Project Ara: erste Baukästen sollen ab Anfang 2015 für 50 US-Dollar erhältlich sein

16. April 2014 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von:

Googles Project Ara ist aktuell ein sehr spannendes Thema in der mobilen Welt. Ein Smartphone im Baukasten-Prinzip, nach den eigenen Anforderungen im wahrsten Sinne des Wortes zusammengesteckt. Auf der Ara Developer Conference erklärte der Kopf der Ara-Bande, Paul Eremenko, dass die modularen Smartphones bereits im Januar 2015 in den Verkauf gehen sollen. Das Basis-Paket, bestehend aus Endoskeleton (das Teil, das die Module aufnimmt), Display, WLAN-Modul und Prozessor (ohne Akku?) soll dann für 50 US-Dollar verfügbar sein.

Ara_Endo_Sizes

Das Basis-Paket wird „Grey Phone“ genannt werden, weil es eben in einer trostlosen grauen Farbe daherkommt und die Käufer es nach ihren Wünschen farblich gestalten und erweitern sollen. Zwar ist Ara momentan noch primär auf das Smartphone an sich konzentriert, allerdings würden sich durch das modulare Prinzip auch andere Dinge verwirklichen lassen.

Ebenfalls hochinteressant: das modulare Grundpaket soll bis zu 6 Jahre „aktuell“ sein, sich also mit dem Austausch einzelner Komponenten aufrüsten lassen, ohne technisch anderen Geräten hinterher zu hinken. Das kann von der Kamera bis zum 4G-Modul reichen, die der Nutzer dann Stück für Stück upgraden kann. Auf diese Weise soll Ara attraktiv für Hard- und Software-Entwickler gestaltet werden.

Stellt sich nur noch die Frage, wie externe Firmen mit den Modulen umgehen. Profit steht dort bekanntlich an erster Stelle und wenn sich mit einem super-duper Kamera-Modul eine bessere Marge erzielen lässt als mit einem niedrig auflösenden Modell, ist durchaus vorstellbar, dass es Module gar nicht in allen Preis- und Qualitäts-Klassen geben wird. Auf der anderen Seite, der Selbstbau-PC-Markt bietet ja auch Komponenten für jeden Geldbeutel.


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Quelle: Business Insider |

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