49-Euro-Ticket: Pro Bahn fordert mehr Geld von Bund und Ländern

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert laut Tagesschau, dass das kommende 49-Euro-Ticket vollständig von Bund und Ländern gestemmt werden sollte. Die Ausgabe der Verkehrsunternehmen müssten vollständig kompensiert werden, sonst könnten negative Konsequenzen für den Nahverkehr drohen. Damit stimmt man in den Tenor des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ein, der schon ähnliche Forderungen vorgebracht hatte.

So werde das 49-Euro-Tickt zwangsläufig Einnahmeverluste bedingen und auch Zusatzkosten für die Verkehrsunternehmen mit sich bringen. Laut Pro Bahn sei es auch Aufgabe von Bund und Ländern, da nun den Geldbeutel zu öffnen, um für zusätzliches Personal und den Ausbau des Nahverkehrs die Basis zu schaffen. Sonst drohe am Ende ein Szenario, in dem einige Verkehrsverbindungen gestrichen werden. Pro Bahn bemängelt, dass die Politik in der Diskussion das Pferd von hinten aufgezäumt habe.

So wäre es sinnvoller gewesen, erst den Nahverkehr auszubauen und dann entsprechend günstige Tickets einzuführen. Jetzt sei mit höheren Fahrgastzahlen zu rechnen, der Nahverkehr sei aber in seiner Infrastruktur noch gar nicht darauf vorbereitet.

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16 Kommentare

  1. Wir befinden uns in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit, die „Ampel“ haut das Geld raus, als gäbe es kein Morgen, und noch irgendein Verband ist sich nicht zu blöd dazu, noch mehr Geld zur Volksbespassung zu fordern. Ich fasse es nicht! Wer kein Geld für Bus & Bahn hat, der bleibt halt daheim oder läuft.

    • Genau vor dem Krieg sind wir auch jeden Tag 20 km bei Schnee zu Schule gelaufen!!!

    • Auch wenn der letzte Satz Murks ist, würde ich den Rest unterschreiben.
      Ich verstehe wirklich nicht wo das ganze Geld herkommen soll…. am Ende zahlen wir das alle zu einem noch viel bittereren Preis wieder zurück.

    • „Wer kein Geld für Bus & Bahn hat, der bleibt halt daheim oder läuft.“

      Was für eine unangenehme Aussage.

    • Bei aller berechtigten Kritik an einzelnen Politikern: aktuell gar kein Geld in die Hand zu nehmen würde langfristig die Krise noch verschlimmern.
      Lass uns doch mal den Experten in den einzelnen Resorts vertrauen (da gibt es nämlich viele) und das Beste daraus machen.

      Hoffe dadurch keine Diskussion über vermeintlich unfähige Politiker, Lobbyismus etc. anzustoßen, aber die anhaltenden Vorwürfe sind echt nicht konstruktiv.

    • TwistedRealityDE says:

      Sowas kann nur von jemanden kommen der Morgens mit dem 20 Liter Porsche zum Brötchenholen fährt.

      Sry aber ich bin zwingend auf Bus und Bahn angewiesen und dieses 49€ Ticket wäre meine Rettung da mein Job Ticket den Bus nicht mit einschließt und ich dann bei 20% Steigung Abends im Schnee/Eis nach Hause laufen muss.

      • bei 20% Steigung und Schnee und Eis wird dein Bus aber auch nicht hoch kommen… Und ein Ticket für den Bus kannst heute schon erstehen. was nützt es dir, wenn du 49 Euro fürs Ticket zahlst, aber der Bus nicht mehr fährt weil unrentabel und das Geld vom Staat nicht reicht.

