Verband der Verkehrsunternehmen: Kritik am 49-Euro-Ticket

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Das 49-Euro-Ticket ist beschlossene Sache. Bund und Länder werden für dieses Deutschlandticket viel Geld in die Hand nehmen, also das unsere. Für 49 Euro im Monat kann man dann quer durch Deutschland düsen. Schon als das 49-Euro-Ticket abgenickt wurde, hieß es, dass man es flugs an den Start bringen wolle. Doch schon da stand fest, dass nicht alle Bundesländer einen Start zum 1. Januar 2023 realisieren können. Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen äußert sich nun kritisch.

Der Bund stellt für das Deutschlandticket ab 2023 jährlich 1,5 Milliarden Euro für den Verlustausgleich zur Verfügung und die Länder beteiligen sich in gleicher Höhe. Das Risiko eines höheren Verlustes sowie die erforderlichen Anlaufinvestitionen sind ins unternehmerische Risiko der Unternehmen verschoben, so das Statement des VDV. Völlig unberücksichtigt geblieben sind auch die pandemiebedingten Verluste und die hohen Anlaufverluste. Auch die monatliche Kündbarkeit führt zu erheblichen Einnahmenrisiken, die den Kompensationsbedarf erhöhen.

„Das Deutschlandticket bedeutet einen Paradigmenwechsel für mehr klimafreundliche Mobilität in unserem Land und wir begrüßen, dass sowohl Bund und Länder ihre finanzielle Verantwortung in einem höheren Maße wahrnehmen wollen. Verkehrsunternehmen und -verbünde werden alles daransetzen, diesen Beschluss so schnell wie möglich umzusetzen, allerdings ist klar, dass der 1. Januar nicht zu halten sein wird, da entscheidende Fragen unbeantwortet geblieben sind“, so der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff. Der VDV vertritt über 600 Firmen im Nahverkehr, darunter auch die Deutsche Bahn-Tochter DB Regio.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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40 Kommentare

  1. Ich übersetze mal: „Wir mussten in den letzten Jahren den Fokus auf die Gehälter des Führungspersonals sowie die enormen Kosten für externe Beratungsunternehmen legen, daher blieb kein Geld für Ausbau beim Personal oder der Technik übrig. Da jetzt aber neue Geldtöpfe verfügbar sind, jammern wir jetzt, damit wir noch mehr bekommen“

  2. Ich kann das gejammer von der Verkehrsunternehmen nicht mehr hören.
    Ich bekomme immer mehr den Eindruck das die echt kein Interesse an mehr Fahrgästen haben.

    Knebelverträge wie bisher bei Monats Abos sind einfach eher abschreckend. Vielleicht sollten die Unternehmen die Kunden lieber mit guter Leistung binden als mit Knebelverträgen. Generell sollten die Verantwortlichen in den Unternehmen selber mal den ÖPNV nutzen und sich die Tarifstrukturen anschauen. Selbst abseits des 49 Euro tickets gibt es da einfach so viel Verbesserungspotential, welches nicht viel Kosten verursachen würde.

    Einfachstes Beispiel:
    Eine Tageskarte sollte wirklich einen Tag gelten und nicht nur vom Kauf bis Betriebsschluss.

    • Beste Beispiel: Job-Ticket: Ich muss das für 12 Monate abonnieren, obwohl ich das mind 6 Wochen nicht benötige ( Urlaub ).
      Der gute Ansatz mit Tarife die nur die reine Nutzung abrechnen per App wird sicherlich jetzt eine Absage erteilt mit Einführung des 49,- Tickets.

      • Die Tarife nach Nutzung wurde halt auch nie wirklich genutzt ( Touch and Travel)

        • Wurden auch nie beworben und der Vorteil war nicht ersichtlich.

          Das Londoner system ist super und fair aber macht den ÖPNV halt erstmal nicht günstiger. Ich könnte mir ein System vorstellen wie das in London aber halt bundesweit mit einer Deckelungen dann bei den 49€. da so ein System aber auch wieder viel Geld kostet …..

  3. Ich frage mich, von welchen Anlaufinvestitionen faseln die Verkehrsbetriebe denn da? Das Ticket selbst gilt überall in D, die Ausgabe und Verwaltung der Abos liegt also eher bei einer übergeordneten Stelle, nicht bei den lokalen Verkehrsbetrieben. Hier feiern wieder, in bester deutscher Manier, die Bedenkenträger eine Party, nur um mal Sand ins Getriebe zu streuen.

