Project Treble: So möchte Google für schnellere Android-Updates sorgen

12. Mai 2017 Kategorie: Android, Google, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Freitag Abend, es gibt wohl kaum einen besseren Zeitpunkt, um eine nicht gerade kleine Änderung am Android-System vorzustellen. Google hat schon mehrmals verlauten lassen, dass man sich der Sache mit den schleppenden Android-Updates annehmen werde, insofern sollte man vielleicht auch Treble kritisch betrachten. Aber Googles Plan sieht schlüssig aus und könnte in der Tat für Hersteller und Nutzer gleichermaßen nützlich sein. Mit Android O soll Treble dann auch zum Einsatz kommen.

Aber was ist Treble eigentlich? Es ist nicht weniger als eine Umstrukturierung von Android-Updates. Aktuell benötigt es 5 Schritte, um eine neue Android-Version letztendlich an die Kunden auszuliefern. Mit Treble werden diese Schritte weniger und die Arbeit wird auch aufgeteilt. So bekommen Komponentenhersteller eine neue Android-Version zuerst, damit sie Android an die entsprechenden Anforderungen anpassen können.

Dann geht es zum Hersteller der Smartphones, der allerdings gar nicht mehr viel Arbeit hat, da es eine neue Stufe gibt. Zwischen Android Framework und Vendor Implementation wird es noch das Vendor Interface geben. Ist eine neue Android-Version mit der Vendor Implementation kompatibel, kann sie genutzt werden, klingt ziemlich geradlinig.

Die Hersteller müssen halt nicht bei jedem Android-Update wieder ihre Oberflächen und Sonderaktionen anpassen, sondern diese werden quasi eine Ebene höher eingegliedert. Das kann dann eine Menge Aufwand sparen und tatsächlich zu flotteren Updates führen.

Verfügbar wird Treble für alle neuen Geräte mit Android O sein, aber auch im Google Pixel mit Android O-Preview ist Treble bereits vorhanden. Details dazu werden wir sicher zur Google I/O hören, die findet ja bereits nächste Woche statt. Ob Google mit Treble den heiligen Gral der Android-Updates entdeckt hat? Oder sollte man sich weiterhin nicht allzu große Hoffnungen machen? Was meint Ihr?


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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