Samsung stellt Sprachassistenten Bixby vor, kommt auch im Galaxy S8

20. März 2017 Kategorie: Android, Hardware, Smart Home, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Samsung wird Ende des Monats das Galaxy S8 vorstellen, voraussichtlich auch in einer Plus-Variante. Den Geräten wurde auch ein digitaler Assistent nachgesagt. Diesen nennt Samsung wie erwartet Bixby und stellt ihn direkt vor. Samsung möchte mit Bixby den Spieß umdrehen, nicht der Nutzer soll lernen, wie er ein Gerät per Sprache bedient, sondern das Gerät soll den Nutzer verstehen. Mehr Funktionen bedeuten, dass der Nutzer immer mehr lernen muss, wenn er Neuerungen auch nutzen möchte.

Dem möchte Samsung mit Bixby entgegenwirken. Allerdings wird auch Bixby nicht von Anfang an perfekt sein, vielmehr möchte Samsung Bixby im Laufe der Zeit komplettieren, angefangen auf dem Smartphone. Bixby soll in der Lage sein, jede Eingabe, die heute per Touch möglich ist, per Sprache auszuführen. Auch aus diesem Grund wird Bixby erst einmal mit ein paar ausgewählten Apps auf dem Galaxy S8 starten.

Langfristig möchte Samsung dann nicht nur eine SDK-Integration von Bixby für App-Entwickler, damit deren Apps ebenfalls über Bixby genutzt werden können. Auch eine Ausweitung von Bixby auf andere Geräte, gerade der Bereich Smart Home bietet sich da ja an.

Was Bixby von anderen Assistenten unterscheiden soll:

Die Vollständigkeit bei der Nutzung in Apps. Da Bixby fast alle Toucheingaben per Sprachbefehl ausführen kann, sind unterstützte Apps nicht mehr nur auf ein paar Funktionen beschränkt, die per Sprache gesteuert werden können.

Bixby wird über einen Button aktiviert. Wird Bixby aktiviert, weiß der Assistent auch mit Kontext umzugehen. Befindet man sich also gerade in einer App, kann nach Aktivierung von Bixby einfach drauf los befohlen werden, man muss nichts weiter beachten. Auch eine Mischnutzung aus Touch und Sprache kann vollzogen werden.

Toleranz beim Verständnis, auch damit möchte Bixby sich abheben. Damit der Nutzer sich nicht zig Befehle merken muss, versteht Bixby auch unvollständige Befehle. Reichen die Informationen nicht aus, um eine Aufgabe trotzdem auszuführen, fragt Bixby nach den fehlenden Informationen.

Samsung Smartphones, die mit Bixby ausgestattet werden, bekommen einen dedizierten Button, um Bixby zu aktivieren. Bixby arbeitet in der Cloud, eine Internetverbindung wird also benötigt, um Bixby nutzen zu können. Generell soll Bixby die Nutzung von Geräten wieder ein Stück einfacher machen, was Samsung mit einem Assistenten erreichen möchte, der den Nutzer versteht.

Das liest sich erst einmal nicht schlecht, allerdings sind digitale Assistenten auf dem Papier alle nicht schlecht. Ob Bixby sich besser anstellt als Siri, Cortana oder der Google Assistant, wird sich dann bald zeigen. Die eingeschränkten Möglichkeiten zu Beginn werden schon ein größeres Hindernis sein. Allerdings lieber so, als eine schnelle Verbreitung eines halbgaren Assistenten, den man dann auch nicht nutzen möchte.


 

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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