    • Natürlich gibt es Anlaufkosten. So ist bisher die Verteilung der Einnahmen noch nicht geklärt. zB hat das lokale Busunternehmen in der Pampa die Tickets aus Berlin zu akzeptieren ohne direkt Geld zu sehen.
      Dazu muss das Angebot auf alle Automaten ausgerollt werden

  4. 3 Mrd. sind Peanuts für diesen wichtigen Baustein der menschen- und klimafreundlichen Verkehrswende.
    Neben herabgesetzten Beförderungsentgelten für die Nutzer darf man auch die zivilisierende Wirkung auf den öffentlichen Nahverkehr außer acht lassen. Je mehr Bürger diesen durch aktive Teilnahme unterstützen, umso wohler dürften sich die Fahrgäste sowohl während der Randzeiten als auch auf Strecken, die stark von Zugehörigen aus Milieus mit hoher Asozialität genutzt werden, fühlen.

  5. Alexander Raubal says:

    „Völlig unberücksichtigt geblieben sind auch die pandemiebedingten Verluste und die hohen Anlaufverluste. Auch die monatliche Kündbarkeit führt zu erheblichen Einnahmenrisiken, die den Kompensationsbedarf erhöhen.“

    Gibt immer noch Menschen die Kunden in Langzeitverträge drücken.. die selben Menschen die aber Netflix jeden Monat kündigen wollen. Ganz einfach schafft ein Angebot von dem man nicht weg will, dann kündigt auch keiner!

  6. Natürlich heulen die nun, statt 100-300€ Monat-Abos rauszuhauen (und die alljährliche Preisanpassung an die Vorstandsgehälter) gibts nur noch 49€ Abo’s und das auch noch Deutschlandweit.

    Kindergarten.

  7. Ich werde mit das 49€ Ticket holen, aber es liegt an meiner absoluten oberen Schmerzgrenze. Sollte es auch nur 1€ mehr kosten, auch in Zukunft, dann werde ich wie gewohnt wieder Auto fahren. Die extrem vielen Nachteile die der ÖPNV mit sich bringt, bei aller Liebe für den Naturschutz, sind es dann einfach nicht mehr wert.

    • Ich kann nachvollziehen, dass 49€ eine Schmerzgrenze erreichen … dafür bekomme ich aber trotzdem aktuell nur den halben Tank meines Autos voll.
      Verstehe daher deine „Schmerzgrenze“ und die Alternative „Auto fahren“ nicht.

      • ich verstehe ihn schon.
        Wenn man mit 30ct pro Kilometer rechnet, brauche ich 48€ im Monat für meine Fahrt in die Arbeit.
        Dazu kommt statt 10 Minuten Autofahrt, 50 Minuten mit dem Bus. Außerdem weniger flexibel etc.
        Das 9€ Ticket habe ich damals genutzt, aber selbst das hat sich kaum rentiert, weil ich da sehr viel Home-Office gemacht habe.

  8. Die einzig legitime Kritik ist das die Bauern auf dem Land jetzt nochmal viel mehr Geld sparen wo die Leute die ohnehin schon teure mieten im Zentrum zahlen

    • Ich bezweifle sehr, dass der „Bauer auf dem Land“ davon mehr profitiert als Leute im Zentrum. Was nützt dem Bauern ein günstiges Ticket, wenn nur drei Mal am Tag ein Bus fährt? Wie schon beim 9 Euro Ticket werden zunächst vor allem die Stadtmenschen profitieren. Vermutlich wird es auch gute Gründe geben, wieso die Mieten in der Stadt meist höher sind als auf dem Land (Angebot vs. Nachfrage und so). Wer das unfair findet, kann gerne aufs günstigere Land ziehen.

  9. Die Vorgaben unter welchen Bedingungen das 49-Euro-Ticket umgesetzt werden soll, sind immer noch nicht ganz final festgeschrieben, und kommen häppchenweise.

    Self-Service Portale, Ticket-Layouts, Mailings und Programme zur Massenumstellung von Abos müssen noch programmiert werden, damit man den Ansturm auffangen kann, und das Ticket überall anerkannt wird. Wie kann man etwas programmieren, wenn viele Regeln noch unklar sind ? Am Ende hat man keinen großen Testvorlauf, und dies endet dann meist im Chaos mit „Bugs“

    Zusätzlich stehen die üblichen geplanten und bereits freigegebenen Urlaube innerhalb der nächsten Wochen an. Zum Jahreswechsel ist zwar immer und überall mit einem erhöhten Kundenaufkommen zu rechnen, allerdings nicht mit einem Massenansturm auf allen Kanälen, was das 49-Euro-Ticket auslösen wird. Ein Start zum 01.03.2023 wäre einfacher.

