Kodi gegen Filmpiraten: DRM soll es richten, Rechteinhaber sind wenig angetan

10. April 2017 Kategorie: Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Kodi ist Euch vermutlich ein Begriff, die Mediencenter-Software ist auf verschiedenen Geräten sehr beliebt. Auch bei Nutzern, die damit nicht legal erworbene Inhalte betrachten. Für derartige Inhalte gibt es diverse Plugins, die nicht von Kodi selbst stammen, die das Team von Kodi aber in eine Position bringen, die es schwer machen, nicht in die Schublade mit der Aufschrift „illegal“ gesteckt zu werden. Ist ja bei Torrent-Geschichten nicht viel anders.

In einem Gespräch mit TorrentFreak erklärt XBMC Foundation Project Lead Martijn Kaijser, dass es der falsche Weg für Kodi sei, Plugins den Zugang zu verwehren, die der Filmindustrie nicht passen. Sprich Plugins, die einem Inhalte nicht auf rechtmäßigem Weg bereithalten.

Stattdessen möchte Kodi, dass die Anbieter mit offiziellen Plugins kommen. Dafür wäre man sogar bereit, DRM in Kodi zu implementieren. Die einfache Verfügbarkeit legaler Inhalte soll den illegalen Nutzungsstrukturen quasi den Garaus machen. Ist nicht neu, es wird seit Jahren in allen Ecken des Netzes gepredigt, dass die Nutzer durchaus bereit sind für Inhalte zu bezahlen, wenn sie denn so nutzbar sind, wie der Kunde es möchte.

Allerdings dürfte das Ziel von Kodi gar nicht so einfach zu erreichen sein. Denn wie Kaijser weiter erklärt, sind die Rechteinhaber von den Vorschlägen nicht wirklich angetan. Sei es zur Bereitstellung eines eigenen Plugins oder der Übernahme eines inoffiziellen Plugins. Warum sollte man als Filmindustrie auch dorthin gehen, wo die Zuschauer sind…

Aber immerhin wird Kodi wohl nicht gegen Plugins vorgehen, die eben Inhalte einfacher bereitstellen. Das macht Verhandlungen mit Rechteinhaber zwar nicht unbedingt einfacher, dürfte aber den Nutzern gefallen, die sicher schon bei DRM ganz hellhörig wurden.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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