Langsames Internet ist auch kein Zustand

9. Juni 2009 Kategorie: Privates, geschrieben von:

Tja – es war so gegen Nachmittag als während meines fleissigen Tippens auf einmal die Internetverbindung weg war. Kann ja mal vorkommen – obwohl in der FRITZ!Box der Reconnect auf die frühen Morgenstunden verlegt worden war. Nach zwei, drei Minuten fing ich schon an hektisch zu klicken – schließlich surfe ich nicht nur zur eigenen Bespaßung, sondern arbeite ja im Home Office für meinen Aachener Arbeitgeber. Schritt 1: mal die FRITZ!Box neu starten. Weiterhin keine Internetverbindung möglich. Das Log besagt dass kurz das DSL-Training gestartet wird – aber danach ist Schicht im Schacht. Timeout. Ein kurzer Handshake ist aber zustande gekommen.

Bevor ich irgendwelche Hotlines quäle versuche ich selber immer alle möglichen Fehlerquellen auszuschließen. Ich habe ja selber viele Jahre in der „Hardware verarbeitenden Industrie“ gearbeitet und kenne so die typischen Nerver die für jeden Humbug irgendwo anrufen – obwohl man mit ein bis zwei Blicken den Fehler selbst hätte beheben können. Ich hatte mir immer geschworen: bevor ich frage teste ich alles selber durch (sofern ich von der Thematik Ahnung habe). Bei Autodefekten zum Beispiel muss ich dauerhaft meinen Spezi fragen – und Autodefekte sind echt teuer. Naja, dafür hat er keine Ahnung von PCs – gleicht sich alles wieder aus 🙂

Back to topic: Obwohl an der Konfiguration nichts geändert wurde habe ich sogar noch meine Anschlussdosen im Keller und unter dem Schreibtisch komplett auseinander genommen und neu verkabelt. Weiterhin kein Internet möglich – nur Telefonie.

Weiterer Schritt: Austausch der FRITZ!Box gegen eine 900V vom rosa Riesen die noch im Keller vor sich hinvegetierte. Gleicher Fehler. Okay – da kann man ja schon mal davon ausgehen dass eine Störung vorliegt. Störung gemeldet – Leitung durchgemessen – angeblich alles in Ordnung. Rückruf vom Techniker bekommen. Ob man alles geprüft hätte. Man könne zwar einen Techniker schicken – der würde dann aber wohl kosten – sofern ein Defekt auf meiner Seite vorliegen würden. Dann kam mir der Splitter in den Sinn. Ich meinte, dass ich die noch mal eben testen wolle.

Dann noch mal zusätzlich in allen Konstellationen zwei zusätzliche Splitter getestet. Fazit: drei Splitter, zwei Router getestet und die komplette Verkabelung noch einmal vorgenommen. Kostet ja überhaupt keine Zeit. Zum Glück bin ich Computer-Messie und habe zig Geräte und Kabel aufbewahrt. Kann man ja mal brauchen 🙂

Dann musste logischerweise noch einmal die Störungsstelle bemüht werden. Die ist bei der Telekom übrigens auch neu. Nicht mehr Sprachcomputer anhören und mit 1, 2 oder 3 irgendetwas auswählen – neeee – da kann man jetzt sprachgesteuert durch seine Fehler navigieren. Beim zweiten Anruf erkennt die Leitung, dass man schon angerufen hat – und fragt nach, ob man wegen des selben Problems anrufe. Dann gelangt man direkt zu einem echten Menschen mit dem man wieder sprechen kann.

Dieser weist einen natürlich wieder daraufhin dass es sich um eigene Doofheit bzw. Hardwaredefekte handeln könnte – und dass ein Technikerbesuch Geld kosten kann. Ich sag: „mir egal – schick her den Mann“. Daraufhin bekam ich noch eine Telefonnummer für die Endgeräte-Hotline. Da könne man anrufen „falls man Schwierigkeiten mit der Konfiguration der Hadware…“ – woraufhin ich wieder sagte dass ich den ganzen Krempel bereits in allen möglichen Konstellationen durchgetauscht hatte.

Bisher kein Anruf – mal abwarten. Im Januar hatten die hier auch mal wieder eine Leitungsstörung – die Behebung des Fehlers dauerte knapp 24 Stunden. Hut ab. Bin mal gespannt ob die Jungs das wieder schaffen.

Nun sitze ich ich mit meinem UMTS-Stick und surfe lahm durch das Netz – denn da ich in einem E-Werk wohne hat man hier eine gefühlte Netzabdeckung von ca. 1%. Handy- und UMTS-Nutzung kaum möglich. Nun wieder mittels per USB-Kabel verlängertem Stick mit dem MacBook am Fenster. Ein wahrhaft trauriges Bild.

Übrigens – und jetzt können die Verschwörungstheoretiker munkeln – nach meinem DSL-Ausfall war noch einer aus der IT-Security meines Providers auf meinem XING-Profil. Ho Ho Ho – Illuminaten 😉

Und wie schauts bei euch aus? Auch schon mal den Wahnsinn des Supports erlebt – oder selbst in der Sparte tätig?


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Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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