Microsoft bringt Windows 10 auf Qualcomm Snapdragon-Prozessoren

8. Dezember 2016 Kategorie: Windows, geschrieben von: caschy

artikel_windowsFehlenden Mut und Ideenlosigkeit kann man Microsoft dieser Tage wahrhaft nicht vorwerfen. Es hat sich einiges getan, seit man Satya Nadella ans Ruder gelassen hat. Das betrifft nicht nur die Cloud, sondern geht auch in andere Soft- und Hardware-Bereiche. Die sprichwörtliche Hölle ist zugefroren und so gab es doch Interessantes zu sehen, was auch Intel interessieren dürfte. So gab Microsoft auf der Entwicklerkonferenz WinHEC in China bekannt, dass kommende Qualcomm-Prozessoren in der Lage sein werden, x86-Anwendungen auszuführen. Boom.

Microsoft:

Finally, to deliver on our customers’ growing needs to create on the go, we announced today that Windows 10 is coming to ARM through our partnership with Qualcomm. For the first time ever, our customers will be able to experience the Windows they know with all the apps, peripherals, and enterprise capabilities they require, on a truly mobile, power efficient, always-connected cellular PC.

Das Ganze geschieht allerdings nicht nativ, sondern wird über eine Emulation möglich gemacht. Dass Emulieren heute ganz brauchbar sein kann, das wissen wir ja. Das muss nichts ganz Schlechtes mehr sein. Qualcomms ARM-Prozessoren können also schon bald (man peilt die zweite Hälfte 2017 an) die Grundlage von Computern sein, die mit Windows 10 auf den Markt kommen. Hier kann man dann klassische Anwendungen ausführen, aber auch die neueren UWP (Universal Windows Apps). Microsoft demonstriert dies im Video beispielsweise mit Office und Photoshop.

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Grundlage für die ersten Schritte in diese Richtung wird Qualcomms Snapdragon 835 sein, der ist kürzlich vorgestellt wurde. Ein Chip, der nicht mehr nur für Smartphones und Lösungen auf Nicht-Windows-Basis geeignet ist. Mal schauen, was da genau passiert, denn ein zweites Windows RT wird sich Microsoft nicht leisten wollen, die Emulation eines „echten und vollständigen“ Windows sieht da schon eine Ganze Ecke spannender aus.

Microsoft selber spricht im hauseigenen Blog übrigens nicht explizit von Desktop-Rechnern, sodass man natürlich spekulieren kann – aber sicherlich werden eher Tablets und dünne, leichte Notebooks initial Ziel dieser Lösung sein.

Windows auf Qualcomm-Prozessoren. Eine reine Idee von Microsoft und Qualcomm? Angeblich nicht – Hersteller von Hardware seien wohl vermehrt mit der Idee an Microsoft herangetreten.

Dann wollen wir auch mal hoffen, dass diese Hersteller ordentlich abliefern. Denn meiner Meinung nach ist es nicht Microsoft auf das man schimpfen muss, wenn man sich über seinen Rechner aufregt. In den meisten Fällen ist es einfach die absolut schlechte Lösung des Herstellers, dessen schlimmes Gelöt man vor sich stehen hat.


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Über den Autor: caschy

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