    • Ja Dein Username BlingBling paßt zu Deiner oberflächlichen Denkweise: ja, wir sind in einer wirtschaftskrise und auch einer politischen Krise. In einer wirtschaftskrise übrigens nicht das erste mal. Hast Du bei der Bankenrettung auch „haltet den Dieb!“ geschrien? Angeblich waren die Banken ja systemrelevant und da hat man Milliarden öffentlicher Gelder versenkt . Jetzt tut man etwas für _dieMenschen_, und Du beschwerst Dich? Ja auch ich bin für Ausgabenkontrolle. Aber dann fangen wir doch mal an bei allen Steuerpriviligien z. B. für KFZ-Nutzung, Flugbenzin, Flughäfen generell, aber auch dinge wie Fußballstadien – ich meine die für die Vereine die längst schon kein Verein sondern Aktiengesellschaften sind – an. Und vor allem : erhöhen die Einnahmen: stopfen Steuerschlupflöcher, stellen mehr Personal bei den finanzämtern ein um Hinterziehung wirkungsvoll zu bekämpfen und erhöhen den Spitzensteuersatz merkbar und unbefristet. Wiedereinführung einer Vermögenssteuer für große Vermögen – ich denke hier nicht an Omas Häuschen oder den familiensparvertrag, sondern schon so ab der Millionengrenze – Und folgen dann den Empfehlungen von proBahn und anderen Experten und stecken viel mehr öffentliche Mittel in die ÖPNV-Infrastruktur. Dafür könnte man ja mal aufhören neue Autobahnen zu bauen: nur noch Erhalt – das wird teuer genug, aber keine neuen mehr . Dann ist Geldd da in Hülle und Fülle. Geld ist und war nie das problem sonddern dessen Verteilung. Aber wer privat nicht investiert, z. B. in seine Familie sondern BlingBling kauft – damit wären wir wieder beim Benutzernamen – der hat nichts verstanden.

    • Man könnte man den günstigen Zugang zu Bus und Bahn auch als eine Form der Daseinsvorsorge betrachten, wobei wir hier mit 49 Euro m.E. weit darüber hinaus sind, dass es für die Masse interessant sein könnte.
      Und nicht zuletzt ist es nicht Geld, woran es uns mangelt, was man auch daran sieht, dass man „Geld raushaut, als gäbe sein kein Morgen“.

    • „Wer kein Geld für Bus & Bahn hat, der bleibt halt daheim oder läuft.“

      Wer nur Stammtischparolen hat, sollte auch besser am Stammtisch bleiben.

    • ob es ein „Morgen“gibt hängt wohl auch davon ab, ob wir endlich das Auto stehen lassen und so die Umwelt schonen. Man sollte die Bahn wieder verstaatlichen, denn wer das Geld wirklich bekommt sind die Bahnvorstände. Keiner braucht Luxuszüge, dafür sollte die Bahn für alle da sein und zwar kostenlos dafür sollten die Autobesitzer kräftig „blechen “ müssen, denn die nehmen mit ihren Fahrzeugen überall den Raum und die Luft weg

  2. Not macht erfinderisch.

    Haben doch so viele gut bezahlte Akademiker, die endlos Bücher schreiben und Podcast nebenbei machen können. Da ist bestimmt irgendwo noch eine freie Minute um noch eine Trophäe zu ergattern.

  3. „erst den Nahverkehr auszubauen und dann entsprechend günstige Tickets einzuführen“ – so ein Stuß, was für eine blauäugige Aussage – ohne Druck bewegt sich nichts.
    Klar wird die Situation für alle Beteiligten sehr unangenehm, aber was soll die reelle Alternative sein? Darauf hoffen, daß jemand eine Methode erfindet, wie man investiert, ohne daß es Geld kostet?
    Oder daß der Herr Lindner endlich mit seiner Erfindung der E-Fuel-Herstellung aus Gülle und heißer Luft rausrückt und wir alle weiter unsere Porsches fahren können?

  4. Wer soll das seitens des Bundes den bitte bezahlen – die Steuereinnahmen des Staates sind endlich und die verpulvern in meinen Augen derzeit viel zu viel Steuergelder u.a. eben auch für das 49,-/Ticket.

    Das mittlere Abo-Ticket bei unserem Verkehrsverbund, welches ich benötige für meinen Arbeitsweg, kostet schon rund 146,-, das heisst im Klartext, bei jedem Abo verliert der Verkehrsverbund rund 1.160 EUR pro Jahr ( weil Jahres-Abo ).
    Ich weiss nicht, weiviel Tickest verkauft werden, aber ich denke, das geht in die Millionen EURO pro Jahr Miese. Geld was für Ausbau, Neuanschaffungen usw. aus anderen Quellen kommen muss.

    Wenn unsere Bundesregierung weiterhin so Geld verpulvert, werden wir bald unsere blaues Wunder erleben.

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