    • Naja man hat es im Sommer auch hinbekommen. Ab 1.1.23 bei den bestehenden Abos nur noch 49 Euro abzubuchen und für das erste Quartal Übergangsweise nochmal Papiertickets anzubieten sollte machbar sein. Aber die Kunden jetzt wegen ungeklärten hinzuziehen geht gar nicht. So wird das WissingTicket nichts und der Mann sollte seinen Hut nehmen wenn er das nicht hinbekommt.

  10. Gerhardt Willendorfer says:

    Ich habe auch eine gewisse Kritik am Ticket für 49 Euro. Nämlich, dass das für die gebotene Leistung viel zu teuer ist!
    Das 9-Euro-Ticket hatte ich für die vollen drei Monate und habe in dieser Zeit den ÖPNV intensiv genutzt.
    Kurz: Bus war problemlos, S-Bahn und Regionalzüge waren eine Vollkatastrophe. Bei den meisten Fahrten im Umkreis bis ca. 40 Kilometer gab es Ausfälle, massive Verspätungen und zwei Mal kam ich erst gar nicht bis ans Ziel und musste bei einem Mal umkehren, beim anderen Mal klappte nichtmal das und ich musste eine Teilstrecke mit dem Taxi überwinden.

    Und nein, das hat nichts mit dem starken Andrang wegen der 9 Euro zu tun. Auch in den letzten Jahren bin ich ca. 3x pro Jahr mit dem Zug unterwegs gewesen und habe exakt diese Erfahrungen auch fernab des vergünstigten Tickets gemacht.

    Von der Fahrt an die Arbeit will ich jetzt gar nicht anfangen, habe da 13 Jahre Erfahrung sammeln dürfen und bin schlussendlich aufs Auto umgestiegen. Ja, das ist auch nervig, aber nicht SO nervig.

    Was ich sagen will, und das ist zu 100% meine eigene persönliche Meinung und erhebt keinerlei Anspruch auf Korrektheit: Ich persönlich halte 9 Euro für gerade noch angemessen. Mehr ist die gebotene Leistung nicht wert.

    • Aber im Parkhaus zahlt dann jeder anstandslos 9€ für einen Tag? Oder ein Burger Menü bei McDonald’s für dasselbe?

      Manche Leute glauben, dass ÖPNV mit Liebe und Luft betrieben wird.

      Ich will dabei gar nicht abstreiten, dass das System dermaßen kaputt ist, dass es teilweise unzumutbar ist. Je nach Wohnort und Mobilitätsbedarf ist das wirklich schwierig. Schade ist, dass zukünftig vielleicht noch weniger Geld für einen vernünftigen Ausbau vorhanden ist.

      Aber wer nicht bereit ist 5€ für ein Tagesticket in einer Stadt zu bezahlen, sollte ernsthaft nachrechnen, was das Auto im Vergleich kostet. Für 49€ in ganz Deutschland fahren zu können, ist für die gebotene Leistung glaube ich schon ganz fair. Es handelt sich hier ja nicht um eine skalierbare digitale Anwendung, die hier betrieben wird.

      Aber klar, alle machen eine eigene Erfahrung und wenn es nicht passt, dann passt es nicht.

      Wer sowieso ein Auto besitzt hat natürlich auch entsprechend eine niedrigere Hemmschwelle dieses auch zu benutzen. Ich schaue mir ganz gerne Carsharing Preise an (Stadtmobil zum Beispiel), um ein Gefühl zu bekommen, was ein Auto im Vergleich wirklich kosten würde. Da reden wir schnell von anderen Dimensionen… 49€ reichen ja nicht einmal für ein Wochenende, auch nicht für zwei Personen.

      • Mira Bellenbaum says:

        Deine Argumentation ist für’n Arsch!
        Was ich bereit bin für Essen auszugeben oder für’s Parkhaus hat mit den Kosten für den ÖVPN,
        sprich ein Monatsticket nichts zu tun!
        Des Weiteren ist ein erheblicher Faktor die Zuverlässigkeit!
        Es nutzt nichts, wenn das Ticket noch so günstig ist, wenn ich nicht von A nach B komme!
        Dann lieber mit dem Auto zur Arbeit fahren, auch wenn es erheblich teurer ist,
        aber ich behalte meinen Arbeitsplatz!

      • 5 Euro für ein Tagesticket wären eine gute Sache, leider gibt es das so nicht (überall).

