Twitter könnte bald bezahlte Premium-Funktionen in Tweetdeck anbieten

24. März 2017 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Twitter hat es nicht einfach. Obwohl Nutzer es in der Regel nicht missen möchte, kämpft das Social Network mit einem sehr langsamen Wachstum, was die nackten Zahlen angeht. Dem versucht man mit immer wieder neuen Ideen gegenzusteuern, eine weitere Möglichkeit könnte eine kostenpflichtige Variante von Twitter werden. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die einige Nutzer erhielten und die sich auf Tweetdeck bezieht. Hier lotet Twitter nämlich das Interesse an einem verbesserten Produkt aus.

Ein solches verbessertes Tweetdeck würde sich an intensive Nutzer richten, also vor allem Marken und Redaktionen, die Twitter professionell nutzen. Erweiterte Statistiken, Informationen über Breaking News, Themen, über die Menschen twittern, denen man folgt. Alles verpackt in einer Bezahlvariante von Tweetdeck, Grundfunktionen würde auch weiterhin kostenlos sein.

Der Text der Umfrage lautet folgendermaßen:

Twitter is considering offering an advanced TweetDeck experience, with more powerful tools to help marketers, journalists, professionals, and others in our community find out what is happening in the world quicker, to gain more insights, and see the broadest range of what people are saying on Twitter. Whether you use Twitter for work or just want to be more informed on the latest news, sports, entertainment, political viewpoints, and information in today’s world, this advanced TweetDeck experience will be designed to help you get even more out of Twitter.

This premium tool set will provide valuable viewing, posting, and signaling tools like alerts, trends and activity analysis, advanced analytics, and composing and posting tools all in one customizable dashboard. It will be designed to make it easier than ever to keep up with multiple interests, grow your audience, and see even more great content and information in real-time.

It would also offer extra features such as advanced audience insights & analytics, tools to monitor multiple timelines from multiple accounts and from multiple devices, including mobile, all in an ad-free experience.

Gegenüber The Verge bestätigt Twitter zwar die Umfrage, teilt aber auch mit, dass man regelmäßig das Interesse der Nutzer an bestimmten Produkten testet. Heißt also weder konkret ja, noch konkret nein. Für Twitter wäre eine solche Lösung sicher nicht die schlechteste Idee. Professionelle Nutzer sind sicher bereit für extra Dienste zu bezahlen. Und das kann Twitter mit den schwindenden Werbeeinnahmen sicher gut gebrauchen.

Auch wenn sich ein solcher Twitter-Premium-Service nicht unbedingt an den Normalnutzer richtet, seid Ihr bereit für bestimmte Dinge bei Twitter zu bezahlen? Ich kann mir das schon gut vorstellen, allerdings nicht für irgendwelche Analytics-Geschichten. Eher für das Unterlassen von Werbung. Oder um alle Funktionen auch in Drittanbieter-Clients verfügbar zu haben. Aber das bleibt wohl erst einmal Wunschdenken.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9080 Artikel geschrieben.