Paper: Facebooks News-Reader-App angeschaut, ausprobiert und bestaunt

3. Februar 2014 Kategorie: iOS, Mobile, Social Network, geschrieben von:

Vor 4 Tagen hat Facebook seine Reader-App vorgestellt, seit heute ist sie für das iPhone verfügbar. Dabei ist die App nicht nur für den Konsum von News-Artikeln geeignet, sondern stellt auch die Status-Updates Eurer Freunde dar. Ich probiere berufsbedingt unzählige Apps, selten hat mir eine App auf Anhieb so gefallen wie Paper. Startet die App das erste Mal, wird man von einem Video-Intro begrüßt. Das macht ordentlich was her und Optik ist bei Apps bekanntlich nicht unbedingt ein unwichtiger Faktor. Allerdings hilft auch die ganze schöne Optik nichts, wenn eine App einfach Schrott ist.

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Nach dem Video, erklärt eine nette Damenstimme die Nutzung von Paper und hilft bei der Einrichtung. Das ist sehr angenehm, da man sich nicht selbst auf die Suche nach Funktionen machen muss und im Zweifelsfall nicht einmal den Begleittext lesen muss. Einrichtung also schon mal allererste Sahne, hätte ich von Facebook nicht erwartet. Aber was ist mit den Funktionen? Lässt sich die App komfortabel nutzen?

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Ja, sie lässt sich komfortabel nutzen. Sie ist definitiv nichts für den Hardcore-News-Konsumenten, wer allerdings Reader-Apps wie Flipboard nutzt, wird sich sofort in die App verlieben. Man wählt seine Interessen über Karten aus, diese können in den Einstellungen jederzeit bearbeitet werden. Wer möchte, kann auch seine Freunde aus den News schmeißen, so lässt sich die App auch als reiner News-Reader nutzen.

Die Bedienung ist stark auf Gesten ausgelegt. Man kann in alle Richtungen wischen und wechselt so zwischen Artikeln, Kategorien oder ruft die Einstellungen auf. Die Animationen innerhalb der App sind ebenfalls extrem schick gemacht und laufen super flüssig ab.

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Auch die Benachrichtigungen und Chat-Nachrichten sind in der App verfügbar. In den Einstellungen lässt sich allerhand festlegen, unter anderem kann man die Pushbenachrichtigungen von der normalen Facebook App zu Paper umziehen. Read Later-Services lassen sich ebenfalls einstellen, Pocket, Instapaper, Pinboard und die Safari Leseliste sind hier an Bord. Ebenfalls in den Einstellungen ist die Deaktivierung automatisch abspielender Videos vorhanden.

Accounteinstellungen, Shortcuts zu Privatsphäreeinstellungen und der Facebook Code Generator für die 2-Faktor-Authentifizierung sind ebenfalls vorhanden. Natürlich lassen sich über die App auch neue Posts erstellen. Artikel, die man für teilenswert hält, lassen sich direkt mit anderen teilen.

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Im Prinzip ist Paper eine aufgebohrte Facebook App, die die normal verfügbare ablösen kann. Zumindest für die Mainstream-Nutzung. Wie Ihr sicherlich wisst, bin ich kein Facebook-Fan und nutze das Netzwerk nicht (was nicht bedeutet, dass ich dort keinen Account habe). Ich muss offen gestehen, ich werde Facebook mit der Paper App in Zukunft sicher häufiger nutzen. Sie ist einfach zu gut gemacht, um sie nicht zu nutzen.

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Wer einen US iTunes-Account sein eigen nennt und Facebook nutzt, sollte sich die App unbedingt anschauen. Wann die Veröffentlichung in anderen Ländern geplant ist, ist nicht bekannt. Ich hoffe, dass sich Facebook damit nicht allzu lange Zeit lässt, es wäre schade darum. Die App unterstreicht perfekt Facebooks Konzentration auf Smartphones. Und im Gegensatz zu Facebooks vielen anderen Versuchen, wurde hier ganze Arbeit geleistet. Ich bin begeistert, habt Ihr beim Lesen sicherlich bemerkt. Die App gibt es übrigens hier (US AppStore).

Carsten hingegen gefällt die App überhaupt nicht. Er sagt, er ist mehr der Typ fürs Scrollen von oben nach unten. Zeigt schön, wie unterschiedlich Apps doch wahrgenommen werden, bzw. dass sich eine App nicht pauschal für alle Nutzer erstellen lässt. Falls Ihr konkrete Fragen zur App habt und sie selbst nicht ausprobieren könnt, ab in die Kommentare damit. Ich werde diese nach Möglichkeit beantworten.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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