Kodi: So soll das mit DRM aussehen – falls überhaupt

24. April 2017 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Die Mediacenter-Software Kodi und DRM, Anfang April machte ein Bericht die Runde, dass Kodi das von vielen nicht gerade gemochte „Digital Rights Management“ irgendwie integriert bekommen könnte. Irgendwie deshalb, da es wenig Details dazu gab, wie so etwas aussehen könnte. Hintergrund ist, dass Rechteinhaber ungern mit Kodi zusammenarbeiten, da sie die Plattform als Filmpiraterie begünstigend ansehen. Die Reaktionen auf den Bericht waren auch bei uns in den Kommentaren eindeutig, sollte Kodi etwas an seiner Offenheit ändern, wird eben eine andere Lösung gesucht.

Zeit für Kodi, die Sache einmal genauer zu erklären. Wer Kodi heute nutzt, wird dies auch in Zukunft auf die gleiche Weise tun können, so die Kernaussage von Kodi. Denn Kodi stellt nur den Rahmen für Inhalte, nicht aber die Inhalte selbst bereit. Zudem möchte Kodi den Nutzern keine Vorschriften machen, wie sie Kodi zu nutzen haben, nicht einmal eine Empfehlung möchte man geben.

Die DRM-Story entstand indes daraus, dass Kodi eben Rechteinhabern die Möglichkeit geben möchte, ihre Inhalte auch über Kodi anbieten zu können. Deshalb möchte Kodi „Low Level DRM“ anbieten, das wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das würde bedeuten, dass man beispielsweise auf einem Android-Gerät, wo Netflix-Inhalte eh schon DRM-geschützt sind, einfach via Kodi wiedergeben könnte. Kodi würde also das DRM der anderen Produkte anzapfen, um die Inhalte dieser wiederzugeben.

Allerdings ist selbst diese Methode nicht wirklich spruchreif und wird intern noch diskutiert. Was allerdings nicht diskutiert wird, ist das, was Kodi ist und bleibt: Kodi wird niemals Anbieter von Inhalten sein, Modi wird immer mit Euren Inhalten funktionieren, Kodi wird den Nutzer nie davon abhalten, die Software so zu nutzen, wie er möchte und Kodi wird keine Nutzungsempfehlungen geben.

Also kein Grund zur Sorge für Nutzer von Kodi, Ihr könnt die Software auch weiterhin so nutzen, wie Ihr möchtet, egal mit welchen Inhalten, egal mit welchen Plug-Ins.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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