Testbericht Motorola Moto X (2014): Mein persönlich bestes Android-Smartphone des Jahres

26. Oktober 2014 Kategorie: Android, Hardware, geschrieben von:

Als die Medienwelt Anfang September in Berlin auf der IFA versammelt war, stellte Motorola seine nächste Generation Moto X und Moto G vor. Die Produkte sollten die ersten sein, die nach dem Verkauf von Google an Lenovo auf die Massen losgelassen werden sollten. Als Motorola mit dem ersten Moto X ein sehr geteiltes Medienecho erhielt, lautete einer der größten Kritikpunkte, dass die technischen Daten nicht zeitgemäß seien.

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Dass dies großer Nonsens ist, dürfte jeder wissen, der einmal ein Moto X in der Hand gehalten hat. Motorola hat sich die Kritik dennoch zu Herzen genommen und mit dem Moto X ein Smartphone präsentiert, das technisch auf gleicher Höhe mit dem Wettbewerb ist. Aber reicht es für Motorola aus, um sich mit einer Spec-Schleuder wieder einen Namen auf dem Markt zu machen oder ist der Spirit zwischen Moto X (2013) und Moto X (2014) unterwegs verloren gegangen?

Ich war und bin ein Riesen-Fan des ersten Moto X. Ich liebe die Ergonomie, das schlichte Design und die Handlichkeit des Smartphones – so sehr, dass ich mir zum Deutschlandstart Anfang des Jahres, ohne mit der Wimper zu zucken, sofort eines zugelegt habe. Die Kritik von vielen kann ich bis heute nicht im Geringsten nachvollziehen, denn Motorola hat definitiv gezeigt, dass man mit einer puren Android-Software und perfekter Soft- und Hardware-Abstimmung ein fantastisches Nutzererlebnis schaffen kann. Ein besseres sogar, als es bei manch anderen Flaggschiffen mit doppelt so guten technischen Daten der Fall ist. Da ich mein privates Moto X bislang so sehr liebte, freute ich mich umso mehr den Nachfolger zu testen.

Das steckt drin

* Display: 5,2-Zoll Full HD AMOLED (1920 x 1080, 424 ppi)
* Prozessor: Qualcomm Snapdragon 801 (2,5 GHz Quad-Core)
* Speicher: 16 / 32 GB (nicht erweiterbar)
* Kamera: Rückseite 13 MP mit Ring-Blitz / Front 2,0 MP
* Betriebssystem: Android 4.4.4 KitKat mit Stock-Vanilla UI, Android Lollipop 5.0 Update kommt
* Akku: 2.300 mAh
* Abmessungen: 140,8 x 72,4 x 9,9 mm, 144 Gramm
* Netzwerkunterstützung: 4G / LTE / HSPA+ 42,2 Mbps (3G)
* Verbindungstechnologien: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0, NFC, A-GPS/GLONASS, USB 2.0
* Farben: Dank Moto Maker frei konfigurierbar, Holz- oder Lederrückseite optional gegen Aufpreis

Haptik und Optik

Das neue Moto X ist etwas in die Höhe und Breite gegangen. Mit 140,8 x 72,4 x 9,9 mm in der Abmessung ist das neue Moto X leider nicht mehr ganz so der Handschmeichler wie der Vorgänger. Durch den Größenzuwachs ist das neue Moto X nicht mehr so einfach in einer Hand zu halten und vor allem mit einer Hand zu bedienen wie sein Vorgänger. Da Motorola hier auf ein 5,2 Zoll Display setzt, betritt man hier den Phablet-Bereich. Das heißt, dass man den Daumen schon etwas mehr strecken muss, um an den oberen Displaybereich zu gelangen. Doch durch die ergonomische Rückseite liegt das Moto X stets sicher in der Hand, ohne dass Gefühl zu haben, man ließe das Gerät aus Versehen fallen.

Bei der Auswahl der Materialien hat Motorola diesmal einen neuen Kurs eingeschlagen und setzt beim seitlichen Rahmen sowie den Lautstärketasten und der Rückenmulde auf Aluminium. Mich hatte das rundum Plastikgehäuse des ersten Moto X nie sonderlich gestört, doch die Aluminium-Elemente des neuen Moto X hauchen dem Gerät in der Haptik eine Prise „Premium“ ein.