    • Das ist, gelinde gesagt, absoluter Schwachsinn. 49 € sind vollkommen angemessen fürs Deuschlandticket. Kannst ja mal versuchen wie weit du für 9 € mit dem Auto fahrn kannst…. Einfach lächerlich. Ich selbst fahre monatlich ca. 1200 km mit dem Auto zur Arbeit. Alleine die Spritkosten betragen mindestens 150 €. Ab nächstes Jahr fahre ich für 49 € mtl. mit dem Zug. Das ist bequemer, klimafreundlicher und viel billiger.

      • Bitte melde dich nächstes Jahr nochmal hier. Ob du wirklich dauerhaft umgestiegen bist. Oder nach ein paar Tagen/Wochen reumütig wieder 150€ mit dem Auto ausgibst

  11. 29 € Ticket direkt aus dem Automaten wäre eine Entlastung gewesen für alle Bundesweit.

  12. TheRealSlimShady says:

    Einfach mal die Fresse halten und abliefern!

    Wenn ihr mal abgeliefert habt könnt ihr euch dann selbst beweihräuchern. Ständig hört man dass man ach so widrige Umstände hätte und dann das Beste draus gemacht hat. Einfach mal machen! WIR bewerten dann eure Leistung. Wenn ich mir heute vielerorts ein Wochenticket holen möchte dann muss ich das Tage vorher anmelden, es lässt sich lokal im Verkehrsmittel kein Ticket ziehen oder ähnliches! Hebt euch mal auf ein Level wo man sagen kann das ihr nicht negativ auffallt dann reden wir weiter

    • Kannst ja mal die DB Navigator App installieren und dir jederzeit ein Ticket kaufen. Da brauchste nicht zu jammern.
      Kann nur den Kopf über solche Aussagen schütteln.

      • TheRealSlimShady says:

        In unserer Gegend ist ein schlechtes Netz (30km außerhalb von Nürnberg), die Navigator App mit Edge zu verwenden ist leider ein Fetisch. Der Bestellvorgang bricht mehrfach während des Vorgangs ab. Und komm mir jetzt bloß nicht dann kaufen wenn man eine bessere Internetverbindung hat … Was macht dann die Leute Ü60?

        Außerdem: Wie soll mir das dabei Helfen dass ich das Wochenticket sofort zu kriegen? Richtig gar nicht! Du bist scheinbar noch nie mitm Bus oder mit der U/S-Bahn gefahren denn die Wochen oder 10er Tickets innerhalb der (Groß-) Stadt bietet nicht die Bahn sondern der Verkehrsbetrieb an. Du kannst diese Tickets nicht über die Bahn kaufen. Und was greift dann wieder? Richtig – im Vorfeld anmelden damit dir das Ticket nach Hause geschickt wird. Geht nicht digital, das wäre ja zu gefährlich.

  13. Als das 9€ Ticket da war hat mich keiner kontrolliert , die waren alle weg.
    Einzig der Fahrer in seiner Kabine.
    Und der BGS der Köln zeitweise keinen mehr auf die Bahnsteige gelassen hat .
    Das Beste an dem Ticket war das Ende von dem Zonenchaos.

    • Hallo Signum, „Das Beste an dem Ticket war das Ende von dem Zonenchaos.“ das ist auch das wirklich Wichtige am 49-Euro-Ticket . Schluß mit komplihziert und Tarifzonen und Co. im ÖPNV. Am besten man löste alle Verbundtarife auf zugunsten eines bundesweiten einheitstarifes, gern dann auch z. B. bei Wochenkarten. Verbünde wären dann nur noch Leistungserbringer und Fahrplankoordinatoren , nicht mehr selbst Anbieter von Fahrkarten. Bekommen pro geleistetem Personenkilometer eine Pauschale . Die jeweilige Gebietskörperschaft die für den ÖPNV verantwortlich ist bestellt die Verkehrsleistung und macht vorgaben über Taktung und Bediengebiete und -zeiten. Wenn die Unternehmen das meinen nicht leisten zu wollen bekommen eben andere den Zuschlag. So wird ÖPNV von einem anbieterdominierten zu einem Nachfragerdominierten markt und endlich ist der Kunde König und nicht der dienstleister . Dienst ist Dienst , nicht macht.

