Adobe Photoshop läuft nun nativ auf Macs mit Apples M1-Chip

Wie Adobe mitgeteilt hat, läuft das beliebte Bildbearbeitungsprogramm Photoshop nun nativ auf den Apple Macs, die mit dem neuen M1-Chip auf ARM-Basis arbeiten. In Aussicht gestellt wurde das ja schon im November 2020. Adobe verspricht sogar einen Geschwindigkeitszuwachs, wenn man mit Vorgängersystemen vergleiche. Allerdings weist der Hersteller auch auf Einschränkungen und Unterschiede hin.

Beispielsweise gebe es bei der nativen M1-Version von Photoshop Probleme mit dem Export von SVG-Dateien. Komplett abwesend sind zudem im Native Mode etwa der Import und Export sowie die Wiedergabe von eingebundenen Video-Ebenen, das Syncing von Presets, der Shake-Reduction-Filter und z. B. auch die Möglichkeit U3D-formatierte Dateien zu öffnen oder zu platzieren. Für 3D-Workflows empfiehlt Adobe ebenfalls noch die Rosetta-Emulation, da die 3D-Funktionen leider noch nicht wirklich für die M1-SoCs optimiert seien.

Auch unter Rosetta läuft aber nicht alles zu 100 % rund. Etwa kann es beim Exportieren von SVG- und GIF-Dateien auch dort Probleme geben und es entstehen bei einigen Filtern Magenta-Artefakte. Adobe hat auch zur Kenntnis genommen, dass es Abstürze gibt, wenn mit dem Zauberstab oder bestimmten Objekten hantiert wird. Da ist das Unternehmen also insgesamt noch am Nachbessern.

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8 Kommentare

  1. Ist schon krass, wie schnell der Umstieg auf die M1-CPU vorangetrieben wird, auch von so schwerfälligen Riesen wie Adobe.

    Jeder Entwickler, der in einem halben Jahr die Portierung noch nicht abgeschlossen hat, wird verdientermassen als Verlierer dastehen – ganz egal, ob es sich um einen riesigen Konzern oder um einen Ein-Mann-Betrieb handelt.

    • Wenn ich mir jedoch die Liste der nicht/schlecht funktionierenden Features anschaue… da hätte Adobe noch etwas warten sollen, als so halbgar schnell was zu Veröffentlichen. Finde auch schade das Adobe meistens erst deutlich später nach einem Systemupdate (oder einem angekündigten Prozessorwechsel) ihre Apps aktualisiert. Dafür gibt es doch Betas. Aber ich bin kein Programmierer 🙂

      Und generell täte Photoshop mal eine Schlankheitskur gut. Adobe XD macht vor wo die reise hingehen sollte.

      • So etwas nennt sich Agile Softwareentwicklung. Also Updates auch im nicht 100% Zustand rausgeben um wieder zu lernen und kontinuierlich zu verbessern.
        Wir als „Deutsche“ (überspitzt formuliert) haben kulturell Probleme damit.. Wir wollen immer direkt 100% … wohin das führt – jetzt ganz weit ausgeholt ;)- sehen wir nun beim Stand der Digitalisierung. Wir warten immer auf die perfekte Lösung und schauen zu wie der Zug international an uns vorbeifährt, weil hier konstant gelernt wird.

        Kurz um: In der modernen Softwareentwicklung ein übliches und gewolltes vorgehen 😉

        • Nope. Agil bedeutet viel aber ganz sicher nicht, Updates rauszugeben, in denen bekannte Bugs vorhanden sind und die nach Kenntnisstand bei Release nicht 100% sind. Und um die zu identifizieren gibt es so wie er schreibt öffentliche Betas und RCs.

    • Naja, schnell … zumindest spontan hätte ich angenommen, dass gerade Anbieter wie Adobe doch schon sehr viel früher angepasste Versionen zur Verfügung stellen, im besten Fall direkt zur Markteinführung neuer Geräte, wobei ich natürlich aber auch nicht weiß. ob und in welchem Umfang da im Vorfeld eine Kommunikation mit Apple stattfindet.

      • LamaValderrama says:

        Das würde aber auch voraussetzen, dass Adobe von den Plänen von Apple wusste und sie frühzeitig Testgeräte/Prototypen zur Verfügung gestellt bekommen haben müssten.
        Ich gehe nicht davon aus, dass Apple dies getan hat. Schließlich geht es um eine komplett andere Prozessorarchitektur und -befehlssätze.

        • Zur WWDC 2020 hat Apple jedem Entwickler die Möglichkeit gegeben sich eine Prototyp Mac mit ARM CPU zu holen. Aber die sind einfach alle immer langsam….im Juni gabs ne Beta für Darkmode testen, Jahre später ist es nicht überall verfügbar.

        • Microsoft hat zum Start bzw. ganz kurz danach native Versionen gehabt. Die dürften Testgeräte erhalten haben. Ich sehe keinen Grund, warum das bei Adobe nicht der Fall sein sollte.

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