Die erwähnten Elemente auf der Vorder- und Rückseite, sowie an der Seite wurden nicht nur mit neuem Material versehen. Um eine bessere Differenzierung zwischen Lautstärketasten und Powerknopf, die immerhin übereinander auf der rechten Seite angebracht sind, zu ermöglichen, hat Motorola den Power-Knopf ein wenig geriffelt. Die Lautstärkewippe bleibt dabei glatt, sodass man die Tasten gut auseinanderhalten kann.

Leider hat Motorola dieses geriffelte Element auch für die Frontseite genutzt und somit sind die Ohrmuschel und der neue frontseitige Lautsprecher ebenfalls mit diesen leicht herausstehenden, geriffelten Alustreben versehen worden. Ich sage „leider“, weil es mir einerseits optisch absolut nicht gefällt (das erste Moto X war frontseitig plan, bis auf die eingelassene Ohrmuschel und dem kleinen Mikrofonloch unten links) und zum anderen ein Staubmagnet ist. Wer das Smartphone, wie ich, in der Hosentasche mit sich herumträgt wird hier leider öfter fluchen.

Die „Mulde“ auf der Rückseite ist wohl das wichtigste Merkmal der Motorola-Smartphones seit dem ersten Moto X. An dieser kleinen konkaven Auswuchtung muss ich einfach immer (IMMER) herumspielen, egal ob beim Telefonieren oder in der Hand halten. Auch beim Moto X 2014 ist diese Mulde vorhanden. Jedoch ist sie nun ebenfalls aus Aluminium und groß. Richtig groß! Auch hier kann man die Finger nicht davon lassen.

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Das Display

Motorola setzt beim zweiten Moto X erneut auf AMOLED, was bekanntlich für knackige, leider oft auch übersättigte Farben und eine realistischen Schwarzwert sorgt. Während man beim Moto X 2013 noch auf eine 720p-Auflösung setzte, kommt es beim zweiten Moto X allerdings mit einem 5,2 Zoll Full HD Display daher. Das Display ist, wie Ihr euch denken könnt, mit einer Pixeldichte von 424 ppi noch schärfer und detailreicher als zuvor.

Doch leider haben AMOLED-Displays einen wunden Punkt, an dem auch das neue Moto X nicht vorbei kommt: der Blickwinkel. Wenn man das Display leicht zu irgendeiner Seite neigt, bekommt es einen Grün- oder Blaustich.

Viele verstehen es im ersten Moment als absolutes No-Go, wenn mehrere Leute auf das Display gucken, diese ja nichts mehr erkennen können. Ich sage: Wer sich unbedingt Urlaubsfotos oder gar einen Film mit 5 Kumpels um sich herum auf einem Smartphone-Display angucken muss, der hat generell etwas falsch gemacht. Ich bevorzuge hier doch lieber den direkten, geraden Blick auf das Display.

Ansonsten zeichnet sich Motorola erneut dadurch aus, die Display-Größe bestens auszunutzen. Auch diesmal hat man das Display so dicht es geht an den Rand gebaut, sodass beinahe ein randloser Effekt besteht. Motorola hatte das schon beim ersten Moto X beinahe perfektioniert und auch das neue Moto X steht dem in nichts nach.

Der Akku

Motorola hatte im Moto X vorgemacht, dass nicht immer ein Monster-Akku nötig ist, um gut über den Tag zu kommen. Und auch wenn viele dies anders sahen, ich war immer sehr zufrieden mit der Akkulaufzeit meines Moto X (2013). Und eigentlich müsste die logische Konsequenz bei einem größeren Gerät sein, dass Motorola den Akku in der Größe ebenfalls anpasst. Doch dies hat Motorola aus schier unerfindlichen Gründen versäumt. Lediglich 100 mAh mehr bringt das neue Moto X mit, was sich in der Laufzeit leider auch widerspiegelt.

Die Akkulaufzeit des Moto X ist zwar nach wie vor weit entfernt von katastrophal, dennoch ist die Verschlechterung merkbar. Während ich mit meinem alten Moto X locker die von Motorola angegebene 24 Stunden Akkulaufzeit oder sogar mehr erreichte, so schaffte das Moto X der zweiten Generation diese Vorgabe lediglich mit Ach und Krach. Zwar sind diese Akkulaufzeiten immer nur Richtlinien und hängen stark von der Benutzung und den installierten Apps ab, dennoch frage ich mich, was sich Motorola hierbei gedacht hat.

