Microsoft geht nur in den USA gegen irreführende Apps vor

18. September 2014 Kategorie: Mobile, Windows, geschrieben von:

Martin Geuß, manchen von Euch vielleicht eher als Dr. Windows bekannt, hat eine interessante Entdeckung in Bezug auf Windows Phone und das Verbannen von Apps gemacht. Ihr erinnert Euch sicher daran, dass Microsoft gegen irreführende Apps vorgehen will, auch darüber berichteten wir. Wie Martin aber herausgefunden hat, ist dies wohl nicht so, wie allgemein angenommen. Diese Bereinugungsaktionen beziehen sich nämlich nur auf den US-Store von Microsoft. Sprich, wenn eine App gelöscht wird, weil sie irreführend und somit potentiell schädlich für den Kunden ist, passiert dies nur in den Vereinigten Staaten.

microsoft_logo

Die Vorteile für Microsoft liegen auf der Hand. Man verliert keine Apps, kann weiterhin – auch bei Massenlöschungen – von Wachstum sprechen. Gleichzeitig schützt sich Microsoft selbst vor etwaigen Klagen, die in den USA sehr viel mehr Aussicht auf Erfolg haben würden als anderswo. Und drittens verdient Microsoft – außerhalb der USA – an jeder verkauften Fake-App. Das werden zwar keine Unsummen sein, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Die ganze Story könnt Ihr bei Dr. Windows selbst nachlesen. Schöne Geschichte, wenn auch mit ernstem Hintergrund. Dort wird auch noch einmal gezeigt, wie diese Apps funktionieren, wie betrügerisch sie mit Benachrichtigungen umgehen. Das ist auch ein schönes Negativ-Beispiel, wie man als App Store Betreiber besser nicht reagieren sollte, vor allem nachdem man vollmundig angekündigt hat, gegen solche Apps vorzugehen.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9407 Artikel geschrieben.