YouTube vermutlich bald mit Paid-Content

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YouTube plant laut aktuellen Meldungen bald auf Paid-Content zu setzen, der den potentiellen Zuschauern vor dem Ansehen erstmal Geld aus der Tasche zieht. Man nimmt derzeit an, dass die konkreten Inhalte von einigen prominenteren Mitgliedern der YouTube-Community stammen sollen. Jene würden auf diese Weise eine neue Monetarisierungsoption erhalten. So hatte YouTube 2014 erklärt, „Inhalte von einigen unserer Top-Videomacher“ zu finanzieren. Nun möchte man offenbar die Investitionen wieder reinholen.

Die Ankündigung der kostenpflichtigen Inhalte sowie ihrer Preisgestaltung solle am Mittwoch den 21. Oktober 2015 in Los Angeles stattfinden. Laut anonymen Tippgebern sei damit zu rechnen, dass YouTube ein Abomodell für seinen Premium-Content nutzen werde. Zusätzlich zu der Verfügbarkeit der Exklusivinhalte sollen Abonnenten dann zugleich weniger Werbung in allen Videos sehen.

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Wann die neuen Premium-Inhalte und das Bezahlmodell tatsächlich an den Start gehen sollen, ist derzeit noch ungewiss. Es scheint so, als wären viele der Inhalte noch gar nicht fertig produziert. Was also an Content noch in der Produktion ist, wird gezwungenermaßen erst 2016 zur Verfügung stehen. Somit gilt als wahrscheinlich, dass YouTube seinen Abonnement-Service zwar nächste Woche ankündigt, aber möglicherweise erst 2016 ausrollt.

Es handelt sich bei dieser Taktik nun schon um dem zweiten, groß angelegten Versuch auf YouTube mit kostenpflichtigen Inhalten Geld zu verdienen. 2011 rief die Video-Plattform bereits einen ähnlichen Versuch ins Leben: Man gab mehr als 100 Mio. US-Dollar aus, um Prominenz wie Rapper Jay-Z oder Schauspieler Ashton Kutcher einzuspannen. Doch viel kam dabei am Ende nicht heraus. Aus diesem Grund setzt man dieses Mal auf Videomacher, die ohnehin bereits bei YouTube aktiv sind.

Man darf gespannt sein, ob diese Strategie sich als fruchtbarer erweist und die YouTube-Community wirklich willens ist auf der Plattform Geld springen zu lassen. Mehr wissen wir dann wohl ab dem 21. Oktober 2015. Noch enthält sich YouTube zu den Gerüchten um die neuen Monetarisierungsversuche ohnehin eines Kommentares.

(via Re/Code)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    Es kommt auf die Art der Inhalte an. Wenn man bei Google wirklich glaubt, für Schminktipps von DagiBee & Co. würde jemand Geld locker machen, ist man sicher auf dem falschen Dampfer. Aber für Spielfilme und Serien in HD-Qualität würde ich sofort meine Kreditkarte zücken.

  2. Kam diese Info nicht schon merhmals die letzten Jahre auf?

  3. Keine Kohle von mir…

  4. Es gibt schon einzelne Paid Channels. Ka ob das neu ist … Kostet meine ich 4,99$,

  5. Wenn sie es gescheit umsetzen und es direkt ab Launch weltweit verfügbar ist finde ich es nicht so verkehrt – bei Vimeo habe ich auch schon den ein oder anderen Content gekauft. Insbesondere für kleine Produktionen, die man sonst häufig nur auf wenigen Festivals vorfindet, könnte es eine interessante Vertriebsmöglichkeit darstellen.

  6. Filme ja, aber für Let’s Play Videos und Tutorials hätte ich gerne fürs Anschauen Geld.

  7. Sicher wird das funktionieren. Funktioniert bei Twitch doch auch… Der entscheidende Nachteil ist allerdings, dass man an YouTube zahlt. Bei Twich haben die „Fans“ der jeweiligen Streamer eher das Gefühl mit ihren 4,99 im Monat direkt den Streamer zu unterstützen. Dass die meiste Kohle bei Twitch hängenbleibt merken viele gar nicht. Natürlich wird keiner Geld für die neusten Katzenvideos bezahlen wollen. Aber wenn z.B. große Streamer wie PietSmiet oder so auf Paid Content setzen, haben die (trotz diverser Nörgler) sicherlich dicke Einnahmen. Und bestimmt mehr als durch die Werbeeinnahmen der Nörgler, die bei Paid Content nicht mehr zuschauen… Sprich: Weniger Viewer aber höhere Einnahmen.

  8. Vielleicht basteln die ja wirklich so etwas wie Netflix (unter der altbekannten YouTube-Haube). Die App ist fast schon für jedes Gerät verfügbar (z.B. auch „Fire TV“), die Suche, das Abspielen des nächsten Videos usw. – alles ist bereits vorhanden. Nur guter Content fehlt.

  9. Kommt ganz klar auf den Preis und den Content an. Grundsätzlich bin ich bereit für guten Content zu bezahlen. Bleibt abzuwarten was das wird…

  10. Es gibt Leute, die für Kacke wie PietSmiet Geld ausgeben würden? Kopfschüttel.

  11. Herr Hauser says:

    „Aber für Spielfilme und Serien in HD-Qualität würde ich sofort meine Kreditkarte zücken.“

    Dafür gibt es Amazon Video und Netflix.

  12. „YouTube plant laut aktuellen Meldungen bald auf Paid-Content zu setzen, der den potentiellen Zuschauern vor dem Ansehen erstmal Geld aus der Tasche zieht.“

    Kein besonders toller, journalistischer Stil. „Geld aus der Tasche ziehen“ ist eindeutig negativ behaftet, solltet ihr nicht neutral berichten?

  13. Keinen Cent von mir! Weniger Werbung ist ja auch erstmal ein Witz. Wenn dann erwarte ich eine komplett werbefreie Plattform.

    Zudem ist Twitch innovativer. Dort kann man sich während des Streams mit dem Streamer unterhalten. Youtube hat ja nur eine Kommentar-Funktion. Zudem gibt es dort wirklich keinen Content, der mir Geld wert wäre, außer Moondye7. 🙂

  14. Also ich würde wohl,wie auch auf twitch, nur einen channel subscriben: RocketbeansTV 😉 also Probleme hätte ich nicht für content der mir gefällt zu zahlen. Dafür habe ich auch über all immer adblocker an.

  15. @Sam: Die Jungs haben es auch verdient <3

  16. „Kein besonders toller, journalistischer Stil. „Geld aus der Tasche ziehen“ ist eindeutig negativ behaftet, solltet ihr nicht neutral berichten?“

    Wieso sollte der Blog neutral berichten? Steht das irgendwo? Berichten andere Medien immer neutral?

    Ich finde an der Formulierung nicht verwerfliches und finde es auch nicht negativ behaftet.

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