Aktuelle Pixel-Smartphones unterstützen Project Treble, gibt es länger Updates?

Bereits vor der Google I/O wurde Project Treble vorgestellt. Das Android-System wird aufgeteilt, letztendlich soll dafür gesorgt werden, das Updates schneller oder überhaupt beim Kunden ankommen. Das liegt nämlich nicht immer unbedingt am Hersteller des Smartphones, sondern auch an den Zulieferern für Komponenten. Berühmtes Negativ-Besipiel: Das Nexus 5 und weitere Smartphones mit Snapdragon 800/801 erhalten offiziell kein Update auf Android 7.0 Nougat, da Qualcomm die Treiber nicht aktualisiert zur Verfügung stellt.

Treble wird für Neugeräte ab Android O zur Verfügung stehen, mit einer Ausnahme: Die Google Pixel-Smartphones. Das wurde im Rahmen einer I/O-Session bekannt. Was das bedeuten könnte? Eine längere Update-Unterstützung. Was es nicht bedeuten muss? Eine längere Update-Unterstützung.

Ja, klingt vielleicht doof, aber nur weil die Pixel-Smartphones Project Treble bereits unterstützen, bedeutet dies nicht automatisch, dass es länger Updates geben wird. Wir erinnern uns: Google garantiert für eigene Hardware (Pixel, Nexus) Updates für zwei Jahre, Sicherheit-Updates gibt es drei Jahre. Das ist auch beim Pixel so.

Allerdings stehen die Chancen vielleicht gar nicht so schlecht, dass Pixel-Nutzer dennoch davon profitieren. Immerhin könnte Google hier mit gutem Beispiel vorangehen. Vielleicht wäre es für Google auch sinnvoll, ein wenig mehr den Apple-Weg zu gehen und ältere Geräte zwar mit neuen Betriebssystemen zu versorgen, dafür aber bestimmte Funktionen nur für neuere Hardware anzubieten.

Bis das Pixel am Ende seines Support-Zykluses angekommen ist, dauert es aber noch, insofern muss man auch noch abwarten, wie Google nach 24 Monaten verfahren wird.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. > Vielleicht wäre es für Google auch sinnvoll, ein wenig mehr den Apple-Weg zu gehen und ältere Geräte zwar mit neuen Betriebssystemen zu versorgen, dafür aber bestimmte Funktionen nur für neuere Hardware anzubieten.

    Alle beschweren sich über die Fragmentierung bei Android. Die Lösung: Noch mehr Fragmentierung 😀

    Schade finde ich, dass Treble nicht nachträglich implementierbar zu sein scheint. Wäre sicher nicht schlecht, wenn die Flagships dieses Jahres das auch bekommen könnten.

  2. Nach wie vor halte ich es für ein Ding der Unmöglichkeit, dass Smartphones, die teils über 1000€ kosten, nach wenigen Jahren nicht mehr supportet werden. Das ist ein Witz und es hält mich aktiv davon ab, ein Pixel zu kaufen. Dabei finde ich die Geräte einfach nur geil.

    Dann lieber ein Modell wie das Moto Z aus dem Angebot, das zwei Jahre nutzen und weiter ziehen.

  3. @Oliver
    Sehe ich auch so. Bei Highend Geräten für mehrere hundert Euro sollten sich zeitnahe Updates für mindestens 3-4 Jahren von selbst verstehen.

  4. @oliver,
    Du schreibst es sei ein Unding, dass kein Support länger als 3 Jahre gegeben ist, gleichzeitig aber auf andere Anbieter zurückgreifen für 2 Jahre?

    Ich verstehe die ganze Aufregung sowieso nicht. Ich habe ein Pixel, bin super zufrieden, weiß aber jetzt schon, dass ich mir nächstes Jahr das neue holen werde (natürlich unter gewissen Voraussetzungen). Ich hatte bisher nie ein Smartphone länger als 2 Jahre. Danach war entweder die Software zu laggy oder der Akku war zu schnell down. An einem Support der Androidversion ist es jedoch nie gescheitert.

    Grüße, Dave

  5. Wie ich das verstanden habe, könnte man Treble schon nachträglich implementieren (Partitionierung), aber das Risiko ist wohl zu hoch.

    Ich hab irgendwo gelesen, dass Treble nur realisiert wurde, weil die Unternehmen Druck auf Google ausgeübt haben, da die Updates zu teuer sind. In der Hinsicht (längerer Software-Support) wird sich also wahrscheinlich nichts ändern. Allerdings wird das für die Custom-Rom (Lineage OS) Szene einiges vereinfachen, schätze ich mal.

  6. @Dave,

    „Ich hatte bisher nie ein Smartphone länger als 2 Jahre. Danach war entweder die Software zu laggy oder der Akku war zu schnell down. An einem Support der Androidversion ist es jedoch nie gescheitert.“

    Wenn Akkus noch wechselbar wären, würde dein erstes Problem wegfallen und wenn der Support länger und etwas ernsthafter durchgeführt werden würde, wäre auch die Software nicht laggy. Selbst wenn es für ein Phone ein Versions-Update gibt, sind diese dann meist nicht so sauber umgesetzt wie die Version die zum Geräte-Release genutzt wurde (dazu fällt mir sofort Samsung ein…)

    Mein soooo altes LG G3 läuft mit Lineage super und der Akku ist immer noch fit, sollte der abbauen, wird er getauscht. An Features fehlt mir auch nichts… ein Fingerprintsensor wäre komfortabel, Double Tap ist aber auch OK! 😉

  7. Project Treble ist an sich keine schlechte Idee. Das Problem beginnt aber bereits damit, das mit Ausnahme der Pixel Phones, der Flagship Smartphones und der Neuerscheinungen viele im Umlauf befindliche Geräte gar kein Android 8.0 bekommen werden, und somit der Fragmentierung immer weiter Vorschub geleistet wird.

    Sorry Google, aber so wird das auch diesmal nichts in Sachen Fragmentierung.

  8. @dave

    Der Unterschied ist, dass mein neues Moto Z nur 250€ gekostet hat. Ein vergleichbares Pixel liegt um 800-1000€. Da verschmerze ich gerne, dass das Gerät nur zwei Jahre aktuell gehalten wird.

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