Wearables: Kleiner Markt, Smartwatches nur von wenigen genutzt

26. September 2016 Kategorie: Wearables, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_applewatchDer Markt für Wearables ist noch recht überschaubar. In den USA nutzen 15,2 Prozent ein solches Gadgets, in Europa (Big Four: Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien) sind es sogar nur 8,4 Prozent. Spaltet man diesen Markt noch auf, also nach Fitness-Trackern und Smartwatches, ergibt sich ein noch traurigeres Bild – vor allem für die Hersteller solcher Geräte. 4,7 Prozent der Amerikaner nutzen eine Smartwatch, in Europa sind es 3,2 Prozent. Aber wo Schatten ist, muss auch irgendwo Licht sein. Das zeigt sich in den Verkäufen des letzten Quartals (bis Ende Juli), in den USA waren 47 Prozent der Verkäufe von Wearables Smartwatches, in Europa immerhin 38,6 Prozent.

Apple ist mit der Apple Watch im Bereich Smartwatches mit 33,5 Prozent weiterhin Marktführer, obwohl der Anteil leicht gesunken ist. Das liegt vor allem daran, dass die Apple Watch Series 2 erwartet wurde. Ob diese genügend Käufer finden wird, ist ungewiss, aber die Zeichen stehen gut. Denn 9,3 Prozent der Amerikaner haben vor, sich in den nächsten 12 Monaten ein Wearable zuzulegen, in Großbritannien sind es sogar 11,3 Prozent. Die Apple Watch Series 2 nimmt sich zwei der von Nutzern am häufigsten gewünschten Funktionen an: Wasserfestigkeit und GPS.

Während Apple dem nicht jedermanns Geschmack treffenden Design treu bleibt, versuchen Samsung und Asus, ihre Smartwatches eher als traditionelle Uhren zu positionieren. Rundes Display und ein Gehäuse, in das man auch eine „normale“ Uhr stecken könnte, sind der Weg zum Ziel. Dabei ersetzen Smartwatches gar nicht so häufig eine traditionelle Uhr. 20 Prozent der amerikanischen Smartwatch-Käufer ersetzen eine normale Uhr mit dem Gadget, in Europa ist dieser Anteil mit 30 Prozent etwas höher.

Das soll laut Kantar World Panel vor allem die Traditionshersteller ins Schwitzen bringen, während sich Smartwatches so gleichzeitig mehr von Fitness-Trackern abheben. Ein Problem ist allerdings auch weiterhin die Frage nach dem Mehrwert einer Smartwatch und gleichzeitig der Preis dieser. Es wird noch ein langer Weg werden bis Hersteller den Nutzern begreiflich machen können, was eine Smartwatch denn kann, das mit einem Smartphone nicht erledigt werden kann. Preislich dürften Smartwatches hingegen weiter günstiger werden, wenngleich sie dennoch teurer bleiben als Fitness-Tracker.

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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