o2: Telefónica Deutschland will Bewegungsdaten seiner Kunden verkaufen, so widersprichst du

22. September 2016 Kategorie: Backup & Security, Internet, Mobile, geschrieben von: caschy

artikel_o2Telefónica Deutschland möchte einmal wieder einen Vorstoß wagen und die Bewegungsdaten seiner Kunden an Unternehmen und Behörden verkaufen. Dies berichtet die Wirtschaftswoche. Das war schon einmal vor ein paar Jahren der Fall, nach Protesten ließ o2 die Geschäftsidee allerdings wieder fallen. „Wir werden uns nicht noch mal die Finger verbrennen“, sagte Thorsten Dirks, der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland, der Wirtschaftswoche.

Man habe sich mit Behörden abgestimmt, zudem einen dreistufigen Algorithmus zur Anonymisierung der Kundendaten entwickelt. Zu den interessierten Kunden gehören beispielsweise Shopping-Center, die sich über den Kundenstrom informieren können. Vereinfacht gesagt arbeitet das System offensichtlich wie Google Maps, hier wird nach Bestätigung ja auch mitgeschnitten, wo man sich aufhält, die Daten beispielsweise dafür genutzt, um Info über das Verkehrsaufkommen oder Stoßzeiten beim Einkaufen zu visualisieren.

Kunden, die ihre Daten zur Verfügung stellen, sollen sogar mit einer Belohnung in Form von Rabatten rechnen können. „Wenn wir Daten nutzen dürfen und daraus Werte entstehen, dann kann der Kunde natürlich partizipieren“, so Dirks gegenüber der WiWo weiter.  Dieser „Service“ steht für Kunden aller Marken in den Netzen von O2 und E-Plus zur Verfügung, man kann aber auf einer dedizierten Sache widersprechen.

So widerspricht man der Datensammelei:

  • Entscheidungsseite besuchen
  • Mobilfunknummer eingeben und Status prüfen. Hierfür wird ein Code per SMS gesendet, der zur Verifizierung eingegeben werden muss.
  • Auf „Einstellungen ändern“ klicken, sofern aktiv
  • Bestätigung abwarten. Folgender Text erscheint „Vielen Dank für Ihren Auftrag. Ihr Status wird geändert. Bitte beachten Sie, dass dieser Vorgang bis zu 24 Stunden in Anspruch nehmen kann.“

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Update:  Das Problem dabei: Um den Status abzufragen, muss man seine Nummer nebst SMS Code angeben. Man erhält aber keinen Status, sondern wird – abhängig vom vorherigen Status – für das Programm de- oder aktiviert. Wer also vorher nicht drin war, wird so aktiviert und müsste mit einer zweiten Abfrage deaktivieren. Funktioniert mittlerweile wie von o2 beschrieben, siehe Screen.

Update : Es ist tatsächlich opt-out

(danke Martin!)


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Über den Autor: caschy

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