Remix IO: PC, Spielkonsole und Mediacenter mit Android Nougat für 99 Dollar via Kickstarter

21. Oktober 2016 Kategorie: Android, Hardware, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_remixioRemix dürfte den meisten von Euch ein Begriff sein, mit dem Remix Mini gab es letztes Jahr einen 20-Dollar-Android-PC und auch Remix OS hatten wir bereits mehrfach im Blog. Remix Mini lässt sich beispielsweise wunderbar als Mediancenter einsetzen, dazu reicht die Leistung aus. Nun gibt es von Jide ein neues Kickstarter-Projekt, es geht wieder um Hardware, diesmal aber leistungsstärker – allerdings auch eine ganze Ecke teurer. Remix IO kann als Settop-Box, Spielkonsole oder auch als PC eingesetzt werden. Das System basiert auf Android Nougat, die Hardware ist in etwa vergleichbar mit der einer Nvidia Shield.

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Für Filmfans dürfte interessant sein, dass 4K mit 60 FPS und HDR unterstützt wird. Dafür sorgt ein Octa-Core-Prozessor (RK3368) zusammen mit der PowerVR SGX6110 GPU. 2 GB RAM gibt es außerdem, das könnte manchem als ein bisschen dünn erscheinen (Nvidia Shield hat 3 GB). Speicher gibt es im Remix IO 16 GB, dieser kann via microSD-Karte um 128 GB erweitert werden.

Großzügig wird mit Anschlüssen umgegangen. Einen HDMI-Port gibt es, dazu vier USB 2.0-Anschlüsse und auch einen VGA-Port. Unterstützt wird auch WLAN ac, inklusive 5 GHz. Auf einen Ethernet-Port und einen 3,5 mm Klinkenanschluss kann man ebenfalls zugreifen. Interessant wird die Box aber durch das System.

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Unterstützt wird Android (inklusive der Apps, die für Android verfügbar sind) ebenso wie Android TV, das bekanntlich andere Apps, teilweise auch exklusiv, zur Verfügung hat. So kann der Nutzer flexibel das nutzen, was er möchte, sich dabei natürlich am Einsatzzweck orientieren.

Über das Gaming-Toolkit kann man auch Spiele, die für Toucheingaben optimiert sind, für die Bedienung über andere Eingabegeräte fit machen. Das alles wirkt schon sehr durchdacht, auch die verschiedenen Modi für die Nutzung an einem TV-Gerät oder als PC.

Remix Mini war mit seinem Preis von 20 Dollar unschlagbar günstig, für Remix IO müssen Interessenten schon ein Stück tiefer in die Tasche greifen. 99 Dollar kostet die Hardware, wenn man noch die Early Bird-Version erwischt, 109 Dollar kostet das Gerät danach. Hinzu kommen noch Versandkosten in Höhe von 10 Dollar plus etwaige Einfuhrabgaben. Geliefert werden soll bereits im März 2017. Kann man auch glauben, das letzte Projekt war eines der perfektesten, das ich jemals bei Kickstarter unterstützt habe.

Es kann natürlich immer zu Verzögerungen kommen, zu erwarten ist das hier aber weniger. Wer sich Remix IO sichern möchte, kann dies über Kickstarter tun, das Ziel von 250000 Dollar ist bereits überschritten, daran wird es also schon einmal nicht scheitern.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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