die die gleichen Artikel anbieten nur der „Akt“ des Kaufens geht nicht so leicht oder es wird nicht so schön auf der Website dargestellt, oder man müsste halt den Versand bezahlen.

    • So eine Befragung würde ja bedeuten, dass man zumindest ein Stück weit die Meinung der Verbraucher berücksichtigen möchte. Da es aber gar nicht darum geht, was die Betroffenen dazu meinen, muss man auch keinen Fragen. Das ist doch in anderen Bereich ähnlich. Da werden Regelungen getroffen, die bestimmte Personen oder Gruppen schützern und fördern sollen, aber die, um die es eigentlich geht, sind meist nicht die, die darum gebeten haben.

  20. DerEremit says:

    Aber ja. Alternative App Store muss möglich sein. Wie weit das Sicherheit und Privatsphäre betrifft wird man erst sehen wenn es eine Alternative gibt. Und wie bekommst du den auf das iPhone? Und auch wieder runter wenn ich das nicht will. Muß dann der Appstore die Appstore Apps der anderen vorhalten?

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