Anker: Ladekabel aus Mais und Zuckerrüben sowie neues 30-Watt-GaN-Netzteil

Morgen startet die große Apple-Keynote. Anker möchte da die Gunst der Stunde nutzen, um neue Ladekabel und ein neues Netzteil vorzustellen. Ob das nun die inoffizielle Bestätigung für den Lightning-Anschluss und etwas schnelleres Laden beim iPhone 14 ist? Wir werden sehen.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde – zum Glück. Und da möchte auch Anker mitmischen. Mit neuen Ladekabeln. Klingt erst einmal etwas kontraintuitiv, wo Ladekabel doch für zusätzlichen Elektroschrott sorgen. Es sind aber nicht gerade 0815-Kabel. Die neuen „Bio-Kabel“ von Anker kommen mit USB-C- oder Lightning-Anschluss und bestehen zu 40 Prozent aus Pflanzen. Bestandteil des Kabels seien hierbei etwa Mais und Zuckerrüben, so der Hersteller. Damit möchte man zur Reduzierung von Kunststoffen beitragen – der Stabilität tue dies keinen Abbruch.

Eine Belastung von bis zu 80 Kilogramm und über 20.000 Biegungen sei kein Problem, so Anker. Ob man mit der neuen Lightning-Variante jetzt auch neue Lightning-Smartphones impliziert? Schauen wir mal, noch sind ja auch genügend Lightning-Geräte am Markt. Die Gerüchteküche spricht ja auch erst vom iPhone 15 mit USB-C. Apple reizt da wohl weiterhin den eigenen Anschluss aus. Kostentechnisch ist die USB-C-Variante ab 17,99 Euro günstiger als die Lightning-Bio-Kabel ab 19,99 Euro.

Anders sieht es da auf der Seite des Netzteils aus. Da hat sich USB-C weitgehend etabliert. Und auch das neue Anker-Netzteil setzt hier auf USB-C. Das Anker Nano 3 liefert eine Ladeleistung von 30 Watt. Das Netzteil von Anker zeichnet sich dank GaN-Technologie durch geringe Abmaße (2,8 x 2,8 x 3,5 Zentimeter) aus. Allerlei Sensorik zur Temperaturüberwachung steckt da wieder in der Hardware (PowerIQ 3.0 & ActiveShield 2.0).

Kostenpunkt des neuen GaN-Netzteils? 24,99 Euro. Bis zum 19. September sind die Neuvorstellungen mit 10-Prozent-Early-Bird-Rabatt zu haben. Sowohl das Netzteil als auch die Kabel gibt es in verschiedenen Farben.

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  • UMWELTSCHONENDES DESIGN: Das Äußere des Kabelkörpers besteht größtenteils aus Biomaterialien und Pflanzen wie Mais und Zuckerrohr.
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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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17 Kommentare

  1. Waren 30W nicht eh das maximale, was die Lightning-Kabel technisch im Stande waren? Das 13 Pro Max kann ja bereits 27W (9V, 3A) über PD, könnte mir vorstellen, dass das normale Pro da jetzt nachzieht nach den bisherigen 18W max. Und da die Kabel ja technisch limitiert sind, werden wir noch schnelleres Fast Charging wohl wirklich erst im iPhone sehen, wenn Lightning endlich gedroppt wird. Wenn das 2023 der Fall sein wird, lasse ich das aktuelle iPhone aus. Bis auf mein iPhone setzt alles bei mir auf USB-C, inkl. anderer Apple Devices wie iPad Pro oder Macbook. Es wird Zeit es einheitlich zu halten.

    • @ Jan

      Immer diese Gerüchte um USB-C beim iPhone. Wenn Apple eine Möglichkeit findet ein gebricktes iPhone oder wenn man ein Backup mit iTunes zurückspielen möchte dies ohne Kabel zu tun, dann wird der Anschluss ganz gestrichen. Ferner gab es ja auch mal eine Patentzeichnung die 4 Pogopin´s gezeigt hat. .

      Aber ein iPhone ganz ohne Anschluss und Simfach könnte ich mir schon beim iPhone 16 vorstellen. Apple wird mit Sicherheit nicht auf USB-C setzen um es dann nach 2-3 Jahren wieder fallen zu lassen.

      Felix bei eurem Amazon link steht USB 2.0, was ja dann echt schade ist und damit das Kabel zu teuer ist.

      • Das Märchen vom iPhone ohne Anschluss 😀 Die RAW-Daten werden immer größer, das will niemand (außer mit derzeitigen Kabelgeschwindigkeiten beim iPhone) per Funk übertragen. Ebenso wenig so langsam aufladen. Magsafe ist langsam & wird ordentlich warm.

