Samsung Galaxy S8: So einfach lässt sich der Iris-Scanner austricksen

23. Mai 2017 Kategorie: Android, Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Es ist altbekannt: Die Hersteller versprechen den Nutzern super sichere Entsperrmethoden für Smartphones & Co, Sicherheitsforscher belehren sie kurz darauf eines besseren. So nun auch im Fall des Galaxy S8. Die Gesichtserkennung hat sich von Anfang an einfach mit einem Bild überwinden lassen, auch wenn ein Software-Update für eine exaktere Abfrage sorgte. Sicherer soll hier der Scan der Iris sein. Ist er aber auch nicht, wie nun ein Video von starbug (CCC) zeigt.

Es gehört nicht viel dazu, ein Foto vom Auge im Infrarot-Modus einer Kamera aufgenommen, ein Ausdruck angefertigt (ironischerweise auch noch mit einem Samsung-Drucker) und eine handelsübliche Kontaktlinse auf den Ausdruck gepappt – schon ist der Drops gelutscht, wie es im Video heißt. Also auch nicht sicherer als Fingerprint oder Gesichtserkennung. Überrascht das? Nicht wirklich, allerdings sollten sich die Hersteller vielleicht einmal damit beschäftigen.

Es ist nicht allzu schlimm, wenn so ein „Sicherheits“-Feature nicht so sicher funktioniert. Wohl aber ist es schlimm, wenn es als sicher beworben wird – was die Hersteller wiederum sehr gerne machen. In vielen Fällen sind die „Sicherheits“-Features einfach nur eine bequemere Form des Entsperrens, da man eben keinen Code eingeben muss. Das heißt aber noch lange nicht, dass Menschen mit entsprechender Intention keine Chance haben, ein Gerät zu entsperren.

(via @Linuzifer)

Über den Autor: Sascha Ostermaier

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