Ein Quadcore-Prozessor und ein Full HD Display, das eine Pixeldichte von 424 ppi herumschubst mit einem 2.300 mAh Akku zu paaren, ist mutig. Auch wenn Motorola dafür bekannt ist, seine Geräte und die Software aufeinander abzustimmen, sodass sie besonders energieeffizient arbeiten. Aber hier hat sich Motorola meiner Meinung nach wirklich etwas verkalkuliert und Potenzial liegen lassen.

Dennoch war die Akkulaufzeit in meinem Fall ausreichend genug, um den Tag zu überstehen ohne die nächstgelegene Steckdose suchen zu müssen. In meinem Usecase habe ich in der Regel zwischen 2 und 2,5 Stunden Display-On-Zeit und Apps wie Facebook, Facebook Messenger, Whatsapp, Hangouts, Telegram, Google+ und Co. sind stets scharf gestellt. Spiele sind dabei nicht auf meinem Smartphone vorzufinden. Nach etwa 15 Stunden hatte ich im Schnitt noch etwas mehr als 20 Prozent Akku übrig.

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Performance

Wie ich eingehend schon erwähnte, hat das Moto X stets das Versprechen gegeben, trotz nicht aktuellster Hardware ein flüssiges Nutzererlebnis zu garantieren. Und auch das Moto X 2014 hält dieses Versprechen in vollem Umfang.

Die kleinen aber feinen Abstimmungen unter der Haube des Moto X ergeben die wohl flüssigste Erfahrung mit einem Android-Smartphone, die ich je erlebt habe. Wo beim ersten Moto X ab und an die Puste beim schnellen Task-Switching ausging, macht das neue Moto X dieses Manko wett. Der 2,5 GHz Snapdragon 801 Quadcore-Prozessor mit 2 GB RAM sorgt für die nötige Rechenpower um selbst anspruchsvolle Games wie Asphalt 8, GT Racing und Co. butterweich auf dem Smartphone zocken zu können.

Ich habe während der gesamten Nutzungsdauer des Moto X 2014 nicht einmal einen Schluckauf, Ruckler oder plötzliches Einfrieren erlebt. So macht die Nutzung von Android wirklich richtig Spaß und untermalt erneut faktisch, dass Geräte mit 3 GB RAM und mehr als Drei-komma-schieß-mich-tot Ghz Octacore-Prozessor keine Garantie für ein flüssiges und nahtloses Nutzererlebnis sind. Eine perfekte Harmonie zwischen Hard- und Software sind der Schlüssel zum Herzen der Nutzer und Motorola macht hier wirklich ALLES richtig.

Die Kamera

Das wohl größte Manko beim ersten Moto X war die schwache 10 Megapixel-Kamera. Auch nach mehreren Updates wirken die Bilder immer noch entweder farblos oder haben einen starken Gelbstich. Beim neuen Moto X setzt Motorola auf eine 13 Megapixel-Kamera mit einem neuen Ringblitz um die Linse herum. Die neue Kamera ist zwar immer noch nicht konkurrenzfähig zu anderen Herstellern, produziert aber dennoch brauchbarere Bilder als der Vorgänger.

Die Farben wirken hierbei nach wie vor teilweise untersättigt und platt. Sobald sich die Lichtverhältnisse auch nur dezent verschlechtern, tritt häufig sichtbares Bildrauschen auf und auch die Schärfe der Bilder leidet dann darunter.

Der HDR Modus des Moto X kann hier häufig für ein wenig Aufwertung der Bildqualität sorgen, weshalb ich ihn überwiegend anließ. Ein kleines Vergleichsbild seht Ihr hier (links ohne HDR, rechts mit HDR):

Während die Kamerasoftware keine weiteren Neuerungen oder Besonderheiten mit sich bringt, ist noch anzumerken, dass das Moto X 2014 in der Lage ist, Videos in 4K-Qualität aufzuzeichnen.