        Mit Lightning biste ohnehin auf USB 2.0 gedeckelt 🙂

    • Ging mir nach dem iPhone 12 so. Werde kein iPhone mehr kaufen, wenn es nicht USB-C hat oder ohne Anschlüsse auskommt.

      Beim MacBook bin ich erst wieder dabei, wenn die Notch weg ist oder Face-ID vorhanden ist. Habe das MacBook Pro gerade erst wieder verkauft, weil es mir im Alltag zu klobig war und die Notch einfach keine Daseinsberechtigung hat, ohne Face-ID.

  2. Bio-Kabel: Klingt erst einmal toll. Ich würde davon ausgehen, dass es ähnlich wie Material für den 3D-Druck ist. Auch hier wird mit Mais, Zucker & Co. gearbeitet und es heißt „biologisch abbaubar“. Das hierzu aber bestimmte „kontrollierte Kompostierungsumgebungen“ notwendig sind, die Verfahren aufwendig sind und die Kapazitäten begrenzt, so dass es in Wirklichkeit mengenmäßig nur sehr begrenzt wirklich biologisch abgebaut wird, das schreibt natürlich kein Hersteller dazu. Aber „bio“ klingt natürlich toll. Ich kann daher nur empfehlen, dass dieses „Siegel“ nicht als Kaufkriterium gelten sollte.

    • Jeder der Nachhaltig lebt, weiß das. Bio ist auch in der Landwirtschaft und Tierhaltung nichts als Lüge und es gibt weitaus „bessere“ Signale dafür. So etwas sind wieder Produkte für die, die eh nicht nachhaltig leben, sondern dem KOmmerz auch hier zum Opfer fallen und einfach nur kaufen wollen.

  3. Auch USB-C Netzteile sollten mit mehreren Anschlüssen kommen. Die vorhandenen sind leider teuer.
    Zum Handy laden reichen mir ein paar Watt. Einen Laptop muss ich nicht anschließen.

  4. Hmm. Schade, gerade noch ein Nano 2 Ladegerät gekauft.

    Auch wenn Anker beim Bio-Material natürlich in erster Linie Marketing betreibt: Ein Weg hin zu (besser) abbaubaren Materialien und vereinheitlichten Kunststoffen über alle Hersteller wäre wünschenswert

  5. Was das „Bio-Kabel“ angeht, scheint das ja ein biobasierter Kunststoff zu sein – wahrscheinlich PE (Polyethylen). Diese sind genauso wenig biologisch abbaubar wie konventionelle erdölbasierte Kunststoffe, da chemisch weitgehend identisch. Plastikmüll und Mikroplastik in den Weltmeeren wird hier nicht vermieden wie oft suggeriert wird. Der Vorteil biobasierter Kunststoffe ist die Schonung der endlichen Ressource Erdöl und die Klimaneutralität bei Verbrennung der Kunststoffe. Der Nachteil: Die Pflanzen werden meist unter Pestizideinsatz in Monokulturen angebaut wo früher evtl. Regenwald stand – oder auf Flächen die wichtig für die Welternährung wären. Bei der gesamten Umweltbilanz bin ich da sehr skeptisch.
    Der Ansatz geht zwar in die richtige Richtung, aber im Großen und Ganzen ist das doch eher greenwashing.
    Das Beste für die Umwelt wäre, alte Kabel so lange zu nutzen, wie sie funktionieren und nichts Neues kaufen nur weil es etwas Neues gibt.

  6. Produziert vermutlich in China, erst mal um die Halbe Welt transportiert, aber Öko-Label drauf.
    Die Teile landen irgendwann sowieso im Müll, bestenfalls im E-Schrott, aber da wird keiner anfangen, nach Kabel aus Mais oder sonst was zu sortieren. Kommen in dne Schmezofen um das Kupfer rauszu trennen udn der Rest wird verbrannt.
    Für mich ist das alles reines Marketing – oder passender bezeichnet als „Green-washing“.

  7. Wo kann man das denn mit Early Bird Rabatt kaufen?

  8. verstrahlter says:

    Fragt sich, wann der erste Spaßvogel auf niederem Pocherniveau so ein Teil in Hoffnung auf einen Darwinaward frisst.

  9. Guckt euch an, wo und wieviel Kunststoff ihr so verbraucht: kauft mal etwas Käse, etwas Wurst, dazu Quark, Joghurt und so was. Und vergleicht dazu mal den Anteil des Kunststoffes eurer Ladekabel… Aber ja ich weiß schon, es kommt auf jedes Bisschen an und so, alles was Ressourcen verbraucht sollte vermieden werden‘. Na wenn jemand das so sieht: Gerät ausschalten, Router ausschalten und Luft anhalten.

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