PC-Markt bricht laut IDC weiterhin ein, Apple zählt zu den Gewinnern

12. April 2016 Kategorie: Hardware, geschrieben von: André Westphal

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Die Marktforscher von der IDC haben sich mal wieder den PC-Markt angesehen: 60,6 Mio. Einheiten wurden im ersten Quartal 2016 ausgeliefert. Klingt viel, aber entspricht einem Minus von 11,5 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Laut IDC habe man damit allerdings gerechnet, da das Marktumfeld aktuell schwierig sei. Zum einen würden Geschäftskunden noch mit dem Upgrade auf Windows 10 warten, während Privatkunden nur geringes Interesse an neuer Hardware zeigten. Dabei haben die Märkte in Asien und Europa sich etwas besser geschlagen, als zuvor erwartet. Dafür ging es wiederum in den Vereinigten Staaten stärker bergab als angenommen.

Bis Ende 2016 rechnet die IDC zumindest damit, dass die Nachfrage bei Geschäftskunden wieder anziehen werde: Die Unternehmen, die vorher Windows 10 in Pilotphasen ausprobiert hätten, sollten im zweiten Halbjahr langsam großflächiger umsteigen und entsprechend auch verstärkt neue Hardware nachfragen. Aktuell haben die Händler jedoch noch das Problem ihre Lager zu leeren. Das kostenlose Upgrade auf Windows 10 habe die Nachfrage nach neuen PCs nicht gerade beflügelt. Zudem schauen immer mehr Kunden auf Hybrid-Notebooks statt auf klassische PCs.

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Die Top 5 der PC-Hersteller sind international Lenovo, HP, Dell, Apple und Asus. Dabei ist Apple unter diesen fünf noch gemeinsam mit Dell am ehesten ein Gewinner, da das Minus im Vergleich zur Konkurrenz mit 2,1 % relativ gering ausfiel. In den USA konnte Apple seine Auslieferungsmengen der Macs sogar um 5,6 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch für Lenovo sah es übrigens in den USA recht gut aus, dafür musste der chinesische Hersteller international herbe Schlappen und ein sattes Minus hinnehmen.

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In den USA sieht es übrigens mit der Rangfolge etwas anders aus, denn dort findet sich Dell noch auf der Pole-Position. Es folgen HP, Lenovo, Apple und Acer. Asus konnte zwar in den USA Wachstum erzielen, sieht sich aber speziell in Europa mit Herausforderungen konfrontiert. Die letzten Produkte des Herstellers deuten einen stärkeren Fokus auf Gaming und die ROG-Marke (Republic of Gamers) an.

Insgesamt rechnet die IDC für 2016 mit einer langsamen Erholung, speziell im zweiten Halbjahr, wenn mehr Geschäftskunden zu Windows 10 wechseln könnten. Viel werde aber von den Strategien der Hersteller abhängen, die Kunden zurückgewinnen müssten.


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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