Ein paar Testbilder, die ich mit dem Moto X 2014 mit und ohne HDR geschossen habe, könnt Ihr Euch in der nachfolgenden Galerie anschauen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Software und Besonderheiten

Motorola setzt seit Längerem auf eine „near-Stock-Android-Experience“ bei seinen Smartphones. Das heißt, Ihr bekommt äußerlich keine angepasste Hersteller-Oberfläche wie TouchWiz oder HTC Sense, sondern pures Android, wie es im Sinne von Google gemacht ist. Beim ersten Moto X setzte Motorola den Standard-Vanilla-UI Launcher ein, der seit Android 4.0 Ice Cream Sandwich zum Einsatz kommt. Beim neuen Moto X adaptiert Motorola nahtlos den Google Now Launcher mit den vergrößerten Icons und viel Transparenz. Auch der bekannte Google Now-Homescreen auf der linken Seite ist mit einem Wisch an Ort und Stelle. Da ich persönlich die Vanilla UI von Google bevorzuge und „geskinnte“ Smartphones, die ich teste, immer als erste Amtshandlung den Google Now Launcher installiert bekommen, finde ich Motorolas Wahl wirklich super.

Eines der Kernfeatures des ersten Moto X war Voice Control. Hiermit konntet Ihr mit dem Auslösesatz „OK, Google now!“ Fragen mit der Google Sprachengine beantworten lassen – selbst wenn das Display ausgeschaltet war. Ermöglicht hat dies ein eigener Co-Prozessor im Moto X, der „Always on“-Spracherkennung mit sich brachte. Auch das Moto X der zweiten Generation kommt logischerweise mit diesem Feature und einigen Verbesserungen. Nun heißt Voice Control „Moto Voice“ und begrüßt Euch nach Aktivierung mit einem aufgefrischten Design in Hellblau. Ihr habt nun außerdem die Möglichkeit den Auslösesatz nach Eurem Belieben zu trainieren. Star Trek-Fans werden hier ihre wahre Freude dran haben.

Leider musste ich feststellen, dass die Auslösung der Spracherkennung nicht so einfach war wie beim ersten Moto X, das zuletzt beinahe schon überempfindlich reagierte. Vielleicht lag dies auch an meinem Auslösesatz „OK, Jarvis“ (die besten Grüße an Tony Stark in dem Fall), aber ich merkte schnell, dass hier mehr Anläufe nötig waren als noch beim ersten Moto X.

Die Funktionspalette ist mit dem Rebranding zu „Moto Voice“ ebenfalls erweitert worden. So könnt Ihr nun mit dem Befehl „Whatsapp-Nachricht“ eben eine Whatsapp-Nachricht eingeben. Der Assistent führt Euch dabei Schritt für Schritt durch Whatsapp, damit die Nachricht am Ende nicht beim falschen Empfänger landet. Das gleiche funktioniert nun auch mit Facebook und Twitter. Hier könnt Ihr aktuell leider nur reine Posts, bzw. Tweets absetzen und keine direkten Mentions an Eure Freunde und Follower mit einbauen.

Der vom Moto X und Moto G bekannte Moto Assist ist immer noch vorhanden und wurde optisch etwas aufgepäppelt. Mit dem Assist könnt Ihr angeben, wann das Moto X oder G in den Ruhemodus wechseln soll (also Benachrichtigungen ausschalten, Anrufe nur noch von Favoriten durchlassen). Ein Autofahrmodus ist vorhanden, der Euch SMS und Anrufer vorliest, ohne dass Ihr die Augen von der Straße nehmen müsst und ein Meeting Modus wird Euch angeboten, der ebenfalls Euer Handy während Meetings stumm schaltet, die im Kalender Eurer Wahl eingetragen sind.

Ein zeitsparendes und sehr nützliches Feature des Moto X ist die Kamera-Aktivierung per doppelter Schüttelbewegung aus dem Handgelenk. Dieses Feature war bereits beim ersten Moto X mit an Bord und wurde auch beim Moto X der zweiten Generation übernommen.

Ein weiteres Kennzeichen des ersten Moto X war die „Active Notifications“-Funktion, die ebenfalls umbenannt wurde in „Moto Display“. Moto Display informiert Euch bei gesperrtem Bildschirm über neue Anrufe, SMS, Whatsapp-Nachrichten usw. in Form eines kleinen Icons in der Mitte des Bildschirms. Sobald ihr Euren Finger auf das Icon legt, wird Euch im oberen Teil des Displays die Benachrichtigung mit Textauszug und Bild des Absenders angezeigt. Wischt Ihr dann nach oben, könnt Ihr direkt in die jeweilige App hineinspringen. Ein Wisch nach unten verriegelt das Display, ein Wisch nach links lässt die Benachrichtigung in den Active Notifications, bzw. Moto Display verschwinden.