  14. Einfach das 9 Euro Ticket wiederbeleben bis der Nachfolger bereit ist. Dann geht’s bestimmt schnell.

    • Der Gesetzgeber hätte per Gesetz den Einführungstermin festlegen sollen. Bei verspäteter Einführung werden Sanktionen fällig. So versuchen sich alle Beteiligten mit fadenscheinigen Argumenten rauszureden. Ganz abgesehen von denen, die das Deutschlandticket für 49€/Monat für zu teuer halten.
      Mir hängt diese „der Staat muss mich mehr unterstützen“-Mentalität ganz schön zum Hals raus. Insbesondere wenn diejenigen die unterstützt werden immer mehr fordern. Die ganze Kritik an der Bundesregierung und insbesondere am Bundeskanzler halte ich für unangebracht. Niemals nach dem Ende des 2. Weltkrieg hat eine deutsche Regierung und ein deutscher Bundeskanzler vor solchen Aufgaben gestanden.

  15. So und jetzt mache ich mich wahrscheinlich auch sehr unbeliebt: Ich würde in dem Zuge auch die Pendlerpauschale fürs Auto über die nächsten Jahre kürzen auf exakt 49€ und noch die Dienstwagen Regelung anpassen. Mit dem eingespartem Geld würde ich dann auch noch einen zweckgebundenen Topf aufmachen, mit die Verkehrsunternehmen neue Strecken bauen können.
    BTW. ich muss jeden Tag mit dem Auto pendeln weil hier hin kein ÖPNV fährt.

  16. Man kann sicher hinterfragen, warum es je Bundesland mehrere Verkehrsverbünde gibt und hier ansetzen. Aber das Geld, was man dort einspart, ist doch auch kaum ein Faktor. Fakt scheint zu sein: Weder Land noch Bund schießen eigentlich genug Geld zu und die Verkehrsverbünde bekommen jetzt ein Billo-Ticket untergejubelt und sollen natürlich weiterhin ausbauen. Realistisch ist eigentlich, dass man aufgrund der erwarteten Mindereinnahmen sogar weniger Busse und Bahnen fahren lassen müsste.
    ÖPNV deckt sich doch, trotz der teils hohen Kosten, heute kaum und ist ein riesiges Minusgeschäft. Klar. Das wird ÖPNV immer bleiben. Aber wenn ich so ein Ticket einführe, muss ich die Finanzierung sichern und eben auch sicherstellen, dass der ÖPNV ausgebaut wird. Denn das ist unabhängig der zusätzlichen finanziellen Belastung notwendig.

    Aber das fragt sich niemand. Das 9-Euro-Ticket hat natürlich Begehrlichkeiten geweckt. Aber defacto war das ein Schnellschuss. Das dass neue 49-Euro-Ticket nicht wie geplant als jährliches Abo sondern als monatliches Ticket angeboten wird, wird die Pendler im Sommer wieder sicher freuen. Das fördert absolut die Akzeptanz bei den Leuten, die heute schon den ÖPNV für ihre tägliche Fahrt zur Arbeit nutzen – NICHT.
    Durch das 49 Euro Ticket haben die einen Vorteil: Sie werden in Zukunft weniger zahlen müssen. Dafür werden sie die ersten sein, die die Nachteile spüren werden. Noch vollere Bahnen, noch mehr ausgefallene Bahnen und nicht unwahrscheinlich sogar eine Taktreduzierung.

    Das jetzt noch die Sozialverbände jammern, dass 49 Euro für ein BUNDESWEIT GÜLTIGES Ticket für Geringverdiener und Sozialhilfe-Empfänger noch zu teuer ist, setzt dem ja noch die Krone auf. Da betrachtet NIEMAND mehr das GANZE, sondern nur die eigene Bubble. Das ist so dermaßen Bullshit…
    Am Ende subventionieren wir alle, dieses Ticket auf andere Weise sowieso noch zusätzlich. Irgendwoher muss das Geld ja kommen.

    Ich halte von dem Ticket nichts.

    (Klar ist das 9-Euro-Ticket gut angekommen. Und auch das 49-Euro-Ticket wird seine Fans finden. 49 Euro für den ÖPNV bundesweit… Meine Fahrten nach Berlin oder Hamburg haben uns schon 120 Euro gekostet – inkl. 3-Tags-Ticket in der jeweiligen Stadt war man so schon für ein Wochenendtrip mal eben 200 Euro los. Wenn man rechtzeitig gebucht und einen Sparpreis bekommen hat… Für zwei Personen…
    Das wird das billige „Reiseticket“. Pendeln? Pff… Die Menschen sind zu bequem. Die „kurzen Wege“ werden die meisten weiterhin mit dem Auto zurücklegen. Ist ja komfortabler, den dicken Einkauf aus der Innenstadt in den BMW X5 zu laden.

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