YouTube vermutlich bald mit Paid-Content

18. Oktober 2015 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: André Westphal

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YouTube plant laut aktuellen Meldungen bald auf Paid-Content zu setzen, der den potentiellen Zuschauern vor dem Ansehen erstmal Geld aus der Tasche zieht. Man nimmt derzeit an, dass die konkreten Inhalte von einigen prominenteren Mitgliedern der YouTube-Community stammen sollen. Jene würden auf diese Weise eine neue Monetarisierungsoption erhalten. So hatte YouTube 2014 erklärt, „Inhalte von einigen unserer Top-Videomacher“ zu finanzieren. Nun möchte man offenbar die Investitionen wieder reinholen.

Die Ankündigung der kostenpflichtigen Inhalte sowie ihrer Preisgestaltung solle am Mittwoch den 21. Oktober 2015 in Los Angeles stattfinden. Laut anonymen Tippgebern sei damit zu rechnen, dass YouTube ein Abomodell für seinen Premium-Content nutzen werde. Zusätzlich zu der Verfügbarkeit der Exklusivinhalte sollen Abonnenten dann zugleich weniger Werbung in allen Videos sehen.

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Wann die neuen Premium-Inhalte und das Bezahlmodell tatsächlich an den Start gehen sollen, ist derzeit noch ungewiss. Es scheint so, als wären viele der Inhalte noch gar nicht fertig produziert. Was also an Content noch in der Produktion ist, wird gezwungenermaßen erst 2016 zur Verfügung stehen. Somit gilt als wahrscheinlich, dass YouTube seinen Abonnement-Service zwar nächste Woche ankündigt, aber möglicherweise erst 2016 ausrollt.

Es handelt sich bei dieser Taktik nun schon um dem zweiten, groß angelegten Versuch auf YouTube mit kostenpflichtigen Inhalten Geld zu verdienen. 2011 rief die Video-Plattform bereits einen ähnlichen Versuch ins Leben: Man gab mehr als 100 Mio. US-Dollar aus, um Prominenz wie Rapper Jay-Z oder Schauspieler Ashton Kutcher einzuspannen. Doch viel kam dabei am Ende nicht heraus. Aus diesem Grund setzt man dieses Mal auf Videomacher, die ohnehin bereits bei YouTube aktiv sind.

Man darf gespannt sein, ob diese Strategie sich als fruchtbarer erweist und die YouTube-Community wirklich willens ist auf der Plattform Geld springen zu lassen. Mehr wissen wir dann wohl ab dem 21. Oktober 2015. Noch enthält sich YouTube zu den Gerüchten um die neuen Monetarisierungsversuche ohnehin eines Kommentares.

(via Re/Code)


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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