Während beim ersten Moto X lediglich die letzte eingegangene Benachrichtigung im Display angezeigt wurde und weitere nur als bis zu drei kleine Icons darunter angezeigt hatet, kann das neue Moto Display auf dem Moto X 2014 bis zu drei Benachrichtigungen nebeneinander anzeigen, die Ihr jeweils auch separat anwählen könnt.

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Moto Maker und der Preis

Auch beim zweiten Moto X könnt Ihr Euer Smartphone komplett frei anpassen. Ihr könnt zwischen einer weißen oder schwarzen Front und einer Riesenpalette an Farben für die Plastikkrückseite und die Aluminmium-Elemente wählen. Lasst es klassisch oder macht es quietschbunt, es gibt kaum Grenzen. Und auch wenn eine Gravur auf der Rückseite des Moto X immer noch möglich ist, bin ich hinsichtlich des Wiederverkaufswerts immer etwas skeptisch.

Für die extravaganten Menschen hatte Motorola ja bereits beim ersten Moto X auf Wunsch Holzrückseiten angeboten. Beim neuen Moto X fügt Motorola zudem eine Echtleder-Variante hinzu. Ihr könnt somit zwischen Natur, Cognac, Schwarz oder Navy Blue wählen.

Zu bedenken ist hierbei allerdings, dass die Anpassungen Extrakosten verursachen. In der Basisversion kostet das neue Moto X im Moto Maker 529 Euro, eine Holz- oder Lederrückseite kosten noch einmal 20 Euro Aufpreis. Eine Basis-Plastik-Rückseite in einer Farbe Eurer Wahl kostet Euch keinen Aufpreis.

Wollt Ihr mehr Speicher haben, kostet Euch das Upgrade von 16 auf 32 GB im Moto Maker 50 Euro Aufpreis.

Nimmt man also eine Kombination aus Holz oder Leder und einen großen 32 GB Speicher, so kostet das neue Moto X mal eben 599 Euro. Kein Schnapper!

Fazit

Motorola hatte in meinen Augen mit dem ersten Moto X bereits ein großartiges Smartphone mit tollen Features, einem ergonomischen Gerätedesign und einer passablen Akkulaufzeit zu einem vertretbaren Preis von rund 350 Euro auf den deutschen Markt gebracht, das ich bis heute liebe und gerne nutze.

Motorola hat genau zugehört, was die Leute wollen und hat definitiv geliefert. Die Akkulaufzeit hat zwar leider ein bisschen gelitten, aber vor dem Hintergrund des doppelt Leistungsstarken Prozessors und des verbesserten Full HD-Displays ist diese Laufzeit immer noch mehr als annehmbar.

Die Kamera ist kein Riesen-Steinwurf im Vergleich zum Vorgänger, macht dabei aber definitiv brauchbare Bilder und hat einige der Kinderkrankheiten ausgemerzt.

Das Handgefühl ist durch seine ergonomische Abrundung auf der Rückseite, trotz des Größenzuwachs von 4,7 auf 5,2 Zoll, immer noch ein angenehm wie kein zweites Smartphone. Das Design ist immer noch ein Hingucker – nicht zuletzt durch die schier endlosen Anpassungsmöglichkeiten durch den Moto Maker. Auch der Umstieg von Plastik auf Aluminium hat dem neuen Moto X sehr gut getan und gibt dem Smartphone eine sehr hochwertige Optik, doppelte Robustheit und ein Premium-Gefühl in der Hand.

Motorola hat hier in meinen Augen das beste Android-Smartphone des Jahres 2014 produziert, Punkt! Wäre da nicht der saftige Preis. Wer wie ich das Moto X 2013 für rund 350 Euro ergattert hat, dem wird der saftige Neupreis eines Moto X 2014 zwischen 529 und 599 Euro sauer aufstoßen

Wer also ein Moto X der ersten Generation besitzt und damit zufrieden ist, sollte auf die nächste Generation warten. Da das erste Moto X wie auch das zweite bald das Update auf Android 5.0 Lollipop erhalten sollen, wird die Freude am Bestandsgerät noch etwas vorhalten. Alle anderen, die ein neues Android-Smartphone mit Top-Specs suchen, eine pure Android-Experience bevorzugen und ein paar Euro mehr in der Tasche haben: Greift zu! Ihr werdet es nicht bereuen!


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Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien…

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